Pedale ja/nein - welche, eigenen Sound finden? Vorhandenes Mult-Fx (GT-3)

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Gerritl
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Liebe Klampfer,

lange Zeit habe ich gar keine Gitarre gespielt und bin nun wieder voll dabei; noch länger habe ich das Boss GT-3 (damals so teuer wie eine USA-Strat), mit dem ich aber nicht ganz warm wurde, weil es mir zu viel Drückerei war und es zu viele Einstellungen gibt. Dazu klang mein Röhrenamp so gut, dass ich das Gefühl hatte, mir den Klang zu verschlechtern. In einer Band hatte ich gespielt, alle ohne Pedale, nur ich mit dem MEF. In eine Band will/soll ich wieder ...

Später las ich, dass der Effektweg des Amps Mist ist. Nun mit einem neuen Röhren-Vox, aber auch mit dem Fender-Micro, lebt das Ding wieder auf und traue meinen Ohren nicht, wie gut das alles klingt (es sollen analoge Effekte wie Boss Delay und OD verbaut sein). Zudem kan ich das MEF nutzen, um den Amp voll aufzudrehen fürs Leisespielen, und dennoch einen guten Klang zu haben.

An sich bin ich technikbegeistert, mir erschließt sich alles recht schnell (die umfangreiche Bedienung und Möglichkeiten des Boss' überfordern mich zeitlich, mir fehlt aber auch die Lust: Midi, Steuerung via PC, umfangreiche Einstellerei / Spielerei, Möglichkeiten usw.), doch ich möchte nicht immer wieder entscheiden wollen, abzuwägen usw., wie der Klang sein sollte UND ich würde gerne einen eigenen Klang für mich definieren. Mit einem Boss-Gerät hört sich auch alles recht doll nach Boss an. Weiter möchte ich erwähnen, dass ich mich nicht für Simulationen begeistern kann und nicht über den PC Gitarre spielen möchte, auch nicht über einen Kemper. Auf der anderen Seite kann ich nicht konkret sagen, unbedingt ein Delay, Kompressor, OD etc. haben zu müssen. Aufgrund eines gesunden Minimalismusgedankens habe ich das Thema lange nicht beachtet, damals das GT-3 gekauft (um Effekte kennenzulernen, Präferenzen zu entwicklen), um nicht 1001 Bodentreter zu kaufen.

Habe eben bei Thomann Pedale vers. Hersteller eines Effektes verglichen, indem ich auch auf Gearcheck.co.uk las und danach einstellen konnte. In der Tat höre ich die Unterschiede heraus. Aber wie finde ich meine eigenen Pedale? Die meisten dürften doch durch Werbung / unsere Vorbilder und unserer Lieblingsmusiker / Gitarrenklänge auf die Effekte / Pedal(hersteller) kommen? Geht mir aktuell auch so, weil ich live viel sehen konnte mit Blick aufs Pedalboard: doch welcher eigene Klang wird dabei geformt, wenn man auf die bekannten Bodentreter zurückgreift, die man überall hört? Auf der anderen Seite möchte ich nicht wie wild bestellen und retournieren, mich in einer kurzen Zeit für etwas aus mehreren Produkten entscheiden. Ausleihen und Probehören ist derzeit auch nicht möglich. Gebrauchtkäufe mache ich auch ungern.

Wie seid Ihr das Thema angegangen?
Danke!
 
Gute Ergebnisse kann man mit allem möglichen Equipment erreichen.
Es ist daher eher eine Frage was einem von der Bedienung her liegt oder nicht.

Multieffekte haben ihre Berechtigung , Modeler genauso. Trotzdem ist das nicht so meins.
Ganz egal wie gut die klingen. Käme ich ein Studio würde ich auf Wunsch beides benutzen,
aber das Einstellen dem Besitzer überlassen. Ich brauche etwas was ICH intuitiv benutzen
kann und sehr schnell den Gegebenheiten (Raumakustik z.B.) anpassen kann.

Also einen Amp, Röhre oder Transe (1-2 Kanäle, gerne auch ohne Mastervolume)
und ein paar Pedale. 1-3 Zerrer, 1x Delay, 1x Tremolo und Hall. Live brauch ich nichts anderes.
Zuhause spiele ich oft mit Kopfhörern, da mein Tech21 Liverpool eine Speakersimulation drin hat.

