Bass als Shortscale umbauen lassen..

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Jess
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Hallo!

Ich bin neu in diesem Forum und hab da gleich mal ´ne Frage ;o)

Mein Bass gefällt mir vom Klang her super, jedoch komm ich damit nicht ganz so gut zurecht, da ich kleine Finger habe. Am besten wäre für mich ein Shortscale. Jetzt kam mir die Idee, dass man den Bass ja vielleicht umbauen lassen könnte. Also einfach einen kürzeren Hals dran....
Hat jemand schon mit sowas Erfahrungen? Würdet ihr mir davon abraten und wenn ja, warum?
Wisst ihr zufällig auch, was sowas ungefähr kosten würde?
Schonmal danke für eventuelle Antworten ;o)
 
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Hi Jess,

verkauf den Longscale besser und kauf dir einen Shortscale. Nicht nur der Hals bestimmt die Länge der Mensur, sondern auch die Position der Brücke. Also ist auch der Korpus anders aufgebaut. Oder so gesagt: Wenn du nur nen kurzen Hals draufschraubst, dann ist der Bass nicht bundrein.

@all: Korrigiert mich, wenn ich falsch liege!

Gruß,

Goodyear
 
Auch der Klang wird verfälscht, die Pickups sind ja nicht nach Lust und Laune so platziert, sondern die werden ausgetestet oder ausgerechnet.

@all: bitte auch um allfällige Verbesserungen
 
Jess schrieb:
Jetzt kam mir die Idee, dass man den Bass ja vielleicht umbauen lassen könnte. Also einfach einen kürzeren Hals dran....

Hallo Jess,

mach's wie ich, spiel einfach weniger. :) Ich hab auch recht kurze Finger, aber der Vorteil vom Bassspielen ist nunmal, dass man eben keine 32tel Skalen bei Tempo 180 spielen können muss, um ein guter Bassist zu sein.

Mach's dir gemütlich, wurde noch kein Bassist aus der Band geworfen, der das nicht konnte. (Zumindest wenn du nicht gerade in 'ner Dreamtheater Coverband spielst *g*)

Gruesse, Pablo
 
Einfach mehr Üben! Ich hab auch keine Hände wie Bratpfannen, aber schaffe es trotzdem. ;)
 
Alternative wäre eine Kontrabassfingerhaltung bis zum 4-5 Bund, dann ist es auch einfacher, hat allerdings den Nachteil, dass man sich für die Scalen unterschiedliche Pattern merken muß....aber mit Üben geht das auch ganz gut!!!
 
migu schrieb:
Alternative wäre eine Kontrabassfingerhaltung bis zum 4-5 Bund, dann ist es auch einfacher, hat allerdings den Nachteil, dass man sich für die Scalen unterschiedliche Pattern merken muß....aber mit Üben geht das auch ganz gut!!!

das mach ich der bequemlichkeit halber auch, wenn ich keine schnellen sachen spiele. vor allem auf der e und h.
 
das internet ist einfach die genialste erfindung. danke für eure antworten!
ihr habt mich schon überredet, das mit dem umbauen sein zu lassen.

dann hilft wohl nur: üben, üben, üben, da ich nicht so viel geld habe, dass ich mir einen GUTEN shortscale zulegen könnte.

da wir metal spielen, sollte ich nunmal auch schnell in den ersten bünden spielen können. :D
 
Jess schrieb:
das internet ist einfach die genialste erfindung.

Komisch, den selben Gedanken hatte ich heute auch schon mal und dann hab ich gegrübelt, ob dem wirklich so ist...mhm...auf jeden Fall ne tolle Sache, das Internet!
 
GoodYear schrieb:
Wenn du nur nen kurzen Hals draufschraubst, dann ist der Bass nicht bundrein.

@all: Korrigiert mich, wenn ich falsch liege!
Done! So ist es nicht! :D

Ob der Bass bundrein ist, entscheidet allein der Hals inklusive Bundierung, der Einstellung des Stegs und die Kerbung des Sattels. Ein anderer Hals am anderen Bass, noch flink die Brücke neu justiert und alles ist cool. Passt schon, dein Gedanke mit neuem Hals.

Hälse gibt es auch einzeln zu kaufen, deswegen ist das auch machbar. Allerdings könnte es insofern kritisch werden, weil nicht jeder Hals in jede Halsfräsung im Korpus passt, und selbst wenn es passt, müssen noch die Schrauben passen. Hast du einen Markenartikel á la Fender, dann wirst du etwas passendes finden, bei no-name-Artikeln könnte (und wird vermutlich) es kritisch werden.

