Boss ME25 vor Amp vs. FX-Loop (Kompressor<->Mod-Effekte)?

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Leeraner

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Moin,
als alternder E-Gitarren-Wiedereinsteiger, der in den 70/80ern mal "Instrument-Kabel-Amp und los" gearbeitet hat, stehe ich vor folgender Frage: Mein alter Hughes&Kettner Röhren Combo soll zum Einsatz kommen, dazu habe ich aus den Schranktiefen mein nur selten benutztes Boss ME 25 geholt. Irgendwie bekomme ich aber die Anschlussreihenfolge nicht ganz hin: Beim ME 25 habe ich bei den programmierten Effekten die Ampsimulationen ausgeschaltet, nutze Reverb, Delay, Chorus eingeschliffen im Effektweg (beim kleinen H&K möglich). Nur nutze ich häufiger auch den Kompressor des ME 25 (Country-Rock) - der müsste aber eigentlich vor den Amp. Die Alternative, die ich probiert habe, aber nicht so pralle klingt: Ich nutze das ME 25 komplett vor dem Amp. Da vermiese ich aber den schönen weichen Zerr-Ton des Overdrive Kanals und die ME 25 Zerrsounds kommen da einfach nicht mit. Auf der anderen Seite klingen die Effekte mit Kompressor eingeschliffen schon sehr schräg. Sollte ich mich vom ME 25 verabschieden oder gibt es noch eine andere Lösung? Bin dankbar für jede Idee.
 
boisdelac

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Das ME 25 hat ja kein Send/Return. Somit bleibt Dir die 4-Kabelmethode versperrt und dir nichts anderes übrig, als damit zu leben, und ggf. ohne Compressor zu spielen. Oder du musst investieren und dir neue Effekte holen.

Entweder

ein zusätzlicher Kompressor zwischen Gitarre und Amp und das ME 25 in den Einschleifweg deines Amps

oder

ein Multieffektgerät mit Einschleifweg, das dann in 4-Kabel-Mehthode an deinen Amp angeschlossen wird. Da würde z.B. ein Boss GT-100 funktionieren. Die Amp-Sims darin sind nach heutigem Maßstab nicht mehr das wahre. Aber die Effekte wie Chorus, Delay, Reverb, Flanger, Phaser sind immer noch erste Sahne. Die Booster, Verzerrer und EQs sind auch ganz brauchbar. Dann kann das GT-100 auch noch Deinen Amp steuern. Kostet neu unter 400€, gebraucht um die 250€.
 
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Brazolino

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@boisdelac hat meiner Ansicht nach das Wesentliche gesagt. Vielleicht noch ergänzend: Das noch ältere Boss GT-10 (für das ich persönlich nicht mehr als 180 € bezahlen würde) wäre ebenfalls ein interessanter Kandidat. Soweit ich mich an "damals" erinnere, wurde dem GT-100 kein echter Quantensprung bescheinigt, sondern lediglich eine Reihe von moderaten Verbesserungen. Ich kann das nicht beurteilen, kenne aber das GT-10 und würde dessen Effekte auch heute noch bedenkenlos verwenden. Ein evtl. Booster als Extra-Pedal müsste nicht sonderlich teuer sein, um den des ME-25 ersetzen zu können. Die preisgünstigste und irgendwo auch simpelste Lösung wäre also der Booster, ein älteres Multieffekt-Gerät mit 4-Kabel-Unterstützung deutlich teurer, würde höchstwahrscheinlich aber auch insgesamt eine Klangverbesserung mit sich bringen (beide vorgeschlagene Geräte können auch mehr und man muss sich ein wenig einarbeiten).
 

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