Und das es nach mir klingt ist sowieso immer so. Da verschwende ich kaum einen Gedanken dran.
 
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Wie seid Ihr das Thema angegangen?
ausprobieren im Laden, wenn man nicht die Möglichkeit hat, muss man eben auf Empfehlung, oder Reviews was raushören/suchen, wenns nicht passt, zurück schicken. Andere Möglichkeiten gibts wohl nicht.

Gute Ergebnisse kann man mit allem möglichen Equipment erreichen.
so siehts aus. Modeller haben eine Unmenge brauchbares oder unbrauchbares, das wäre auch ein Weg, irgendwas passt immer.
Wenn man weiss, was man speziell sucht, kann man natürlich auf einzelne Pedale setzen.
Und das es nach mir klingt ist sowieso immer so.
Ja, wenn einem ein Pedal, bzw Effekt gefällt, dann kommt der Sound eh von dir.
 
1-3 Zerrer, 1x Delay, 1x Tremolo und Hall.
Das sehe ich ähnlich, vielleicht noch ein Wah dazu. Außerdem muss ich noch sagen, dass ich mir nie die "teuren" Effektpedale gekauft habe. Mein Tremolo ist z.B. eins von Harley Benton.
 
@Gerritl
Check mal die Pedale von Behringer.

Die sind Preis/Leistung wirklich sehr gut. Wir haben da schon verschiede mit den Klassikern von Ibanez und Boss verglichen und die schlagen sich da richtig gut. Vor allem brauchst du da nicht viel Geld auszugeben und kannst viel experimentieren.

Zum Start haben sich für die meisten 1 bis 2 Verzerrer, EQ, Delay und Reverb für die meisten als genügend und ohne Overflow erwiesen. Danach kann man ja noch schauen ob ein Chorus, Flanger, Compressor, Wah usw interessant ist.
 
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Nur weil du die Effektgeräte der Stars spielst klingst du noch lange nicht wie die. Und das ist auch richtig so. Eine andere Spieltechnik und -weise kann aus einem ansonsten komplett identischem Equipment (inkl. Effekte, Gitarre, Amp, usw.) ein völlig anderen Sound machen.

Für mich persönlich sind Zerren aller Art (sofern man nicht allein mit der Ampzerre komplett glücklich ist) und ein relativ umfangreiches Delay die wichtigsten Gewürze im Soundgericht neben den Hauptzutaten Instrument, Amp und Gitarrist.

Zusätzlich habe ich persönlich noch für meine ganz eigene Note ein Digitech Whammy, einen Phase 90, einen Equalizer und ein zweites Delay im Loop des ersten Delays. Aber es gibt da ja bekanntlich noch sehr viel mehr.

Ein weiterer entscheidener Punkt ist die Reihenfolge der Effekte. Sehr interessant, wie man hier auch einen Effekt gleich ganz anders eventuell bzw. auch individueller klingen lassen kann.

Ich persönlich würde meine ganze Energie zunächst mal in die Suche nach dem/den passenden Zerrsound(s) und einem Delay fürs Leben stecken. Gerade vielleicht auch gleichzeitig, weil die beiden sich schon stark gegenseitig beeinflussen können (Stichwort Reihenfolge!).

Zusätzlich möchte ich noch auf die Möglichkeit hinweisen, die Einstellungen der Gitarre zu nutzen. Ich finde sehr viele Gitarristen machen das viel zu selten (mich eingeschlossen). Aber was man mit den Drehreglern und dem Pickupschalter alles zusätzlich noch an Würze geben kann ist wirklich erstaunlich.

Der Rest ergibt sich dann ganz von allein...
 
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Danke bisher an alle, muss das nochmals lesen und in mich gehen.

Am Geld liegt es nicht, eher an der Zeit und Muse, alles anzutesten. Aber auch, Geraffel zuzulegen, was alles gepflegt werden muss (es braucht dann viel. ein Board, Kabel, Stromversorger, A-/B-Verteiler, die Pedale ...) Ich komme an die Sachen etwas günstiger dran, bei teuren Geräten macht das noch mehr aus. Doch alles kann ich nicht antesten und man wird davon nur verrückt. Die letzten Tage habe ich mich mit dem Multieffekt und den Möglichkeiten ausgiebig beschäftigt, auch die Grenzen kennengelernt. Fürs gewisse Extra braucht's dann schon die Treter nach Gusto.

