Chor aus Synthesizer ?

@wavebreaker
Ich hab mir mal bischen Gedanken gemacht, wie man die Programmierung eines Chors auf einem Analogsynthesizer noch allgemeiner fassen koennte.
Der Triton war ja willkuerlich ausgewaehlt.
In der von mir bisher beschriebenen Weise sind Eckfrequenz und Resonanz
des Filters die mehr oder weniger einfachen aber bestimmenden Faktoren.

Wie kann ich die Cut Off Frequenz eines Filters angeben unabhaengig von dem verwendeten Synthesizer Modell ? Ich hab mir das was ausgedacht.
Und denke das funzt :) Ohne Oszilloskop oder anderen technischen oder mathematischen Kram
Bei allen modernen Synthesizern kann man das Filter zur Selbstoszillation anregen. Damit die Eck-Frequenz des Filters auch ueber musikalische Ausdruecke angeben, die jeder versteht.
Willkuerliches Beispiel:
Bei A sollte das Filter auf C selbstoszillieren.
Fuer den Analog Chor werde ich hierzu noch ne Tabelle reinstellen.

Habe gerade festgestellt, dass ich bei dem Analogchor auf meinem AN1X
FM und Synchronmodulation reichlich angewendet habe.
Das wurde den Rahmen hier wohl sprengen.
ciao
richy
 
danke fuer den Link topo
Hier also die Eckfrequenzen fuer chorartige Filtereinstellung. Angegeben ueber die Tonhoehe bei Selbstoszillation.
(Am Triton kann man mit Trim=z.B. 4 das Anregungssignal des Filters so runter regeln dass das Filter praktisch frei schwingt )

Taste Frequenz des Filters
C2-------->D4
G2-------->F4
C3-------->G4
G3-------->B4
C4-------->Cis5
G4-------->E5
C5-------->F5
Gis5------->Gis5
C6-------->A5

Vorgehensweise:
Am Chor Synthie z.B. G4 druecken
Das Filter dort durch volle Reso zum Selbstosszillieren bringen
An einem zweiten (Refernz-)Synthie E5 druecken
Das "Chor Filter" so durchstimmen, dass es auf E5 schwingt
Reso auf etwa 50% runterschrauben.
Sollte mit Puls Signalquelle jetzt schon nach Chor klingen :)
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Der Filterverlauf nochmal in Worten:
unterste Taste:
C2-C3
Das Filter sollte bei C2 etwa 2 Oktaven ueber dem Grundton liegen.
Sich bis C3 um eine Quinte oeffnen

C3-C4
wie bei C2-C3 ebenfalls um eine Quinte oeffnen

C4-C5 (wichtigster Bereich)
Das Filter sollte jetzt bei C4 etwa eine Oktave ueber dem Grunton liegen
(C4-------->Cis5)
Sich jetzt etwa um eine Quarte oeffnen
(C5-------->F5)

C5-C6
Bei C5 liegt das Filter nur noch eine Quarte ueber der Grungfrequenz
Es daempft also sehr stark die Obertoene.
Wiederum nur noch um eine Quarte oeffnen

C6-C7 ( kein sinnvoller Bereich mehr )
So hoch kann keine Frau singen :)

Bei meinem Beispiel am Triton liegt das Filter bei Gis5
genau auf der Grundfrequenz. Ab da werden alle Obertoene weggefiltert.
Es bleibt ein Sinus uebrig.

********************
Man kann die Filtereinstellung ausgehend von der tiefsten Synthietaste also
recht einfach beschreiben: (Signalquelle Pulssignal 16%)

- Dort sollte das Filter etwa 2 Oktaven ueber der Grundfrequenz ansetzen.
- Von dort aus sich jeweils um eine Quinte oeffnen.
- Nach 2 Oktaven nur noch um eine Quarte.
********************

Der Filterverlauf scheint auch intuitiv vom physikalischen Aspekt logisch.
Die Stimmbaender bilden den Osszillator. Der Resonator, bei uns das Filter
wird bei der menschlichen Stimme durch die Physik von Kopf,Nase,Mund ...
gebildet. Dessen Resofrequenz ist weniger "durchstimmbar" als der Osszillator.
Das oeffnen des Filters in Quinten / Quarten innerhalb einer Oktave daher
irgendwie logisch.

