Bass klingt leer/ dünn auf Konzerten

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Hallo

hab folgendes Problem:

Auf dem letzten Konzert hab ich von mehreren Seiten (auch von Seite des Mischers)
gesagt bekommen, dass mein Bass sehr dünn klang.
"Man hat ein Spielgeräusch gehört, aber der Druck war nicht da."
Das Setting war:
Bass > DI > Mischpult/PA
Kompressoren uä. wurden verwendet.

Meine erste Idee war, zu probieren ob der DI Ausgang an meinem
AMP (Gallien Krüger BL 600) mehr Druck bringt / bassiger klingt.
Also im Proberaum ausprobiert mit XLR Kabel ans Mischpult und mal mit (guten)
Kopfhörern reingehört. Selbes Problem es klang eher dünn und mehr wie
eine runtergestimmte Gitarre - ohne Fundament.
Sowohl bei pre als auch bei post EQ. Mit dem EQ lässt sich zwar einiges verbessern,
aber mir gefällt mein Sound wie er aus der Box kommt auch wenn alles Flat ist.
Es sollte doch auch ohne EQ schon nach was klingen.

Es gäbe jetz folgende Möglichkeiten:
1. ich lass den Sound in Zukunft per Mikro von der Box abnehmen
2. ich kaufe mir ein EBS Microbass II oder ähnliches um den sound vor
der DI Box zu verbessern
3. ich kaufe mir einen anderen AMP mit GUTEM DI Ausgang, vielleicht sogar mit
integrierter Speaker simulation wie sie in EBS AMPs vorhanden sind.

Was schlagt ihr mir vor? Habt ihr noch andere Ideen?
Oder ist es normal, dass der Mischer erstmal ein sehr dünnes Basssignal
bekommt, welches er dann selber mit EQ und Kompressoren pushen muss damit es klingt,
was meiner Meinung mit den Standart 3 bis 4 Bandreglern am Mischpult schwierig sein dürfte.

Vielen Dank im Voraus!
Gruß
Ravenadvocate
 
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Hallo

hab folgendes Problem:

Auf dem letzten Konzert hab ich von mehreren Seiten (auch von Seite des Mischers)
gesagt bekommen, dass mein Bass sehr dünn klang.
"Man hat ein Spielgeräusch gehört, aber der Druck war nicht da."
Das Setting war:
Bass > DI > Mischpult/PA
Kompressoren uä. wurden verwendet.

Meine erste Idee war, zu probieren ob der DI Ausgang an meinem
AMP (Gallien Krüger BL 600) mehr Druck bringt / bassiger klingt.
Also im Proberaum ausprobiert mit XLR Kabel ans Mischpult und mal mit (guten)
Kopfhörern reingehört. Selbes Problem es klang eher dünn und mehr wie
eine runtergestimmte Gitarre - ohne Fundament.
Sowohl bei pre als auch bei post EQ. Mit dem EQ lässt sich zwar einiges verbessern,
aber mir gefällt mein Sound wie er aus der Box kommt auch wenn alles Flat ist.
Es sollte doch auch ohne EQ schon nach was klingen.

Es gäbe jetz folgende Möglichkeiten:
1. ich lass den Sound in Zukunft per Mikro von der Box abnehmen
2. ich kaufe mir ein EBS Microbass II oder ähnliches um den sound vor
der DI Box zu verbessern
3. ich kaufe mir einen anderen AMP mit GUTEM DI Ausgang, vielleicht sogar mit
integrierter Speaker simulation wie sie in EBS AMPs vorhanden sind.

Was schlagt ihr mir vor? Habt ihr noch andere Ideen?
Oder ist es normal, dass der Mischer erstmal ein sehr dünnes Basssignal
bekommt, welches er dann selber mit EQ und Kompressoren pushen muss damit es klingt,
was meiner Meinung mit den Standart 3 bis 4 Bandreglern am Mischpult schwierig sein dürfte.

