Billige Box = genauso gut wie teure Box mit gleichen Speakern?

  • Ersteller Flashes
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Jo, das kommt aus dem PA Bereich, wo man beim LA das Problem der Kopplung relativ grosser Chassis bis rauf zur Trennfrequenz hat. Schaust du hier: http://www.nexo-sa.com/user/data/GEO_Tech_Ovu_Prnt.pdf und suchst nach The Patent-Pending Directivity/Phase Device

In Wirklichkeit gibts sowas in rudimentärer Form schon lange. Wir haben vor 20 Jahren schon umgedrehte 5" Dustcaps vor die Chassis geschraubt. Vor Jahren hab ich sogar von einem Hersteller gelesen, der die Dustcap Variante anbietet. Macht eine sehr durchsetzungfaehige 4x12 auch deutlich neben der Achse.
Hat sich bei Gitarristen nie durchgesetzt, die schrauben sich ihren off axis Sound schon hin, egal ob dann wer im beam steht und nurmehr Kratzhoehen auf die Fresse kriegt :)

cu
martin
 
Sehr interessant, vielen Dank!
 
Wir haben vor 20 Jahren schon umgedrehte 5" Dustcaps vor die Chassis geschraubt. Vor Jahren hab ich sogar von einem Hersteller gelesen, der die Dustcap Variante anbietet. Macht eine sehr durchsetzungfaehige 4x12 auch deutlich neben der Achse.
Hat sich bei Gitarristen nie durchgesetzt, die schrauben sich ihren off axis Sound schon hin, egal ob dann wer im beam steht und nurmehr Kratzhoehen auf die Fresse kriegt :)

cu
martin


Wirkt das dann wie so eine Art Beamblocker?? Ich suche schon lange verzweifelt nach einer Lösung wie ich die Kratzhöhen bei meiner Fame G1 412 zähmen kann!
 
Ah, jetzt weiss ich auch wieder wie der Hersteller heisst :))
Ja, ist genau das gleiche.
Wirkt ab etwa 2k5 bis 3k in der 5" Variante.
Darunter beamt das Chassis natuerlich auch, gleichzeitig wird bei groesseren Wellenlängen aber um den Blocker gebeugt. Da wirkts also nicht so gut.
Die Kratzhoehen sind damit aber nicht weg, nur hoerst du sie dann auch off axis und regelst entsprechend am Amp. Manch ein Drummer im kleinen Proberaum wirds dir danken :D

cu
martin
 
und regelst entsprechend am Amp. Manch ein Drummer im kleinen Proberaum wirds dir danken :D

cu
martin


Genau das wollte ich hören :D
Spielen in nem raum von 4x3x2,5 Metern^^
 
warum machst du upvalue immer so an ??
ist doch völlig unnötig andere User hier der Denkfaulheit zu bezichtigen !
Solche Vorwürfe sind sicher auch weniger interessant als die Fragen die upvalue stellt ;)

Gruß Robi
 
warum machst du upvalue immer so an ??
ist doch völlig unnötig andere User hier der Denkfaulheit zu bezichtigen !
Solche Vorwürfe sind sicher auch weniger interessant als die Fragen die upvalue stellt ;)

Gruß Robi
+1

Ich finds auch teilweise echt unverschämt was du einem Anfänger um den Kopf wirfst.
Außerdem solltest du besser lesen. der Threadtitel ist keine aussage sondern eine Frage. Die Frage warum das so ist und was den Preisunterschied genau gerechtfertigt.

Den Ball immer schön flach halten. Wenn dich was stört gibt es auch freundlichere Wege. :bad:
 
Danke, ihr beide.
 
Und es begab sich zu der Zeit, als ein gewisser Herr Marshall von seinen Kunden aufgefordert wurde, eine leistungsstärkere Box zu bauen, da die bislang verwendeten aufgrund ihrer schwachen Speaker gerne alle viere von sich streckten.
Was hat er gemacht, der Herr Marshall? Eine große Pappe auf den Boden und vier 12"er so drauf gelegt, daß sie gerade so passten. Das dann auf ein Baffleboard übertragen und irgendwie eine Box drumherum geschustert.
Der Mann hat nicht einmal ansatzweise an "Berechnung des Volumens" oder "Thiele-Parameter" gedacht (bzw. gewußt, weil noch nicht erfunden). Und? Haben die Boxen geklungen?

