Besitzt jeder nur gute Gitarren ? Keiner schlechte ?

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Gast252951
Guest
In letzter Zeit habe ich in einigen Threads die die Güte / Qualität von Gitarren betrafen viel gelesen bzw auch geschrieben.

Das waren Themen wie:

- Sind alte Gitarren besser als neue ?
- Sind teure Gitarren besser als billige ?
- Welche Meinungen gibt es zu Gitarre XYZ ?
- Lohnt sich der Upgrade von A auf B
- Verhältnis von Preis zu Leistung ?
- Ist eine Preis über 2000 € gerechtfertigt ?

usw.

Was dabei immer auffällt ist,

- dass es im Allgemeinen oft "Schwarz und Weiß Meinungen" gibt
- dass oft der Hinweis kommt, man solle am besten probieren, da es große Qualitäts-Streuung gibt
- dass bestimmte Hersteller zu bestimmten Zeiten "nur Gurken" hergestellt haben
- dass - und darauf will ich hinaus - ganz oft die Gitarre die man selbst spielt "eine der besten ist, die man je gespielt hat"

Woher kommt´s ?

Man liest zwar ab und an, dass jemand nicht zufrieden ist mit seiner Gitarre, aber meistens ist es bei der eigenen Gitarre so, dass sie "singt", "resonant bis zum Abwinken" ist, "meine Gitarre mit jeder Customshop mithalten kann", "jeder der meine Gitarre bisher gehört hat meinte, dass sie super klingt" ... usw. Das geht quer durch alle Preisklassen.

Es ist klar, dass Klang immer sehr subjektiv ist. Was dem einen sein Traum, ist dem anderen eine Gurke.
Mich wundert nur, dass das Verhältnis komisch ist.

Auf der einen Seite gibt es fast nur Besitzer von absolut super klingenden Gitarren, auf der anderen Seite muss es ja - laut vieler Beiträge - auch viele Gitarren geben, die eher als schlechte Exemplare durchgehen dürften. Wer spielt die dann ? Alle als ewige Anzeigen bei Ebay ? Auf dem Gitarrenfriedhof ? Von Ahnungslosen gespielt ? Stehen in der Ecke und werden nicht mehr angefasst ?

Hat denn keiner eine Gitarre zuhause von der er denkt sie sei Schrott ?

Ich habe z.Z. 6 Gitarren, demnächst kommt eine hinzu, eine soll gehen, weil ich sie für ein wirklich schlechtes Exemplar halte.
Zwei davon halte ich für sehr gute und 3 für ziemlich ordentlich bis wirklich gute Instrumente.
Demnächst kommt noch ein hoffentlich sehr, sehr gutes dazu :)

Wenn ich früher ( vor 20-25 Jahren ) dazu zähle und mal meine absoluten Anfängergitarren außen vorlasse, kann ich sagen, dass ich tatsächlich erst eine wirklich schlechte Gitarre hatte, mit der ich ziemlich wenig anfangen kann.

Sooo viele schlechte scheint es vielleicht gar nicht zu geben - oder machen wir uns alle etwas vor in Bezug auf unsere eigenen Instrumente ?
 
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Außer meinen ersten beiden Gitarren vor 30+ Jahren habe ich noch keine Zitrone besessen. Höchstens solche, mit denen ich persönlich keine Bindung aufbauen konnte und wieder verkauft habe.

Meine jetzigen sind - für mich - herausragende Instrumente, die ich im Laufe der Jahre als meine Lieblinge herausgefiltert habe. In punkto Qualität, Bespielbarkeit, Klang, Wertigkeit, ... perfekt eingestellt und gewartet. Ich mache bis auf Refrets aber alles selbst.
 
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Das ist natürlich immer eine subjektive Einschätzung. Auf der anderen Seite habe ich manchmal den Eindruck, dass man seine eigenen Instrumente nicht schlechtreden will, da es bei einem Verkauf nicht förderlich ist. Ich habe hier im Forum schon mehrmals gelesen wie toll die neue Gitarre ist und 2 Wochen später in den Kleinanzeigen wiedergefunden. Da stellt sich mir natürlich die Frage warum?
 
