Behringer Röhrenamps (Bugera)

  • Ersteller Andreas Gerhard
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Da klaut eine Firma einfach ein Ampdesign und bringt es als Billigversion raus! Mesa - äh, pardon: Peavey - Mist! ... ich meine natürlich Behringer(!!!) sollte sich was schämen!!!

Ich persönlich denke 500$ Straßenpreis für ein 100 Watt Topteil sind schon hart an der Grenze - auch bei China-Produktion, großer Auflage etc. Es gab schon einige, die es versucht haben. So richtig überzeugend klang das nie. Falls Behringer das jetzt doch hinbekommen und die Amps auch dauerhaft Spaß machen, dann haben Peavey, Marshall, Engl & Co jedenfalls allen Grund zum Zittern...
 
ich hab nicht viel vom Leadsound gehört ehrlich gesagt, Aussagekraft=0 =)
muss man abwarten
 
Midibodentreter nutze ich halt nicht, weil ich Analogfreak bin und lieber Gitarre spiele als nen Steptantz vorzuführen, was jetz aber nicht gegen die Midiuser gehen soll, sondern verdeutlichen soll das des für mich nix ist, wer Midi mag wird seine Gründe für haben, ist ja auch legitim.
:confused:

Korrigier mich bitte wenn ich falsch liege, aber prinzipiell ist Midi dafür, dass man eben keinen Steptanz vorführt sondern mit einmal treten viel umschalten kann.. :)

Ausserdem ist das mit dem Analog afaik echt Schwachsinn, Midi wird nur zum Umschalten benutzt, dein Klang wird dadurch nicht unbedingt Digitaler, von daher hat das mit Analog/Digital wenig zu tun.
 
völlig richtig!die schaltung zum umschalten hat mit dem signalweg des sounds nix zu tun!
 
Wenn du das Ding mal genommen hättest, und an den MG15 nen ordentlichen 12er Lautsprecher geklemmt hättest, dann wüsstest du, dass das Ding einiges kann...

Aber genau da liegt ja das Problem der ganzen Billig-Serien.

Es werden z.B. keine ordentlichen Speaker verbaut, da es die Kalkulation nicht zulässt. Das ist das, was mich an der ganzen Billig-Mentalität am Meisten nervt.

Wenn man als Konsument ständig den Preis auf's absolute Minimum drückt, dann muß man halt damit leben, daß die Ware dementsprechend ihre Mangelerscheinungen vorweist.
Eben deswegen, weil die Firmen entsprechend versuchen, der Preisdrückerei Tribut zu zollen.

Scheiß "Geiz ist geil"-Mentalität: ermöglicht den Herstellern, 15-20 % mehr Budget für ihre Billigprodukte einzusetzen ( bei einen 200 € Amp kostet der halt dann mal 240 €, na und? ), dann wären sie in der Lage, u.a. die von dir erwähnten besseren Speaker zu verbauen.

Aber nein, es muß möglichst billig sein.

Da lobe ich mir trotz alledem Engl und Mesa, die bisher nicht auf den Zug mit den Billig- 15 Watt Transistoramps mit aufgesprungen sind.


Ich als Einzelmensch könnte nen R*adking für 1000€ bauen. Jetzt erklär mir die Logik, wie das eine gewisse Firma mit ihren Massen-EK-Preisen nicht schafft? Arbeit, okay, aber wenn die da tausende PCBs machen, dann ist der bekannte Preis einfach zu heftig...

Du könntest natürlich den Amp locker für 1000 € bauen ( rein vom Materialwert ).
Vergessen darfst Du aber dabei nicht, daß Du dann auf die bereits vorhandenen Entwicklungspläne und Konzepte zurückgreifen könntest. Die Entwicklung eines solchen Amps ist schon extrem happig. Dann Abschreibungen für das Werk, die Arbeitszeit ( Du stehst nicht unter Zeitdruck etwas in einer beschriebenen Zeit fertigzubringen ), Werbekosten usw.