Ähnlich der "Bassman" von Leo. Dieselbe Intention, ähnliches Ergebnis. Und nun soll noch einer sagen, der hätte nicht geklungen.

Im Übrigen erkenne ich klanglich einen gewaltigen Unterschied, ob ich da ein Spanplattengehäuse mit Tolex bespannt oder eine baulich gleiche Konstruktion mit zähem Sperrholz und evt. lackiertem Tweed vor mir habe. Allein vom draufklopfen kann ich mit geschlossenen Augen sagen, welches Gehäuse für mich musikalischer klingt.

Eine Lautsprecherbox ist am Gitarrenamp eine klangbildende Komponente, die man nicht unterschätzen darf. Das mag in der Klangreproduktion (PA-Bereich) anders sein, aber das ist ein anderer Bereich.
 
Im Übrigen erkenne ich klanglich einen gewaltigen Unterschied, ob ich da ein Spanplattengehäuse mit Tolex bespannt oder eine baulich gleiche Konstruktion mit zähem Sperrholz und evt. lackiertem Tweed vor mir habe. Allein vom draufklopfen kann ich mit geschlossenen Augen sagen, welches Gehäuse für mich musikalischer klingt.
Dann bau mal an das Spannplattengehäuse ein paar Verstärkungen dran und schau dann mal ob sich noch ein Unterschied ergibt.

Klar hat anderes Material eine andere Wirkung, vllt muss man sogar anders konstruieren. Aber es lässt sich lange keine Regel daraus ableiten dass das eine Material so wäre und das andere so, und dass nur das eine gut klingen würde.

Eine Lautsprecherbox ist am Gitarrenamp eine klangbildende Komponente, die man nicht unterschätzen darf. Das mag in der Klangreproduktion (PA-Bereich) anders sein, aber das ist ein anderer Bereich.
Was aber nichts daran ändert dass die Regeln die gleichen bleiben und die Erfahrungen aus dem einen Bereich einen auch bei Gitarrenboxen ans Ziel bringen.
Nur weil man ein anderes Konstruktionsziel vor Augen hat muss man ja nicht gleich alles Wissen was einem zur Verfügung steht über Bord werden. Das Ergebnis mag gleich sein, aber bei der einen Variante hat man fünf Prototypen gebaut und mit ein wenig Planung und Rechnerrei ist man beim ersten mal erfolgreich und kann sich jede Eigenschaft schon da genau hin biegen wie man es möchte.
 
Na schauma mal rein in ein paar Boxen :D

http://acapella.harmony-central.com/showthread.php?t=2312925

Ein 18mm Sperrholzkasten mit 4 Löchern vorn und einem Holzstangl zwischen Front und Rückwand...
Klar ist - bei gleichem Aufbau wird eine Box aus weniger steifem Holz staerker schwingen.
Das lässt sich ja aber mit der Konstruktion beeinflussen.
Aber wurscht, weil wirs ganz genau haben wollen, bauen wir halt ne Mesa nach. Ich rechne da mal ganz grob mit 3m² Holz. Macht 75€ fuers Holz wenn wir bei 18mm Marine grade Ply bleiben (www.ruegg.de). Die Uebersee Meranti Platten. Griffe, Anschlusspaneel, blabla, macht zusammen vielleicht 150€. 4 Chassis fuer 400€ rein danke fertig. Um dann auf die 1200€ der fertigen mesa zu kommen, bleiben 700€ Differenz fuers Logo :D

interessant - redstar scheint auch eher in die Richtung mit mehreren versteifungen zu gehen. Warum auch nicht. Schwingende Waende sind ja gleichbedeutend mit schlechtem Impulsverhalten.
Noch ein Bild von meinem alten prototypen:

