Bandkeyboard(der)?

von fly away, 14.04.07.

  1. fly away

    fly away Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.04.07   #1
    Hi,

    ich war Gestern auf einer Party´mit einer echt sau geilen Coverband. Die machen des als Beruf und sind echt cool und locker drauf, einfach wahnsinn.http://www.radspitz.de
    Mein Hauptaugenmerk galt natürlich den Keyoboarder, der spielte ein Korg Triton und irgend so eine Dr. Böhm Orgel(glaub ich). Ich hab jetzt schon öfter gesehen, dass viele Bandkeyboarder ein Korg Triton oder ein Yamaha Motif haben.
    Nun meine Frage: Braucht man um in einer Band gut zu spielen und gute Sounds zu haben wirklich solche, ich sag mal teuren hochwertige Keys? Und was muss ein Bandkeyboarder eigentlich könne, außder Tacktgefühl und son Kram? Ich mein Spieltechnisch gesehen.
     
  2. toeti

    toeti Keys Moderator

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    Erstellt: 14.04.07   #2
    Mahlzeit,

    was man braucht und was nicht, liegt wohl an jedem selber. Was will man an Sounds haben, was spielt man und wie nah will man ans Original?!
    Wieviel kann man aus einem Gerät rausholen von den Sachen die man braucht?!
    Da kann man nichts eindeutiges sagen denke ich.

    Bandtauglich sein: Das heißt, nicht immer im Vordergrund stehen wollen. Für die Band und den Song arbeiten.

    Gruß
     
  3. lenin01

    lenin01 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.04.07   #3
    Man muss auch beim Musikgenre unterscheiden.

    Wenn du in einer Cover- oder Top40-Band spielst ist eine gute Workstation sicher nützlich. Viele und gute Sounds, Sequenzer und sowas.

    Das ist aber nicht die Regel.
    Ich in meiner Hardrock-Band bin sehr auf authentische Hammond-Sounds angewiesen, die restlichen Sounds, die ich noch unterstützend benutze (Piano, Strings, E-Piano) kommen bei mir aus dem Roland U-220... also uralt! Das zeigt, wie wenig wichtig, diese Sounds sind (abgesehen davon, dass ich kein Geld habe ;))

    Wenn ich mir Metal-Keyboarder im Nightwish-Stil angucke, haben die oft einen (VA-)Synthie und ein "normales" Keyboard wie das (?) Triton.

    Also um bandtauglich zu sein, ist es nicht wichtig, alle möglichen Sounds reproduzieren zu können, sondern eher sich auf passende zu spezialisieren, diese gut Spielen zu lernen und sie authentisch klingen zu lassen. Ich werde mich nie darum kümmern, gute Brass-Sounds hinzukriegen.
    Weiterhin muss man sich immer im klaren darüber sein, dass nicht das Keyboard die Hauptattraktion auf der Bühne ist. Die 80er sind vorbei (Ich war vor einer Woche in "Mitten ins Herz" :D) und das Zeitalter der Gitarren hat schon lange angebrochen. Niemand, nichtmal Keyboarder und Keyboardfans, wollen quietende Billig-Synth-Solos hören, wenn der Gitarrist das ganze viel geiler und mit mehr Ausdruck hinkriegt. Ergo: Bandtauglich ist man, wenn man sich dezent einbringt und nicht versucht das Keyboard in den Vordergrund zu drängen. Bass und Schlagzeug schaffen das schließlich auch, nur viele Keyboarder nicht.

    Weiterhin glaube ich, ein gewisses Harmonieverständnis ist nützlich. Gitarristen spielen meistens Riffs, also kurze motivartige Tonfolgen, die einfach gut klingen, ohne groß zu wissen, was das harmonisch jetzt bedeutet. Akkordfolgen sehe ich aus eigener Erfahrung auch eher aus dem Zufall entstehen. Beim Gitarrensolo kann man oft erkennen, ob der Gitarrist Harmonielehre genossen hat.
    Bassisten kopieren meist das Gitarrenriff und spielen Grundtöne. Bei Schlagzeugern muss man in der Regeln nicht von Harmonie reden.
    Für Keyboarder ist diese aber meiner Meinung nach sehr wichtig, und ich kenne auch keine Bandkeyboarder (nichtmal 13jährige Schülerband-Keyboarder), die wenig Ahnung von Harmonielehre haben. Das Klavier, das die meisten vorher lernen, ist ja auch ein hervorragendes Instrument zur Harmonielehre.

