Möglich, ich lese das aber quer durchs Netz bei allen möglichen Themen...
Das halte ich mal für ein Gerücht. Wenn du dir eine Meinung bilden willst solltest du es mal ausprobieren. Meine Meinung zu XP (die übrigens nicht komplett negativ ist) hab ich mir auch gebildet indem ich es benutzt hab.
Andererseits: Ich will dich auch zu nichts überreden, wenn bei dir XP stabil läuft, da alles mit klappt was du dir vorstellst und auch sonst sicherheitstechnisch alles im grünen Bereich ist, dann wäre es dumm zu wechseln.
Allerdings kann das bei anderen komplett anders sein. Nehmen wir mal ziemlich simple Dinge, die das System für mich tun soll. Zum Beispiel eine Website runterladen, diese nach bestimmten Daten durchsuchen, die ordenlich formatieren und mir dann auf Abruf im Hintergrund des Desktopes zu integrieren. Hab ich unter meinen System innerhalb von 15 Minuten gemacht mithilfe eines kleinen und ziemlich simplen Bash-Scriptes erreicht, unter XP wüsste ich nichtmal ob das überhaupt irgendwie geht.
Oder für einen zweiten Monitor einen kompletten zweiten Desktop starten, das ist sehr viel effektiver zum Arbeiten als diese komische Desktoperweiterung. Oder einen zusätzlichen Kernel installieren, der für bestimmte Aufgaben besser geeingnet ist - das geht innerhalb von Minuten mit einem Befehl.
Ich finde es allein schon krank, dass man unter XP keine Installationsverwaltung hat, und man Programme nicht automatisiert aus authorisierten Quellen runterläd - das mit der Tatsache zusammen, dass man quasi nur als Administrator richtig arbeiten kann machen das ja eigentlich stabile und gar nicht mal so unglaublich unsichere System zu einer ziemlichen Wackelkiste.
Dazu kommen einige Entwicklungen, die meiner Meinung nach Schwachsinnig sind, die Dateistruktur ist völlig zerlöchert (wobei da natürlich eher die Programme schuld sind, die sich kreuz und quer durch die Gegend installieren - aber auch da würde eine zentrale Installationsverwaltung helfen) und von Grund auf undurchdacht. Den Sinn hinter Laufwerksbuchstaben als Wurzelverzeichnisse erkennt man nur mit viel Fantasie und erzeugt mehr Probleme als es nützt. Die völlige Abkehr von der Konsole macht das ganze System unglaublich unflexibel und starr und die Verschleierung der im Hintergrund ablaufenden Prozesse machen die Sache auch nicht unbedingt einfacher.
Diese Dinge hab ich erst bemerkt, als ich gesehen hab wie gut es mit anderen Systemen laufen kann und wie die bis ins letzte Detail durchdacht sind.
Das sind Gründe, die mich von Windows abhalten. Dich halten andere Dinge von Gnu/Linux ab - und genau so sollte es ja sein, jedes System hat Vor und Nachteile und jeder kann frei wählen. Ich bin nur dagegen, ohne Wissen Vorurteile in die Welt zu setzen.
Ich kann das MS-gebashe übrigens auch nicht ab. Ich hab rationale Gründe, die MICH von XP abhalten. Wenn jemand dieses System benützt und dann dauernt meckert, dann frag ich mich warum er nicht wechselt? Es gibt so viele Alternativen, es muss ja nicht mal Gnu/Linux sein.