Vorhin habe ich mir z. B. die unters. MXR Carbon Copy Delays angeschaut. Erstaunlich, wie die sich unterscheiden. Hat eine Menge Zeit gekostet. Nun weiß ich aber immer noch nicht, welches der dreien ich bestellen sollte. Jedes hat seine Vor- und Nachteile, die für jeden anders gewichtet sind. Im Gegenzug auch das Boss DM-2W angeschaut, das wohl eher kühl daherkommt und nicht so (dunkel) speziell ist. Bei den Händlern via Retoure will ich es mir nicht verderben, gerade die kleinen meckern nach wenigen Retouren.

Ein Crybaby könnte es noch werden, das Boss TU-3 Stimmgerät, vielleicht so 'ne teure bunte Alukiste von EH - Bereich Reverb, Hall; 1-2 Zerrer, einen "speziellen" EQ (der macht doch echt viel aus, ebenso der Kompressor und Limiter.

Überraschenderweise spielt meine Lieblingsband in etwa mein Setup, nur ich komme mit der Röhrenzerre hin, auch die Spieltechnik ist meinerseits so, dass es sich recht identisch anhört. Die weiteren Effekte sind nur ein Bonus und werden von denen auch immer wieder verändert. Und klar, ich möchte meinen eigenen Klang vorantreiben: aus den Fingern mit der Technik individuell zum Unikum ;-) Mit der Gitarre stelle ich schon recht viel ein, siehe Bonamassas Tipp. Aber auch hier braucht es mitunter andere Potis, weil es nicht mit allen klappt.

Das alles soll ja auch Spaß machen und denke, es braucht auch seine Zeit. Nur der Weg dorthin ist mir noch nicht klar: einfach mal starten und 2-3 Treter besorgen und schauen. Je nach Gitarre hört sich das ja eh gleich verschieden an (mit der Jazzmaster entlockt man dem Amp ganz andere Töne mit anderen, machbaren Einstellungen).
 
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Versuch und Irrtum, Tips von anderen Musikerkollegen, aber auch Durchhaltevermögen gezeigt mich mit dem vorhandenen Equipment zu beschäftigen (bzw. kein Geld gehabt mir immer was Neues zu kaufen).
 
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Empfehlungn von anderen Gitarristen, deren Sound du magst oder die einen ähnlichen Geschmack haben helfen da enorm. Du wirst aber vermutlich nicht drum herum kommen zwei oder mehr Pedale konkret miteinander zu vergleichen. Ich persönlich kann das nicht so richtig im Laden machen und brauche dafür mein eigenes Setup. Daher treffe ich eine Vorauswahl und vergleiche dann meine zwei oder drei Favoriten. Wenn man das regelmäßig macht, hat man sehr schnell 10 oder mehr Pedale pro Effektkategorie gespielt und einen entsprechenden Überblick. Hilfreich ist hierbei natürlich wenn man Freude am Vergleichen und Testen hat.
 
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Ich habe meist eine relativ genaue Vorstellung von irgendeinem Sound und schaue dann schon sehr gezielt, was da so passen könnte.
Da ist das Netz dann heute ja mitunter schon ganz hilfreich.

Alles was eher modulierend unterwegs oder so vor sich hin hallt, dass ist für selbst mich jetzt nicht ganz so super kompliziert. Da benutze ich gar nicht so sehr viel und da reichen mir zwei oder drei Pedale. Reverb/Delay und mal ein bisschen Chorus oder Tremolo. Letztere hängen bei meinem Rörhreamp im FX. Ist aber auch kein Gesetz. ;-) Bei einem Wah mag ich Pedale mit einem eher etwas längeren Regelweg.

Bei allem was boostet und irgendwie zerrt, da weiß ich schon in welche Richtung das gehe soll. Wobei mir hier auch des Verhalten der Dinger ganz wichtig ist.
Wenn ich damit zu viel an "Dynamik" (mir fällt gerade kein besseres Wort ein) verliere, dann mag ich das nicht so besonders. Mir ist wichtig, dass ich den Grad der Verzerrung gut über Anschlag/Spielweise steuern kann.

