[Beratung] Mobiles Recording: Alesis I|O26 + x

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Hallo zusammen,

nachdem ich vor einiger Zeit ein Alesis I|O 26 erworben und damit auch schon fleißig aufgenommen habe, steht nun die nächste GAS-Befriedigung an ;-) Konkret geht es darum:

bisheriges Setup
FSC Amilo Laptop 17":
- C2D @ 1,83 Ghz
- 2 GB RAM
- 120 GB HDD @ 5.400 rpm
- 4pin FW-Port onboard (TexasInstruments-Chipsatz)
- 2x-Installation Win XP MediaCenter Edition: 1x als Arbeitssystem, 1x für Audio (nur notwendige Treiber, kein I-Net, Bluetooth etc. im Gerätemanager deaktiviert, keine unnötigen Programme & sauberer Autostart)
- Alesis I|O 26, über FW-Kabel + 6pin auf 4pin-Adapter am Laptop
- Cubase LE 1.x (beim Interface dabei)


Probleme
  • Cubase (und andere Recordingprogramme, z.B. Kristal) geben Clicktracks oft unsauber aus, zudem bricht Cubase die Aufnahme hin und wieder einfach völlig ab (Projekte laufen bei 24bit @ 48 kHz). Aufnahmen gehen direkt auf Partition F: (System- und Datenplatte der 2. XP-Installation für Audio).
    • Festplatte zu lahm? Kann ich mir kaum vorstellen, da das auch bei einfachen 2-Spur Projekten (Jamtrack + Gitarre drüber) passiert. RAM & Prozessor sollten auch mehr als ausreichen.
    • Treiber? Aktueller Alesis-Treiber (von HP) geladen, installiert, läuft - beim ersten Versuch in der 1. Installation (Arbeits-/Zock-/Surfinstall) gabs nur Fehler und Probleme.
    • Alesis HDM Tool? Egal ob laufend oder aus (Tipp aus der Anleitung) - macht keinen Unterschied.
    • 4pin-FW macht Probleme? Kann ich mir schwer vorstellen, wird auf der Alesis-HP aber als möglicher Grund angeführt. Erfahrungen?

Überlegungen
  • Bei uns am Institut wird standardmäßig nur mit ProTools (LE & HD) gearbeitet; die langfristige Überlegung wäre ein Umstieg auf das Digi 003 Rack+ Factory - wenn das mal etwas günstiger zu haben ist =D Das hat in etwa die gleichen Features (v.a. Eingänge) wie mein I|O, dafür gut fünfmal so teuer (gut, PT LE und PlugIns..). Mir gefällt ProTools einfach sehr, v.a. weil ich viel mit Audio und wenig mit MIDI zu tun habe. Brauche ich allerdings erst dann wirklich, wenn ich mein hobbymässiges Selbstaufnehmen und im Uni-Tonstudio-Mixing zumindest semi-professionell betreibe, sprich Bands aus der Umgebung komplett & qualitativ aufnehmen, mischen und mastern will. Bis dahin muss ich erstmal noch in Mikros investieren =)
  • Ich nutze momentan 2 Laptops - 1x den oben beschriebenen FSC als Desktop-Ersatz & Recording-Möglichkeit (wenn es denn klappt), und für Uni & Mobil nen Acer-Tablet. Ich bin derzeit am Ausloten, inwiefern ich die Tablet-Funktionalität wirklich ernsthaft brauche - steht aber erstmal noch zur Disposition. Mittelfristig wäre eine Kombinationslösung sinnvoll - also für Uni-Arbeit, Recording, Surfen, Photoverwaltung etc. pp. Keine Spiele, kein Photoshop (bis auf ein bisschen GIMPen), keine Grafik- und wenig Videokram (höchstens Homevideo-Schnitt mit Freeware).
  • Ich habe bislang eher zu einem stationären Rechner mit XP-Install oder Linux-Audio-Distri tendiert (um dann mit Vista-Boot dem Spielehobby zu frönen ;-) - aber: Audio hat bei mir derzeit klaren Vorrang vor Zocken, Office kann ich auch auf nem Laptop + 22" Display (steht hier schon) machen und der Mobilitätsfaktor ist v.a. im Hinblick auf die spätere Verwendung wichtig für mich (Proberaum, Bands aufnehmen). Mein Audiointerface mag Linux (noch) nicht, und zum Treiber schreiben fehlt mir die Kompetenz =) Basteln stört mich nicht, aber wenn nix reinkommt...

