Auftrittplanung

von Broadwoaschd, 18.12.06.

  1. Broadwoaschd

    Broadwoaschd Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.12.06   #1
    Hallo,
    Da ich mit Live-Anlagen nicht so erfahren bin wollte ich mir hier mal nen bissl professionelleren Rat einholen. Und zwar soll zum Abiball bei uns die Turnhalle beschallt werden. Ich hab zwar Erfahrungen mit kleinen Proberaum PAs aber mit so großen Sachen noch kaum :) Was denkt ihr was sowas kosten würde, wenn man das ausleiht oder vielmehr was für ne Dreifelderhalle an Beschallung braucht. Anlagenmäßig könnte man sicherlich von den mitspielenden Bands was mitnehmen und noch zusätzlich was Ausleihen.
    Das ganze sollte möglichst seriös werden, zunächst müssen alle offiziellen ne Ansprache halten, danach soll en bissl Musik laufen während das Buffet gemacht wird und dann sollen die Bands aus unsren Jahrgang spielen.
    Ich hab mir gedacht wir stellen vorne 2 Boxentower hin, aktiv oder passiv erstmal egal. Mixer braucht man nicht so nen großen nehm ich an, hier sollte nen 16er reichen für 7-8xSchlagzeugmikros, 3xGesang, 2xGitarre und 1xBass. Eventuell noch 1mal Keyboard, es steht noch nicht fest welche bands alles mitspielen.
    Wegen Monitoring stehen dann die nächsten fragen aus. Wie wird das normalerweise gemanaged? Über Aux-Wege des Mixers in nen Extra Kleinmixer oder wird das normalerweise gesplittet und in 2 etwa gleichgroße Mixer geleitet?
    Nächste Wissenslücke wäre im Ampbereich: Wenn ich nen großen Tower passiv betreiben will, nimmt man da eine gute Endstufe für den ganzen Boxentower oder eher mehrere Endstufen für weniger Boxen? Und wie managed man die Verkabelung von Mixer zu mehreren Endstufen? Teilt man hier das Signal des Mischpultes nochmal auf auf die mehreren Endstufen?
    So das waren erstmal grob alle Fragen, mir fallen bestimmt noch mehr ein im Laufe der Zeit :) Ach ja und bitte antwortet so dass es ich als Laie verstehen kann :)
    Vielen Dank schonmal

    MfG
    MHumann
     
  2. Boerx

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    Erstellt: 18.12.06   #2
    Mein Vorschlage wäre, dass ihr euch einen Dienstleister ins Boot holt der die Beschallung der Halle übernimmt. Eventuell werdet ihr ja auch noch Licht brauchen.
    Kostenfaktor: ca (geschätzte) 1200-1500€

    Zu wissen was man an Anlage an dem abend braucht ist das Eine, diese Aufbauen und vor allem am abend auch noch alle Umbauten, das Abmischen usw. zu bewerkstelligen wird sicher schiefgehen. Vor allem da es seriös werden soll, hier solltet ihr wirklich nicht amateurhaft rummachen.

    P.S. Für ne 3 Felderhalle wird man etwas mehr brauchen als vorne Links und Rechts ein paar Boxen. Da bedarf es schon eine recht großen PA und am Besten noch einer Delay-Line. Also wenn ihr euch nicht mit dem Berechnen und Aufbauen einer PA (LineArray?!) dieser Größe auskennt und nicht wisst wie man eine Delayline aligned, versucht es bitte nicht selber zu machen.
     
  3. Broadwoaschd

    Broadwoaschd Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.12.06   #3
    Naja Delayline muss net sein, das gabs die bisherigen Jahre auch nicht. Im Prinzip soll man vorne einfach ordentlich abrocken können während man hinten sich noch unterhalten sollte.
    Ich werd wohl mal en bissl telefonieren müssen was es hier so an Veranstaltern gibt und was die verlangen.
    Weiß jemand wie das mit GEMA aussieht? Ich hab da mal nen paar Seiten durchgoogelt und hab gelesen, dass man bei geschlossenen Veranstaltungen da nix bezahlen muss, und die Veranstaltung wäre geschlossen, weil uns alle im Prinzip das Abi verbindet. Aber so ganz sicher bin ich mir da auch nicht, hat da jemand genauere Informationen?
     