Vielen Dank im Voraus!
Gruß
Ravenadvocate

ein eq am verstärker ist zum nutzen da, meine meinung ;)

wenig druck klingt nach wenig tiefmitten, könnte das sein?

und war es die konzerte vorher anders?

vielleicht mal bisschen durchwechseln: anderer bass oder amp testen, dann kannst du schonmal eingrenzen.

ein anderer gedanke wäre die spieltechnik, wenn man die saiten nur streichelt klingt es halt anders, als wenn man mal reinlangt ;)

ps: kenne deinen bass und amp leider nicht, vielleicht kann da jemand mit erfahrung was sagen...
 
Also Normalerweise drückt der GK gerade in den Bässen/Tiefmitten sehr gut!
Mit dem DI Out meines Amps habe ich auch bisher nur gute Erfahrungen gemacht.
Hast du mal versucht den Bass (Welcher ist das überhaupt?) direkt ins Mischpult zu spielen? Gibts da einen Unterschied?
Hast du den Amp mal durchchecken lassen?
Hast du einen Passiven Bass und den -10db Schalter drinne?
Spielst du extrem verzerrt?
Welche Box spielst du? Vielleicht hat die so einen Charakter, dass sie über den Sound, den du aus deinem Amp holst hinwegtäuscht...
Wie weit ist der Volumen Regler deines Basses aufgedreht?

Gibt noch so unglaublich viele Fragen die zu klären wären... Aber ich denke mal das wären die ersten Ansatzpunkte...

Gruß Dennis
 
per Mikro abnehmen kann's irgendwie nich sein, denn das passt in wenigen Fällen besser als die DI. Siehe dazu den Thread "Bass spielen und diesen richtig abnehmen" von Cervin.
Einen anderen Amp?? Einen Genz Benz also..
Wie sind deine EQ Einstellungen? Typische Badewanne vielleicht, und die Leistung verpufft darin, weil die PA eh unter 3x?Hz einen Cut setzt....
HAst du es schon mit neue Saiten oder dickeren Saiten versucht?
Welchen Bass spielst du?
Was sind das für Pickups?
 
Ich spiele einen Ibanez BTB 1005, Bartolini PUs aktiv.

Die Erklärung des Live Setups - war vielleicht ungenau:
Bass > DI BOX (nicht vom AMP) > Mischpult> Kompressoren etc > PA

Beim Test im Proberaum:
Bass >Amp> DI out > Mischpult > Phones out / PA

Meine EQ Einstellung ist generell am Amp immer Flat.
Da ich einen 3 Band EQ am Bass hab der sehr gut regelt benutze ich den, wenn ich
für ein Stück einen speziellen Sound brauch.
Volume Regler ist voll auf, Batterien sind auch voll.
Pad Schalter am Amp ist an weil er sonst schnell clipt.
Sonstige Effekte/ Zerren sind nicht zwischen geschaltet.
Box ist Harley Beneton 410.
Der Sound über Amp>Box ist generel für die Verhältnisse ok und
hat den nötigen Druck.
Spieltechnisch hab ich einen sehr starken Anschlag - hab fast dauerhaft Blasen an der
Anschlaghand.

Bei vorherigen Konzerten in der größe (gemeint ist, dass die PA den kompletten
Sound übernimmt und der Amp NUR als seitlicher Monitor genutzt wird) hies es
oft, dass der Bass nicht wirklich hörbar war, aber gefehlt hätte wenn er nicht da wäre.
Ich habe bis jetzt daraus geschlossen, dass unser Mischer einfach den Bass zu leise
gemischt hat.
Dass der Bass Sound keinen Druck hat, hab ich bis jetz so nicht angenommen.

Was ich noch nicht probiert hab:
- Bass direkt ins Mischpult
- Anderen Bass an Amp anschließen um zu sehen ob dann auch ein
dünner Sound aus dem DI-out kommt.