94274d1233850641-eigenbau-2x12-schr-g-fragen-zum-konzept-foto-0033.jpg


Na auch nix dahinter. Das ganze dann noch "in Schön" aus stinknormalem 18er MPX vom Hornbach und statt dem unsaeglichen Tolex entweder Epoxybeschichtung oder Winnie Puh Kinderbettzeug als Matrix in Harz. Da kommst dann nicht mal mit nem Schraubenzieher und Gewalt durch :)
Klar ist, ich will kein unnoetiges Gehäuseschwingen, und ich will eher hoehenarmes lowmidgewitter. Davon hab ich dank dem Amp nun fast zuviel :)
Da ist gerade eine Modifizierung bei der Klangregelung in Arbeit. Aber das is ne andere Baustelle.

cu
martin
 
Aber wurscht, weil wirs ganz genau haben wollen, bauen wir halt ne Mesa nach. Ich rechne da mal ganz grob mit 3m² Holz. Macht 75€ fuers Holz wenn wir bei 18mm Marine grade Ply bleiben (www.ruegg.de). Die Uebersee Meranti Platten. Griffe, Anschlusspaneel, blabla, macht zusammen vielleicht 150€. 4 Chassis fuer 400€ rein danke fertig. Um dann auf die 1200€ der fertigen mesa zu kommen, bleiben 700€ Differenz fuers Logo :D

Richtig, alle firmen sollten ihre Produkte zum Materialpreis verkaufen....solche Sachen wie Arbeitslohn, Solzialversicherungsbeiträgre, Werbe- und Entwicklungskosten (!), Kosten für Buchführung, Betriebsräume, Vertriebskosten, Margen für Zwischenhändler und Stores (auch die haben Mitarbeiterrbeiter, die gerne Krankenversichert sein wollen ;) ) sind komplett überbewertet :D

Natürlich ist Mesa in Europa (!) überteuert, bei den Preisen in den USA sieht das schon wieder ganz anders aus....aber selbst wenn wir mal den Preis auf dem Deutschen MArkt nehmen....Materialkosten=42% des Endpreises.....Wenn das bei allen Produkten so möglich wäre, wären doch einige Sachen erheblich günstiger ;)

Ich glaube nicht, dass die Zutaten für das Brot, das ich für 5€ kaufe, mehr als 20cents kosten...also 4,80€ für die Verpackung? Das ist eine Milchmädchenrechnung!
 
Das ist eine Milchmädchenrechnung!
Das ist richtig. Allerdings wird auch ein Hersteller kaum 100 Euro für eine Tröte wie den V30 bezahlen, und Holz und vor allem die Kleinteile sind für den Welten billiger. Wir Endkunden müssen dagegen in der Apotheke einkaufen.

Alles in allem finde ich die Mesa Preise trotzdem in Ordnung, denn die stellen (meines Wissens nach) eben nicht in Billiglohnländern her, können sich optische Mängel im Gegensatz zu diversen Hausmarken nicht leisten und das Typenschild was die letzten paar hundert Euro Differenz ausmacht ist durch kostspieliges und aufwendiges Marketing aufgebaut. All die Musiker die damit auf den Seiten zwischen den Testberichten in diversen Käseblättern ihre Fresse neben Mesaverstärkern und Boxen parken machen das ja auch nicht umsonst. ;)


Und obwohl ich bis jetzt von allen getesteten Mesaboxen durchaus überzeugt war heißt das alles aber nicht dass eine günstigere Box mit den gleichen Speakern automatisch schlechter klingt. Man sollte Billigmodellen da durchaus mal ein Ohr leihen anstatt sie von Anfang an auszusortieren.


Wenn man schon Geld investieren will würde ich persönlich mal raten PCL mal eine Chance zu geben. Da merkt man jeden Euro in der handwerklichen Qualität und der Sound ist großartig.
 
Aehm, die kaufen die Celestions aber garantiert nicht fuer 98€ das Stueck und das Holz wird ab Abnahme einer Palette auch um einiges billiger :)
Die Konditionen fuer Lautsprecher mit Zauberschein sind schon bei Kleinstmengen mehr als gut. Geschweige denn wenn die Abnahmemenge 3 stellig wird.

