Bassverstärker? Welches Topteil, welche Boxen?

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Bass-rookie
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Hi an Alle,

also ich hab jetzt vor knapp 1 1/2 Jahren angefangen Bass zu spielen. Im Moment benutze ich n gebrauchten Behringer Ultrabass BX1200 Verstärker, da der aber auch schon n paar Jahre alt ist und nicht mehr so gut klingt wollte ich mir jetzt in 1-2 Monaten ne richtige Box mit Topteil zulegen.
Allerdings hab ich keine Ahnung worauf ich da beim Kauf achten muss. Ich hab mir so insgesamt was für 500-650€ vorgestellt, weiß aber nicht wieviel Watt das Ding haben sollte, ob die Box besser ne 15 Zoller oder ne 4x10 Zoller werden soll usw. Der einzige Punkt ist das das Topteil n DI-Out haben sollte, damit wir auch was aufnehmen können und ich mir nicht extra ne DI-Box holen muss.
Ansonsten hab ich mir zwar schon n paar Seiten zu Boxen durchgelesen, aber die werden dann leider recht schnell sehr technisch und da komm ich dann nicht mehr so gut mit.

Also meine Fragen sind zusammengefasst die:
-Was ist generell beim Kauf zu beachten? (sehr allgemein ich weiß sry)
-Wieviel Watt sollte so ein Bassverstärker haben um gut mit 2 100 Watt Marshall Gitarren Amps und nem Schlagzeug mitzuhalten?
-Was ist grob der Unterschied zwischen 15'' und 4x10'' Boxen? Welche würdet ihr empfehlen? (Hab da schon was gelesen von wegen 15'' wär dumpfer/schwammiger)
-Die Combo hatte ich mir mal rausgesucht, weil die halt in meinem Budget liegt. Taugt sowas was?
http://www.musik-produktiv.de/hartke-ha2500-vx410.aspx
-Oder kann ich zu diesem Topteil von Line 6 mir irgendeine x beliebige Box kaufen oder sollte das dann auch eine von Line 6 sein?
http://www.musik-produktiv.de/line-6-low-down-hd400.aspx

Also wär super wenn ihr mir da helfen könntet oder Vorschläge machen könntet was für ein Topteil und welche passenden Boxen ich mir kaufen sollte.

MFG
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Als erstes kommt bei solcher Art Anfrage immer eine Gegenfrage: Welche Musikrichtung sollte der Amp hauptsächlich bedienen? ;)

M.E. wird zwar zuviel Augenmerk auf die Musikrichtung gelegt. Eigentlich kann man so ziemlich alle Amps auch für jede Art von Musik nutzen, aber es gibt schon kleine / feine Unterschiede.

Der wesentliche Unterschied zwischen einer 115er und einer 410er liegt ganz einfach in der Summe der Membranfläche. Eine 410 ist aufgrund der größeren Membranfläche einfach "lauter" und damit durchsetzungsfähiger, als eine Solo-115er. Dass eine 115er "schwammiger" oder "mumpfiger" ist würde ich nicht behaupten... Sollte ich jedoch zwischen einer 4410er oder einer 115er wählen müssen, würde ich mich für die 410er entscheiden, da sie für die meisten Einsatzzwecke (Beschallung kleiner Gigs bzw. Bühnenbeschallung) m.E. besser geeignet ist.

Der von dir gesetzte Link (Hartke+VX-Box) ist grundsätzlich schon eine gute Wahl. Der Amp ist nicht verkehrt, jedoch finde ich die Box nicht sooo gelungen. Da gibt es vom Wirkungsgrad her betrachtet bessere Boxen. So z.B. eine Peavey 410TVX oder eine Ashdown MAG410. Beides sind günstige aber dennoch gute Boxen und sind m.E. besser als die Hartke VX. Der Hartke 2500 ist ein grundsolider Amp, den man durchaus empfehlen kann. Ein ebenfalls sehr guter und oft empfohlener Amp ist der Hartke LH-500 oder halt der "größere Bruder" Hartke HA3500.