  4. Boerx

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    Erstellt: 18.12.06   #4
    Klar braucht es nur vorne laut zu sein ABER auch die Leute in den hinteren Reihen sollten noch verstehen können was auf der Bühen gesprochen wird. Gerade Sprachverständlichkeit ist nicht immer leicht zu erreichen.

    Gema müsst ihr zahlen. Nur wenn es sich um eine Geburtstagsfeier im privaten Freundeskreis oder Ä. handelt brauchst du nicht zahlen.
    Genaueres findest du unter Musik&Recht im Forum Musik-Praxis
     
  5. Broadwoaschd

    Broadwoaschd Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.12.06   #5
    Ne also bisher hat auch immer ve Beschallung von vorne gereicht, da braucht man keine Extrawürste. Außerdem hört hinten sowieso niemand zu :)
    So wie es aussieht bekommen wir PA-Technik für nen guten 500er ausgeliehen + nen Techniker, da muss ich mal nach dem Preis fragen. Wie gesagt es soll kein Super Live Auftritt werden es soll einfach en bissl Feierstimmung etc rüberkommen :)
    Ich hab das ganze so geplant, dass auf ner Art kleinen "Hauptbühne" wird schon von Anfang an das Grundbandequipment aufgebaut sein, also Schlagzeug, Mikrofone, Kabel, Amps etc und auf ner Nebenbühne soll das offizielle abgehalten werden. Jetzt muss ich nurnoch die Maße der Halle irgendwie bekommen um die Größe der Bühnen und Backstagebereich mir grob zusammendenken :) Meint ihr 30 Minuten Umbauzeit pro Band reichen?

    Wie gesagt, wäre meine erste große Planung und ich möchte alle eventualitäten ausschließen :)
     
  6. Helle B.eC

    Helle B.eC Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.12.06   #6
    Wenn euer Drummer sich euch anpassen kann, dann braucht ihr wohl garkeine PA :D

    Bei uns in der Turnhalle würde nen Microcube 3mal reichen....kommt halt nur auf die Lautstärkeunterschiede an. Weil so eine Turnhalle ist schlimmer als ne Kirche (zumindest bei uns so der Fall). Aber ich denke Proberaum PA sollte auch allemale reichen.

    Soviel Erfahrung auf dem Gebiet PA hab ich dann aber doch nicht und gebe wieder an mehrwissende ab :)
     
  7. Boerx

    Boerx Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 18.12.06   #7
    Es handelt sich, um eine typische 3-Felderturnhalle! Wurde aber bereits erwähnt

    Und warum dann dieses Posting?
     
  8. Broadwoaschd

    Broadwoaschd Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.12.06   #8
    So ich hab jetzt nen Organisationspartner für die Sache gefuden der bereits kleine Gigs bis 300Leute gemacht hat. Das Problem stellt die Zeitplanung dar. Hier mal grob unsere Schätzungen.
    Eröffnung durch Chor: 30 Minuten
    Reden der Offiziellen: 45 Minuten
    Zeugnissübergabe: 90 Minuten
    Essen: 1,5 Stunden
    also 4:15 Stunden sind schon weg + etwa 15 Minuten Überhangszeit gesamt
    dann noch 4 Bands unterbringen... hm...
    bisher wurde das ganze immer 19:00 angefangen wir werden wohl um 17:00 anfangen.

    Wie lange darf man offiziell sowas machen? Die Sporthalle liegt ziemlich abseits von Wohngegenden, muss man da noch was bei Ordnungsamt anmelden?

    Puh bis Freitag brauch ich nen Konzept, noch viel Arbeit :)
     
  9. beatzstruck

    beatzstruck Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.12.06   #9
    22 Uhr ohne jegliches Problem (ausser Sonntag ohne Genehmigung garnicht)
    Alles was drüber geht, muss angemeldet werden. Und dürfte kein Problem sein, wenn ihr in der Turnhalle nur ab und zu solche Veranstaltungen fährt und zudem die Anwohner weiter weg wohnen.
     
  10. RaumKlang

    RaumKlang Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 18.12.06   #10
    Das kostet aber Overtime beim Techniker :-)

    Ihr seid aber ganz schön knapp dran mit dem Konzept...
     
