Country-Improvisation

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Servus Leute,
ich hab ne Frage die mich schon lange beschäftigt.

Wie lernt man so zu improvisieren wie die beiden Jungs in den Videos unten? Das hört sich alles so spontan und nicht nach auswendig gelernten Licks an.

Kann mir da jemand helfen wie ich an sowas ran gehen sollte?

Vorab: Dur-, Moll- und Pentatoniktonleitern hab ich komplett drauf. Leider kommt dabei nie sowas melodisches raus..






Gruß
 
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Zuerst mal würde ich dezent behaupten dass niemand so wenig improvisiert wie die Country und Bluegrass Leute. Das ganze ist eine sehr Lick-basierte Sache. Da sind jede Menge auswendig gelernte Läufe dabei , die dann nur noch abgewandelt und verknüpft werden.

Daher würde ich ausnahmsweiße dazu raten einfach mal ein paar Licks zu lernen.

Die Country Dudes spielen in der Regel die Changes aus. Soll heißen sie spielen sehr Akkordtonlastig und verwenden für jeden Akkord eine eigene Tonleiter.

Es is natürlich unmöglich das jetzt in einem Beitrag zu umreißen aber hier ein paar Stichworte...

Guidtonelines , Dur und Molltonleiter bringen dich da eigentlich durch. Wichtig ist ansonsten natürlich noch Mixolydisch ( Dur mit b7 )

Am wichtigsten sind so Sachen wie Chicken PIckin ( Slappen , Saiten scharf anreißen ) . Pedal Steel Licks , Terzen als Sexten spielen..

Und natürlich ein Slapback Delay

Grüße b.b.
 
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Herzlichen Dank schonmal!
Chicken Pickin wollte ich schon lange lernen.. Kennt jemand passende Schulen hierzu?
Was sind Guide Tones?
 
Mein Tip:

Mache Dich unbedingt mit Dom7 Arpeggios vertraut.

Im Country bedient man sich oft der mixolydischen Skala und die Ruhetöne innerhalb dieser Skala sind die Töne eines Dominantseptakkordes.

Das schwierige beim Chickenpicking ist es, die ganze Zeit diese sechzentel Läufe, aufrecht zu erhalten.

Diese sind meist eine Mischung aus Dom7 Arpeggios, mixolydischen Skala gemischt mit Pentatonik und chromatischen Durchgangstönen.

Diese solltest Du so gut beherrschen, das man spielend zwischen diesem Tonmaterial hin und her switchen kann.

Über einen A Dur solltest Du halt zwischen A mixo, A7 Arpeggio und A Moll Pentatonik wechseln können und dabei versuchen sechzehntel Läufe durchgängig zu spielen.
Das ganze dann noch mit der genretypischen Sound und Pickingtechnik servieren und fertig ist der Countrystyle.;)

Ist also ein haufen Arbeit, was sicher seine Zeit brauchen wird.
 
Wie lernt man so zu improvisieren wie die beiden Jungs in den Videos unten? Das hört sich alles so spontan und nicht nach auswendig gelernten Licks an.
ich hab keine ahnung von country, und wahrscheinlich genau deswegen klingt das für mich sehr nach einer folge von standards, riffs und typischen licks, die halt sehr kreativ variiert werden (vor allem das zweite vid).
das sehe ich so wie die kollegen vor mir.
 
Was sind Guide Tones?

Es is so , dass die Country Dude dazu neigen die Akkorde "auszuspielen" , also pro Akkord zu denken und die jeweilige Harmonie mehr zu berücksichtigen als z.b. im Blues , wo man oft mit einer (pentatonischen) Tonleiter über alle Akkorde soliert.

Das heißt auch , dass man die Skalen sinnvoll verbinden muss. Wenn du einfach aufhörst und dann mit einer neuen Skala anfängst klingts beschissen.

Daher muss man sich gute "Übergangspunkte" suchen , wie man von der einen harmonie möglichst elegant in die nächste kommt .

Dabei spielt die Lage von Terz und Septime innerhalb eines Akkords und die Terz und Septime des darauffolgenden Akkords eine Rolle.
Diese besonders schlüssigen Übergangsmöglichkeiten nennt man Guide-Tone-Lines. Sie funktionieren mit wichtigen Leittönen , die den Bewegungsdrang des Akkords und dessen Auflösungsbedürfnis ausmachen.

Es gibt letztlich 2 Guide Tone Lines pro akkord. Eine startet auf der Septime , eine auf der Terz des Akkords.

Ich hab dazu mal was geschrieben , da steht im kleinen Rahmen ein Beispiel ( gleich der erste Punkt , Terzen und Septimen )

https://www.musiker-board.de/thread...egungen-abseits-der-reinen-pentatonik.567981/

grüße b.b.
 
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