Bitte um Unterstützung beim Kauf eines gebrauchten E- Pianos

Ich habe das Kurzweil nicht selbst gespielt, aber @opa_albin 's Aussage halte ich für vertrauenswürdig. Ebenso die Aussagen von @Claus über die aktuellen Yamaha, Kawai und Roland Modelle. Yamaha P-225 und Kawai ES-120 kenne ich beide und halte sie für euren Zweck sehr brauchbar. Das Roland habe ich nicht gespielt, vertraue aber auch dem fachlichen Rat von Claus.

Von einem Gebrauchtkauf würde ich ebenfalls abraten. Bei einer Gitarre o.ä. mag das sinnvoll sein, bei Digitalpianos weiß man nie, was der Vorbesitzer damit angestellt hat. Wenn das z.B. ein Vielspieler war, ist die Tastatur abgespielt und die Kontakte funktionieren nicht mehr so, wie sie sollten. Dann sind z.B. Töne bei gleichem Anschlag unterschiedlich laut.

Wenn ihr in Köln seid, geht zum Antesten in den Music Store. Bitte nur Instrumente von Yamaha, Roland, Kawai oder Casio kaufen. Ich persönlich mag die Casios nicht so gerne (mir gefällt das Sustainverhalten nicht), aber das muß man selbst herausfinden. Kein Fame, keymaXX, Donner, Hemingway ö.ä. kaufen. Das sind chinesische Billigmarken.

Viele Grüße,
McCoy
 
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Kein Fame, keymaXX, Donner, Hemingway ö.ä. kaufen. Das sind chinesische Billigmarken.
Ein "Hemingway" hatte ich mal bei Bekannten gesehen und angespielt - davon kann man wirklich nur abraten ...

Wegen dem Kurzweil würde es mich schon freuen, wenn das auch noch jemand anders mal anspielen würde. Ich fand es gut, aber eine Zweitmeinung wäre ja auch nicht verkehrt ;)
Es ist auf jeden Fall eine Firma, die schon lange am Markt ist und soweit ich weiß einen guten Ruf hat.

Das Kawai ES 120 ist auch in Ordnung. Letztlich muss man sich halt im Klaren sein, dass es für diesen Preis schon erstaunlich ist, was man bekommt, aber auch keine Wunder erwarten.
Das mit dem Anspielen im Music Store finde ich auch sehr gut, wenn der Sohn schon Klavier spielt. Ich denke, die Anforderung "Clavinova" wird sich da relativ schnell in Luft auflösen ;)
 
Hallo zusammen, ich hatte euch schon mal kurzer Silvester kontaktiert und da hier einige doch sehr erfahrene Menschen sind, würde ich euch noch einmal um eure Einschätzung bitten. Mein Sohn hat inzwischen ein E-Piano gefunden, dass ihm gefällt. Angeblich ist es nagelneu und und trotzdem recht günstig. Es handelt sich um ein Casio PX 770 Privia.
Kennt sich damit zufälligerweise jemand aus? Ich danke ruch, liebe Grüße Silke
 
Ich kenne nur das PX-730 (Vor-Vorgänger), das ich vor Jahren mal für eine Freundin organisiert habe, auch gebraucht. Soweit ich weiß, ist es auch immer noch im Einsatz.
Ich als Anfänger fand es schön zu spielen und die Schwester der Freundin war auch recht angetan und meinte, dass sie sich im Zweifelsfall sogar vorstellen könne, Ihren Klavierunterricht darauf zu geben.

Bei den Nachfolgemodellen wurde die Tastatur etwas geändert (soweit ich gelesen habe in Richtung etwas schwererer Gewichtung) und ich habe diese nicht gespielt. Es kommt also - wie auch immer hier geraten - unbedingt auf das eigene Ausprobieren an. Generell würde ich aber von der PX-7X0-Reihe zumindest nicht abraten. Hingehen, testen und bei Gefallen mitnehmen.

Ciao
Jan
 
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Hallo Jan, vielen Dank für die Einschätzung!
LG Silke
 
Nagelneu kann stimmen, das Instrument ist immer noch im Handel. Für einen Kauf kommt es aber sehr auf den Preis an, denn die Technik entspricht 2017.

Der Unterschied zu einem aktuellen Yamaha P-225 oder einem Roland FP-30X liegt neben der eingeschränkteren Klangauswahl vor allem in der Elektronik: das Casio ist leider nicht halbpedalfähig und es hat zwar eine USB-Schnittstelle zum Anschluss an Computer, es wird aber nur MIDI übertragen.
Das Yamaha und das Roland Interface übertragen MIDI und AUDIO Daten, also die Klänge des Digitalpianos in den Computer, wenn dort eine passende Software eingerichtet ist, die man DAW nennt.
Bei Casio oder auch bei einem Kawai braucht man zur dieser Audio-Übertragung ein extra Gerät, das sich USB-Audiointerface nennt und für die benötigte stereophone Erfassung des Signals natürlich zwei Eingänge haben muss.