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Ich bin ja der Meinung, dass sich eigentlich fast alle Gitarren einigermaßen einstellen lasssen, dass Bespielbarkeit und Sound passen.
Früher hatte ich Gitarren, die haben geschnarrt, gescheppert und ich dachte halt, das gehört so. Das war aber zu einer Zeit, als ich das Ding 5x im Jahr aus dem Ständer genommen hab und über nen Brüllwürfel gespielt hab. Ich denke mit meinem heutigen Wissen und der Erfahrung hätte ich die Gitarren passabel einstellen und für meine Zwecke zu einer guten Gitarre machen können.

Ich mein, mit Konkurrenz wie z.B. Harley Benton, die ja ganz respektable Gitarren verkaufen für einen fast unschlagbaren Preis, kann man fast nicht anders, als ein Minimum an Qualtität anzubieten. Und wirklich grobe Mängel werden auch nciht wieder in den Umlauf gebracht oder zumindest nicht als reguläre B-Ware, die vielleicht kleine Mängel hat.

Und für Spieler A ist die Gitarre vom Sound her schlecht, weil zum Beispiel die Pickups nicht zu seinem Genre passen. Der andere kann seine Gitarre nicht einstellen, stempelt sie als Gurke ab, der andere kauft die ab und stellt sie ein, pimpt sie ein bisschen und für ihn läuft sie optimal. Saitenlage ebenso, manche lassen sich halt nicht so niedrig einstellen, andere bevorzugen diese "Gurke" weil sie mit höherer Saitenlage spielen, usw, usw...

Ich denke so finden viele Gurken ihren Weg zu jemand, dem sie schmeckt :)
 
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Kluson, irgendwann bekommst du von mir die "MB-Erfindermedaille" für neue Threads :D
Ich hab vier Gitarren ... die beiden E-Gitten sind ordentlich (HB Strat) bis sehr gut (Paula), meine Taka finde ich ebenfalls sehr gut, meine (günstige) LAG ist "ordentlich". Auf letzterer spiele ich zur Zeit am meisten weil sie so robust ist und mal Hitze, Feuchtigkeit, Kälte, Temperaturwechsel (Sperrholz...) gut abkann. Ein feinsinniges Instrument ist es freilich nicht.

Kann sein dass andere Spieler andere Meinungen zu meinen Gitarren haben .. im Allgemeinen werden lange gespielte Instrumente aber nicht als "schlecht" empfunden. Es gibt einen Fachbegriff aus der Psychologie (kognitive Dissonanz) welcher den Mechanismus etwa wie folgt beschreibt: Wenn man sich für was entschieden hat und sich unsicher ist ob die Entscheidung gut oder schlecht war, neigt man dazu seine Wahrnehmung zu ändern, also eine andere Einstellung zu dies oder jenem zu bekommen um das schlechte Gefühl der Unsicherheit zu überwinden. Vielleicht ist das bei Gitarrenbesitzern auch so ... Das Ergebnis kann dann sein, dass man das Instrument schnell wieder abstößt bzw. sich darin "verliebt" oder ihm deutlich wohlwollender gegenübersteht.
 
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Ich denke richtig schlechte Gitarren gib es nur wenige. Und jeder behält natürlich die Gitarren, die ihm am besten gefallen. Wie du schon schriebst ist das aber subjektiv. Jemand anderem gefällt meine Ausmusterung vielleicht super. Also ja, im Durchschnitt sind die eigenen Gitarren besonders gut - allerdings nur für einen selbst.
 
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Ich kann mich nur anschließen: Selbst Stangenware hat eine gewisse mindestqualität. Wenn die 08/15-Klampfe halbwegs eingestellt ist kann man da schon ganz ordentlich drauf spielen. Für meine letzte Axt habe ich mein gesetztes Budget nichteinmal zur Hälfte ausgeschöpft, und ich bin absolut zufrieden mit ihr. PUs sind mitlerweile neu, Potis ausgetauscht, ansonsten... Für mich absolut passend. Andere mögen bei acht Saiten und der PU-Kombination (Lundgren M8 und Lace X-Bar) die Augen verdrehen, mir gibt das (fast) alles was ich brauche.
 
