[Book Review] Troy Stetina: Metal Lead Guitar Volume 1

von DLGuitarman, 22.07.07.

  1. DLGuitarman

    DLGuitarman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.07.07   #1
    Hallo ihrs!
    Ich habe mir vor ein paar Tagen "Metal Lead Guitar Volume 1" aus der Troy Stetina Series gekauft, um meine Lead-Fähigkeiten etwas auszubauen.
    Für ein abschließendes Review ist es verständlicherweise noch etwas zu früh, aber ich denke einen ersten Eindruck kann ich schon abgeben.

    Zuerst mal zu meiner "Beurteilungsbasis": Ich spiele jetzt seit ca. 2,5 Jahren E-Gitarre, vornehmlich diverse Stilrichtungen des Metal, aber auch gerne mal etwas bluesiges oder jazziges. Auch mit Funk kann ich etwas anfangen. Da ich einen guten Lehrer habe, war schon vor dem Lesen des Buches eine einigermaßen solide Technik und ein wenig Theoriewissen vorhanden (z.B. zu Modes, Stufentheorie usw.)

    Also, dann wollen wir mal. :cool:

    Der Kauf
    Ich habe das Buch bei der großen Amazone von nebenan für sage und schreibe 14,45 Euronen bestellt. Ein Grund war, dass ich meistens gute Rezensionen gelesen habe.

    Zuerst muss ich zugeben, dass ich als das Buch angekommen ist doch etwas enttäuscht war, da ich etwas "Größeres" erwartet habe. Allerdings täuschte hier der erste Eindruck. :rolleyes:

    Das Buch / Lieferumfang
    Wir haben es hier mit einem Softcover (Taschenbuch) der Größe Din A4 zu tun. Der Umschlag sieht sehr gut aus, als Cover haben wir ein Hochglanz-Bild von Troy selbst sowie das Logo der Serie. Das Buch umfasst gerade einmal gute 60 Seiten, die allerdings durchaus das eine oder andere beherbergen, und enthält überdies eine schöne CD, auf der sage und schreibe 54:27 Minuten "Troy" vom Feinsten zu hören ist. :)
    Anzumerken ist vielleicht noch, dass die erste Auflage des Buches bereits in den Achzigern herauskam, daher ist der Begriff "Metal" nicht zu modern zu verstehen. Ich würde es am Ehesten als Thrash-Metal oder Hard-Rock betiteln, aber das sei einmal dahin gestellt

    Das Layout des Buches ist schön gestaltet und intuitiv erfassbar.

    Der Inhalt / Aufbau
    Wie der Titel vermuten lässt, handelt es sich bei dem Buch oder "Arbeitsheft" um ein Lehrewerk, das den geneigten Leser in die hohe Kunst der Metal-Leadgitarre einführen soll. Als Teil 1 von 2 konzentriert es sich eher auf die Basics und zielt laut Autor auf ein Publikum mit etwas mehr als einem Jahr Spielerfahrung ab. Für "Einsteiger" gibt es noch "Metal Lead Guitar Primer" aus der Troy Stetina Series. Allerdings wird nicht ausschließlich "Einsteigerkram" behandelt, sondern es ist auch für "erfahrenere" Gitarristen durchaus etwas dabei.

    Das Buch gliedert sich in sechs Kapitel. In jedem Kapitel werden diverse Spieltechniken anhand gut lesbarer Tabs (welche im Anhang ausführlich erläutert werden) erläutert, welche auch sämtlich auf der beiligenden CD eingespielt wurden und somit ein visuelles und auditives Lernen zur Kontrolle ermöglichen. Im Anschluss an jedes Kapitel findet sich ein Solo, welches die gelernten Techniken zur Anwendung bringt. Zum Anspruch der Soli ist zu sagen, dass dieser kontinuierlich im Buch steigt, jedoch (für mich) nicht unrealistisch schwer klingt. Die Soli sind schön anzuhören, abwechslungsreich und sorgen für Erfolgserlebnisse. Also alles durchaus machbar (besonders dann, wenn man die vorhergehenden Übungen durchgemacht hat, was ich erst in Kapitel 1 getan habe). Hier ein paar Auszüge des Inhaltes der jeweiligen Kapitel:

    Kapitel 1 konzentriert sich auf Grundtechniken (Mollpentatonik, Hammer-On, Pull-Off, Bendings, Rock Clichés, Vibrato, Pausen, spezielle Gestaltungsmitten sowie diverse Riffs) und bildet eine Basis für den Rest des Buches. Die Techniken waren mir zwar alle schon geläufig, allerdings konnte ich trotzdem noch etwas mit den Übungen lernen.

    Kapitel 2 baut das Vorhergegangene weiter aus, und führt u.a. Alternate Picking ein.

    In Kapitel 3 kommen weitere Spieltechniken sowie die Blues-Tonleiter hinzu.

    Kapitel 4 enthält unter anderem die Natural Minor Scale sowie Speed-Training.

    Kapitel 5 führt den dorischen Mode sowie Cross-String Picking und Scale Sequencing ein.

    Kapitel 6 behandelt u.a. Natural Harmonics und die Trem-Bar sowie weitere Geschwindigkeitsübungen.