    Zurückhaltung, authentische Klänge, Harmonielehre, das ist meiner Meinung nach das wichtige :).
     
  4. andi85

    andi85 Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 14.04.07   #4
    Zur Zurückhaltung wollte ich gerade noch was schreiben, aber meine Meinung ist da immer eine aus Jazzer- und Funker-Perspektive - und daher vermutlich auf diese Diskussion nicht so ganz übertragbar :)
     
  5. FantomXR

    FantomXR Keyboardmanufaktur Berlin

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    Erstellt: 14.04.07   #5
    Hallo Leute!

    Nun möchte auch ich mich in diese sehr interessante Diskussion einbringen.

    Ich denke, es kommt stark darauf an, in was für einer Band man spielt, welche Musikrichtung gespielt wird. Wenn man in einer CoverBand spielt, die Oldies und Evergreens aus den 60ern spielt, dann wird das Keyboard eher weiter hinten stehen, da viel Gitarre angesagt ist (wenn ich mich da recht erinnere). Wenn man dann weitervorgeht (90er) kommen viele Synthiklänge ins spiel.
    Die heutige Musik ist sehr ausgeglichen finde ich. Da findet man von allem etwas...ABER:

    Ein Keyboarder ist Unterstützend. Es gibt nur sehr wenige Stücke, wo das Keyboard im Vordergrund steht.
    Ganz wichtig ist auch der Sound, der gespielt wird. Wenn man sich zum Beispiel Lieder anhört, wo eine Orgel mitspielt, meinetwegen eine B3. Dann fällt einem auf, dass der Organist nicht die ganze Zeit die Finger auf den Tasten hat. Er arbeitet viel mit Volumenpedal, mit Leslie und vor allem mit Pausen.

    Zum Thema Harmonielehre: Dieses Hintergrundwissen ist sehr wichtig. Ohne Harmonielehre läuft auf dem Keyboard gar nix...das ist meine Meinung. Zwar ist bei jedem Instrument dieses Wissen auf jedenfall zum Teil erforderlich, doch denke ich, dass das auf dem Keyboard noch wichtiger ist...

    So long...
     
  6. andi85

    andi85 Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 14.04.07   #6
    Stimmt. Man wird ja auch in einer Funkband die ganzen typischen Tasteninstrumente wohl nicht völlig an den Rand drücken. Bei manchen schmeißt der Organist die halbe Rhythmusgruppe :)
    Andererseits ist in manchen Arrangements und Stilrichtungen vielleicht gar kein Platz für Tasteninstrumente. Viele Sachen von Cassandra Wilson könnte ich mir mit Keyboarder / Pianisten ... überhaupt nicht vorstellen.

    Ja, sicherlich. Aber das kann man stellenweise auch über Bassisten, Schlagzeuger, Gitarristen (jaha :eek: ) und sogar Bläser sagen.
    In welchem Ausmaß hängt auch wieder von Stil, Bandkonstellation etc. ab. Ich hab hier gerade was nettes von Rad. aus dem New Morning laufen - da steht immerhin Ray Obiedo an der Gitarre, aber die Platte ist vom Spielerischen und vom Mix recht tastenlastig. Klar - das bietet sich bei deren Stil an, und...es war einfach Rad.s Tour :)

    Klar. Alles vollknüppeln kann man nicht machen. Grad bei der Hammond machen ja auch Registrierungen viel aus. Immer nur alle Riegel raus bis zum Anschlag und voll durchtreten ist nix :)
    Und wenn wir gerade wieder bei dem Thema sind: Man kann sich ja arrangieren und Aufgaben, sowie Frequenzbereiche sinnvoll teilen. Um beim Beispiel Funkband zu bleiben: Wenn der Gitarrist mit 16tel-Patterns den Mikrogroove unterstützt und gleichzeitig der Tastenmensch z.B. weite Rhodes-Akkorde legt - dann passts doch.