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ich glaube, heutzutage werden die Gitarren im allgemeinen schon gut
gebaut, jeder hat seine persönlichen vorlieben und kauft dann auch
entsprechend, so ist das jedenfalls bei mir. deshalb bin ich mit meinen
Gitarren schon zufrieden, würde aber nicht behaupten, das seien jetzt
absolute Glückstreffer gewesen und vergleichbar gäbe es nichts besseres.
ich hab dann halt was ich hab. 25 jahre war ich mit der richie sambora
(Fender strat am), glücklich, obwohl fr nicht so mein fall ist, ich keinen
Booster brauche und hb auch nicht mein fall ist, aber sie hat mich treu
begleitet. jetzt war sie sozusagen durch und ich hab was neues
(Fender strat am pro ash nature, tolles teil).
ich denke, wer immer unzufrieden mit seinen Gitarren ist, hat irgendwo
ein anderes Problem.
 
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ist mir ein Begriff. I.d.R. ist es etwas, mit man man gewöhnlich schlecht umgehen kann und deswegen sein Verhalten entsprechend anpasst um diese Differenz so klein wie möglich zu halten. Etwas von dem man denkt oder weiß, dass es schlecht oder unwahr ist als positiv oder wahr darzustellen fäält schwer ... außer in der Industrie, dem Marketing und in der Politik ;-)
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Außer meinen ersten beiden Gitarren vor 30+ Jahren habe ich noch keine Zitrone besessen.

Geht mir ähnlich. Es gibt bestimmt Instrumente gleicher Gattung, die mir noch besser gefallen würden als meine, aber eine die ich wirklich nicht gut fand - und dabei versucht habe es objektiv zu sehen - hatte ich auch erst eine.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Auf der anderen Seite habe ich manchmal den Eindruck, dass man seine eigenen Instrumente nicht schlechtreden will

Das kommt mir auch manchmal so vor. In den Anzeigen stehen ja auch nur Instrumente die super sind und nur wegen "Verkleinerung" schweren Herzens abzugeben sind ;-)
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Ich bin ja der Meinung, dass sich eigentlich fast alle Gitarren einigermaßen einstellen lasssen, dass Bespielbarkeit und Sound passen.
Früher hatte ich Gitarren, die haben geschnarrt, gescheppert und ich dachte halt, das gehört so.

.....kann man fast nicht anders, als ein Minimum an Qualtität anzubieten.

..... Der andere kann seine Gitarre nicht einstellen, stempelt sie als Gurke ab, der andere kauft die ab und stellt sie ein, pimpt sie ein bisschen und für ihn läuft sie optimal.

Ich denke so finden viele Gurken ihren Weg zu jemand, dem sie schmeckt :)

1. Ja, das kommt hin
2. Das stimmt auch, Konkurrenz belebt das Geschäft
3. Unwissenheit führt manchmal auch zu Fehlurteilen
4. So kann man es auch sagen ;-)
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Ich denke richtig schlechte Gitarren gib es nur wenige.

Genau das dachte ich auch - es steht für mich eben nur im Gegensatz zu den vielen Aussagen, dass man zB bei Fender mexico so viele Gurken findet ... sind es gar nicht so viele ? Wobei ich auch von den 3 Mexen die ich gespielt habe auch nicht begeistert war - aber zwischen "nicht begeistert" und "totale Gurken" gibt es ja eine Bandbreite
 
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Ich habe oder hatte nur gute Gitarren, weil ich keine Impulskäufe tätige. Ein Gitarrenkauf beginnt bei mir in der Regel ein halbes Jahr bis Jahr vor der Anschaffung.

Recherche und Vergleiche sind mein Schwerpunkt in diesem Zeitraum. Dann teste ich die ausgewählten Gitarren und behalte die, die mir am besten gefällt. Eine schlechte Gitarre würde ich nie mitnehmen.

Die einzigen Gurken die ich bisher in der Hand hatte waren zwei FGN LS bzw LC 10 (@Paruwi möge mir verzeihen:) - die waren aber auch nicht schwarz:) )

Wobei hier wohl eher die abgehalfterten Saiten und die mangelhafte Pflege durch das Ladenpersonal Ursache waren. Die beiden Gitarren waren weder gestimmt, noch gepflegt, trockene Griffbretter etc.

