Bass Verstärker als Monitor

von D'Oh!, 05.04.08.

  1. D'Oh!

    D'Oh! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.04.08   #1
    Hallo,
    ich habe mal eine Frage.
    Also wir haben bald einen Auftritt und bekommen keine Monitorboxen gestellt, da es ein Privater Gig ist vor nicht so vielen Leuten.
    Jetzt hat mein Bassist noch einen alten Bassverstärker und da ich glaube mal gehört zu haben das ein Bassverstärker nicht kaputt geht wenn man hohe Frequenzen auf ihm abspielt, im Gegenteil von Hochtönern, die bei Bass ja kaputt gehen.
    Das es über den Bass Amp nicht gut klingt ist mir klar, die Frage ist ob der Bass Amp davon schaden nimmt.

    Danke für die Antworten.
    Gruß
     
  2. Witchcraft

    Witchcraft Ex-Mod Ex-Moderator

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    Erstellt: 05.04.08   #2
    Nein, der Bassamp wird's überleben, aber wie du schon vermutest,
    es wird übel klingen, mußt halt schauen ob du damit zurecht kommst.
     
  3. D'Oh!

    D'Oh! Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.04.08   #3
    kann mir irgendjemand begründen warum der Bassverstärker die Hohen Töne aushält aber die Hochtöner die tiefen nicht?
    Mein Bassist will mir den Bassverstärker dafür nur geben wenn ich ihm begründen kann das der Verstärker das überlebt.
     
  4. der onk

    der onk HCA PA-Technik HCA

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    Erstellt: 05.04.08   #4
    Vorneweg: Bassverstärker ist nicht gleich Bassverstärker.
    Es gibt welche, die (wie auch bei Gitarrenboxen der Fall) nur Tieftöner bzw. Tiefmitteltöner eingebaut haben. Die sind für Gesangswiedergabe gänzlich ungeeignet.

    Andere Combos wiederum haben ein Mehrwege-System, wie man es auch von PA-Topteilen kennt. Oftmals ist zwar deren Hochtoneinheit nicht gerade hochwertig, aber unter'm Strich kann Gesang darüber annehmbar klingen.

    Zum Überleben sei gesagt, daß das Signal eines E-Basses aufgrund der Perkussivität eine extreme Herausforderung an die Lautsprecher darstellt. Da ist ein Gesangssignal wirklich Firlefanz gegen (solange man den Amp nicht hoffnungslos übersteuert). Das Mikrofonsignal bietet aber das Risiko eines Feedbacks und das mögen Hochtöner garnicht, während Tieftöner da leidensfähiger sind. Begründung ist zum einen, daß der Tieftöner mechanisch robuster gebaut ist, mehr Hub machen kann und mehr Leistung aushält als der Hochtöner (Hochtöner Hausnummer 50W, Tieftöner 300W).

    Zu der Frequenzfrage: Soll der Hochtöner nun tiefe Frequenzen wiedergeben, muß er das über zu hohen Hub machen (Membranauslenkung) und der Treiber geht dabei kaputt (sofern er nicht durch die hohe Leistung die hinter dem tieffrequenten Material steckt vorher abraucht :D). Der Tieftöner hingegen spielt halt so schnell (hoch) wie er kann, macht dabei mehr und mehr Klirr und kann halt nur bis zu einer gewissen Grenze einigermaßen linear hochspielen - höhere Frequenzen werden nach oben hin immer leiser wiedergegeben. Klanglich bescheiden aber für den Tieftöner absolut gefahrlos.

    Zurück zur Verwendung eines Basscombos als Gesangsmonitor bedeutet das, daß man bei einem Amp ohne Hochtöner so gut wie garkeine Angst um dessen Überleben zu haben braucht; bei einem mit Hochtöner ist die Anwendung von Äitsch-Ei-Aar-En (hierzulande auch als Hirn bekannt) dringend anzuraten. :D Also keine Feedbacks, kein Übersteuern des Amps oder vorgeschalteter Gerätschaften wie Mischpult oder Mikrofonvorverstärker.


    der onk mit Gruß
     
  5. Carl

    Carl Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 06.04.08   #5

    Noch als Ergänzung für das, was der Onk geschrieben hat:

    a) Wenn ein Verstärker übersteuert / klirrt, erzeugt er Obertöne, also ganzzahlige Vielfache der Grundfrequenz. Und die sind natürlich höher und gehen irgendwann auf den Hochtöner (den ein Bassverstärker nicht hat).
    b) Für Bass braucht man mehr Leistung als für Höhen, weil das Gehör weniger empfindlich ist. Dafür müssen effektive Hochtöner viel leichter sein, damit sich die Schwingspule 'so schnell' bewegen kann. Ergo: Hochtöner haben eine filigranere Schwingspule als Tieftöner, die weniger Leistung aushält. Das kombiniere man mit a)

    Beides ist noch recht vereinfacht gesagt, die Physik dahinter ist noch einen zacken komplizierter...
     
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