Ich fände das Casio ein nettes Einstiegsprodukt, wenn es mit Ständer vielleicht 500-550 Euro kostet. Gemessen am Verkaufspreis der Neuware bietet die Konkurrenz wegen der neueren Entwicklungen ihrer Produkte einfach mehr, im Fall von Kawai ES 120 zwar kein USB-AUDIO, aber immerhin ein Bluetooth Audio In für Play-Alongs.
Das Casio kann genügen, aber speziell Jugendlichen oder Erwachsenen würde ich es nicht empfehlen, wenn es mit dem Fortschritt ein Interesse an den Möglichkeiten der digitalen Audioaaufnahme und der Wiedergabe von Play-Alongs über die Digitalpianolautsprecher geben kann.
Bei Instrumenten mit der aktuellen Technik dürfte deshalb auch der Erlös höher sein, wenn man es nach ein paar Jahren wieder verkaufen möchte.

Gruß Claus
 
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@Silke68 : dein Sohn ist 18 Jahre, da werden in den nächsten Jahren möglicherweise einige Wohnungswechsel anstehen. D.h., das Instrument sollte evtl. einfach transportabel sein. Außerdem wird er dazulernen und rausfinden, was er überhaupt spielen will und welche Klänge und welches Spielgefühl er mag. Vielleicht will er es irgendwann für Auftritte transportieren. Allgemein wird sich erst noch rausstellen, wie Klavierspielen am besten zur jeweiligen künftigen Lebenssituation passt. Deswegen sollte allen Beteiligten klar sein, dass hier eine temporäre und keine langfristige Lösung sinnvoll ist, also eine, die z.B. für ca. 10+ Jahre eine gute Entscheidung ist. Mit 29/30 kann dann immer noch ein passenderes Instrument angeschafft werden, da sind Klaviere nicht anders zu behandeln als Autos, Computer, Wohnungen (und Lebenspartner :D ).

Mein Vorschlag daher für dein Budget von 600 Euro: Kawai ES-120B für 599 Euro oder die B-Stock-Ware für 515 Euro. Dazu kommt ein Kreuzscherenständer oder ein Keyboardtisch (würde ich empfehlen) oder der Kawai HML-2 B Stand (ist aber nicht vernünftig transportabel) sowie ein ordentlicher höhenverstellbarer Stuhl wie dieser. Vergiss bitte solche Dekohocker wie im Foto von Beitrag #10, die sind zum Klavierspielen untauglich, da sie nicht höhenverstellbar sind und man in die Polsterung einsinkt.
 
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Hallo @Silke68 ,
Mein Sohn hat inzwischen ein E-Piano gefunden, dass ihm gefällt. Angeblich ist es nagelneu und und trotzdem recht günstig. Es handelt sich um ein Casio PX 770 Privia.
Kennt sich damit zufälligerweise jemand aus? Ich danke ruch, liebe Grüße Silke
wenn es unbedingt ein Klavier-ähnliches bzw. Yamaha-Clavinova-ähnliches Modell sein soll, was das Aussehen angeht, dann ist das PX-770 m.E. das beste für den Preis und fast alternativlos.

Die Tastatur ist deutlich besser als die in den Yamaha P-45, P-145, P-225 und Yamaha Arius YDP-145 und Arius YDP-S35 verbauten Tastaturen.

Die Klangerzeugung und die Elektronik sind nicht mehr die neuesten, waren aber damals schon gut. 2015 habe ich mir für den Einsatz in der Kirchengemeinde die transportable Variante des Vorgängers gekauft (PX-A100/PX-150) und 2019 für die Kirchengemeinde das PX-160, das portable Pendant zum PX-770. Beide sind noch im Einsatz; ersteres hat die Person, die es von mir übernommen hat, gerade in die Studentenbude mitgenommen.
Und ich habe mich geärgert, dass ich mir für mein Büro nicht nochmals eines gekauft habe.

Wenn man direkt davor sitzt, klingen viele Casios etwas dumpfer als Yamaha oder gar Kawai; ist für mein Empfinden bei Roland aber ähnlich. Aber die Klänge lassen sich recht unkompliziert einstellen (u.a. Brillanz der Klänge usw.).
Der Unterschied zu einem aktuellen Yamaha P-225 oder einem Roland FP-30X liegt neben der eingeschränkteren Klangauswahl vor allem in der Elektronik: das Casio ist leider nicht halbpedalfähig
Doch, es ist Halbpedalfähig; s. dort https://www.casio.com/de/electronic-musical-instruments/product.PX-770BK/ oder Bedienungsanleitung.

Gruß, Tobias

P.S. Angesichts dessen, dass der Spieler ein junger Erwachsener ist, vielleicht mehrfach umziehen wird und vielleicht auch mal mit anderen zusammen Musik machen möchte, hielte ich persönlich auch ein transportables Instrument für sinnvoll, zumal man denen mit einem "offiziellen" Unterbau für Zuhause auch ein beinahe Clavinova-ähnliches Aussehen verleihen kann: https://www.thomann.de/de/roland_fp_30_bk_home_bundle.htm Und zugleich kann man es unkompliziert zu einer Session mitnehmen.
 
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Danke für den Hinweis zum Halbpedal, habe Thomann einen Fehlerhinweis mit Casio HP-Link gesendet.

Gruß Claus
 

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