Gitarrensammler
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Chuzpe - ein schöner Begriff aus dem Jiddischen, der sich einer wirklich adäquaten Übersetzung in eine andere Sprache entzieht.
Er steht für eine gewisse Frechheit und Unverschämtheit, ist aber nicht ausschließlich negativ besetzt, da immer ein wenig Bewunderung für diese Einstellung mitschwingt.
Im Wienerischen Sprachgebrauch könnte man das am ehesten mit einer "Scheiß mi nix"-Einstellung übersetzen.
Also etwas, das auf den ersten Blick als verrückt erscheint und wenn es dann zum Erfolg führt, Bewunderung für den Mut erntet.
So weit, so gut, aber was hat das mit Gitarren zu tun?
Man nehme mal an, dass Gibson eine limitierte Signature Gitarre auf den Markt bringt, dafür gutes Geld verlangt, die sofort ausverkauft ist - und man doch eine bekommt.
Ersteres Szenario passiert ständig, dass man bei einer Auflage von ca.250 Stück aber tatsächlich zum Zug kommt, eher selten.
Auch das hätte noch nichts mit dem Thema zu tun, ABER ..... wenn du dann dieses Sammlerstück aus welchem Grund immer zu einem totalen Makeover mit Neulackierung und relic schickt, wird´s schon schräg.
Ich konnte den Erstbesitzer leider nicht zu seiner Motivation befragen, weiß nur, das er Franzose ist, halte aber nun nach Erwerb aus zweiter Hand das Ergebnis in Händen und bin positiv überwältigt.
Damit kommen wir endlich zur Gitarre.
2013 hat Gibson für Paul McCartneys Gitarristen Rusty Anderson eine Signature ES 335 im Customshop aufgelegt, Sie ist Rustys originaler 59er ES in natural nachempfunden und hat typische Vintage Specs.
Über die genaue Stückzahl hat sich Gibson nie ausgesprochen, aber es werden um die 250 sein.
Die Gitarre wurde von allen glücklichen Erwerbern hoch gelobt, als eine der besten 335 der Neuzeit bezeichnet und hat fast 6.000,--gekostet. Trotzdem war sie rasch ausverkauft.
Wenn mir auch die ganze Konfiguration gefallen hat, so hat mich die Optik nie angesprochen. Natural Maple mit natural Mahagonihals - eh schön, aber ein bissl langweilig.
So sah das Ding aus:
Damit kommen wir nun zur eingangs erwähnten Chuzpe: Dem Erstbesitzer dürfte das Finish auch nicht wirklich zugesagt haben, denn er hat die Gitarre zu Michael Boudoux Relic Art Guitares zum Makeover geschickt.
Der macht ausschließlich komplette Entlackung und Neulackierung in Nitro nach sorgfältig recherchierten alten Rezepten und in unterschiedlichen Relic-Stufen. Dazu wird jede Gitarre von ihm verpflichtend signiert.
Damit war der vermeintliche Sammlerwert natürlich dahin, aber hat eine Gitarre bekommen, wie er sie sich gewünscht hat, ohne wenn und aber.
Eine ES 335 Goldtop, die imho derart geil aussieht und eine Ausstrahlung und Haptik hat, die mich umgehauen hat.
So viel zu Thema Chuzpe - Frechheit siegt!
Ehrlich gesagt hätte ich eine originale Rusty Anderson vermutlich nicht gekauft, aber als ich Bilder von der gesehen habe, war es um mich geschehen.
So, jetzt wird's aber Zeit, euch Bilder zu zeigen. Da ich noch keine wirklich guten eigenen Bilder habe, nehme ich die des Meisters selbst, die auf seiner Facebookseite öffentlich zugänglich sind, wie viele der anderen Werke auch.
Auch wenn das alles natürlich sehr subjektiv ist, nicht jedem gefallen muss und mancher nur verständnislos den Kopf schütteln wird, ist die Freude bei mir groß!