  11. Broadwoaschd

    Broadwoaschd Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.12.06   #11
    Ne bis Freitag brauch ich das Konzept, die Veranstaltung is erst im Juni oder so. Liegt dran dass wir angeblich den bisherigen Organisator vertrieben haben, weil wir kritisiert haben dass der nur für Technik, Mischen und Getränke (deren Einnahmen er auch behalten würde) wohl so 5000-6000€ verlangen wollte...

    edit: ich meine natürlich 90Minuten^^
     
  12. sniper

    sniper Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 18.12.06   #12
    Ich wollte heute Nachmittag schon was dazu schreiben, leider war die Postingfunktion außer Betrieb. Im Grunde deckt sich das aber mit Boerx´s Posting. Wenn ich Deine Fragen im Eingangspost lese und dann im weiteren Verlauf was da alles stattfiinden soll, kann ich Dir nur den Rat geben - lass es eine erfahrene Company machen. Und zwar Technik + Techniker aus 1 Hand. Alles andere ist Russisch Roulette. Wenn Du´s vergeigst (und das ist sehr leicht möglich), hängt Dir das jahrelang an.

    Genau :great: Eine sehr löbliche Einstellung. Und genau deswegen würde ich als Einstieg in die Beschallungstechnik nicht unbedingt ein Event mit Chor und 4 Live-Bands wählen.

    Hier liegt mir Dieter Nuhr auf der Zunge... ich verkneif ihn mir aber. Nachher heißt es wieder ich wäre "unfriendly". :)
     
  13. Tobse

    Tobse PA-Praxis Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 19.12.06   #13
    30 minuten change over zwischen bands sind eigentlich Gang und gebe und mit genug Manpower ist in dieser Zeit normalerweiße recht stressfrei die komplette Backline umgebaut, mikrofoniert, gepachted und der lineckeck durch...

    ich würds aber bei so einem event anderst angehen.. Bei einer "offiziellen Sache" könnten linechecks etc doch sehr stören.. ich würde versuchen bereits morgens genu Zeit einzuplanen um die Bands die unbedingt chekcen wollen mit einem kurzen Soundcheck über die Bühne zu prügeln.

    Abends bei den umbauten dann wirklich nur noch mit dem kopfhörer Linecheck zur Signalkontrolle.. Das wirkt deutlich "edler" für die anwesenden und die Umbauzeit könnte drastisch verkürzt werden...

    Die Idee sich jemand ins Boot zu holen, ist absolut richtig. Arbeite eng mit ihm zusammen und versuche zu lernen was er wann warum wie tut.. Das wird dir mit Sicherheit was bringen und das nächste mal kannst du dann mal anfangen dich um ein Ereigniss mit einer Band zu kümmern :)
     
  14. Armin

    Armin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.05.07   #14
    ihr müsst auch sehen, dass man in der regel für eine Abiturfeier nicht das Kapital hat, das ihr da verlangt und meine erfahrung zeigt, dass auch günstiger einiges möglich ist. Das hat halt dann nicht die Qualität eines Showband-Festzelt-Acts, aber ist vllt bezahlbarer. Auch wenn professionelle Hilfe sicher angebracht wäre...

    Also unsere zusammengeschusterte Schulanlage hatte damals ca 3kW, damit wars auf jeden Fall mal laut - Sprachverständlichkeit ist natürlich nicht unbedingt gegeben... dazu kenne ich eure halle zu wenig. Aber wie meine Vorredner schon angemerkt haben, könnten zuminest die Auftritte auch mit guten Proberaumanlagen funktionieren.

    Wegen Verkabelung gibt es im Prinzip alle Modelle, die du vorgeschlagen hast. Wenn du nur eine Endstufe verwendest, musst du beachten, dass sie auch mit der genutzten Impendanz stabil läuft. Beispiel: 3x 8Ohm Lautsprecher an einem Kanal bedeutet 2,6Ohm. Nicht jeder Amp ist da stabil.
    Oder ihr nehmt mehrere Endstufen, das ist oftmals preiswerter. Die Signale werden dann in der Regel mit aktiven Frequenzweichen gesplittet. Oder einfach geklont über aux oder group ausgänge (je nach angeschlossenen Lautsprechern).
    Beim Monitoring siehts ähnlich aus. Erlaubt ist, was klappt und was bezahlbar ist. Wir benutzen die Auxwege, aber wenn du einen anderen Vorschlag von dir realisieren möchtest, sollte das auch gehen...