Deswegen wäre eine in Betracht zu ziehende Lösung sein deinen jetzigen Bass zu verkaufen und einen neuen Shortscale anzuschaffen. Die aus der heutigen Produktion sind auch schon so gut, dass sie klanglich an die Standardmensur kommen, ohne Frage.
 
@Bleecker Street Boogie: Überdenk deine Ideen nochmals, denn die Sache mit den PU'S, die hier schonmal erwähnt wurde, ist genau so wie beschrieben: Andere Mensur = andere PU-Position. Denn: Bei der PU-Position zählt nicht der Abstand von Brücke zum PU, sondern der vom Sattel zum PU. Für die PU-Positionen werden Punkte ausgesucht, an denen die Saite besondere Schwingungsverhältnisse besitzt, Flagolettpunkte (glaub ich). Bei kürzerer Mensur befinden die sich allerdings nicht an den gleichen Stellen wie bei längeren Mensuren.

Mit anderen, klaren Worten: Umbau nicht ohne weiteres Möglich, aber nicht unmöglich. Aber ich rate ab.

Wenn ich doch falsch liegen sollte, klärt mich auf, wiederlegt mich. Danke :)
 
Ohne Scheiss, das ist wurst! Wo sich die Tonabnehmer befinden ist egal, weil wenn man es genau nehmen würde, wo da was am besten klingt, käme bei jedem Bass selbst der selben Serie des selben Herstellers eine andere Stelle raus. Klar, man kann sich am Bass-Idealbild festbeissen, aber solange mir keiner bewiesen hat, dass der Bass nachher vollkommene Kacke ist, behaupte ich das Gegenteil und bleibe auch dabei. Warum? Weil es definitiv ein größerer Vorteil ist den Bass adäquat nutzen zu können denn ein Nachteil Klangeinbußen gemessen am Optimum des Instrumentes in kauf zu nehmen. Vielleicht würde es sogar besser, insch'allah.
 
ich möchte noch folgendes anmerken:

ich würde mir das gut überlegen. wenn du nicht so lange spielst ist es ev. echt nur übungssache. ich hate anfänglich auch probleme mit den griffen und mancher fingerakrobatik. heute schwöre ich auf das spielgefühl auf einer 35" mensur und würde nix mehr anderes anschaffen. und so grosse flossen hab ich auch ned!
 
Also, das für die Tonabnehmerposition der Abstand Sattel - Pickup gemessen wird stimmt leider auch nicht ganz. Denn das ganze muss immer im Verhältnis zur Mensur stehen. Die Pickupposition muss also eigentlich prozentual ermittelt werden... ;)
Ausserdem ist die Positionierung des TA enormst wichtig, ich glaube jeder hört bei einem Bass mit z.B. 2 Singlecoils einen deutlichen Unterschied zwischen den Positionen. Die Pickups werden normalerweise immer an eine Position gebracht, an der die Saite möglichst viele Obertöne produziert. Und da können 1-2 cm Welten ausmachen... Bei 2 Instrumenten des gleichen Herstellers ist die Mensur ja wohl gleich, also müssen die TA Positionen immer gleich sein, ganz einfache Physik. :) :D
 
nolovelost schrieb:
Also, das für die Tonabnehmerposition der Abstand Sattel - Pickup gemessen wird stimmt leider auch nicht ganz. Denn das ganze muss immer im Verhältnis zur Mensur stehen. Die Pickupposition muss also eigentlich prozentual ermittelt werden... ;)
Ja, das ist klar - aber gemessen bzw. angegeben wird dann doch meist der Abstand vom Sattel :p Ich wollt's nicht noch komplizierter versuchen auszudrücken, dann währ das ein Wirrwar geworden von Informationen und so. :)
 
Bleecker Street Boogie schrieb:
Done! So ist es nicht! :D

Hi Bleecker Street Boogie,

das ist mal n Thema, über das man sich schön "streiten" kann! :redface:

Ich bin aber kein Bässebauer. Ich weiß nur, dass der 12. Bund genau zwischen Steg und Brücke sein muss. Und meine theoretische Überlegung ist:

Wenn der Hals kürzer ist, dann muss doch auch der Abstand Halsverschraubung <-> Steg protz-entual kleiner sein. Du schreibst "noch flink die Brücke neu justiert" - meinst du, da reichen die kleinen Brücken-Stellschrauben aus? ich glaube eher, dass die ganze Brücke umgesetzt werden muss, und zwar näher zum Hals. Oder bin ich da jetzt völlig auf nem schmalen Brett?

