BOSS BR-600 - viele Einsteigerfragen

von Phantom Pain, 22.07.16.

  1. Phantom Pain

    Phantom Pain Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.07.16   #1
    Hallo :)

    Ich fang am besten mal ganz von vorn an: Ich hab vor ein paar Monaten mit Rap angefangen. Bisheriger Ablauf, wie ich einen Track recordet hab: Aus dem Internet einen Beat gepickt, mit Audacity und einem USB Mikrofon von Rode meine Zeilen darüber gerappt, alles so gut wie ich konnte abgemischt - fertig.

    Jetzt würde ich gerne tiefer in die Materie einsteigen :D Ein bekannter von mir hat mir den BOSS BR-600 geliehen, weil er ihn selbst vorerst nicht mehr braucht. Was ich damit gerne machen würde:
    -Gitarrensamples aufnehmen
    -Basspuren aufnehmen
    -Drums dazu programmieren oderso
    -meinen Rap aufnehmen

    Meine Fragen: Ist das mit dem Gerät gut möglich?
    Kann ich mein USB-Mikro anschließen?
    Kann ich das teil an den PC anschließen?
    Ist es empfehlenswert, mit dem Gerät zu arbeiten? Oder würdet ihr mir eher empfeheln, komplett am PC zu bleiben? Dazu sollte man sagen, ich kenne mich 0 mit Multitrackern etc aus, habe keinerlei Erfahrung.. Lohnt es sich dann mehr, in Cubase und ein DAW zu investieren?

    Mein entgültiges Ziel ist es, meine eigenen Beats zu bauen und meine Stimme besser zur Geltung bringen zu können durch besseres Recording und Mixing. Ich frage mich also, ob es sich quasi lohnt dafür den BOSS Br-600 zu benutzen und sich auf das Gerät einzustellen oder ob es dafür schon zu "alt" ist oder so..

    Ich hoffe, dass hier noch Leute dabei sind die das gerät kennen/nutzen und die mir helfen können :)

    ~Phantom Pain
     
  2. mjmueller

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    Erstellt: 22.07.16   #2
    Hallo @Phantom Pain ,
    schau doch mal ins wirklich sehr gute Review von @Musiker Lanze. Vielleicht haben sich dann schon viele Fragen erledigt. Ist zwar ein BR80, aber eine gewisse Ähnlichkeit ist nicht zu leugnen.
    https://www.musiker-board.de/threads/review-zum-multitrack-recorder-boss-br80.644971/
    Und hier noch das Manual: http://roland.com/support/article/?q=manuals&p=BR-600&id=1811097
    Grüße
    Markus
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  3. Vinterland

    Vinterland Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.07.16   #3
    Hallo Phantom Pain

    Du musst wissen, das der BR-600 ein mobiler Mehrspur-Recorder ist, der die Audiospuren
    intern auf eine SD-Karte aufnimmt b.z.w. direkt speichert.

    Auch der USB-Anschluss des BR-600 fungiert dabei nicht als USB to Host.
    Anders ausgedrückt, USB-Anschluss für die Aufzeichnung und Wiedergabe von MIDI-Dateien, sowie Daten zu und vom Computer zu übertragen.

    Der USB-Anschluss hat hier die Funktion eines USB to Device.
    Auch hier wieder anders ausgedrückt... Optionale Peripherie.."USB-Speichergerät".

    Im Detail heisst das, das dass BR-600 beim Anschluss an den PC per USB als "Speichergerät" fungiert, auf das man zugreifen kann um die aufgenommenen wav oder Midi-Daten herunterkopieren kann.
    Es funktioniert also nicht als Interface, welches bei Anschluss an den PC als externe Soundkarte erkannt wird, wo man dann eine Gitarre oder Mikro anschließt und dann in einer DAW die Spuren aufnimmt.

    Für dein Vorhaben und auch deiner (noch) Unerfahrenheit, halte ich das BR-600 für keine zufriedenstellende Lösung.

    Besser wäre wirklich ein kleines Interface

    [​IMG]

    Oder eventuell das gleiche Interface aber im Bundle mit Mikro und Kopfhörer

    [​IMG]

    Wobei ich mir hier nicht ganz sicher bin, ob das für dich in Frage käme, da du ja schon ein
    USB-Mikro besitzt. Das kannst du auch parallel zum Interface anschließen zumal die Vocals ja
    eh das letzte Glied in der Aufnahme Session darstellen.
    Hast du Kopfhörer ?