    Dass unerfahrene Bands in 30min umbauen können sehe ich eher als problematisch...
    Gema müsst ihr zahlen, wobei das bei uns die Schule übernommen hat. Andererseits ist die Veranstaltung ja nicht IN der Schule ;-)
     
  15. Boerx

    Boerx Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 30.05.07   #15
    Wenn ich ein Posting negativ bewerten könnte.... bei deinem würde ich es machen ;-)

    Sorry, es geht hier eben nicht drum, dass es irgendwie klappt. Gerade bei offiziellen Reden, also einer richtigen offiziellen Feier sollte jeder alles verstehen und so etwas reibungslos über die Bühne gehen.

    Mit Leistungsangaben triffst du überhaupt keine Aussage, außerdem geht es nicht um eine Schulaula sondern um eine ausgewachsene Turnhalle.

    Weit weniger wichtig als das amtlichste Material ist hier eher der reibungslose und zügige Ablauf, und der ist nur gegeben wenn da ein Profi mit im Boot ist der das Koordiniert.
    Klar kostet das was, aber es erspart vieeeeeeeeel Stress und Ärger. Sammelt halt hinterher Spenden ein.

    Wie willst du denn bitte Monitoring anders als über die Auxwege/Monitorwege machen?
    Nochmal, das ist kein Juze in dem man irgendwas hinstellt, hauptsache es macht laut.
     
  16. Tobse

    Tobse PA-Praxis Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 30.05.07   #16
    der thread is rund ein halbes jahr alt...
    die sache wird sich wohl erledigt haben
     
  17. Armin

    Armin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.05.07   #17
    yeah, danke für die Blumen.
    Ich hab schon oft die Erfahrung gemacht, dass einige Leute hier der Ansicht sind, dass alles Professionell organisiert sein muss. Autodidaktik wird verabscheut und nur Profis können was richtig machen.
    Klar minimiert man damit das Risiko, aber die Kosten werden maximiert. Ich habe gelernt, dass es möglich ist, Kompromisse zu finden.
    Ich bin auch ganz klar der Meinung, dass es sachen gibt, wobei man nicht improvisieren darf (Kabelbasteleien usw, die TÜV-Regelungen haben ihren Sinn).
    Allerdings lernt man nur durchs aktive Tun und nicht dadurch, dass man von einer Veranstaltungsfirma irgendwas vor die Nase geflanscht bekommt.
    Zum Ablauf: den hat bei uns immer ein Non-Profi koordiniert, wie übrigens auch alles andere außenrum (Versicherung, Security, Technik, Catering, Sponsoring, PR, ...). Dieser Typ war offensichtlich ein Genie - und wenn ich deine Aussagen hör, bewundere ich ihn umso mehr.
    Auch war das Feedback vom Publikum stets positiv und finanziell sind wir immer mit viel Gewinn rausgegangen. Da sich die Erfolge über mehr als 5 Jahre halten konnten, gibt es nur zwei Möglichkeiten:
    1. Wir sind genial und wissen es gar nicht
    2. Das Publikum war nicht so anspruchsvoll wie du - immerhin waren wir nur eine Schule (ein wichtiger Punkt, wie ich finde. Kurz alle innehalten und drüber nachdenken...)
    ...
    ...
    ...

    Konkret haben wir etwa 6 Schulpartys veranstaltet mit etwa 800 Besuchern und etwa genauso viele Bälle, mehrere zig Theateraufführungen und Schulkonzerte. Dazu kommt in der Abiturzeit ein Abiturball, eine Abiparty und ein Abistreich.
    Die Veranstaltungen haben sowohl in der Schulaula als auch in einer Dreifachturnhalle stattgefunden. Vielleicht sind so einige Verwirrungen meines letzten Postings beseitigt.
    Bitte versteht mich nicht falsch, ich will damit nicht angeben, oder so - es geht nur darum, in etwa die Größenordnung und das Budget abzuschätzen, in der wir uns hier bewegen. Mir ist klar, dass hier viele Leute einen beeindruckenderen Technik-Lebenslauf aufweisen können ;)

    [​IMG]
    sicher nicht besonders mächtig und professionell. Es gibt hunderte Verbesserungsmöglichkeiten (ich hab gelernt, nie mit mir zufrieden zu sein), aber realistisch und sieht trotzdem einigermaßen attraktiv für den Zuschauer aus... (Schulequipment + ca. 300 € für leasing)