Was meiner Meinung nicht Fehlerquelle ist:
- Basssaiten
- Kabel
- Bass an sich schlies ich auch aus da er ja über den Amp ganz gut klingt
(auch ohne EQs oder Boost).

Ansonsten um den Basssound bei
oben beschriebenem Live Setup nochmal näher zu beschreiben:
Er hat ausreichend höhen Anteil. Weniger Mitten und
einen sehr leeren Tiefmitten bis Bass bereich.
Es fehlt sozusagen die Fülle im Sound oder ganz abstrakt
das was man hört wenn man vor den Türen einer Halle steht und
drinnen findet ein Rockkonzert statt. :]

Danke für eure Hilfe!
 
das sind jetzt viele brauchbare Informationen.
War der Sound einnmalig dünn, oder ist das schon zur Regelmässigkeit geworden? :gruebel:
 
Doofe Frage, aber wenn du ne Aktive Elektronik hast, hast du die Mitten und Bässe dann vielleicht am Bass rausgedreht? :D
Ansonsten kann ich es mir wirklich nurnoch so erklären, dass der Mischer murks gemacht hat. Hast du ihm mal gesagt er solle alles Flat einstellen?

Gruß Dennis
 
War der Sound einnmalig dünn, oder ist das schon zur Regelmässigkeit geworden? :gruebel:

Naja also zuverlässig weis ich es vom vorletzten Konzert und vom Versuch im
Proberaum.
Ich hab mit einem Interface auch schon mit selbem Bass aufnahmen gemacht,
Bass > Interface > PC > Cubase, da klang der Sound zwar trocken aber nicht dünn.
Angehört hab ich dort den Basssound mit den Selben Kopfhörern übers selbe Mischpult
wie beim späteren Test mit Amp DIout >Mischpult> Phones.

Ich werd auf jeden Fall den Mischer mal genauer fragen wie er den Bass am Pult
eingestellt hat und was er versucht hat um dem Bass mehr Fülle zu geben auf besagtem Konzert.
(Was ja nicht so ganz funktioniert hat)
Als Mischer ist es sicher schwer mit dem Signal (so wie ich es im Proberaum
getestet habe) was vernünftiges mit Druck draus zu machen.
Man müsste dann ja entweder viel Pegel geben und die Höhen raus drehen oder
generell mitten und Bass sehr stark reinmischen.
Find ich ist auch nicht Zweck der Veranstalltung.
Eigentlich sollte er mit flachem EQ am Mischpult schon ein ordentliches
Signal von mir bekommen und den EQ nur nutzen um den Sound dem Raum anzupassen.

Letztlich läufts glaub ich auf die Frage hinaus,
wie ich den Sound vor dem Mischpult verbessern kann.
Deswegen auch die Idee mit z.B. einem EBS Microbass II den Sound zu verbessern.
 
Hallo Raven!

Ich kommentiere das jetzt mal aus Tonkutscher-Perspektive und nicht als Basser ... ich bin doch froh, wenn der Bass am D.I.-Out recht neutral klingt, dann habe ich am Pult alle Möglichkeiten!!
Und ein 3-Band-Eq mit Para-Mids kann schon einen guten Basston formen, vorausgesetzt die Frequenzen sitzen richtig!

Aber als Tips für Dich mal folgende:

1) Schaltung Bass => D.I.-Box und dann parallel in Amp & Pult
2) Anschaffung einer vernünftigen D.I.-Box (Ampeg D.I. - the one & only, das EBS-Teil gefällt mir persönlich nicht, zu "klinisch"!)
3) Kleiner Preamp parallel zum Amp, der dann nur in die D.I.-Box läuft, und den FOH-Ton macht (z.B. H&K "Bassmaster")

Wenn mir der Bass vom Ton her gefällt, dann ziehe ich mir den Sound immer VOR dem Amp, dann habe ich meine Freiheit, der Bassmann auf der Bühne aber auch - nur wenige Amp-D.I.-Outs arbeiten wirklich gut und störungsfrei!