Es kommt ja aber auch auf den jeweiligen Amp und natürlich auf die Musikrichtung an. Ich spiele z.B. einen einkanaligen Amp ohne Mastervolume.
Das ist jetzt auch nicht gerade der brutale Rocker. Da benutze ich einen Boost und drei unterschiedliche Overdrive-Pedale. Auch schon mal in diversen Kombinationen. Der Amp ist meist so eingestellt, dass er bei festeem Anschlag schon ganz leicht crunchy wird. Ansonsten regel ich halt auch viel über Anschlag und Gitarre.

Früher habe ich auch wirklich schlicht sehr viel ausprobiert. Das ist keine Raketentechnik, aber ich denke es dauert halt manchmal ein bisschen, bis man den passenden Kram gefunden hat. Und manchmal verändert sich der klangliche Geschmack ja auch ein wenig. ;-)

Nicht ganz unwichtig ist halt, dass man überhaupt erstmal einigermaßen weiß was man überhaupt "wofür und warum" einsetzen möchte und halt auch die Wechselwirkungen zwischen allen Komponenten versteht. Gitarre, Volume-Regler, Amp mit und ohne Master, Boost, Overdrive, Fuzz, Distortion der härteren Art, etc..

Aber wie bei vielen anderen Dingen bin ich heute auch eher gemäß dem Motto unterwegs, das weniger meistens "mehr" ist. ;-)

Ich benutze einen Röhrenamp, aber auch gern digitale Geräte und die Einstellungen der virtuellen Pedal sind jeweils ähnlich, bzw. ich benutze einen Teil meiner echten Pedale sogar auch vor meinem Kemper.
 
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@25or6to4
Als erste Orientierung vielleicht schon.
Aber wie es am Ende das Tages wirklich bei dir selbst klingt und wie gut es in deinem eigenen kompletten Setup und deiner Signalkette funktioniert, dass weißt du halt auch erst wenn du es auspobiert hast. ;-)
 
Danke, ihr seid klasse. Gute Anregungen dabei.

Wohin ich will, das weiß ich nicht mal genau. Eigentlich könnte ich es nur auf Rock und Grunge eingrenzen. Es gab auch Ausflüge zu Techno, doch zur Gitarrenmusik komme ich immer wieder zurück. Via Streaming entdecke ich auch viel, wie in diesem Jahr bei vielen Liveauftritten neue Bands und verrückte Stilrichtungen, auch Batterien von Pedalen mit noch verrückteren Klängen (die Bands sind erst gestartet und schon ganz groß dabei, Vorgruppe von den alten Hasen).

Unendlich Lebenszeit hat man ja auch nicht ;-)

Das Fulltone OCD hätte ich neben dem Hot Cake auch. Habe gestern Vergleiche zwischen dem neuen Warm Audio ODD und den ganzen Versionen des OCDs gesehen (alle unterscheiden sich, aber das ist mir zu viel Aufwand - es lief aber doch auf V 1.4 und 1.7 hinaus). Wahrs. komme ich doch auf den Geschmack, einen weiteren Röhrenverstärker zu holen, weil ich den Klang so mag.

Stompenberg kenne ich, leider läuft es nicht gerade flüssig und manche Effekte reagieren seltsamt mit Feedback. So richtig warm werde ich damit nicht. Hatte gestern Delays verglichen, das hat in der Grundfunktion schon ganz gut funktioniert. Als Tipp, wie gestern geschrieben, hat mir die Seite gearcheck zu Stompenberg geholfen, über Stompenberg einstellen zu können.
 
Erstens kann man nur selbst herausfinden und wissen, welche Sounds einem gefallen.

Und zweitens muss man an der Basis anfangen und erst einmal verstehen und bedienen, welche Sounds alleine die Gitarre bringt:


View: https://www.youtube.com/watch?v=ZkGCvLstPrE

Nach den Angaben im Startpost hast Du @Gerritl ja schon mal so gearbeitet.

Und dann kommt der Amp mit seinen Möglichkeiten. Erst danach kann man herausfinden, was man anders will.

Wohin ich will, das weiß ich nicht mal genau.

Ja, dann ist es natürlich schwierig ... Oder aber vielleicht doch nicht? Denn, Du muss "bloß" herausfinden, welche Sounds Dir gefallen!!! Oder wie gehst Du vor???
 
