Congafell abspannen

von stithra, 12.02.08.

  1. stithra

    stithra Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.02.08   #1
    Hallo,

    wie wichtig ist es nach Gebrauch/Spielen den Congafell abzuspannen (richtig deutsch??:rolleyes:)? Ich mach das halt zwangsmaessig, da viele Leute mir dazu geraten haben. Es soll irgendwie den Klang des Felles bewahren. Stimmt das? Weisst sonst aber nicht richtig warum...
    Ich find das schon ziemlich aufwaendig, wenn man jeden Tag spielt. Der Vorteil ist halt dass man den Conga klangmaessig gut kennenlernt:)

    Was denkt Ihr?

    (PS! Wahrscheinlich gibts schon ein Thread ueber dieses Thema, habe ich aber nirgendswo gefunden..:o)

    Gruesse,
     
  2. WilliamBasie

    WilliamBasie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.02.08   #2
    Richtig Deutsch!!

    Ich spanne in der Regel nicht ab, Hakim Ludin würde mich dafür hauen wollen... - er spannt ab.

    Ausnahmen sind, wenn ich bei feuchter Witterung einige Male nach oben tunen mußte, oder wenn ich in sehr hoher Stimmung gespielt habe, dann "entspanne" zurück zum Normalzustand.

    Bisher hatte ich keine Probleme - mir ist der Aufwand zu groß und das Ergebnis zu klein. Meine Fiber-Congas reißen nicht und ob das Fell jetzt siebzehndreiviertel Jahre oder achtzehneinhalb Jahre hält, das ist mir egal.
     
  3. stithra

    stithra Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.02.08   #3
    Danke:)

    Ich habe auch immer bei den Bongos (LP Fiberglass) nach dem Spielen abgespannt. Vor einige Wochen ist der Fell (LP Handpicked) des Macho beim Hochspannen quer rueber geplatzt! Weisst nicht ob es was mit den haufigen an- und abspannen zu tun hat, aber...
    Ich hatte auch gar nicht richtig so haeftig hochgespannt, das der Fell zereissen durfte!
     
  4. Congiero

    Congiero Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.02.08   #4
    Hi,

    ich spanne auch nicht ab. Zu viel Mühe für zu wenig Ergebnis - bei meiner Toca Conga habe ich ein Remo Fibre-Skin drauf - da ist es eh egal. Bei den Reiche Congas sind die Felle brutal dick. Ich glaub für die dicken Felle ist es sogar besser, nicht zurück zu spannen.
    Aber generell - Fell ist doch Haut - schau dir dicke Leute an, die brutal abgehommen haben - was haben die - überstehende Haut oder Schwangerschaftsstreifen, d.h. gedehnte Haut zieht sich nur zum Teil wieder zurück. Für mich ist es Unsinn, ausserdem mögen es wahrscheinlich die Schrauben auch nicht so gerne, ständig dran rumzudrehen. Ich kenn jemanden, da haben sich an den Spannhaken die Gewindegänge aufgelöst...

    Spannt jemand seine Djembe freiwillig runter. Das Rope-Tune-System ist dafür auch nicht so gut geeignet, jedesmal nach dem spielen rauf oder runter zu tunen.

    Viele Grüsse aus MUC nach Norwegen.
     
  5. Klangone

    Klangone HCA Percussion HCA

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    Erstellt: 13.02.08   #5
    Na ja, Congiero, man sollte das Thema Felle entspannen schon etwas differenzierter betrachten.
    Bleiben wir bei Congas:
    Die QUINTO ist zum Spielen sehr hoch gestimmt und sollte unbedingt mindestens eine Umdrehung herunter gestimmt werden. Wollt Ihr, dass das Fell oder der Korpus reißt? :confused:
    OK, zugegeben, bei CONGA und TUMBA, die in der Regel nicht ultrahoch gestimmt sind, muss man die Felle nicht bzw. sollte sie gar nicht unbedingt lockern.
    Gerade heutzutage scheint mir der Trend zu furzhoch gestimmten Congas sehr verbreitet zu sein. Auch Conga und Tumba sollte man meines Erachtens dann ´etwas runterstimmen.
    Zwar ist sicher richtig, dass Synthetikfelle eigentlich nicht der Entspannung bedürfen, aber auch hier sollte man den Korpus nicht vergessen. Holz gibt halt irgendwann nach, auch die Hardware an den Spannhaken wird bei hohem Tuning sicherlich dankbar fürs Relaxen sein. Zudem können Synthetikfelle auch schon mal reißen, wie ich gehört habe. Habe selber aber noch kein Plaste-Fell gespielt (und will es auch nicht wirklich).
    Zum Klima: Ganz große Temperaturwechsel mag keine Holztrommel mit Naturfell, aber auch längeres Herumstehen mit straffen Fellen hat halt - egal ob sehr kalt oder sehr warm - früher oder später den Aging-Effekt ;)
    Es kommt natürlich sehr auf die Qualität der Felle an. Die LP Handpicked sind auch nur tote Wasserbüffel und zudem sehr anfällig bei Temperaturschwankungen , da in der Regel viel zu dünn und insgesamt nicht wirklich qualitativ vom Hocker reißend... Soundmäßig eher Mittelklasse.
    Ich schwöre auf Maultierfelle.