Speziell die drei Überlegungen bringen mich immer wieder in Richtung MacBook / MBP. Mit OSX habe ich mich in der Uni schon angefreundet, mir gefällt die Benutzerführung einfach sehr gut und v.a. haben die MBs native FW-Anschlüsse - der 6pin auf 4pin-Adapter fällt weg.
Weitere Punkte:
- iLife 08 ist echt schnuggig (Freundin kann Hundevideos mit iMovie machen, Fotoverwaltung mit iPhoto, Sponti-Aufnahmen mit GarageBand etc. pp.)
- die meisten (guten) Programme gibt's mittlerweile auch für Mac: OOo etc., notfalls Parallels.

Zu klärende Punkte:
  • Inwiefern bzw. handelt OSX ein "Multi-Purpose-System" besser als XP? Von der Hardware schenken sich MBs & "normale" Notebooks ja nix; aber wenn ich auf meine normale XP-Installation die Treiber fürs Interface lade, hagelt's Fehlermeldungen + Latenz in Cubase. Auch laut Boardusern ist für XP-Audiogeschichten ein sauberes, jungfräuliches System sinnvoll. In der Uni sind die Macs auch ständig am Netz, haben CS3, FinalCut Pro etc. pp. drauf und laufen - iMacs & ein MacPro-HD System. Machen die MBs das ebenfalls mit, oder zickt OSX früher oder später genauso rum, wenn ich nicht nur Audio mit mache?
  • Standardmäßig ist in MB/MBP eine 5.400er Platte verbaut. Habe jetzt schon viele Voodoo-Threads gelesen, mit einem Systemtechniker-Kumpel geplaudert und bin mir immer noch nicht ganz klar, wofür und ab welchem Ausmaß eine höhere Plattengeschwindigkeit sinnvoll und nützlich ist. Zum reinen Recording sollte (Rechnungen bei 24x48k in anderen Threads zufolge) die Platte bei max. 16 Spuren gleichzeitig ja ausreichen. Beim Mix mit PlugIns, VSTs etc. sieht das ja anders aus - wenn man von hauptsächlich "analogen" Instrumenten (Band) mit zusätzlichen PlugIn-Effekten und Bearbeitungen (EQs, Kompressoren, Hall etc.) ausgeht, wie schnell wird die RPM der Platte zum Flaschenhals? Lohnt sich ein "Upgrade" auf eine 7.200er Platte überhaupt? Die Frage gilt jetzt generell für Recording-Systeme, nicht nur für MBs!
  • Hat jemand konkret Erfahrungen mit (mobilem) Recording mittels MB(P), Alesis I|O und vielen Kanälen (8-16)?
  • Dank der Preise und dem fehlenden FW bei den neuen Modellen kommt für mich nur ein MB White (mit Studentenrabatt für ca. 850EUR, gebraucht bissl drunter) oder ein refurb MBP (je nach Größe, Modell & Leistung zw. 1200 - 1400EUR) infrage - neu kann das ja keine Sau bezahlen. Da bei manchen Faktoren die Gewichtung noch unklar ist, bin ich noch unentschlossen (falls es überhaupt ein MB wird), ob es das "Mehr" des MBP wirklich braucht. Spontane Argumente (neben dem Preis) pro oder contra MBP?