    Wer was wo wie Solo spielt, ist ja nochmal eine andere Sache. Ich finde, man sollte die Leute spielen lassen, und zwar im Idealfall jeden irgendwann mal. Warum sollten Gitarristen die einzigen sein, die Ausdruck und Ideen haben? Lenin, das musst du mir nochmal erklären :)
    Da sollte m.E. Fähigkeit, geschickte Platzierung im Arrangement und natürlich auch Lust des betreffenden Bandmitglieds entscheiden. Ich hör mir z.B. mit Kniefall und Handkuss ein von mir aus auch gerne richtig langes Bass-/Keyboard-/Percussion-/Schlagzeug-Solo (kurz gesagt, von denen, die eher als "im Hintergrund" angesehen werden) an, wenn derjenige was zu sagen hat! Wenn da vorne allerdings z.b. ein Gitarrist/Bläser/... (also die klassischen "Front"-Leute) steht, der v.a. Ego und sonst nicht viel zu bieten hat, dreh ich mich um und geh :)

    Ich finde allgemein, eine Band sollte ein Miteinander sein. Also keinen völlig in die dunkle Ecke verbannen, aber natürlich auch keiner, der ausschließlich und immer im Rampenlicht steht und den Rest als seine "Begleitknechte" ansieht.

    Uiuiui, hab ich jetzt lang getippt.
     
  7. fly away

    fly away Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.04.07   #7
    Gehn wir mal von ner Rockcoverband aus, die halt die ganz normale Covermucke wie Runaway(bon Jovi) und so spielt. Was von der Harmonielehre muss mann dann genau wissen oder eben allgemein Ahnung davon haben?
    Wenn man, ich sag mal bei 40% der Lieder Brass-sounds braucht, welches Key würde sich da gut eignem, aber nicht zu teuer ist?
     
  8. Böhmorgler

    Böhmorgler Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 15.04.07   #8
    Hat der Kirchenmusik gespielt :rolleyes:
    http://home.nikocity.de/tom/frame_buehnentechnik.htm


    Bei den Bandphotos sieht man auf einem ein Keyboard mit der Aufschrift "DR.BOEHM". Das ist m.E. vermutlich kein Böhm Keyboard, sondern da hat nur wer den Schriftzug draufgepinselt. Jedenfalls ist es kein original Böhm-Schriftzug; im Original wird der Name "ö" und nicht mit "oe" geschrieben.
     
  9. lenin01

    lenin01 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.04.07   #9
    Ich hab das nur auf Synthie-Soli bezogen :). Für Anfänger-Gitarristen mit etwas Harmonieverständnis ist es schon recht einfach ein zufriedenstellendes Solo hinzulegen, selbst mit dem 99€-Verstärker und einer billigen Gitarre und ohne Effekte.
    Synthie-Soli auf dem Level klingen dagegen echt gräßlich... also jetzt wirklich. Da grauts mir allein schon beim Gedanken an einen Preset-Patch aus dem 99€-Bontempi-Keyboard.

    Ganz anders ist das bei Hammond- oder Klavier-Soli. Die höre ich sogar in der Rock-Musik viel lieber als Gitarren-Soli, denn die sind viel seltener und mal eine abwechslung.
     
  10. Hans Kind

    Hans Kind Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.04.07   #10
    Was von der Harmonielehre muss mann dann genau wissen oder eben allgemein Ahnung davon haben?

    ich will dir also wirklich keine illusionen nehmen: bevor du über equipment nachdenkst, solltest du dir in harmonielehre schon was angeeignet haben. nicht die elektronik, sondern du machst die musik. wir kriegen sonst immer das gleiche geschredder wie seit 20 jahren. du schwärmst hier zurecht von radspitz. die leute haben ihr handwerk solide gelernt. instrument und theorie - da ist eben auch harmonielehre dabei. die spielen auch unplugged fetzig. sie brauchen keinen strom unbedingt. weil: gelernt ist gelernt.
     
  11. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 16.04.07   #11
    Das mit der Harmonielehre ist tricky. Neben den Feldwaldundwiesenkadenzen gibt es genügend Rock- und Popsongs, die mal eben durch eine Hand voll Tonarten modulieren. Da erkennt man sofort, wer sein Handwerk versteht. Je nachdem, was du also spielst, gehts da schon etwas tiefer in die Materie.
     