    @Tobse: ist mir klar, dass die Sache gelaufen ist, aber Boerx hat es offensichtlich auf eine Grundsatzdiskussion angelegt und die möchte ich ihm liefern. Da lass ich mich nicht lumpen :D Auch wenn ich mir gerade sicher ne Menge Feinde geschaffen habe :great:
     
  18. Tobse

    Tobse PA-Praxis Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 30.05.07   #18
    moin
    mir gings um das eigentliche thema. hatte das gefühl da hat nur jemand nicht aufs datum geschaut, soll ja gelegentlich passieren ;)

    wenn hier über grundsätzliche dinge diskutiert werden soll, habe ich damit kein problem. solange der schlagabtausch mit sachlichen Argumenten geführt wird. aber das ist ja sicher machbar...

    wenn so eine diskussion erwünscht ist, dann mal ein paar Punkte dazu von mir, nur als anregung zu verstehen....

    learning by doing ist toll. viele von uns haben so ne menge gelernt, werden es auch in zukunft tun, und vielen anderen geht es genau so. nur alles hat seine grenzen.

    vergessen sollte man nicht: auch learning by doing ist mit profi an board möglich. man kann sich z.b. eine firma/ techniker etc an board holen, und trotzdem akitv mitarbeiten, um dazuzulernen und von jahr zu jahr selbst mehr tun zu können. richtig tun zu können...

    ich persöhnlich ziehe die grenze bei learning by doing wenns um sicherheit geht, wenns um publikum geht das geld bezahlt, wenns darum geht erwartungen zu erfüllen und eine dinstleistung zur zufriedenstellung des Kunden geht.

    nehmen wir die angesprochenen VAs. 800 Leute sind jetzt nicht gerade viel.
    aber es ist eben schon etwas anderes als das gratis punkt konzert vor 20 leuten im jugendzentrum um die ecke. dort kann man mal basteln, experimentieren usw..
    Wenn aber 800 Leute ne Menge Asche auf den Tisch gelegt haben um ne show zu sehen, kann man davon ausgehen das der veranstalter auch leistung sehen möchte die passt. sonst hat er ein problem....

    einer der gründe, warum viele profi techs (damit definiere ich jetzt mal die, die davon leben oder es versuchen, unabhängig vom tatsächlichen wissensstand) probleme mit hobbyisten haben, ist wohl auch die geld geschichte. ein hobbytech hat kaum ein problem, für sich selbst nen tagessatz von 100, 120, 150 euro zu nehmen. für nen harten job.
    ist ja zusatzgeld, bar in die tasche. der profi, der allerdings davon leben muss, selbstständig ist, keinen arbeitgeberanteil an sozialversicherungen kassiert,m ne 6 mio berufshaftpflicht hat etc etc etc,, der hat da ein problem.
    wenn kunde jetzt die preise vom hobby tech gewohnt ist, wird er erstmal nicht verstehen warum der pörofi so teuer sein soll. und wird es evtl auch nciht zaheln wollen => uns wird der markt und damit die lebensgrundlage zerstört.
    in der großen pro liga ist das nicht mehr relevant, da kann der hobby tech einfach nciht mithalten, die mittelklasse jobs (und von denen gibt es viele und von denen leben viele) sind da schon ebtroffen. und das ist für manche von uns auch spürbar. das frustet natürlich, ist auch irgendwo nicht fair.
    stell dir vor dein chef bezhalt dir plötzlich nur noch die hälfte von deinem lohn, obwohl du mehr ausgaben hast. und das nur weil nebenan einer sitzt, der deinen job zufällig als hobby macht. er macht ihn schlechter, dein chef sieht das aber nicht auf den ersten blick, und schon hast du ein problem....
    ich hoffe das hilft die dinge etwas aus einem anderen lciht zu sehen.

    noch ein grund: der hobbytech ist oft mit minderwertigem material unterwegs. sowas wird schnell verallgemeinert, zieht die branche in den dreck (tontechniker sind scheiße, am wochenende hat man den sänger wieder nicht verstanden..... )

    wie gesagt, das alles soll nur ein bissel hintergrundinfos liefern, warum mach ein profi oder semi pro einfach probleme mit hobby techs hat. das ist nicht weil wir vergessen haben, das jeder mal angefangen hat. das ist eher weil das "modehobby" techniker uns probleme bereiten kann.