    Viele Congaspieler entspannen (ihre Felle!) ja gar nicht, soll letztlich jeder machen wie er mag.
    Grüße vom
    Herrn der Felle :D
     
  6. Congiero

    Congiero Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.02.08   #6
    Ja genau - du sagst es - wahrscheinlich sind meine Quinto, Conga u. Tumba schon gar nicht so hoch gestimmt...

    Aber wieso der "Trend" zu immer hoher gestimmten Congas geht kapier ich nicht - gabs da nicht einmal eine Emfehlung hinsichtlich der tonalen Stimmung...:D
     
  7. Klangone

    Klangone HCA Percussion HCA

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    Erstellt: 13.02.08   #7
    Aber wieso der "Trend" zu immer hoher gestimmten Congas geht kapier ich nicht

    Ich glaube, das liegt daran, dass moderne Salsa-Orchester wenn überhaupt nur noch 1-2 Percussionisten haben, meist Timbalero und Conguero, und der muss dann das tonale Spektrum der Bongos mit abdecken. So zumindest meine Arbeitshypothese :D

    gabs da nicht einmal eine Emfehlung hinsichtlich der tonalen Stimmung...

    Auf jeden Fall sind klassischerweise Congas ja nicht ultrahoch gestimmt. Auf älteren Aufnahmen meist Conga= c, Tumba=g. Bei der Tonlage muss man die Felle nicht entspannen, sondern kann gemütlich puckernd vor sich hintrommeln ;) Wenn man Mongo Santamaria & Co. der "old skool" hört, weiß man was ich meine. Na ja, von wegen gemütlich, die hatten orntlich Feuer unterm...:great:

    Nur die Quinto muss und musste schon immer tonhöhenmäßig "kesseln" :-)

    Dat war dat.
     
  8. stithra

    stithra Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.02.08   #8

    ..Ja, leider!:eek::p

    Interessante Argumente, Congaman und Congiero. Bin nicht sicher, aber ich denke, dass das staendige Auf- und Runterspannen eine grosse Belastung ist fuer meine LP Felle (bzgl. zerissener Bongofell!). Fuer andere Felle vielleicht nicht. Ich habe den Eindrueck, dass LP Felle nicht vom bester Qualitaet sind!! Klingen aber ziemlich nett doch, find ich.

    Aber was ist den die groesste Belastung fuer die Hardware? Staendig dran schrauben oder unter hoeher Spannung zu sein?

    Waere ja interessant mal andere und deutlich dickere Felle an meinen LP Patatos zu probieren. Empfehlungen? Kriegt man irgendwo ferdig gespannte Felle, die da passend sind? Z.B. Bauer-Felle?

    Gruesse und tjo hei,
     
  9. Klangone

    Klangone HCA Percussion HCA

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    Erstellt: 13.02.08   #9
    Hej Stian,
    man muss natürlich (bis auf Bongo-Macho) nie GANZ runterstimmen, bis die Felle schlabberig werden, sondern 1-2 Umdrehungen reichen völlig aus.
    Für die Patato-Fiberglass-Congas solltest Du Dich in der Tat nach dickeren Fellen umsehen. Ob es dazu bereits aufgezogene gibt, weiß ich nicht. Selber aufziehen bringt´s normalerweise mehr...
    siehe auch das congaplace.com Forum hierzu
    Grüsse
    Mike
     
  10. zwar

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    Erstellt: 14.02.08   #10
    hey stian

    ich spanne nie irgendwas runter. auch nicht quinto und requinto. wechsel in der fellspannung schaden dem fell mehr als gleichmäßige hohe spannung.

    gruß

    zwar
     
  11. Firefighter1230

    Firefighter1230 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.02.08   #11
    Hi

    ich spanne auch nur die Quinto meiner Reiche Congas nach dem Spielen ab und zwar um eine Umdrehung. Um zu große Querspannungen zu vermeiden, mache ich das in 1/4-Schritten.

    Die Felle wirken (zumindest in meinen Augen) wie neu, und ich mußte noch nie die Anzahl der Umdrehungen für eine gleiche Stimmung erhöhen. Also haben die Felle auch noch nicht nachgegeben. Die sind aber (Congiero hat recht) auch tierisch dick.

    Gruß Thomas
     
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