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Danke fürs Video, das kannte ich schon und ist klasse. Vieles kommt aber erst bei aufgedrehtem Amp zum Vorschein, wie ich finde.

An sich reicht(e) mir der Klang aus der Röhre vollends aus. Hall noch von der Feder. Aber wie gesagt, will man doch mal mehr und einen eigenen Klang. Mir gefällt einfach sehr viel und höre nach Stimmung. Metal höre ich auch mal gerne, Wacken hat das noch mal gepusht, aber so ganz zieht es mich doch nicht dorthin. War jetzt bei vielen Gigs, habe viel geübt (Stunden am Tag seit einem Jahr voll durch), dass das alles kein Hexenwerk ist, manches schon profan zu spielen ist. (Aber genau das hört sich toll an und ich bekomme auch mal feuchte (!) Augen beim eigenen Spielen, wie beim Konzert, wenn der Marshall voll aufgerissen ist.) So auch beim Metal. War auf einigen Konzerten (von der Konserve eher mau, live klasse). Wahrs. stellen die Pedale und der eigene Sound so 'ne Art Komplikation dar, das Ausprobieren und Nachkaufen helfen gegen den Alltagsbrei (ich muss aufpassen, dass ich mich nicht satt spiele / höre wie in anderen Hobbys (fürs Gitarrenspielen/-üben scheint das unmöglich zu sein).

Wohin ich möchte? Liegt auch mehr oder weniger an der irgendwann neuen Band und deren Ausrichtung. Spiele sehr gerne Blues, aber auch harte Sachen, also keine klare Linie. Oder wie gestern Abend von der Jazzmaster + Vox berauschen lassen. Hatte mal den 2290 Delay gefunden und paar Stunden mit der JM mich in Trance gespielt. Hat mir auch getaugt.
 
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Meine Herangehensweise bzw. Erfahrung im Laufe der Zeit ist, dass es da kein Schwarz/Weiß gibt.

Für Delay, Reverb, Modulation nutze ich gerne Multieffekt Geräte. Da finde ich es auch sehr hilfreich, wenn ich da Presets speichern und abrufen kann. Die Qualität der Effekte ist da für mich eigentlich auch immer völlig ok. Da mögen andere Sound-Enthusiasten scharf wiedersprechen, aber ein Delay, ist für mich ein Delay. Ob das aus einer digitalen Simulation oder analogen Eimerkettenschaltung oder gar digitalen Erzeugung kommt, höre ich (spätestens im Probenraum) nicht heraus. :nix:

Etwas anderes ist die Rubrik Zerrer, Booster, Kompressor & Co.
Da mag ich die Fexibilität, am Pedal, on the Fly zu schalten und den Sound einstellen zu können und vor allem sind da die Unterschiede auch so signifikant, dass mich entweder der spezifische Charakter der Pedal Simulationen noch nie abholt hat oder aber die Pedale, die ich für mich als passend entdeckt habe, gar nicht als Model verfügbar sind.

Wie man nun genau das eigene "Leib"-Pedal für sich findet, ist wieder eine ganz andere Geschichte.
Da hilft IMO nur Erfahrungen zu sammeln und möglichst viele Pedale auszuprobieren.
Irgendwann sollte sich dann herauskristallisieren, ob man mit einem der Booster/Overdrives vom Typ Tubscreamer oder Klon oder Bluesbreaker gut klar kommt, oder auch, ob z.B. eher ein Amp-in-the-Box-Pedal zum eigenen Soundbuild passt. (Dabei kann ein Multieffekt hilfreich sein, weil man dann schon einen ersten Eindruck bekommen kann. Teilweise sind die Simulationen IMO aber auch so weit weg von (guten) "Originalen", dass einen das nicht unbedingt zuverlässig leitet.)
Hat man da so seine präferierte Richtung gefunden, engt sich das "Prüffeld" schon mal wieder etwas ein und man probiert sich dann durch die TS, Klons und Bluesbreaker dieser Welt...
Das kann natürlich leicht zur Never Ending Story, Sucht und Groschen Grab werden; es kann aber auch viel Spass machen, sich da im Laufe der Zeit immer weiterzuentwickeln.
 