Gruß,

Thorsten
 
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Dazu sag ich nur: "One man's trash is another man's treasure!"



Was ich aber nicht ernst nehmen kann:

- Leute, die Gitarren nur gebraucht von privat oder Demoware/Aussteller/Restposten von Händlern kaufen mit starkem Preisnachlass und angeblich ausschließlich immer nur Top-Instrumente bekommen haben
- Leute, die nur online kaufen und ganz stolz erzählen, dass sie noch nie eine Gitarre zurückgeschickt haben UND gleichzeitig der Meinung sind, dass es keine Serienstreuung gäbe
- Händler, die ihre Homepage regelmäßig updaten und JEDES neue Instrument als das "beste wo gibt" anpreisen (wobei ich natürlich dafür Verständnis habe, dass man seine Ware gut präsentieren möchte)


Die einzigen Gurken die ich bisher in der Hand hatte waren zwei FGN LS bzw LC 10

Denk dir nix, von den LS10 Modellen hatte ich auch einige echt miese Exemplare in der Hand - was mich noch den Punkt ergänzen lässt:

- Leute, die meinen, dass es bei einer bestimmten Marke ausschließlich nur Top-Instrumente ohne jegliche Mängel gäbe

Und:

- Leute, die einem einreden wollen, dass man sich die Serienstreuung bzw. die klanglichen Unterschiede beim Testen mehrerer "baugleicher" Gitarren einer Modellreihe nur eingebildet hat.
 
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ich denke, wer immer unzufrieden mit seinen Gitarren ist, hat irgendwo
ein anderes Problem.

:)
Der sollte es vielleicht mit Flöte probieren ...
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Ich habe oder hatte nur gute Gitarren, weil ich keine Impulskäufe tätige.
Impuslkäufe habe ich schon ... da ich aber i.d.R. meist einen ähnlichen Typ bevorzuge, entfällt die Vorbereitung und Recherche ;-)
 
Hat denn keiner eine Gitarre zuhause von der er denkt sie sei Schrott ?

Na ja, wenn einer sein Instrument für Schrott hält, wird er es wohl verkaufen... .;)

Ansonsten scheint mir häufiger dann doch etwas die Erfahrung und vor allem eine nüchterne Einschätzung zu fehlen.

Ich habe z.B. unter anderem eine Fender A-Special hardtail Strat. Die mag ich wirklich für das, was Sie ist. Schon ein prima Instrument. Aber "Spitzenklasse"? oder "Weltklasse"? Nö, ist sie nicht und will Sie auch gar nicht sein. Etwas an Ihr ändern muss man aber auch nicht und würde ich auch nicht machen...
 
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Dazu sag ich nur: "One man's trash is another man's treasure!"



Was ich aber nicht ernst nehmen kann:

- Leute, die Gitarren nur gebraucht von privat oder Demoware/Aussteller/Restposten von Händlern kaufen mit starkem Preisnachlass und angeblich ausschließlich immer nur Top-Instrumente bekommen haben
- Leute, die nur online kaufen und ganz stolz erzählen, dass sie noch nie eine Gitarre zurückgeschickt haben UND gleichzeitig der Meinung sind, dass es keine Serienstreuung gäbe
- Händler, die ihre Homepage regelmäßig updaten und JEDES neue Instrument als das "beste wo gibt" anpreisen (wobei ich natürlich dafür Verständnis habe, dass man seine Ware gut präsentieren möchte)

Ich muss sagen, dass ich früher auch nie eine Gitarre ungespielt gekauft habe.
In letzter Zeit habe ich aber häufiger ungesehen gebraucht gekauft, weil sich der Preis auch in Grenzen hielt und es Modelle waren, von denen ich ausgehen konnte, dass ich sie locker wieder verkaufen kann.