    Alles in allem also eine nette Auswahl an Dingen die man gebrauchen kann. Vom Level und Umfang her zielt das Buch also auf das Level "intermediate" ab, ist also meiner Meinung nach v.a. für etwas fortgeschrittene Anfänger gedacht. Aber etwas weiter Fortgeschrittene können damit etwas anfangen (wie z.B. ich). Scale Sequencing und Contouring hat es mir z.B. angetan. :)

    Stil / Verständlichkeit / Sprache
    Das Buch ist auf Englisch geschrieben, allerdings leicht verständlich. Troy Stetina erklärt gut verständlich in kurzen und prägnanten Abschnitten alles Wissenswerte. Auch Grafiken und Illustrationen sind vorhanden. Teilweise hätte ich mir zwar etwas mehr Ausführlichkeit gewünscht (so ist z.B. die Pentatonik nur als ein Pattern aufgezeigt), doch dies kann den guten Eindruck des Buches nicht trüben.

    Die CD
    Dazu gibt es eigentlich nicht viel zu sagen: Schön gemacht: Tolle Backingtracks für die Soli sowie über 160 Licks / Riffs zur Illustration des Buches. Hier gibts nichts zu meckern. :great:

    Zusammenfassung / Fazit
    Alles in allem hat das Buch bisher einen guten Eindruck auf mich gemacht, und die Investition hat sich meiner Meinung nach gelohnt. Lediglich der Umfang ist etwas beschränkt, enthält aber trotzdem eine Menge Informationen und Material. Ob das Geld einem das Wert ist, muss man letzendlich selbst entscheiden.

    Meiner Meinung nach für Anfänger gut geeignet! Fortgeschrittene sind eventuell unterfordert, und auch Highspeed-Shred-Anhänger oder Bruta-Death-Metaller werden nicht unbedingt auf ihrer Kosten kommen. Das Buch ist aber auf jeden Fall einen Blick wert.

    Bin gespannt auf euer Feedback. Ich jedenfalls werde mir wohl bald noch Vol. 2 zulegen und inzwischen fleißig weiterüben.

    Rock on, Gruß DLGuitarman.
     
  2. Nat!

    Nat! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.07   #2
    Wenn du das Buch erst ein paar Tage hast, warum schreibst du jetzt schon eine Kritik darüber ? Es ist offensichtlich das du kaum praktischen Erfahrungen damit gemacht hast, weshalb sich die Rezension auch langweilig liest.

    Oh Gott. Harsche Worte im Musiker Board. Bitte das Atmen nicht vergessen... :p
     
  3. DLGuitarman

    DLGuitarman Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.07   #3
    Hehe ist schon klar^^
    Aber ich kann doch leicht schon mal einen Überblick über den Inhalt geben, was ich ja auch getan habe.
    Das wird für die meisten Leser wohl das Interessanteste sein, da sie von den praktischen Erfahrungen eines Einzelnen sowieso nicht auf sich selbst schließen können. Dazu habe ich mich selbst viel zu vage eingeschätzt.
    Und "interessant zu lesen" sollte ja wohl auch nicht das Wichtigste an einem Review sein, sondern die Informationen die enthalten sind.

    Selbstverständlich kommt ein Update wenn ich ne Weile mit dem Buch gearbeitet habe, aber ein erster Überblick hat ja wohl noch keinem geschadet.

    Nichts für Ungut, aber ich denke deine Kritik ist nur bedingt berechtigt. :)
     
  4. KlausP

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    Erstellt: 23.07.07   #4
    das Review ist gut geschrieben und bietet viel wichtige und sinnvolle Informationen.

    Lediglich die über Empfehlung am Schluß für Anfänger könnte man diskutieren, ich weiß zwar nicht wie gut heute der durchschnittliche Anfänger ist, hätte aber gefühlsmäßig gesagt, daß man schon etwas Spielerfahrung mitbringen sollte um aus dem Buch optimal Kapital zu schlagen.
     
  5. DLGuitarman

    DLGuitarman Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.07   #5
    Das ist auch die Frage, die mich am meisten beschäftigt hat. Wie ich geschrieben habe empfiehlt der Autor das Buch für Spieler mit einem Jahr Spielerfahrung oder "etwas mehr". Jetzt hatte ich aber das Gefühl, dass für mich selbst das Buch eher etwas zu einfach ist (2,5 Jahre Spielerfahrung), ich durchaus aber noch Dinge daraus lernen kann. Welchen Schluss man daraus genau ziehen will, sei einem selbst überlassen. Im Endeffekt läuft es wohl wirklich auf den etwas Fortgeschrittenen aus. Ist halt immer eine Gratwanderung. Ich denke du hast Recht, ich habe meine "Abschlussworte" wohl etwas ungeschickt gewählt. :)
    Gruß DL

    Edit:
    Für Nat! möchte ich mich gerne noch einmal selbst aus dem Review zitieren, das sollte unterstreichen was ich mit dem Review bezwecken wollte / will:
    Anzumerken wäre vllt. auch noch, dass ich das Buch aufgrund des eher geringen Umfangs durchaus schon ganz gelesen, aber noch bei weitem nicht ganz durchgespielt habe.
     
  6. KlausP

    KlausP HCA Gitarre HCA

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    Erstellt: 23.07.07   #6
    ich finde, so ein abschließendes Review braucht es gar nicht, da unterlegt man sich bloß dem Zwang, subjektive Wertungen abzugeben die niemand wirklich helfen ("Jetzt habe ich das Buch durchgemacht und bin der geilste Gitarrist im Dorf";)).
    Dein Review beschreibt was IST, und zwar verständlich und nachvollziehbar und das ist gut so.
     
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