Wie denkt ihr über diese Geschichte?
Er steht für eine gewisse Frechheit und Unverschämtheit, ist aber nicht ausschließlich negativ besetzt, da immer ein wenig Bewunderung für diese Einstellung mitschwingt.
Im Wienerischen Sprachgebrauch könnte man das am ehesten mit einer "Scheiß mi nix"-Einstellung übersetzen.
Also etwas, das auf den ersten Blick als verrückt erscheint und wenn es dann zum Erfolg führt, Bewunderung für den Mut erntet.
So weit, so gut, aber was hat das mit Gitarren zu tun?
Man nehme mal an, dass Gibson eine limitierte Signature Gitarre auf den Markt bringt, dafür gutes Geld verlangt, die sofort ausverkauft ist - und man doch eine bekommt.
Ersteres Szenario passiert ständig, dass man bei einer Auflage von ca.250 Stück aber tatsächlich zum Zug kommt, eher selten.
Auch das hätte noch nichts mit dem Thema zu tun, ABER ..... wenn du dann dieses Sammlerstück aus welchem Grund immer zu einem totalen Makeover mit Neulackierung und relic schickt, wird´s schon schräg.
Ich konnte den Erstbesitzer leider nicht zu seiner Motivation befragen, weiß nur, das er Franzose ist, halte aber nun nach Erwerb aus zweiter Hand das Ergebnis in Händen und bin positiv überwältigt.
Damit kommen wir endlich zur Gitarre.
2013 hat Gibson für Paul McCartneys Gitarristen Rusty Anderson eine Signature ES 335 im Customshop aufgelegt, Sie ist Rustys originaler 59er ES in natural nachempfunden und hat typische Vintage Specs.
Über die genaue Stückzahl hat sich Gibson nie ausgesprochen, aber es werden um die 250 sein.
Die Gitarre wurde von allen glücklichen Erwerbern hoch gelobt, als eine der besten 335 der Neuzeit bezeichnet und hat fast 6.000,--gekostet. Trotzdem war sie rasch ausverkauft.
Wenn mir auch die ganze Konfiguration gefallen hat, so hat mich die Optik nie angesprochen. Natural Maple mit natural Mahagonihals - eh schön, aber ein bissl langweilig.
So sah das Ding aus:
Damit kommen wir nun zur eingangs erwähnten Chuzpe: Dem Erstbesitzer dürfte das Finish auch nicht wirklich zugesagt haben, denn er hat die Gitarre zu Michael Boudoux Relic Art Guitares zum Makeover geschickt.
Der macht ausschließlich komplette Entlackung und Neulackierung in Nitro nach sorgfältig recherchierten alten Rezepten und in unterschiedlichen Relic-Stufen. Dazu wird jede Gitarre von ihm verpflichtend signiert.
Damit war der vermeintliche Sammlerwert natürlich dahin, aber hat eine Gitarre bekommen, wie er sie sich gewünscht hat, ohne wenn und aber.
Eine ES 335 Goldtop, die imho derart geil aussieht und eine Ausstrahlung und Haptik hat, die mich umgehauen hat.
So viel zu Thema Chuzpe - Frechheit siegt!
Ehrlich gesagt hätte ich eine originale Rusty Anderson vermutlich nicht gekauft, aber als ich Bilder von der gesehen habe, war es um mich geschehen.
So, jetzt wird's aber Zeit, euch Bilder zu zeigen. Da ich noch keine wirklich guten eigenen Bilder habe, nehme ich die des Meisters selbst, die auf seiner Facebookseite öffentlich zugänglich sind, wie viele der anderen Werke auch.
Auch wenn das alles natürlich sehr subjektiv ist, nicht jedem gefallen muss und mancher nur verständnislos den Kopf schütteln wird, ist die Freude bei mir groß!


Wie denkt ihr über diese Geschichte?
(auch Chuzpe)