Hallo Balgseele
Ein Programm gab es zu dem Konzert nicht. Er hat vielmehr spontan angekündigt, was er als nächstes spielt und etwa 1/ 3 waren reine Improvisationen zu den unterschiedlichsten bekannten STücken , teils auch ineinanderübergehend.
Meine Erinnerung ist bissel lückenhaft, weil alles ab dem 3. Stück sich sensationell anhörte:
Gespielt hat er zuerst mal das obligatirische Toccata und Fuge d-moll von Bach - in etwas höherem tempo als ichs "normal" kenne.
Danach noch ein recht kurzes sich extrem schwierig anzuhörendes Stück, dessen Titel ich mir nicht gemerkt habe.
Vermutlich um sich ein bischen einzuspielen als Aufwärmübung. Später wurde er nämlich immer besser.
Dann spielte er Neue Musik, aber es war ein recht interessantes Stück (Wladislav Solotarjow)
- "Damit die Leute auch wissen, was heutzutage in der Regel bei Wertungsspielen so vorgetragen wird."
- Eine Improvisation von "Karneval von Venedig"
- Zwei Stücke von Piazola in eigener Akkordeonfassung (Libertango und Adios Nonino - beides unglaublich traumhaft und ich kenne einige Variationen dieser Titel
- Einen Musettewalzer, der recht bekannt ist, aber mir ist entfallen, wie das Ding heißt. Jedenfalls wurde mir dann fast übel, als er mit seinen blöden Specials anfing, die einem einfach nur klar machen, dass man selbst einfach aufhören sollte mit Akk- spielen

- Eine freie Improvisation von "Hey Jude" (Beatles) - auf Zuschauerwunsch! - später machte er mal eben ein Beatles - Medley daraus, das man eigentlich hätte aufnehmen müssen
- Zu einem schwäbischen Volkslied, das man ihm vorsang machte er dann auch ein improvisiertes musikalisches Feuerwerk, bis er irgendwann beim Spielen abbbrach und sagte, er macht aus dem Walzer nun vollends einen Dixieland :-O
- Da Kinder anwesend waren machte er aus Hänschen Klein ein Stück, das von Mozart hätte sein können, bis er dann wieder beim Bealtles- Stil und dann wieder bei dem Volkslied von vorhin war

- Dann fiel ihm ein, dass ja auch ein russisches Lied gibt, das ganz ähnlich klingt,sang er vor und dann folgte wieder die Improvisation diesmal in diverse russisches Liedgut ein, aber alles unter Einbezug von allem, was man sich technisch mit dem Bayan so vorstellen kann (paar Dinge konnte ich mir gar nicht vorstellen)
- plus das, was mir entfallen ist, es ging über 2 Stunden
Das einzige wirklich Bedauernswerte war die IMHO miserable Akustik in dem Raum. Da waren zu viele Vorhänge und Tepiche etc und der Klang wurde ähnlich wie im Wohnzimmer leider ziemlich verschluckt. Und das finde ich für ein Akkordeon ziemlich mies :-( Deshalb saß ich aber in der ersten Reihe 4 Meter entfernt
Das Konzert war in Bretten (ordöstlich von Karlsruhe)
Hier kann man weitere Termine sehen. Wie es aussieht wird das erst wieder in einem Jahr etwas.
http://www.jb-music.de/romanko.htm
Grüße !