Aber auch mal gefragt: gibt Eure Anlage überhaupt genug "headroom" für einen tragfähigen Bass her?
Und, ganz wichtig: weiß Euer Mischer, wie man einen Basston "schnitzt"?

Die Annahme, durch einfaches Aufdrehen des "Bass"-Reglers am Pult da dem wahren Ton auch nur nahe zu kommen ist meistens eine sehr fatale Laienmeinung!!!
Da wummet´s höchstens undefinierbar, und bringt die Anlage an die Grenze!

Gruß von den Emscherufern!

J.T.
 
Hm, ich hatte mal 'nen Soundgear mit aktiven Bartolinis - guter, aber sehr neutraler Bass. Neutral in dem Sinne, dass er von sich aus ein eher unspektakuläres, sehr HiFi-mäßiges Signal geliefert hat. Die perfekte Voraussetzung, um am Pult damit zu arbeiten - aber man musste den Sound eben noch etwas "zurechtbiegen" und im Gesamtsound gut platzieren, dann hat das bestens funktioniert.

Dieser neutrale, ausgeglichene Sound war auch der Grund, warum ich ihn verkauft habe - komme persönlich besser mit Bässen mit "Charaktersound" klar, gern etwas kantig, knurrend und rotzig - und damit von sich aus präsenter als der Ibanez, aber ggf. halt auch net ganz so einfach in Mix zu handeln ;)

Kann mir jedenfalls vorstellen, dass das mit dazubeitragen könnte, dass mit reinem DI-Signal dein Bass-Sound etwas untergeht. Bei meinem Bartolini-bestückten Ibanez musste man jedenfalls im Mix noch grade in den unteren Mitten ggf. bestimmte bereiche gezielt pushen, damit der Sound im Gesamtmix Bestand hat. Dann kam das aber auch richtig gut ...

Falls es daran liegt - entweder wirklich mal Post-EQ mit dem DI-Signal vom Amp arbeiten, oder eine DI-Box mit etwas mehr Charakter im Sound (AMPEG! Aber schwer zu kriegen ...) oder gleich 'nen Preamp im DI-Box Format (den Aguilar Tonehammer konnte ich neulich mal testen, sehr geil -oder evtl. Tech 21) probieren ...
 
Ganz andere Frage: welche DI box wurde genommen.
Und ja, da gibts riesoge unterschiede :) Allein preislich von 20-200€.
Im signalweg vor den amp muss man logischerweise mit dem link out weitergehen,
und je nach di box kann das echt kacke klicken. z.B. Bei einer passiven DI Box oder bei einer aktiven wo der mischer vergessen hat phantompower einzuschalten.

Aus nem DI Signal (vor amp) kann man eigentlich viel rausholen. Auch einen druckhaften sound, dann allerdings ohne amp charakter.
 
Also die DI Box war anscheinend von der höheren Preisklasse,
ich habs nicht genau im Kopf aber so eine könnte es gewesen sein.

Ich würde den Sound vom Ibanez BTB 1005 als neutral und in keine
spezielle Richtung tendierend beschreiben.

An jtable:
Schaltung Bass => D.I.-Box und dann parallel in Amp & Pult
So hab ich bis jetz eigentlich immer gemacht.

Die Anlagen war zuletzt die Hausanlage der Location und hat - denk ich - genug Leistung.
So laut sind wir eigentlich nicht.

Ob unser Mischer wirklich weis was er aus meinem Bass Signal machen soll und wie er
das anstellen kann...
Tja da werd ich mich mit ihm mal zusammen setzten müssen - unbedingt.
Wenn es dazu praktische Tips oder Anleitungen gibt wär natürlich super!

Zusätzliche Möglichkeit - ich schau, dass ich mit Preamps wie Aguilar Tonehammer den
Sound von vornherein so bearbeite, dass zum Pult schonmal ein rundes Signal kommt.

Besten Dank für eure Ratschläge!
 

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