    Zu deinen Fragen hat @mjmueller ja schon geantwortet.
    Ich würde aber auch dazu raten, am PC zu bleiben und mit Interface und DAW zu arbeiten.
    Beim Focusrite liegt Ableton Live Lite bei wo ich aber nichts zu sagen kann.
    Als Alternative kannst du auch die DAW Reaper mal antesten. Wird immer wieder gerne und oft hier empfohlen.
     
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  4. Phantom Pain

    Phantom Pain Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.07.16   #4
    Hallo, danke für euren ausführlichen Antworten :)

    Also ich denke, nachdem ich mich jetzt noch näher damit befasst hab, dass ich am PC bleibe und es nicht mit dem BOSS versuche - schade, denn das wäre die billigste Alternative gewesen ;)

    @Vinterland ich hätte ein paar Fragen bezüglich dem Focusrite. Zunächst, ja ich habe ein USB-Mikro, ich vermute dass ich das dann ja sehr einfach mit nem DAW nutzen kann ohne Interface. Auch Kopfhörer habe ich schon. Aber was kann dieses Interface nun genau? Denn das was ich am BOSS so cool fand (aus Erzählungen wohlgemerkt) war, wie einfach man das Schlagzeug programmieren kann. Würde dass dann im DAW stattfinden, und das Interface ist nur dazu da um die Gitarre/Bass einzuspielen oder wie läuft das? :)
     
  5. Basselch

    Basselch MOD Recording HCA Mikros Moderator HCA

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    Erstellt: 24.07.16   #5
    Hallo,

    ...ich klinke mich mal ein: Ein Interface ist die Schnittstelle zwischen analogem Signal und Rechner, d. h. Du schließt Mikrofon oder Instrument an, das Interface übernimmt die Digitalisierung und schickt das Signal an den Rechner. Ebenfalls wandelt es natürlich das aus dem Rechner kommende Signal wieder nach "analog" zurück. Es hat meist, wenn's nicht gerade ein Billigstheimer ist, auch Funktionalität für ein verzögerungsfreies Abhören des Aufnahmesignals während der Aufnahme. Weitere Komfortfeatures wie MIDI oder Digitalanschlüsse runden das Paket dann ab.
    Soweit zum Allgemeinen. Das oben verlinkte kleine Focusrite hat einen Mic-Eingang und einen Eingang für line-Pegel, zwei Ausgänge für die Monitorboxen, einen Kopfhörerausgang fürs Abhören und sonst keinen weiteren Schnickschnack, dafür ist es preiswert und sicherlich gut zu gebrauchen. Schlagzeugsachen müßtest Du allerdings separat programmieren, das beherrscht es natürlich nicht. Das geht dann in der DAW bzw. über sonstige Software.

    Dein USB-Mikrofon hat natürlich auch ein kleines Interface verbaut, das aber lediglich das Mikrofonsignal auf "digital" umsetzt, die meisten einfachen USB-Mics beherrschen nicht mal separates Monitoring, was sie fürs Aufnehmen eher unbrauchbar macht. Die sind beim Podcasting besser aufgehoben...

    Viele Grüße
    Klaus
     
  6. Pars_ival

    Pars_ival Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.07.16   #6
    Auch wenn ich absolut kein Verfechter von USB Mikros für Recording bin, wissen wir doch nicht, welches USB Mikro Phantom Pain hat. Oder hab ich was übersehen? Auch wenn die Meisten kein Monitoring besitzen, könnte seins ja eins mit eben dieser Funktion sein;)

    Aber falls das Mikro noch umgetauscht werden kann: auf jeden Fall machen und die Tipps von meinen Vorschreibern befolgen:D
     
  7. Basselch

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    Erstellt: 24.07.16   #7
    Hallo, Pars_ival,

    ...sehr richtiger Einwand, ich habe da unvollständig formuliert und nur "...die meisten..." geschrieben, ohne nachzuhaken, welches nun vorhanden ist. Danke fürs Richtigstellen!

    Viele Grüße
    Klaus
     
  8. Phantom Pain

    Phantom Pain Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.07.16   #8
    Yeah, danke auf jeden Fall für die Erklärung :)

    Also, ich bin grade sehr froh, dass mein RODE NT USB Monitoring hat :D

    Das heißt, ich werde mir mal anschauen ob es möglich ist mit dem Ableton Live 9 Light vernünftige Schlagzeug Beats zu erstellen. Wenn das passt, dann dürfte das Focusrite die richtige Wahl sein :)
     
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