Jetzt aber genug :)
ciao
 
Sorry, daß ich so spät antworte richy :(

hey Danke richy, ich versuche es mal so auf dem MicroQ hinzubekommen, wie Du es mir (bzw. allen hier) erklärt hast.
------------------------------
Zu deinen Fragen:

Zitat von richy:
" Hat dieser Micro Q Ring oder Synchronmodulation ?"
Zitat Ende

Ringmodulation hat er ja, das andere nicht

Zitat von richy:
" Kann der Micro Q solche Saetze sprechen ?"
Zitat Ende

Ich glaube es nicht. Der MicroQ hat diese Standart ADSR-Hüllkurven und noch ein paar andere Hüllkurvenformen, die etwas flexibler sind, aber zum Sätzeformen wird es wohl nicht reichen :mad: Eine andere Möglichkeit ist aber doch drin: Ein Single- oder Multiprogram kann als Trägersignal im eingebauten Vokoder benutzt werden (über Audioeingang kann Stimme, Drumloops etc. in Echtzeit eingespeist werden)

Zitat von richy:
" Bei allen modernen Synthesizern kann man das Filter zur Selbstoszillation anregen"
Zitat Ende

Leider, leider ist das digitale Filter des MicroQ nicht dazu fähig Selbstoszillation zu simulieren (warum auch immer). Der große Bruder, der Q+ (mit Klaviatur) sollte mit seinem analogen Filter aber dazu fähig sein (nur leider ist der mir noch zu teuer *snief*)
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Hier dann noch die technischen Daten des MicroQ damit Du (in Zukunft) weißt, was der MicroQ (Rack) kann und was nicht richy :):

Features:


bis zu 25 Stimmen, [ erweiterbar auf 75 Stimmen ]
16-facher Multimode
300 Single Programme
100 Multi Programme
20 Drum Maps
7 Endlosregler
16 Editiertaster
2 x 20 Zeichen-Anzeige
6 analoge Ausgänge (3 x Stereo)
2 analoge Eingänge (1 Stereo In)
1 Stereokopfhörerausgang (6,25mm Klinke)
MIDI In/Out/Thru
Klassisches blaues Farbdesign im Ganzmetallgehäuse

Pro Stimme bis zu 5 Oszillatoren:

Pulswelle mit Pulsbreitenmodulation
Sägezahn
Dreieck
Sinus
2 Wavetables mit jeweils 128 Waves plus Suboszillator
Frequenzmodulation aller Oszillatoren untereinander
Oszillatorsynchronisation
Rauschgenerator
Ringmodulator
Mischer mit Balance, jede Signalquelle (Oszillator, Rauschen, Ringmodulation,
externes Audiomaterial) kann zwischen Filter 1 und Filter 2 gepegelt werden
2 unabhängige Multimodefilter (serieller oder paralleler Signalfluss) mit verschiedenen
Typen, beide mit FM und Filterdrive
Tiefpass (12dB/24dB)
Bandpasss (12dB/24dB)
Hochpass (12dB/24dB)
Notch (12dB/24dB)
Kammfilter (positiver/negativer Feedback)

Modulationsmatrix mit 16 Slots, frei programmierbar

diverse voreingestellte Modulationsziele mit wählbarer Quelle
Modulationsgeschwindigkeit bis in den hörbaren Audiobereich
4 Modifier mit diversen Rechenvorschriften
Arpeggiator mit User Pattern, programmierbar inklusive Akzent, Timing, Swing,
Glide, Chords etc.
3 schnelle LFOs (> 5000 Hz)
4 Hüllkurven mit verschiedenen Modi (z.B. Loops oder "One shot"-Funktion)
verschiedene Trigger-Modi je Hüllkurve
Poly-, Mono-, Dual-, Unisono-Modus

1 hochwertiger Effekt je Sound + ein Globaleffekt

Effekt Typen:
Reverb
2 x Surround Delay
Chorus
Flanger
Phaser
Distortion
Delay
5 FX
25-Band Vocoder

und vieles mehr...