Dadurch ist es ja auch möglich, daß Kopierer den Amp so billig nachbauen. Weil sie die für den Amp nur die Reinkosten einplanen müssen.

Hier spielt der reine Materialpreis nie eine Rolle. Nirgendwo. Selbst beim Bäcker nicht, wo das Brötchen 25 oder 35 Cent kostet. Der Materialpreis ist in etwa 3-5 Cent. Allerhöchstens.

Behringer ist nicht schlecht. Wenn die Leute mal ihr Hirn einschalten würden und für Behringer auch Geld ausgeben würden, dann würden sie sehen, dass das Zeug was taugt. Beispiele: Ultramizer / Ultra Q / Truth / Ultracurve / Vintage Tube Mic Preamp (beschränkt) / V-Amp (beschränkt) / Virtualizer / DSP2024 usw usw. Ahja und die FCB1010

Kann ich Dir zustimmen. Die Behringer Truth Studiomonitore finde ich echt gut. Für den sensationellen Preis. Hab auch einen Behringer Bass Amp. Für daheim macht er's, mehr verlang ich nicht. Jedenfalls für den Preis.
Das Problem: z.B. bei Bodeneffekten und anderen Amps erwartet man vielleicht als Käufer auch, daß man sie auch für Auftritte und den harten Probenalltag taugen.

Die Bodentreter für 39 € waren ein Witz. Einweg-Bodentreter.:screwy:
Für ein paar Euro mehr schaffen es manche Hersteller ( z.B. Digitech ) schon, etwas brauchbares auf die Beine zu stellen..

Aber ja, Behringer hat damit zu tun, dann machen wir das erstmal fertig...tolle Logik, echt. Beschäftigt euch mal weniger mit dem, was man euch erzählt, sondern mehr mit dem, was dahintersteckt. Ein Mensch, der über einen Valveking schimpft und einen DSL verteidigt, der ist nicht ernstzunehmen. Einfach erst mal selber dahinterkommen, was wo gespielt wird und dann meckern.

Behringer hat sich einfach das Image aufgebaut, möglichst günstig zu produzieren und möglichst billig anzubieten. Das Konzept von Behringer beruht darauf, sich an Artikeln zu orientieren, die bereits so auf den Markt sind.

Ein User hat es schon recht trefflich formuliert: das gleiche machen die Boutique Hersteller ja auch. Außerdem sind viele Boutique-Geräte ebenfalls nur Nachbauten von Geräten, die schon auf den Markt sind.

Der Unterschied ist der, daß diese Boutique-Hersteller versuchen, möglichst nahe an das Original ranzukommen bzw. diese qualitativ zu übertreffen.
Natürlich zu happigen Preisen.

Behringer Produkte ( sofern es nicht die oftmals guten imagelosen Studiolösungen usw. sind, die ja nichts mit Prestige zu tun haben ) hingegen kokettiert immer mit dem Image von Fremdfirmen, sei es durch die Bodentreter im Boss-ähnlichen Look, dem POD-ähnlichen Modeller-Bodenteil oder durch eben solche Amp-Nachbauten.

Das Problem dabei ist, daß diese Produktpalette zu sehr darauf bedacht ist, sich am Image von anderen anzulehnen, als daß sie sich auf eine möglichst authentische und qualitative Klangwiedergabe konzentriert.

Wenn sie es gut machen würden, gäbe es keinen Diskussionsgrund. Die von Dir genannten Gerätschaften haben jetzt nicht alle einen gitarristischen Background, sondern gehen auch mehr in die Studioecke.

Weiß jetzt auch nicht, wie sehr im entsprechenden Forum jetzt die Behringer Produkte geschätzt sind, aber mir ist bisher eines deutlich aufgefallen:
  • die Studioprodukte und die kleinen Helferlein von Behringer sind alle OK bzw. teilweise wirklich gut und empfehlenswert.
  • Die Produkte auf dem Gitarrensektor sind es -bis auf einige Ausnahmen- nicht.
Weiß jetzt auch nicht, warum sie es bisher nicht geschafft haben, den Gitarrensektor besser hinzustellen. Vielleicht ist das Know-How eben im Studiosektor besser vorhanden als bei den Gitarren. Man kanns auch schlecht miteinander vergleichen. Bei Gitarristen gibt es einfach andere Gesetze des Marktes wie z.B. bei den Keyboardern.