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Seit meinem letzten Beitrag habe ich nun 3 h durchgespielt, auch das Effektgerät habe ich nochmals durchgeacktert. Wunderbar, was man hinbekommen kann. Die tieferen Einstellungen und Nutzung von Schaltern (man kann ja alles bewegen, verschieben, aktivieren via Schalter x,Midi usw.) kommt dann später. Aber ich merke, dass ich - zumindest jetzt noch nicht - nicht unbedingt meinen oder wahnwitzigen Sound hinbekomme. Da wird heute wohl viel mit x-Pedalen erreicht. Habe auch einen Fuzz verbaut, klingt gut, doch einen zweiten OD krieg ich wohl nur extern rein. Die Amp-Sims sind aus einer anderen Zeit und nicht gut. Wobei man das auch nicht so eng sehen sollte. Es sind alle bekannten Modelle drin und die klingen auch interessant mit extremer Zerre. Vox, JC120 usw. Neulich habe ich eine neue Band gesehen, klang gut, anders. Nicht mal nach Röhre. Was war's? Eine Transe (JC40) mit vielen Zerren. Hat aber etwas Druck gefehlt.

Habe doch tatsächlich den Klang eines meiner Lieblingslieder hinbekommen, damals vor über 20 Jahren in den Bandproben eingeübt. Leichte Zerre, Choros, wahnsitziges Delay, EQ, Sub-EQ, Reverb ... und es klingt wie sie es live spielen. Am Ende habe ich den Vox nackt gespielt. Klingt eben anders, eigentlich zu viel Bass, dafür aber die typischen Höhen. Aber ich spielte auf Zimmerlautstärke, daher ist der "Vergleich" schwierig. Mit dem Effektgerät spielte ich mit voller Endstufe (die klaren Höhen sind für meine Ohren schon grenzwertig).

Muss mal schauen, ob ich was ans GT-3 außer OD und Exp Pedal anschließen kann. Somit bräuchte ich gar nicht so viele weitere Pedale.

Stimmt, in der Probe und Bühne hört man eher gar nichts mehr heraus, woher der Klang kommt. Wahrs. bestelle ich mir das Carbon Copy mal, weil sein Delay schon nicht schlecht ist und vergleiche mal. Bin mit den Ohren schon empfindlich, aber mir taugt das vom GT-3. Dieses dunkle Einfärbung des MXR ist aber nicht möglich.

Beim GT-3 sind auch die Effekte mittels zugwiesenen Fußtaster, alle frei belegbar, zuschaltbar. Beim Pedal sieht man es aber besser, worauf man treten muss.

Toll scheinen mir auch die bunten Pedale von EH zu sein, die besondere Töne ausspucken (so hört es sich zumindest an, auch live erlebt). Dafür kosten die auch nicht wenig (wittere Abzocke).

Mal schauen, ob ich mir nun das Original OCD oder das ODD hole, vielleicht was in Richtung Hot Cake und mit Pedalen doch mal anfange. Ich habe nur die Befürchtung, dass man ein Pedal zu viel kauft und Geld und Zeit verschwendet, wenn's doch nicht passt. Zeit geht schon ordentlich rein, die man fürs Üben nicht hat.
 
So, mein erstes Pedal habe ich nun durch einen Zufall gekauft und schon gespielt. Klingt sehr gut, ist ein Preamp mit OD/Boost und aktiver Klangsteuerung. So kann ich nun an den Reglern direkt analog drehen und muss nicht mit durch Menüs klicken, muss auch nicht mehr zum Amp gehen.

Vergaß das zu schreiben, dass ich doch auf diese ganze Bildschirmwischerei und Klickerei verzichten kann und lieber selbst analog drehe.

Habe bereits das nächste und übernächste Pedal im Blick (eigentlich mehr dank der Vorbilder) und durchs Ausprobieren und Lesen, habe ich nun gewisse Zusammenhänge verstanden und kann schon gewisse Pedale einordnen, kategorisieren. Beim Anschauen von YT-Videos der Gigs und selbst auf welchen gewesen, mit Blick aufs Pedalboard, sehe ich nun auch mehr Details und höre die klangliche Beeinflussung.