Die einzigen beiden Gitarren, die ich vorher gespielt habe war eine American Special Strat, eine Charvel San Dimas und eine Classic Vibe. Die restlichen habe einfach online gebraucht gekauft und hatte dabei wirklich Glück. Es war bis auf die eine besagte nichts dabei, was mir nicht gut gefällt. Ironischerweise mussten ausgerechnet die vorher gespielte Am Spec Strat gehen, weil mir die blind gekauften Strats besser gefallen haben und die Charvel, die zwar wirklich sehr gut war, aber ich im Grunde inzwischen doch lieber Vintage-Vibratos spiele als Floyd Rose.

Zurückgeschickt habe ich auch noch nie eine ... ach so, ne, geht nicht - habe ja noch nie eine neu Online gekauft, bis auf meinen Bass - und der ist ok, macht eben das was ein Bass für 400 € so macht
 
Ich besitze keine "schlechten" Gitarren ... nur jede Menge, die besser als meine ersten/alten bzw. Anfängerinstrumente sind.
Man wird halt im Lauf der Jahre anspruchsvoller und das Budget steigt ja mit den Jahren auch etwas an.

Eine wirklich schlechte Nylonstring hatte ich mal, die nicht bundrein (ja bund- nicht oktavrein!) war, die musste sehr schnell wieder gehen.
Ansonsten hatte ich mit allen Käufen - gerade in der Anfangszeit, wo ich nochnicht so viel Ahnung von Gitarren hatte - Glück und es war nie eine "Gurke" dabei.
 
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Ich habe oder hatte nur gute Gitarren, weil ich keine Impulskäufe tätige. Ein Gitarrenkauf beginnt bei mir in der Regel ein halbes Jahr bis Jahr vor der Anschaffung.
Mein Gott, wie hälst du das aus :D Bei mir sieht das z.B. so aus:
9:34 Uhr: Irgendwie bin ich mit Gitarre xy nicht ganz zufrieden. Werd ich wohl über kurz oder lang mal was anderes besorgen. Aber hat Zeit, wüsste eh nicht was...
9:35 Uhr: Ich wollt doch eigentlich schon immer mal eine xy haben. Wär schon cool. Internet anwerf.
9:38 Uhr: Boah, cool so günstig beim Thomann und so viel Sterne.
9:39 Uhr: Gut, dann verkauf ich erst meine Alte, hänge eh nicht sonderlich dran. Wenn die dann weg ist, dann kauf ich mir die.
9:41 Uhr: Anzeige ist online
9:45 Uhr: Also jetzt ist die Anzeige schon fast 5 Minuten online und es meldet sich einfach keiner. Aber verkauft bekomm ich die schon irgendwann. Bestimmt nur ein blöder Zufall, dass die nach 4 Minuten noch nicht weg ist. Ich könnt mir das Geld ja auch vorstrecken. Bis heute abend ist sie sicherlich verkauft.
9:47 Uhr: Hannelore (Name der Freundin von der Redaktion geändert)... Ich müsste mal kurz zum Thomann. Ich brauch ne neue Gitarre.
11:00 Uhr: Geschafft, die lang ersehnte Gitarre ist endlich im Haus

:evil:
 
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Na ja, wenn einer sein Instrument für Schrott hält, wird er es wohl verkaufen... .;)

Das ist schon klar :)
Es ging nur um die Differenz von "meine Gitarren sind super" und "es gibt so viel Streuung, dass die Chance eine schlechte zu erwischen recht hoch ist ..."

Ich habe nur festgestellt, dass ich vielleicht 90-95% gut bis sehr gute ( für mich und in ihrer Preisklasse ) hatte und 5-10% schlechte ... da kam die Frage auf ... wo sind die ganzen Gurken ? :)
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Ansonsten hatte ich mit allen Käufen - gerade in der Anfangszeit, wo ich nochnicht so viel Ahnung von Gitarren hatte - Glück und es war nie eine "Gurke" dabei.

Wurde ja auch schon geschrieben: Vielleicht hatte man zu Beginn auch gar nicht so viel Kenntnis oder Erfahrung, dass man zw. gut und schlecht entscheiden konnte.
Obwohl ich sagen muss, dass ich schon einen großen Unterschied bemerkt habe, als ich mit meiner ersten Pearl LesPaul Jr. Kopie für 300 DM zu meinem Gitarrenlehrer ging, der dort mit seinen 4000 DM PRS oder anderen gewartet hat ...
Was ich damals bestimmt nicht konnte war, die 300 DM Pearl so zu optimieren / einzustellen, dass sie sich vielleicht wie eine 500 DM Pearl hätte spielen lassen ;-)
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Ich könnt mir das Geld ja auch vorstrecken. Bis heute abend ist sie sicherlich verkauft.