Kenne es jetzt selber nur aus der Gitarristenecke, in der Behringer den schlechten Ruf hat, und muß sagen: daran sind sie selber mit schuld.

Aber vielleicht schafft es Behringer mit der neuen Serie ( klugerweise nicht unter dem Namen Behringer vertrieben ), sich vom Asien-Billig-Image zu lösen und emanzipieren. Denn bisher sind sie -rein gitarristisch- nicht viel höher anzusiedeln als die China Gibson Kopierer.

Das ist meine persönliche Meinung als "Röhrenamp- und teure-Gitarren"-Snob zu dem Thema.

Hab nichts gegen Behringer und kaufe auch gerne Produkte, sofern sie für mich qualitativ überzeugen. Dann bin ich auch froh, wenn ich ein paar Euros gegenüber einer etablierten Marke sparen kann.

Aber leider war -auf reine Gitarrensachen beschränkt- bisher für mich nicht viel überzeugendes dabei.
 
:confused:

Korrigier mich bitte wenn ich falsch liege, aber prinzipiell ist Midi dafür, dass man eben keinen Steptanz vorführt sondern mit einmal treten viel umschalten kann.. :)

Ausserdem ist das mit dem Analog afaik echt Schwachsinn, Midi wird nur zum Umschalten benutzt, dein Klang wird dadurch nicht unbedingt Digitaler, von daher hat das mit Analog/Digital wenig zu tun.

Da hast Du gewissermaßen schon recht.

Ich verstehe aber, was Klartext damit sagen will.
In der heutigen Zeit sind überall Mikroprozessoren und Computer drinnen. Man ist quasi überall mit absoluter Hightech konfrontiert. Ganz egal, ob in Computern, Küchengeräten oder sonstwo.

Das hat viel gutes. Das Digitale Recording ist ein absoluter Segen, da es jedem ermöglicht möglichst einfach was aufzunehmen und zu editieren ohne mit Tonbändern rumzuhantieren und rumschnippeln zu müssen.

Aber ab und zu möchte man halt gerne mal was Altmodisches haben in dem ganzen Hightech Wust. Da kann man sich als Gitarrist dann halt sehr gerne in sein Refugium zurückziehen und einfach einen altmodischen, grundsoliden Röhrenamp spielen, der ohen großen Schnickschnack auskommt. Darum mag ich auch PTP-verdrahtete Amps gerne. Ohne den Voodoo drumherum. Einfach, weil es auf einer Technik und Tradition basiert, die Jahrzehnte überdauert hat.

Da gibt es ja auch die Uhrenliebhaber, die moderne Solaruhren und Quarzwerke verschmähen und auf ihre mechanischen Uhrwerke schwören.

Da gibt es Autoliebhaber, die ihre Oldies schätzen und pflegen, die noch kein ESP und Navigationssysteme hatten.

Man wird heutzutage mit Optionen zugeschüttet, die man einfach u.U. nicht braucht.

Ich hab z.B. für mein Handy mehr bezahlen müssen, weil ich eines ohne Kamera und MP-3 Player wollte.:rolleyes:
 
Das Video find ich ja mal total schrecklich. Der hätte ja wenigstens ma zu nem Backing ohne Lead-"Stimme" spielen können. Oder wenigstens seine Gitarre richtig stimmen können, damit der Unterschied zur Aufnahme nicht so grässlich auffällt.
Prinzipiell hätte der auch n Mesa Roadking oder Line6 Spider spielen können.
Auf so nem Video hört man eh keinen Unterschied.

