Billigmonitore + EQ ...eine alternative?

von Dr.Watson, 27.04.08.

  1. Dr.Watson

    Dr.Watson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.04.08   #1
    So,

    Also es ist ja so, dass bei billigen Monitoren ( oder sonstige Lautsprecher ) manche Frequenz(bereiche) nicht "ehrlich" wiedergegeben werden. Warum kann man diese Fehler nicht einfach mit einem guten EQ beheben, dann hätte man doch im Prinzip seinen linearen Lautsprecher oder?

    Probleme würde es geben, wenn eine Box Bauartbedingt eine Frequenz GAR nicht wiedergeben kann, aber das schließe ich jetzt einfach mal aus

    Nudel
     
  2. Nerezza

    Nerezza Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 27.04.08   #2
    Nach unten hin hast Du das eigentlich immer. Irgendwo ist halt Schluss.

    Neben der linearität sind aber auch andere Eigenschaften wichtig (z.B. eine gute Stereowiedergabe oder eine gute Auflösung). Die wirst Du auch mit einem wirklich guten EQ aus keinem miesen Lautsprecher rausbekommen.

    Grüße
    Nerezza
     
  3. Dr.Watson

    Dr.Watson Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.04.08   #3
    Was ist denn eine gute Stereowiedergabe?
    Ich dachte bis jetzt eigentlich immer: Jeder Lautsprecher bekommt seinen Kanal und gut is...

    Zur Auflösung:
    Das kann man aber nur raushören oder?
     
  4. morry

    morry Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 27.04.08   #4
    Servus,
    auch wenn ich keineswegs der Monitorexperte bin, möchte ich hier mal meine Gedanken dazu darlegen:
    Der Sound eines Monitors zeichnet sich nicht nur ausschließlich durch den Frequenzgang aus. Der lässt sich mit einem EQ gerade bügeln. Aber Eigenschaften wie bestimmte Resonanzen der Box lassen sich nicht mit einem EQ nachbilden.
    Mir fällt gerade noch ein anderes Problem ein: Wie will man feststellen, wann der Frequenzgang der Box nun linear ist? Messung erfordern in diesem Bereich einen großen Aufwand. Demzufolge wird jeder Mensch den EQ dann so einstellen, dass der Monitor "gut" klingt. Und das ist nicht das Ziel bei einem Monitor.

    Mein Tipp: Günstige Monitor tun auch einen guten Dienst. Seit 2 Jahren mische ich auf 50 EUR Roland MA-8 Mini-Monitoren (die sind nicht mehr im Verkauf, aber Behringer hat 1:1 kopiert: http://www.musik-service.de/behringer-ms-16-prx395728150de.aspx). Die sind garantiert nicht ansatzweise linear. Aber da damit auch ständig Musik gehört wird, kenne ich die Box und weiß ganz genau, wie ein Mix darauf klingen muss. Ich kenne die so gut, dass ich mir nicht vorstellen kann, auf anderen Monitoren zu mischen.
    Deshalb sollten sich die Ohren erstmal an neue Monitore gewöhnen, indem man sie erstmal ein paar Wochen normal zum Musik hören verwendet.

    Viele Grüße
    Moritz
     
  5. the flix

    the flix Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 27.04.08   #5
    Mit einem EQ kannst du zwar den Frequenzgang beeinflussen, aber nicht das Abstrahlverhalten und die Verzerrungen, um nur mal 2 wichtige "Klangparameter" zu nennen.
    Oder anders gesagt, auch wenn man Scheiße poliert, bleibt sie immer noch, was sie ist.
     
  6. Dr.Watson

    Dr.Watson Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.04.08   #6
    Tja...wie es scheint sind billigmontore + EQ keine alternative :D
     
  7. Nerezza

    Nerezza Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 27.04.08   #7
    Als ich für meine Monitore diverse Boxen durchgehört habe hatte ich von "Ganz schön feist" das Stück Irgendwoanders mit. Einige Stereosachen habe ich auf einigen Boxen gar nicht wahrnehmen können auf anderen waren diese Dinge wiederum sehr präsent.

    Monitore sollte man Grundsätzlich Probehören. Jeder hört anders und was für den einen Top ist findet der andere furchtbar. Abgeshen davon arbeitet ja auch jeder anders und hat eigene Bedürfnisse.

    Grüße
    Nerezza
     
  8. guinness

    guinness Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 27.04.08   #8
    Könnte man das nicht auch als Argument gegen teure Monitore nutzen? Denn du sagst ja eigentlich, dass bei der Monitorwahl das subjektive Hörempfinden ausschlaggebend ist. Und das wiederum stellt ja schon fast die Existenz von Abhörmonitoren als objektive Referenz in Frage...
     
  9. Dr.Watson

    Dr.Watson Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.04.08   #9
    Ich denke wenn man sich ans abmischen herantraut sollte man schon so weit sein, dass man 100% von sich sagen kann "Mein gehör ist in Ordnung ( linear )" . Wenn man dies nicht von sich behaupten kann könnte man natürlich den Arzt fragen welche frequenzen man schlecht wahrnimmt und die dann am EQ seiner monitoranlage entsprechend absenken ... aber.. wasn blödsinn :D
     
  10. kb1

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    Erstellt: 28.04.08   #10
    Ja, wenn du den Unterschied selbst nicht hörst, dann schon ;)

    Zum EQ:
    wie schon dargelegt ist ja nicht nur die (übrigens nie vorhandene) Linearität ausschlaggebend, sondern auch andere Eigenschaften wie zum Beispiel die Stereoabbildung.

    Man muss ja nur ein wenig auf die freie Marktwirtschaft vertrauen:
    Gäbe es eine einfache Möglichkeit Boxen mit EQ sinnvoll zu tunen dann hätten wir schon einige Testsieger um 300.- ;)

    Wen das Thema weiter interessiert, der kann ja einmal im Internet nach Diskussionen zu IK Multimedia's ARC suchen. Das hat das gleiche vor und will noch 1-2 Schritte weiter.
     
  11. D-a-N

    D-a-N Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.05.08   #11
    Ich denke, dass billigere Moniorboxen uch stärkere Obertöne habe und damit Sinustöne nicht so genau wiedergeben wie teuerere. Und diese Übertöne bediengt von dem Gehäuse und dem Lautsprecher kann man auch nicht mit einem EQ beheben.
     
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