  12. skymaster

    skymaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.04.07   #12
    Also mal konkret: Du solltest einen Dur Akkord von Moll unterscheiden können, einen 7 von einem maj7 und wissen, wo und wie man sie einsetzt. Du solltest wissen, was eine 2-5-1 Verbindung ist, was mit F7/G gemeint ist (F7 mit G im Bass), was sind parallele Moll (oder Dur) und ähnlich grundlegende Dinge. Hört sich jetzt recht simpel an, aber es gibt Leute, die haben davon keine Ahnung.

    So mancher Gitarrist spielt seine Powerchords und schaut Dich auf die Frage, ob das jetzt Dur oder Moll ist, verständnislos an. Da solltest Du dann wissen, dass es beides sein kann, weil bei seinen Powerchords die dritte Stufe fehlt, welche den Unterschied zwischen Dur und Moll ausmacht.

    Hör Dir Nummern an, die Dir gefallen, und versuche zu analysieren, was dort harmonisch so läuft. Am Besten setzt Du Dich dazu ans Klavier oder Keyboard und versuchst mal mitzuspielen. Dann finde raus, in welcher Tonart das Stück steht, steht es in Dur oder Moll? Baut es auf einer einfachen Bluesverbindung (I-IV-I-V-I) auf oder passiert da ein Bisschen mehr? Geht es irgendwann ins parallele Moll, gibt es eine Modulation usw.usw.?

    Wenn Du das machst, eignest Du Dir automatisch die wichtigsten Akkordverbindungen an und kannst sie dann selbst anwenden. Transponiere sie durch den Quintenzirkel, damit auch ein Blues in Es für Dich kein Problem darstellt. Du wirst recht bald merken, dass in der Rock und Pop Musik vieles recht einfach aufgebaut ist und immer wieder kommt.

    Wenn Du dann weiter gehen willst, empfehle ich Dir das Buch "Die Neue Jazz-Harmonielehre" von Frank Sikora. Das Buch ist ausgezeichnet, allerdings für den blutigen Anfänger wahrscheinlich etwas zu hoch.

    Wenn das jetzt zu grundlegend war, sorry, aber ich dachte, um auf Deine Frage konkret zu antworten, fang ich mal bei Adam & Eva an... ;)

    Grüße,
    skymaster
     
  13. fly away

    fly away Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.04.07   #13
    Als um, ich sag mal Bandtauglich zu sein, sollte man einige Theorie draufhaben.
    Ich lass mir ja eingehen, die Akkorde eines Stückes rauszuhören, und dazu ne Begleitung zu spielne, aber wie hört man dann ein Solo oder Ähnliches raus z.B. wie bei Summer of 69 das das nach dem Refrain?
    Ich hab den Sänger von Radspitz (Kumpel meines Vaters), mal gefragt, ob die nach Noten oder so spielen. Dann hat er mich ganz verdutzt angeschaut und sagt: Was, nach Noten? Ich geb jeden Bandmitlgied ne CD, wo das Lied drauf is, und dann hört sich jeder seinen Part raus. Manchmal üben wir die Lider gar nicht ein, sonder spielen diese beim Soundcheck zum ersten mal und danch gleich live. (Zitat Ende)
    Das is mir ein Rätsel.
     
  14. FantomXR

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    Erstellt: 16.04.07   #14
    Hallo fly!

    Ja, manche Menschen machen das so, dass sie sich "ihren Teil" raushören. Jetzt ist die Frage, wir man diesen "teil" definiert. Gehören da auch Soli zu?
    Es gibt viele Soli, wo bestimmte Phrasen drin sind, durch welches das Lied charaktisiert wird (als Beispiel fällt mir grad "Sultans of Swing" von den Dire Straits ein). Diese sollte man dann auf jedenfall in sein Solo übernehmen. Aber der Rest drumherum ist meistens improvisiert, d.h. der Gitarrist, Keyboarder oder was auch immer spielt es immer wieder anders. Wobei das hier jedem auch selbst überlassen sei.
    Es gibt aber auch Leute, die sich das Solo tatsächlich Note für Note raussuchen. Aber wenn meine Bandkollegen mir ein Lied geben und sagen, ich solle mir meinen Teil raushören, so achte ich auf das Tasteninstrument, was da drin ist.