    mal noch zum verlinkten photo. ein für mich sehr schönes beispiel an dem man direkt erkenne kann, das keine profis am werk sind. jetzt muss man sich überlegen, was davon tragbar ist:

    - die Molton Schaals in der Fronttruss hängen schief, werfen falten, sehen hässlich aus. Ein profi hätte pipes angeschlagen, die dinger nach vorne abgehängt, alles wunderbar. sicher verzeihlich, trotzdem in den augen des pros ein fehler. in der pro welt gibt es kunden die wegen so etwas eine firma nie wieder buchen

    - die beiden leinwände: auf ihnen sind unterschiedliche birldformate bzw ausrichtungen zu sehen. die eine passt wohl, bei der anderen (rechts wars glaub ich) ist es grottig. wie oben, verzeihbar, für den profi aber ein fehler der den tech den kopf kosten könnte.

    - beschallung: ohne die verwendeten gerätschaften erkennen zu können, kann man schon aus deren aufstellung daraus schließen, das keine gleichmäßige, saubere angenehme beschallung des ganzen saales möglich war. bei gleicher lautstärke in der ersten wie auch der letzten reihe. bei sprache nicht, bei live oder playback musik keinesfalls. nicht mehr verzeihbar, für den ton tech einfach murks

    - die stative der fronttruss: egal was sich da jetzt hinter den schaals versteckt, da keine ketten oder ähnliches vond er decke hängen MUSS das zeug ja auf irgend was stehen. die rechte vordere Seite ist definitiv nicht abgesperrt. es gibt keinen Sicherheitsbereich. Jeder könnte hinlaufen, das ding bedienen, dagegenrennne, darüberfliegen => etremstes Sicherheitsrisiko, wichtige Sicherheitsrelevante Regeln massiv verletzt. Basolut nicht mehr tragbar. Und das bei einer Veranstaltung, bei der Kinder anwesend sind. grober Pfusch und ein Grund die Versstaltung stillzulegen. und wenn der profi dann sowas sieht, und dann liest das das alles ja schon passt, dann regt er sich imho zurecht auf ;)
     
  19. Armin

    Armin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.05.07   #19
    ok weiter gehts =)

    Deine ausführungen zwecks des bildes hab ich erwartet und es sollte (wie gesagt) auf keinen Fall unbedingt ein Positivbeispiel sein. Wobei sich das meiste durch finanziellen Aufwand rechtfertigen lässt. So hatten wir etwa verschiedene beamer... mein gott... keiner ist gekommen und hat gesagt "hey das bild links war ja doof". Und der Molton sollte nur mit wenig Aufwand die Stative verbergen. Dafür extra nochmal anzubauen wäre nicht Sinn der Sache gewesen... Auch wenn so dem geschulten Auge Professionalität fehlt.

    Die Beschallung wurde mir übrigens hier im board Monate vorher so empfohlen, da wir nicht die Mittel für eine Delay line haben. Sie hat eindeutig ihren Zweck erfüllt (keine livemusik oder ähnliches, keine Clublautstärke). Auch wenn die Sprache sicher nicht überall gleich war, konnte man doch verstehen, was gesagt wurde, wie... öh... uns gesagt wurde :D --> Kosten/Nutzen unschlagbar weil Kosten=0
    Einem zahlenden oder *seufz* spendenden Publikum hätten wir wohl sicher mehr bieten müssen. In dieser Hinsicht war das Beispiel (für Ball!) nicht glücklich gewählt...

    Zum Thema Sicherheit muss ich dir absolut recht geben. Das war vollkommener Murks. Aber: da es hier um die allgemeine technische Machbarkeit ging, entschied ich mich, das bild zu posten. Im konkreten Fall, muss das natürlich anders aussehen - aber mal ehrlich: Absperrungen kosten nicht die Welt. Das sollte kein Hindernis sein - Bei uns war es im allgemeinen eher ein Platzproblem. Uns waren zwar Mängel in dieser Richtung bewusst, aber man entschied sich dafür, die Veranstaltung trotzdem stattfinden zu lassen. Auch aus dem Grund, dass vorne etwa 80 Abiturienten saßen, mit denen der Ernstfall abgesprochen war. Da die Halle in alle anderen Richtungen die normalen bzw die Notausgänge hatte, wurde die Veranstaltung durchgeführt. ("Passt schon" hab ich nie geschrieben, grade wegen den Sicherheitsmängeln)