Schwierig wird es, wenn man z. B. Looper auswählen möchte: einfache oder zig vers. andere, alleine Boss hat ja schon groß Stationen mit zwei Pedalen. Neulich eine Band angesehen, deren Gitarrist klasse geloppt hat.
Oder Delay-Pedale: ein einfaches, aber schon etwas besseres wie Carbon Delay, das echt jeder hat, oder dieses + / eine große Kiste wie die von Strymon? Wobei, beim Reverb geht das auch - mit Effekten, die man wahrs. in 10-20 Jahren nicht mehr hören möchte ...
 
Habe eben bei Thomann Pedale vers. Hersteller eines Effektes verglichen, indem ich auch auf Gearcheck.co.uk las und danach einstellen konnte. In der Tat höre ich die Unterschiede heraus. Aber wie finde ich meine eigenen Pedale? Die meisten dürften doch durch Werbung / unsere Vorbilder und unserer Lieblingsmusiker / Gitarrenklänge auf die Effekte / Pedal(hersteller) kommen? Geht mir aktuell auch so, weil ich live viel sehen konnte mit Blick aufs Pedalboard: doch welcher eigene Klang wird dabei geformt, wenn man auf die bekannten Bodentreter zurückgreift, die man überall hört? Auf der anderen Seite möchte ich nicht wie wild bestellen und retournieren, mich in einer kurzen Zeit für etwas aus mehreren Produkten entscheiden. Ausleihen und Probehören ist derzeit auch nicht möglich. Gebrauchtkäufe mache ich auch ungern.

Wie seid Ihr das Thema angegangen?
Danke!
Vorweg, ich bin nicht der Guitar-Hero mit seinem eigenen Trademark-Sound, den er nur mit seinem xyz-Setup hinbekommt. Ich bin schwerpunktmäßig Akustik-Spieler, habe aber vor einigen Jahren begonnen, mir für die E-Gitarren auch Effekte zu besorgen. Mein Herangehen war ein anderes: Ich möchte bestimmte Effekte als Effekte hören, nicht um "meinen Grundklang" zu "finden" oder prägen. Da war die Frage: Was geht irgendwie immer und geht nicht kaputt? Yamaha (ach nee, das war bei Instrumenten), äh: Boss. Damit habe ich dann immer zugeschlagen, wenn in den Kleinanzeigen interessante Effekte für einen akzeptablen Betrag angeboten wurden. Ok, das WahWah ist von Dunlop, die VoiceBox von Heil, der Fuzz ist ein BigMuff und einen eBow hätte Boss auch nicht im Angebot. Bisher passt alles. Aber ich habe je Typ nur ein Gerät, also ein Phaser, ein Flanger, ein OD, eine richige Zerre, ... Das reicht mir bis auf weiteres; sind dennoch gut 20 Kisten geworden.

Anders wäre es, wenn ich einen bestimmten Sound realisieren möchte. Ist aber gerade nicht meines,

Was spricht gegen Gebrauchtkäufe?
 
Gebraucht kaufe ich sehr ungern, würde aber beim OCD zuschlagen. Preislich ist das meist nicht optimal, weil ich etwas günstiger neu drankomme und die derzeitigen Gebrauchtpreise sind auch oft zu hoch. Kaputtgehen sollte an den Pedalen eh nichts, aber dennoch. Abholen scheidet meist aus und vor Betrügern habe ich auch Angst (ebay direkt sollte gehen). Bei manchen Pedalen lege ich lieber 20, 30, 40 EUR drauf und hole sie mir neu (Versand ist ja auch noch ein gewisser Posten, kein Rücktrittsrecht, Gewährleistung).

So ein eigener Sound wäre schon nicht schlecht, was ich gerade bei den ganzen neuen Bands sehe, die sich klanglich docharg unterscheiden und jeder eigen ist. Aber durchs Hören wird man schon, zumindest ich, stark beeinflusst. Man sollte doch die gängisten Pedale bzw. Effekte haben und auf vers. Weisen kombinieren. Das geht etwas sperriger mit 'nem Multi-FX.
So ein original Big Muff kriegt man ja auch neu für heutiges kleines Geld. Da sollte man einfach probieren. In meinem Boss ist auch ein Fuzz drin, einstellbar, der sich krass gerade mit der Mustang anhört, muss aber - siehe neue Bands - mit anderen "verrückten Effekten gepaart werden, damit was Dolles, Einzigartiges rauskommt. So der Gedanke ;) Dann höre und schaue ich mir aber durch Zufall einen John Mayer (live) mit der ES-335 an ...
 

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