Gruß,

Goodyear
 
nolovelost schrieb:
Bei 2 Instrumenten des gleichen Herstellers ist die Mensur ja wohl gleich, also müssen die TA Positionen immer gleich sein, ganz einfache Physik. :) :D
Ja und nein. Ja, weil Physik, nein, weil Holz kein genormtes Material ist und Klang von dir anders aufgenommen wird als von mir, wo ergo das Optimum liegt, da werden wir uns streiten können bis ich's nicht mehr aushalte und dich auf ein Bier einlade. Aus dem schneller als sonst zwei, drei werden.

Wie auch immer, bei meinem MM-Style-Bass kann man am TA wählen ob man die hals- oder stegnähere Spule wählt, und obwohl da ein Unterschied ist, klar, ist der nicht so groß, dass ich den Bass nicht mehr benützen würde wenn hypothetisch eine plötzlich defekt würde. Klingt immernoch, und das wichtigste: ich lebe. Mir ist dabei wirklich nichts passiert. Ich könnte ein Buch schreiben - mein Leben mit nur einer Tonabnehmerspule, obwohl ich immer zwei gewohnt war - und ich bin sicher, das würde ein Bestseller, aber es gibt auch ein Leben danach. Ich bin der völlig festen Überzeugung, dass der Bass nach einer Mensurverkürzung für den Benutzer (der die Aktion übrigens auch ohne körperliche Schäden übersteht, wirklich! Das schadet nichts!) leichter spielbar wird, ohne scheiße zu klingen. Ey, ihr seid solche Trveheitsgrad-Übertreiber! Lans, solche Spezis seid ihr net!
GoodYear schrieb:
Ich bin aber kein Bässebauer. Ich weiß nur, dass der 12. Bund genau zwischen Steg und Brücke sein muss.
Richtig.
Und meine theoretische Überlegung ist: Wenn der Hals kürzer ist, dann muss doch auch der Abstand Halsverschraubung <-> Steg protz-entual kleiner sein. Du schreibst "noch flink die Brücke neu justiert" - meinst du, da reichen die kleinen Brücken-Stellschrauben aus? ich glaube eher, dass die ganze Brücke umgesetzt werden muss, und zwar näher zum Hals. Oder bin ich da jetzt völlig auf nem schmalen Brett?
Ja, bist du. Schließlich hat ein Shortscale die Bünde da, wo sie hinmüssen, nicht da, wo sie bei einem andersmensurigen Bass wären. Der Hals in und an sich ist absolut in Ordnung.
Longscale-Hals also ist 100%. Dann kommt der Shortscale-Hals, der sagen wir 90% der Länge des Longscale-Halses hat. Okay, langer Hals weg, kurzer drauf, und du hast neue 100%, nicht 90%. Die Und die Bünde des 90%-Halses sind relativ gesehen an den selben Stellen wie die des 100%-Halses, nur das dieser kürzer ist, aber er ist -> proportional gesehen <- gleich lang, gell?

Die Brücke müsste jedoch neu justiert werden, weil sie für die lange Mensur und für einen bestimmten Saitensatz eingestellt waren. Und dann ist auch schon gut. Streiten kann man sich über dieses Thema nicht. ;)
 
OK, ich glaub ich hab getscheckt, was du meinst, hast Recht. Es ist so einfach. Aber nur aus Interesse:

- Dann ist der 12. Bund beim shortscale Hals weiter Richtung Steg als der 12. Bund beim Longscale, oder?

- Und der shortscale Hals kann dann beim gleichen Korpus nicht so viele Bünde haben wie ein longscale Hals, nicht wahr? *grübel*

Gruß,

Goodyear
 
GoodYear schrieb:
- Dann ist der 12. Bund beim shortscale Hals weiter Richtung Steg als der 12. Bund beim Longscale, oder?
Genau.
- Und der shortscale Hals kann dann beim gleichen Korpus nicht so viele Bünde haben wie ein longscale Hals, nicht wahr? *grübel*
Nö, kann sogar noch mehr haben - bis hin zur Unspielbarkeit. Es sind einfach die Abstände von Bund zu Bund kleiner und nicht die Bundanzahl ist das Begrenzungsding, sondern ob du irgendwann noch deine Finger dazwischenkriegst.
 
Bleecker Street Boogie schrieb:
Nö, kann sogar noch mehr haben - bis hin zur Unspielbarkeit.

Hi Bleecker Street Boogie,

auch auf die Gefahr hin, dass dieser Fred etwas ausufert:

dann muss das Griffbrett aber in Richtung Steg über die Korpus-Ausfräsung hinaus verlängert sein, denn irgendwann fängt doch der Korpus an. Und bei dem Shortscale-Hals kombiniert mit normal großem Korpus ist dann weniger Platz für Bünde. Oder?

Gruß,

Goodyear
 

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