:evil:

Ich gebe vermutlich zwar auch mehr Geld für den Kram aus als ich sollte / müsste - aber ich kaufe nichts mehr, wenn das Geld dafür nicht schon da ist. Dann warte ich eben noch ein paar Tage
 
@MrMojoRisin666 Bei mir sieht das aus wie bei Dir, aber ich habe eine Frau...äh...einen besonders starken Willen der mich im Zaum hält:)
 
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Ich finde das eine sehr gute und interessante Frage!

und tolle antworten bisher hier im Thema

In den letzten 25 Jahren, habe ich schon sehr viele Gitarren besessen, und einige davon wieder verkauft, aber zu sagen, das eine richtig schlechte dabei gewesen sind, nein.

Aber Gut und Schlecht ist oftmals sehr subjektiv
was ist eine gute Gitarre, und was ist eine schlechte Gitarre?

wenn man von einer bestimmten Grundqualität eines Instruments ausgeht, dh. sie ist bespielbar, bundrein, usw, ist vieles am Ende nur persönliche Geschmacksfrage.

Eine perfektest verarbeitete Gitarre, Customshop, Handgebaut usw, kann für den einen überhaupt nicht das richtige Instrument sein, und für den nächsten Kollegen ist es die Offenbarung schlechthin.

Eine meiner aktuellen Lieblingsgitarren, ist auch irgendwie eine meiner „schlechtesten“ Instrumente.

Vor ein paar Monaten habe ich mir eine Supro Sahara gekauft, ich nenne sie liebevoll „Plastikbomber“, sie hat einen Grossen hohlen Korpus aus Kunststoff, ein unspektakuläres und direkt hässliches Griffbrett aus einem Alternativen Material (keine Ahnung welches), der Hals ist schlecht montiert mit viel Spiel und auch nur 2 Schrauben, und so richtig fest sitzt er auch erst in der Lasche, sobald die Saiten aufgespannt sind. und so für sich, hat die Gitarre einen sehr eigenen Sound. nüchtern betrachtet, ist das eigentlich meine Schlechteste Gitarre in meiner Sammlung,
ABER, jetzt kommts, in den Richtigen Kontext gesetzt ist diese Gitarre für sich konkurenzlos, sie hat einen rohen, richtig derben Sound, den ich nicht annähernd mit einer meiner anderen Gitarren hinbekomme.. (Jack White mit seinen Plastik Airline Gitarren lässt grüssen), so derb und brachial roh, geilstens. Wie passt das nun ins Bild einer schlechten Gitarre? ich weiss es auch nicht.

Meine Harley Benton HB25 war eigentlich so vom Haus aus, ein instrument wo man sagen hätte können, ja schlecht, geht besser, so ohne weiters wird das nix, allerdings mit guter Substanz, weshalb ich mich entschlossen habe, sie upzugraden, aus wirtschaftlicher Sicht eigentlich ein totaler Unssin, weil die Upgrades wesentlich teurer waren als die Gitarre selbst, aber der Gitarre hat es viel gebracht und ich spiele sie deshalb immer noch sehr gerne, weil einfach nun alles passt!
wer nun neugierig geworden ist und dazu mehr lesen will:
https://www.musiker-board.de/threads/gitarre-harley-benton-hb-35-ch-vintage-series.632168/