Den Line6 Low Down 400 kenne ich nicht. Das Datenblatt ist jedoch sehr interessant. Mir bietet er jedoch zuviel Spielkram, was man nicht unbedingt braucht. Und er ist 3HE groß...;)

In einer Band mit zwei Gitarristen hat man es als Bassist recht schwer, wenn man sich nicht um die "Frequenzaufteilung" der einzelnen Instrumente kümmert. Besonders dann, wenn eine oder sogar beide Gitarren im "Bassbereich" rumwildern. Viele Bassisten machen dann den Fehler und wollen mangelndes Durchsetzungsvermögen mit noch mehr Ampleistung und Lautstärke kompensieren. Das funktioniert so jedoch nicht. Der Gesamtsound wird einfach nur noch "dröhnig" und man hört sich nicht unbedingt besser. Also: sinnvolles Setup finden! Nicht die klassische EQ-Badewanne fahren sondern auch einfach mal den Mitten eine Chance geben! ;)

Grundsätzlich solltest du die Amp/Boxen-Kombination einfach mal testen, bevor du "blind" kaufst...
 
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Schonmal danke für die Antwort.
Also Musikrichtung ist generell Rock. Gecovert haben wir zum Beispiel Sachen von CCR oder ACDC.
Werd natürlich gucken das ich den Verstärker dann vorher anspielen kann, aber will halt schonmal ne ungefähre Richtung haben damit ich im Laden dann nicht wahllos 100 verschieden durchtesten muss.
Gut die Größe von dem Topteil ist für mich eher zweitrangig weil Auftritte nochn bisschen auf sich warten lassen und wenns dann mal losgeht muss ich dann halt n bisschen schleppen. ;)
Aber Topteil und Boxen kann ich von den Marken her ohne Probleme wild mischen? Inwieweit muss man da auf die Wattzahlen achten?
 
disssa
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Man kann jederzeit die Marken der Amps und Boxen mischen. Es sollte jedoch "harmonieren". Manchmal passen Amp und Box nicht sooo zusammen. Es kommt halt auf den persönlichen Geschmack an.

In der von dir beschriebenen Band würde ich schon eher zu einem Amp mit mindestens 250-300 Watt raten. Aber aufgepasst: Eine hohe Wattzahl muss nicht unbedingt heißen, dass der Amp "laut" ist! Da spielen noch mehr Faktoren eine wichtige Rolle. So gibt es z.B. genügend Amps mit, sagen wir mal, 150 Watt, die super "laut" sind und trotzdem definiert klingen können.

Für Coverrock sind die Hartke-Teile durchaus gut geeignet. Der Line6-Amp könnte aufgrund der verschiedenen gemodelten Typen ebenfalls interessant sein...
300 Watt stellen so ziemlich einen guten Mittelwert der üblichen Amps dar. Sie reichen i.d.R. völlig aus.
 
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In dem Laden, in dem Du Dein Angebot gefunden hast, gibt es preisgleich auch das Ashdown-Bundle. Das dürfte auch ganz gut mit der von Dir bevorzugten Musikrichtung zurechtkommen.
Achtung, die Box in dem Beispiel ist eine 4 Ohm-Box. Solltest Du später noch eine zweite dranhängen wollen, musst Du die 8 Ohm-Variante nehmen. Ist m.E. aber nicht wirklich notwendig.
 
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:great: Eben die. Mit einer zweiten 8 Ohm-Box parallel geschaltet kommst Du dann auf 4 Ohm. Das ist die minimale Impedanz bei den meisten Verstärkern.
 
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Du kannst aber auch zwei 4 Ohm Boxen nehmen, und dann mit so einem Teil: WK LS Wizard an den Amp anschließen. Das hat den Vorteil, dass der Verstärker bei einer Box seine volle Leistung abgibt und wenn zwei Boxen angschlossen sind, werden nur ca. 2/3 der Leistung abgegeben, das gleicht dann die doppelte Membranfläche aber mehr als aus.

Das ist in meinen Augen einfach sinnvoller, allerdings braucht man dann halt zusätzlich so einen kleinen Kasten...
 
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Ok da werd ich dann einfach nochmal im Laden nachfragen. Auf jeden fall vielen Dank für die Antworten...hab jetzt schon ne genauere Vorstellung;)
 

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