    Was spielt es? Welche Töne? Bestimmte Phrasen, Riffs, die immer wieder vorkommen? Tonart? Voicings? Akkorde...

    Das verstehe ich persönlich unter "eigenen Teil raushören" :)
     
  15. markus85

    markus85 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.04.07   #15
    Siehste, ich machs genau anders herum.

    Für die benötigten Akkorde such ich mir im Inet den Songtext mit Akkorden drüber (falls es das für das entsprechende Lied überhaupt gibt) und/oder besorge mir ein brauchbares Midi-File.
    Für Solos etc. weiß ich dann schon die Akkorde, im Idealfall gibts im Midi-File schon brauchbare Anregungen und der Rest wird Ton für Ton herausgehört (Smoke on the Water Orgelsolo am Schluss bei Made in Japan Version mal als Beispiel. Gibts nirgendwo was brauchbares -> muss man halt jeden Ton raushöhren).

    BTW. Versuch soviel wie möglich auswendig zu spielen! (Nur) nach Noten spielen macht meiner Ansicht nach unflexibel (und faul ;-).


    mfg
    Markus
     
  16. fly away

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    Erstellt: 16.04.07   #16
    Und bei Let me entertain you von Robbie Williams, am Anfang, des kann man doch nicht improvisiern?
     
  17. FantomXR

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    Erstellt: 16.04.07   #17
    Meinst du das Klavierintro? Naja, das ist nun auch nicht schwer zu spielen :) Ist doch nur, wenn ich mich recht erinnere, C Eb F C....
    Und oben liegen die Töne C | Bb | A A Bb A | G |

    | | = ein Takt

    Das sind halt diese festen Phrasen, die ich angesprochen hatte...
    Und das ist in dem Sinne auch kein Solo sondern nur ein Intro und ein Motiv, was immer wieder vorkommt in dem Lied. Das zähle ich mit zu "meinem teil raushören" :D

    btw: ein geiles Lied :)
     
  18. fly away

    fly away Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.04.07   #18
    Ich weiß, dass es nicht schwer ist, weil ichs selbst kann, aber es rauszuhören find ich halt nicht ganz so einfach.:)
     
  19. Harp

    Harp Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.04.07   #19
    Da hilft nur eins - üben, üben, üben...so abgenudelt das auch klingen mag.

    In einer normalen Rock/Pop/Top40-Coverband spielt niemand nach Noten. Jeder Musiker hört sich seine Parts anhand des Originalstückes selber raus. Akkorde, Voicings, Soli, Sounds - alles wird in der Regel nach Gehör gespielt.

    Natürlich kann man sich heutzutage im Netz Leadsheets und Akkorde des jeweiligen Stückes beschaffen - aber oftmals sind in diesen Leadsheets so viele Fehler drin, dass ich mir mittlerweile die Akkorde wieder selber raushöre.

    Trotzdem ist es IMHO in einer Band die Aufgabe eines jeden Musikers, auf der Probe seine Parts zu beherrschen. Wir machen z.B. bei uns vorher immer ab, welches Lied wir auf der nächsten Probe mal antesten wollen und dann wird auch erwartet, dass jeder das Stück bis dahin drauf hat.

    Als Keyboarder sollte man auch bis dahin schon mal grob seine Sounds geplant und programmiert habe. Details kann man später immer noch ändern.

    Raushören kann einem auch niemand beibringen...das muss man sich einfach selber draufschaffen.
     
  20. FantomXR

    FantomXR Keyboardmanufaktur Berlin

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    Erstellt: 16.04.07   #20
    Da stimme ich Harp in allen Punkten zu...

    Das musst du wirklich üben. Da gibts so gut wie keine Hilfen. Du kannst auch ruhig mal ein Lied ansagen und uns mitteilen, welche Akkorde du rausgehört hast und wir schauen dann, ob wir da gleicher Meinung sind. Dann hast du ne gute Kontrolle :)
     
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