So, vielen Dank fürs Durchlesen bis hierher erstmal. Weitere Fragen schwirren noch im Kopf rum, werden evtl. noch notiert - aber ich freue mich schonmal auf konstruktive Antworten & Kritik =D

Grüße,
Tobi
 
Nerezza

Nerezza

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Hm, so wie schreibst scheinst Du ja kein blutiger anfänger zu sein. Ich frag trotzdem mal nach der Puffergräße im ASIO Treiber, schon hochgeschraubt? Könnte es sein, dass Du beim deaktivieren diverser Funktionen unwissentlich etwas abgeschaltet hast, dass z.B. Cubase braucht? Des weiteren wäre es evtl. eine möglichkeit ein pures XP (ohne Media Center Edition) zu versuchen. Wenn das besser läuft würde ich die MCE auf jeden Fall dem Verkäufer um die Ohren hauen ;)

Zu den Festplatten

Wir haben vor einiger Zeit in einer längeren Diskussion erkennen müssen, dass die reine Übertragungsgeschwindigkeit bei Mehrspuraufnahmen ja gar nicht herangezogen werden darf. Die wird üblicherweise mit einer (!) große Datenmenge getestet, da wird also auf eine große freie stelle geschrieben. Bei Mehrspuraufnahmen schreibst Du aber an verschiedenen Stellen und der Schreib/Lesekopf muss ständig zwischen diesen Stellen wechseln. Das bremst sie natürlich. Ich denke nicht, dass die Platte bei Dir das Problem ist (Problem tritt ja auch bei Stereoaufnahmen auf). Das einzige, was bei Stereoaufnahmen ärger machen könnte, wäre eine fast volle, völlig fragmentierte Platte.

Grüße
Nerezza
 
pico

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zudem bricht Cubase die Aufnahme hin und wieder einfach völlig ab ....
4pin-FW macht Probleme? Kann ich mir schwer vorstellen, wird auf der Alesis-HP aber als möglicher Grund angeführt.
Da könnte die Ursache evtl. an einem 'schlechten' FW-Chipsatz liegen, gerade auch das Alesis reagiert da mitunter empfindlich - am besten geht es mit Texas-Instruments oder neuen VIA Chipsätzen.
 
Pfeife

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Hat zwar nur bedingt was mit dem Thema zu tun,
aber ich muß z.B. mein Alesis iO|14 auch am Desktop mit Netzteil betreiben.
Ohne Netzteil, nur mit der Stromversorgung über den FW rauscht und pfeift es vom allerfeinsten, und es kann(selten) zu sporadischem und nicht nachvollziehbarem Treiberverlust unter Cubase SX3 kommen.
 
6stringBliss

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Erst mal danke für die schnellen und vielen Antworten bisher :)

@Nerezza:
  • Puffergröße war auch mein erster Einfall ;-) Das hatte in der Tat auch was bewirkt, allerdings ist die Puffergröße jetzt bei 512 und eine höhere Einstellung bringt nicht wirklich was. Wie gesagt, der Click-Hänger ist manchmal da, manchmal nicht - aber die Aussetzer sind wirklich nervig. Ich kann's ja spasseshalber mit völlig latenzfeindlichen Settings probieren; ist halt keine Dauerlösung.
  • Deaktiviert habe ich gar nicht so viel - in erster Linie Hardware wie Bluetooth&WiFi. Würde Cubase dann nicht eine Fehlermeldung ausgeben, wenn was fehlt?
  • Pures XP würd ich gerne machen - ist aber ne OEM-Recovery-CD, die mir afaik gar nicht die Möglichkeit gibt das MC "wegzulassen" :-( Ich benutze das auch nie, könnte also gut drauf verzichten...
  • Das mit dem Plattenspeed beim Aufnehmen ist ne sehr gute Überlegung; hatte ich noch gar nicht bedacht. Fragmentiert ist die Platte aber laut Windows-DefragmentierTool keinesfalls.

@pico:
Die FW-Chipsatzgeschichte hatte ich schon im Zuge meiner Recherche vor Kauf des Alesis gelesen - und auch gleich nachgeschaut, was bei mir verbaut ist. Laut Geräte-Manager aber "Texas Instruments OHCI-konformer IEEE 1394-Hostcontroller". Hatte ja auch bei "bisheriges Setup" geschrieben, dass es ein TI-Chipsatz ist ;-) Aber danke, jeder Lösungsvorschlag ist willkommen... :-(

@Pfeife:
Hab ich auch für das I|O26 gehört; da de 4pin-FW-Port aber ohnehin keine Buspower gibt läuft das Ding bei mir sowieso über Netzteil ;-)

Ich habe jetzt mal die Antworten bzw. zusätzlichen Infos oben reineditiert.
 

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