-------------------------------------------------
Sobald ich mehr Übung im Sounddesign habe, poste ich mal ein paar Sounds. Hab ja das Buch "Synthesizer Programming" von Peter Georges (Soundforum aus der Keyboards als Buch) (Wizoo verlag) . Das Buch ist echt klasse : Es bringt einem Sounddesign von der Pike auf bei. Ich kann es jeder/m nur wärmstens empfehlen, es lohnt sich. Leseprobe und Bestellmöglichkeit auf Wizoo-SynthesizerProgramming

bis die Tage Leutz :great:
 
Wavebreaker schrieb:
Leider, leider ist das digitale Filter des MicroQ nicht dazu fähig Selbstoszillation zu simulieren (warum auch immer).

Das halte ich für ein Gerücht, der grosse Q kann das jedenfalls und der kleine MicroQ kann fast dasselbe, der Hauptunterschied ist eigentlich der fehlende Sequencer, die schlechtere Bedienung (wegen weniger Bedienelementen) und das fehlende Filter Routing.

Dreh einfach mal bei nem Klang die Resonanz auf volle Pulle und dreh das Eingangsignal raus, so dass nix im Filter ankommt.

--------------------

Was ist eigentlich Synchronmodulation?

Ich kenne nur Oszillatorsynchronisation.
 
Zitat aus dem Waldorf microQ Bedienhandbuch - Seite 72 - Sound Parameter - Filter Bereichsebene :

Resonace 0...127
... Wird die Einstellung über 113 erhöht, beginnt die Selbstoszillation des Filters und eine reine Sinusschwingung wird erzeugt. ...

Hups, wo hab ich Depp das denn mal gelesen, daß das microQ-Filter keine Selbstoszillation zu Stande bringt ??? :confused:

hm, nunja, Danke auf jeden Fall für den berichtigenden Hinweis sonicwarrior :great:
 
Also ich hab den MicroQ auch zuhause und kann bestätigen, dass Selbstoszillation des Filters auf jeden drin ist.

Es gibt eigentlich wenig, was der MicroQ nicht kann, in meinen Augen ist er der flexibelste VA (wenn man den Nord Modular mal weg lässt). Allein schon diese herrliche Modmatrix und die Wavetables... :)
 
Wow
Der Micro kann ja einiges. Wurde fuer das Chor Problem auch mal mit dem Vocoder Bandpass rumspielen. Samit muesste man sehr schnell was choraehliches erteugen koennen. Eventuell auch an Synchron und Frequenz Modulation rumspielen.

> Was ist eigentlich Synchronmodulation?
> Ich kenne nur Oszillatorsynchronisation.

Damit ist das selbe gemeint.
Funktioniert wohl so:

Der Slave Ossziltor wird bei einer bestimmten
Phasenlage des Master Oszillators zurueckgesetzt. Denke beim Nulldurchgang
des Masters. Damit wird auch die Frequenz des Slaves mit der des Masters synchronisiert. In den 80 ern war der Sound sehr beliebt. Klingt auch recht Zerr Gitarrenartig, da das Zureucksetzen abruppt erfolgt und somit Spruenge in der Slave Funktion entstehen.
ciao
 
richy schrieb:
> Was ist eigentlich Synchronmodulation?
> Ich kenne nur Oszillatorsynchronisation.

Damit ist das selbe gemeint.

Ah so,
Soundbeispiele gibt's übrigens hier:
http://www.sequencer.de/synthesizer-basics.html

Bei vielen analogen Modularsystemen gibt es neben der üblichen harten Synchronisation (Hard sync), auch Soft Sync:
Beispiele:
http://www.synthesizers.com/q106.html
mit
http://www.synthesizers.com/q141.html
oder
http://www.doepfer.de/a111.htm

In der Bedienungsanleitung vom Doepfer A111 (ist in dem Link runterladbar) ist der Unterschied auch ganz gut erklärt.
 
Die roland VA-Geräte sind derzeit billig bei EBAY ! :great:
 

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