    ums schnell wieder abzuschließen:
    klar haben profis probleme mit "billiganbietern", aber das war von anfang an nicht das Thema. Es geht um "selbermachen" vs. "machenlassen". Insofern war spreche ich eher von Zweckhobby statt von Modehobby.
    Deine Bedenken in Richtung "schlecht, aber billiger", seh ich natürlich ein... wer von einzelnen offiziellen events (die sich nicht vermeiden lassen werden) auf die ganze Branche schaut ist selbst schuld. Oftmals sieht/hört man wirklich coole professionelle Sachen, die das alles wieder wettmachen! Aber ist das verallgemeinernde Denken der Leute wirklich die Schuld der nicht-Profis? Jedem muss doch klar sein, dass nur weniger auch wirklich weniger kostet.

    So nun hab ich glaub ich alle deine Anregungen abgearbeitet. Bis auf: learning by doing with a spezialist :D
    Klar ist das optimal, wer das schafft, aber nicht jeder hat die connections oder die kohle, um sich alles vom Lehrmeister beibringen zu lassen und wenn man etwas erreichen möchte, dann wird man das versuchen - im Notfall auch ohne das nötige KnowHow.



    btw: ich habe nach jahrelanger suche eine Veranstaltungsfirma kennen gelernt, bei der ich bei Aufbauarbeiten mithelfen kann - in der Hoffnung, etwas Wissen mitzunehmen. Allerdings musste ich feststellen, dass da bei meinem ersten Event noch mehr gepfuscht wurde (Sicherungsseile, Pipeaufhängung)...
    und die haben schon bei großen shows mitgearbeitet. Kann natürlich auch einmalig unglücklich gelaufen sein. Mehr werd ich dazu nicht sagen, *schäm* - ich will auch niemanden in Verruf bringen oder schlecht machen außer mich selbst. Wenn die Marktlage wirklich so angespannt ist, wie du sagst.

    Wenn jemand anregungen hat, wo ich wirklich was lernen, helfen und verdienen kann, so möge er damit rausrücken =)
    oder um die Frage anders zu stellen: Wie finde ich einen echten Profi, wenn nicht durch die Referenzen?
     
  20. Boerx

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    Erstellt: 31.05.07   #20
    Hallo Armin,

    ich habe nie geschrieben, dass sowas nur von Profis zu machen ist. Ich hab allerdings geschrieben, dass man bei sowas sich einen Profi mit ins Boot holen sollte der weiß was er tut. Das kostet nicht die Welt erspart aber ungemeint viel Ärger. Insbesondere was die Organisation usw. angeht.


    Netter Nebeneffekt, man reduziert das eigenen Haftungsrisiko.

    Tobse hat dein Bild ja schon angesprochen, da will ich nichts witer zu sagen. Auch das Thema Learning-by-doing wurde schon angesprochen. In den meisten Schulen gibt es dazu ja auch ne Art AG oder so. Hier gibt es oft engagierte Leute die es auch schaffen eine Theaterveranstaltung oder so odentlich über die Bühne zu bekommen. Das ist auch wichtig, sonst würde es solche Veranstaltungen ja nicht mehr geben. Aber gerade bei einem Abiball/Feier mit Band und offiziellen Reden würde ich doch extremst wert auf Qualität legen. Da strengt man sich vorher irsinnig an und lernt und lernt und dann bei DER Feier dazu, bei der alle Verwandten und Freunde da sind, versteht die Hälfte der Leute nicht was gesprochen wird. Die Umbaupausen werden lang und länger usw. Dazu kommt nocht, dass du als Teil des Jahrgangs ja nicht nur der Technik hinterher rennen willst bzw. kannst da du ja selber im Mittelpunkt stehst.

    Ich kann nur diese "es wird schon irgendwie gehen" Mentalität nicht ab. Gerade was die VA-Technik angeht scheint es nie billig genug sein zu können. Hier gelten auf einmal normale Maßstäbe anscheinenden nicht mehr.


    Und um nochmal auf das Thema Sicherheit zu kommen: Nur weil eine "VA"-Firma schlecht arbeitet heißt das nicht, dass das ein Freibrief ist für euch so zu arbeiten. WENN was passiert dann gute Nacht.
     
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