Channel-Strip im live-Einsatz

von FOPPE, 04.04.16.

  1. FOPPE

    FOPPE Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.16   #1
    Titel auf normale Groß-/Kleinschreibung umgestellt - wir verstehen Dich sicher auch so ;) MfG. Basselch

    Hi zusammen, ich möchte meine Stimme gern etwas präsenter und durchsetzungsstärker auf der Bühne bekommen. Ich hab irgendwie das Gefühl, dass das noch besser geht. Also rein ins Musikgeschäft wo mir der Einsatz eines Channel Strips empfohlen wurde. Nach etwas Recherche seh ich aber, dass dies eigentlich nur im Studio eingesetzt wird. Nun meine Frage: Benutzt ihr einen solchen Channel Strip im Live Einsatz? Und was ist da besonders nützlich? Der Preamp selbst der Kompressor, De-sser oder Equalizer?
    Danke für Eure Erfahrungswerte
     
  2. bitzone

    bitzone Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.16   #2
    Hallo,

    das hängt vom konkreten Einsatzzweck ab (Alleinunterhalter, Leadsänger in der Band, ?)

    Nehmen wir an, du bist Leadsänger - normalerweise ist der Saalmischer genau dafür zuständig - was machst du während der Show, wenn du den Eindruck hast, es komme von dir nicht genug bei der PA an (was du normalerweise nicht beurteilen kannst, du stehst ja dahinter). Willst du dann am Kompressor herumdrehen? Und riskieren, dass der Mischer dagegen arbeitet? Stressig.

    Allgemein gilt - erlaubt ist, was hilft. Channelstrips sind eher als Einzelkanalzug, man könnte sagen, als Ersatz für eine fehlende gute Eingangssektion eines Mischpults gedacht. Könnte aber, wie gesagt, abhängig vom Einsatzzweck funktionieren.
    Gerne wird auch sowas in der Art hergenommen: https://www.thomann.de/de/tc_electronic_voicelive_2.htm
    Für Genaueres müsstest du aber genauer werden, so ist's eher spekulativ.

    Grüße,
    Steffen
     
  3. FOPPE

    FOPPE Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.16   #3
    Danke Steffen,
    also, ich bin Lead Sänger und ich kann während des Gigs nicht an dem Ding rumspielen. Wir haben einen Powermate 2200 - 3, also ein analoges Powermischpult. Das stellen wir beim Soundcheck ein und dann bleibt so - vielleicht verändern wir später noch die Lautstärkeregler, wenn der Saal voller wird. Aber mehr nicht.

    Wenn wir mit einem Tonmann spielen dann nimmt er ja auch unser Zeug, und könnte dann bei Bedarf dran rumspielen. Es sei denn, wir mieten uns den Ton mit eigener Anlage. Aber ich denke, dann sollten die Features beim Tonmann+Anlage dabei sein.

    Mir gehts also im Moment darum, ob es sich lohnt so etwas anzuschaffen und das dann wirklich etwas ausmacht.
    Grüße
    Florian
    --- Beiträge zusammengefasst, 04.04.16 ---
    der Vollständigkeit halber: Ich singe mit einem Sennheiser ew 500 945 - falls das relevant ist ;-)
     
  4. bitzone

    bitzone Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.16   #4
    Leider kann nahezu alles relevant sein. ;)
    Da ich weder das Powermate, noch das Sennheiser oder gar eure Performance aus eigener Anschauung kenne, muss ich hier passen.
    Das einzige, was mir auffällt ist, dass der Mixer keinen Kompressor zu haben scheint. Einen für den Lead Gesang einzuschleifen könnte helfen. Könnte aber auch jede Menge Feedback produzieren.
    Ich kann nur empfehlen, vorerst einen zu leihen (oder einen Channelstrip bzw. Vocalisten) und es auszuprobieren.

    Grüße,
    Steffen
     
  5. reisbrei

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    Erstellt: 05.04.16   #5
    Ich würde ein Multieffektgerät empfehlen. Wenn ihr euch selbst mischt, ist das am sinnvollsten. Wie hoch ist denn das Budget?
    Da hast du dann wirklich alles was du brauchst - auch wenn später mal andere Wünsche dazukommen. Keine Bange, du stellst so ein Ding zu Hause ein und auf der Bühne mußt du gar nix machen. Wenn du für verschiedene Songs verschiedene Sounds willst, schaltest du zwischen den Songs kurz um. An Herstellern empfiehlt sich derzeit nur TC-Helicon, die haben allerdings eine ganze Palette an Kram. Eines der VoiceLives (2, 3 oder 3X), die VoiceLive Plays (normal, acoustic oder electric) oder die Einzeltretminen (aus Preis-/Leistungsgründen nicht zu empfehlen) funktionieren wie Gitarrenbodentreter. Das VoiceLive Touch2 und das neue Perform-V klemmt man an den Mikroständer. Aber für all die Dinger gilt: zu Hause einstellen und auf der Bühne einfach benutzen.

    Testbericht VoiceLive Touch 2
    Testbericht Perform-V

    Die Dinger haben neben einem Channelstrip, der bei einigen automatisch funktioniert, eben auch noch etliche Effekt wie Hall, Delay oder einen Harmonizer, der dir virtuelle Backgroundstimmen zur Seite stellt. Das, was man nicht möchte, benutzt man eben nicht. Aber man bekommt den kompletten Farbkasten für verhältnismäßig wenig Geld. Und wenn du irgendwann mal ein Delay brauchst, hast du es bereits ;)
     
  6. Astronautenkost

    Astronautenkost HCA Mikrofone HCA

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    Erstellt: 05.04.16   #6
    Wir haben jahrelang einen Universal Audio 6176er zusammen mit einer Sennheiser-Funktsrecke und einem Crown-Headset eingesetzt. Das war soundmäßig schon in der Champions League mit der Röhrenvorstufe und dem 1176er Kompressor. Aber das ist auch keine Billigvariante.
     
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  7. fweigel

    fweigel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.04.16   #7
    hab mir jetzt nen Channelstrip von Aphex besorgt. Ich find das ein geiles Teil. Der Vorverstärker ist deutlich besser als der vom Mischpult, der Kompressor tut was er soll und ist sehr einfach zu bedienen, Big Bottom und Exciter bringen die Stimme nach vorn. So hab ich mir das gewünscht. Bis jetzt sehr zufrieden. Der Live Einsatz steht aber noch aus.
     
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