Aber Technik is gut ;)

lg
 
da hat MeinAnderesIch recht, mir geht es darum das ich den Midikrahm nicht will,
ich weiss das da nix digital im Signalweg ist, zumindest nicht zwingend.
Ich mag nunmal die guten alten einfachen Pedale mit Stereo-Klinkenstecker zum amp per fuss schalten, 2 Knöpfe fertich, nix programmieren usw (das muss man nämlich trozdem vorher bei dem midikrahm)


Robi
 
Ist echt unglaublich wie Behringer hier polarisiert. Einerseits interessieren mich die Amps schon, da sie wohl doch schon einigermaßen vom Sound taugen, andererseits sehe ich darin eine große Gefahr wenn diese Plagiate das Geschäft der Originalhersteller kaputtmachen, obwohl ein Peavey Triple X ja auch ein Mesa Clone ist. Also ist der Behringer einClone vom Clone.
Was mir z.B. bei vielen etablierten Ampherstellern auffällt ist, daß auch hier oft wirklich nicht mehr großartig gute qualitative Teile im Inneren verbaut werden. Hier soll mal Laney und Peavey als bestes Beispiel stehen. Da tut sich sehrwahrscheinlich nicht mehr viel zu den Bugeras. Wir können es drehen und wenden wie wir es wollen, irgendwie unterstützen wir alle die Chinesen oder Fernöstler mit Ihrem Kram. Ich hab auch Behringer Teile, daneben auch Boss, Hoyer, EHX, Laney, Line6, ENGL etc. Und mein Auto issen Koreaner (nur wegen dem Geld). Meine Gitarre iss deutscher Eigenbau daneben noch eine Gibson, mein Handy iss aus Fernost, (hier werden ja keine mehr gebaut) sowie meine Stereoanlage, bis auf die Canton Boxen, die sind wieder aus Germany. Leider leider muß man das Spiel teilweise mitmachen aber man hat nur einen Geldbeutel.
ich denke Behringer wird noch allgemein das Musiker Board etwas länger beschäftigen. es wird keiner ein Patentrezept haben, wie man mit dieser Globalisierung umgehen soll.
 
Es ist ÜBERHAUPT kein Problem z.B. einen Mesa Rectifier nachzubauen.

Ein Röhrenamp ist weder "Rocket Science", noch stecken da irgendwelche geheimen Chips mit proprietärer Software drinnen. Alles in so einem Amp, von den Trafos über die Widerstände und Kondensatoren ist analysier- und reproduzierbar.

Alleine das zu einem günstigeren Preis gut zu machen ist die Schwierigkeit.
 
im endeffekt sind alle roehren amps clones vom mutterroehrenamp (allerdings hab ich keine ahnung welcher das ist)...........input - output und dazwischen hasste ein paar laempchen die gluehen...........
 
im endeffekt sind alle roehren amps clones vom mutterroehrenamp


Nettes Wort... naja, sagen wir mal in jedem Röhrenamp arbeiten grundsätzlich bekannte Schaltungen, das ist wohl wahr. Es erfindet ja auch kein Autohersteller den Verbrennungsmotor neu.
 
@Earforce: Ja, nur irgendwie kapieren die wenigsten, dass man keine instabilen Schaltungen nachbauen sollte. Ich behaupte mal, dass praktisch keiner (<1%) der Leute, die je einen Marshall Tonestack nachgebaut haben, auch berechnen kann oder wirklich versteht, wie das Ganze funktioniert...
 
OneStone, kennst Du den Duncan Tone Stack Calculator? Geiles Tool
 
@Earforce: Ja, nur irgendwie kapieren die wenigsten, dass man keine instabilen Schaltungen nachbauen sollte. Ich behaupte mal, dass praktisch keiner (<1%) der Leute, die je einen Marshall Tonestack nachgebaut haben, auch berechnen kann oder wirklich versteht, wie das Ganze funktioniert...

Das mag sein. Aber wenigstens das trifft hoffentlich nicht auf die Hersteller zu, die das professionell machen... :D
 
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