Blues Harp in C-Dur

von Verbindungskabel, 13.06.08.

  1. Verbindungskabel

    Verbindungskabel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.08   #1
    Hallo!
    Ich habe mir vor ein paar Tagen eine Mundharmonika gekauft und zwar eine Lee Oskar. Es ist eine Blues Harp in C-Dur.
    Erste Versuche sie zu quälen, liefen aber leider nciht so wirklich gut, denn irgendwie bekomme ich keine Tonleiter hin, da bei dem 2. Loch beim Luft einatmen kein F sondern ein G entsteht. Was mache ich also falsch?
    Gibt es vllt irgendwo Anfängerkurse im Internet?

    Wäre schön, wenn ihr mir helfen könntet!
     
  2. speedkills

    speedkills HCA Elektrotechnik HCA

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    Erstellt: 13.06.08   #2
    das ist völlig richtig so. das tonlayout sieht ja folgendermaßen aus:
    CEGCEGCEGC
    12345678910
    DGBDFABDFA
    ursprünglich war die mundharmonika ja als volksmusikinstrument gedacht und so hat man auf blasen immer nen c-dur akord, auf ziehen dann g und d.
    aber gerade das macht sie ja glücklicherweise für den blues so klasse einsetzbar.
    derdaniel
     
  3. chela

    chela Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.08   #3
    hab einen link für dich:
    http://harmopoint.com/index.php/harmokey/
    mit übungen etc.
    berichte doch mal, ob du damit was anfangen konntest. ich möchte nämlich im sommer auch anfangen zu spielen und da wär für mich interessant zu wissen, ob diese seite was taugt.
    susanne
     
  4. relact

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    Erstellt: 30.07.08   #4
    Hy Daniel,

    mit der C-Harp kann ich C-Dur, G-Dur und D-Moll spielen - für einen Blues in G nach dem Standardschema wären aber G-Dur, C-Dur und D-Dur interessant.

    Hilf mir bitte mal vom Schlauch runter!

    Greetz relact
     
  5. Hans_3

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    Erstellt: 30.07.08   #5
    Ich verweise da mal auf Deine Signatur "Anwendungen der Modi"

    Mit den Tönen CDEFGAHC kann man zunächst mal die Tonart C-Dur/A-Moll spielen. Inklusive aller in C-Dur vorkommenden Stufenakkorde (C Dm Em F G AmH7/b5) natürlich, da diese ja alle aus der C-Leiter gebildet werden.

    Da Blues eine Dur7-Leiter braucht, ergibt sich als zu bespielende Tonart dafür zwangsläufig G (wenn die Harp in C ist): GAHCDEFG. Wobei man sich in der Regel auf den pentatonische Auszug G H C D F konzentriert.

    War das Deine FRage oder habe ich mit dem "Schlauch" was missverstanden?
     
  6. relact

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    Erstellt: 31.07.08   #6
    *gggg* Ich werd mal reinschauen! :D Danke für den Tipp, Hans! *gggg*

    Sorry, ich hab mich ungeschickt ausgedrückt. Meine Frage war auf Akkorde bezogen, nicht auf Skalen.

    Kurz zum Hintergrund: ich hab mir vor ein paar Wochen zwei Harps gekauft - und bin grade wieder mal autodidaktisch dabei, ein für mich neues Instrument verstehen zu lernen. Die "Nuss" der Einzeltöne und der sich daraus ergebenden Skalen hab ich für meine Zwecke soweit erst mal "geknackt“. Im Moment beschäftigt mich das Thema "Erweiterung“ des Tonmaterials durch "Benden“ der vorhandenen Töne und auch Mehrklänge, daraus leitet sich mein "Gedankengang“ ab.

    Diese Aussage liest sich für mich wie: ich kann auf der C-Harp die drei Dur-Akkorde C, G und D spielen. :confused:

    Durch diese Interpretation bin ich überhaupt erst darauf aufmerksam geworden, dass ich auf der C-Harp nicht nur den C-Dur Dreiklang CEG spielen kann, sondern dass auch andere Töne so nebeneinander liegen, dass ich die Dreiklänge GBD und DFA spielen kann. Das schrammt knapp am Blues-Schema I-IV-V für einen Blues in G vorbei, da sich von den „ungebedenten“ Tönen her nur D-Moll ausgeht. Meine „Idee“ - auf dich ich bei dieser Interpretation gekommen bin - war, dass es ev. eine Bend-Technik geben könnte, aus dem F ein F# zu machen, um einen D-Dur Akkord zu spielen??

    Ja, das ist einleuchtend und gilt ja generell und nicht nur für die Mundharmonika.

    Mein Schlauch: gibt es nun eine Technik, auf der C-Harp einen D-Dur Akkord zu spielen? Oder ist die zentrale Aussage einfach und unspektakulär, dass ich über Blasen eines Akkordes durch Ziehen (unter anderen) die Sekund und Quint als Einzeltöne spielen kann?

    Ich hoffe, ich hab meine etwas verworrenen „Mutmaßungen“ eines auf Erkundungen befindlichen Instrumentenerforschers ;) etwas klarer rüber gebracht.

    Greetz relact
     
  7. speedkills

    speedkills HCA Elektrotechnik HCA

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    Erstellt: 02.08.08   #7
    schulligung, war wohl etwas durcheinander/missverständlich in meinem letzten post.
    volksmusikalisch wurde die harp ja in sog. 1.pos gespielt. also c,f,g. da sind alle akkorde da.
    im blues spielt man ja in sog. cross.pos. also im quintenzirkel eins weiter, also mit ner c-harp in g.
    wo dann die akkorde wie gesagt g-c-d sind. und das d gibts nur als moll-akkord. was aber nicht wirklich schlimm ist, da man ja mit der harp eigentlich keine akkord-begleitung spielt (wenn man das nur will kann man ja denn ne g-harp nehmen). beim solo-spiel macht's auch nichts, da,um steve baker zu zitieren, "das spielen von kleinen terzen über dur-akkorden ein charakteristischer bestandteil des blues ist".
    das f# würdest du nur durch nen overblow erreichen, einer technik, die wesentlich schwerer ist als benden und sich erst in den letzten jahren "etabliert" hat, die ganzen "alten helden" kamen also auch ganz gut ohne aus.

    derdaniel
     
  8. relact

    relact Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 04.08.08   #8
    DANKE :great: Hans und Daniel für Eure hilfreichen Erklärungen - jetzt bin ich voll auf Schiene mit der "Cross-Harp Position"! :)

    Genau das ist meine Absicht - durch "unsaubere" Töne bluesiger zu klingen! Durch den fallweise, gelegentlichen Einsatz eines Akkordes, auf den sich die Töne der Skala dann beziehen, erhoffe ich diesen Effekt noch zusätzlich verstärken zu können.

    Alles klar, soweit verstanden - benden und überblasen nennen sich die zwei Techniken, die ich benötige!

    Greetz relact
     
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