Und ein Container von Miami nach Rotterdam kostet 300€, da passen eine Menge 4x12er rein.
Die Umsatzsteuer im B2B ist soweit auch kein Thema, bleibt alles am Endkunden haengen.
Die durchaus mit Celestion auf Augenhoehe agierenden Emmis kriegt man ja auch zum Spottpreis.
Vielleicht sollte man wirklich mal in der Slowakei Gehäuse bauen lassen und die dann hier fuer ein paar Hunderter verklopfen.

Mein brot kostet 89 Cent beim Zielpunkt. bei euch is das glaub ich der Plus. Besteht auch aus Wasser mehl und was sonst so in ein brot kommt :)

cu
martin

edit- ja wer zu spät kommt....
der mattias war schneller :)
 
Man sollte Billigmodellen da durchaus mal ein Ohr leihen anstatt sie von Anfang an auszusortieren.

Genau das ist es was ich immer so an den kleineren Musikläden hasse:

"Oh. Sie spielen Fame? Naja... also die stellen ja exklusiv für den MusicStore Köln her...in Fernost.
Was da hergestellt wird ist meistens ja nicht mit "XYZ Hochqualität" zu vergleichen."

Dann stellt der mir ne Mesa untern Triamp und sagt ,dass "DAS" Metal ist.

Wie manche einfach vor Einfersucht platzen, weil Fame sehr gute Instrumente zu absolut geilen Preisen verkauft.
 
Der Triamp is geil!
Ich spiel allerdings nix Metal :)

cu
martin
 
Mein brot kostet 89 Cent beim Zielpunkt. bei euch is das glaub ich der Plus. Besteht auch aus Wasser mehl und was sonst so in ein brot kommt :)

jepp, die kaufen auch in größeren Mengen ein, als der Bäcker....ok, nehmen wir dein Brot, kosten an "Material" wahrsch etwa 15€....verkauft wird es für 89 Cent...das entspricht also dem wie es bei einer Mesa Box wäre, wenn die Materialkosten 202€ wären....dein Brot is also teurer als die Mesa Box :)

Naja, aber natürlich alles Quatsch Rechnungen...klar sind Celestions in gr0ßen Stückzahlen günstiger, aber jeder sollte ja nun wissen, dass bei den meisten Artikeln das Material nur einen Bruchteil der Kosten ausmacht, von daher ist dieses ganze Vergleichen und Rechnen natürlich nur ein netter Spass :)
Und das es "möglich" wäre eine genauso gute Box zu einem niedrigeren Preis zu bauen streite ich ja garnicht ab.


Ich halte die Preise für Mesa in den USA mehr als fair....dass die Geräte in Deutschland zu teuer sind gebe ich zu, dennoch ist die Qualität natürlich höher als bei sämtlichen Billigprodukten (Fame, HB, Framus;Behringer...)
 
Die durchaus mit Celestion auf Augenhoehe agierenden Emmis kriegt man ja auch zum Spottpreis.
Vielleicht sollte man wirklich mal in der Slowakei Gehäuse bauen lassen und die dann hier fuer ein paar Hunderter verklopfen.
Wenn dann lieber gleich Jensen, das ist imo qualitativ noch auf einem deutlich höheren Level und man bekommt die Kisten (soweit ich mich erinnere, hatte die mal durchsimuliert) auch ohne Bassmatsch in ein normal großes Gehäuse.

Irgendwie finde ich die Celestions unglaublich überbewertet. Das sind Billigpappen der übelsten Art, aber einzeln im Handel muss man seine Großmutter verkaufen um eine 4x12er bestückt zu kriegen.


Ich muss Lasse aber zustimmen, Mesa in den Staaten geht voll ok - aber genau diese Preisdifferenz USA-Deutschland trotz marginaler Transportkosten zeigt ja wie wenig die Zahl auf der Rechnung mit der Qualität zu tun haben muss. Man nimmt halt das was bezahlt wird, und das muss gerade in der verrückten Welt der Gitarristen nichts mit gesunden Menschenverstand oder rationalen Erklärungen zu tun haben.
 
Das ist ja echt heftig- in den USA kostet die Mesa Rectifier 4x12 genausoviel wie die Marshall 1960V
Wenn doch die Preispolitik hierzulande eine ähnliche wäre..
 

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