Kürzlich habe ich mir eine Gibson Les Paul Player Plus 2018 gekauft, die Gitarre hatte einige Mängel, aber war vom Klang her top, ich hab mir dann noch 2 weitere davon bestellt um zu sehen ob eine bessere dabei ist, aber beide gingen wieder zurück, die erste ist geblieben. weil sie für mich subjektiv von den dreien her die „beste“ war.
Unter besser hätte ich in diesem konkerten Fall verstanden: geringeres Gewicht, schönere Decke, zentrierte Inlays. die beiden nachbestestellten Gitarren hatten, ein leicht höheres Gewicht, nicht so schöne Decken, und die Inlays waren auch nicht zentriert und sie hatten zusätzlich noch kleine weitere Verarbeitungsmängel, aber der Hauptauschlussgrund war, Klanglich fand ich die erste noch einen Tick besser, sie sprang besser an, und klang eine Spur direkter, vielleicht war das auch nur Einbildung? Realistisch betrachtet gab es aber bis auf die optischen Punkte aber kaum einen Unterschied der eine tragende Rolle gespielt hätte wenn man nicht due Möglichkeit zum direkten Vergleich gehabt hätte.
https://www.musiker-board.de/threads/gitarre-2018-gibson-les-paul-classic-player-plus.678554/

bin schon auf weitere Antworten hier gespannt!!
 
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In letzter Zeit habe ich aber häufiger ungesehen gebraucht gekauft, weil sich der Preis auch in Grenzen hielt und es Modelle waren, von denen ich ausgehen konnte, dass ich sie locker wieder verkaufen kann.

Was auch völlig legitim ist - so machen das ja die meisten, die Gebrauchtkäufe favorisieren.
Ende der 90er, Anfang der 00er Jahre habe ich auch jede Menge E-Gitarren bei Ebay gekauft und wieder weiter verkauft (meistens sogar mit bisserl Gewinn am Ende der Auktion) - damals hatten sich E-Gitarren generell besser verkaufen lassen und die Bucht war noch nicht so überfüllt mit Angeboten.
Obwohl ich seitdem eine Menge über E-Gitarren dazugelernt hatte, war mir auch damals schon klar, dass absolut nicht jedes Teil, das ich erworben hatte, ein Top-Instrument war.
Natürlich schließt das nicht aus, auch mehrmals hintereinander "Glück" zu haben. Aber die Regel ist es halt nicht.


Was auch sehr wichtig ist - neben dem Know How über E-Gitarren an sich: Eine Vergleichsmöglichkeit zu haben!

Ich kann dir ehrlich sagen, dass es mir leichter fällt, einzuschätzen, wie gut ein Instrument wirklich ist, wenn ich es mit anderen "baugleichen" Modellen (oder von mir aus auch anderen) vergleiche.
Wenn du nur eine einzige Gitarre hast, die "ok" ist, nicht besonders "gut" oder "schlecht" - dann kommt sie dir auch mal so, mal so vor, je nach "Tagesform" - was ja auch immer wieder mal im Forum Erwähnung findet.
Hast du eine zweite - im Idealfall ein baugleiches Modell - dann wird auch an "schlechten" Tagen diese IMMER den genau gleichen Unterschied (wie sonst auch) zur anderen haben.

Ich schreibe das deshalb extra mal hier rein, weil ich Leute kenne, die gehen in den Laden zum Anspielen und haben genau EINE Gitarre im Visier und spielen auch wirklich nur diese an. Würde ich nie so machen!
Da kann es schon passieren, dass du dir denkst "Ha, die ist ganz gut, die kaufe ich jetzt" und merkst dann erst irgendwann später, wenn du sie mit deinen anderen Gitarren oder irgendwann später mit einem "baugleichen" Modell vergleichst, dass sie bestenfalls "Durchschnitt" ist. Das gilt übrigens auch für Amps. Kann nur jedem empfehlen, der sich darüber noch nie Gedanken gemacht hat, diesen Rat von mir zu beherzigen: Immer vergleichen und mehrere Modelle anspielen!


Und noch zwei Punkte:

- Diese Vergleichsmöglicheiten auch selbst zu Hause zu haben, relativiert sehr schnell auch dieses Argument, dass das Equipment eh jeden Tag anders klingt. Wie gesagt, an schlechten Tagen klingt die "bessere" Gitarre immer noch besser als die "schlechtere". Bei Amps ist es genauso. So lässt man sich also nicht mehr so leicht von seiner Tagesform in die Irre führen.
- Es ist selbstverständlich auch legitim, danach zu streben, einfach glücklich zu sein mit dem, was man hat und sich lieber auf die Entwicklung seiner spielerischen Fähigkeiten zu konzentrieren. ; )
 
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