Daumen schmerzt bei Rock'n Roll

von Marschjus, 22.01.17.

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  1. Marschjus

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    Erstellt: 22.01.17   #1
    Hallo,

    je weiter ich bei meinen Übungen komme um so öfter stoße ich auf Probleme bei denen mit dir Ursache nicht so ganz klar ist.
    Zur Zeit bin ich bei meinem Lehrbuch gerade bei der Thematik Rock'n Roll. An sich sehr cool,da es auch alleine recht cool klingen kann.
    Allerdings habe ich massive Schwierigekeiten mit dem Greifen über mehrere Bünde .
    Beispiel A-Seite 2 Bund als Basston und D Seite 2-4-6. Damit es einigermaßen klingt vorallem wenn ich die D Seite mit dem kleinen Finger im 6. Bund greife muss ich eher ungewohnt viel Kraft aufwenden.
    Nach einiger Zeit merke ich das sehr deutlich im Muskel vom Daumen der Greifhand, Richtung Hand-Innenfläche.
    Nun Frage ich mich, ob ich einfach falsch greife, meine Finger kann ich aber kaum weiter Spreizen, ich greife da schon sehr flach. Oder ist es vielleicht anfänglich normal weil ungewohnt?
    Mein Daumen befindet sich recht mittig am Hals. Ab ca. dem 8 Bund wird es entschieden einfacher, da ja alles näher bei einander liegt.

    Oder liegt die höhere Kraftbedarf evtl. auch an meiner sehr sehr günstigen Gitarre (Ibanez RG 170 von 2004). Ich glaube mich entsinnen zu können das ich auf der Gibson LP und eine Heritage LP viel leichter spielen konnte. Ist aber evtl auch einfach nur Einbildung.:confused:

    Gruß Marcus
     
  2. Senchay

    Senchay Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.01.17   #2
    Das dauert.... hört sich an als ob du eher am Anfang stehst. Bis sich die Finger dran gewöhnen solche Spagate ohne Spannung und Schmerz zu spielen dauert es Jahre. Wichtig ist dabei das man sich durch ganze Stücke, oder halt längere Passagen ohne Pause übt. Wenn man immer nur 5 Sekunden Riffs spielt und dann wieder 20 Sek Pause macht bringt das auch nach Jahren noch nicht viel.
     
  3. Marschjus

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    Erstellt: 22.01.17   #3
    Also ist das völlig normal. Ne ich spiele schon die Übungsstücke durch, meist auch mehrere Durchläufe. Ja bin noch am Anfang. Hab mit dem Kapitel vor 3 Tagen angefangen.
    Die Spagate der Finger sind ja nur unschön bzw ungewohnt, da tut aber nichts weh. Mir geht es eher um den Daumen. Nicht das ich hier irgendwas zur Sau mache.
    Na da machst du mir ja Mut:weep:
     
  4. Senchay

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    Erstellt: 22.01.17   #4
    Ja, ich kenn das mit dem Daumen. Ich bin eher Solo-Spieler denn Rhytmus und obwohl ich dann doch schon immer bissl Rhytmus gespielt hab hat es trotzdem ewig gedauert bis ich Barees über längere Zeit, zb einen ganzen Song, ohne Schmerzen (bzw Überspannung der Muskeln, Schmerzen sind das nicht wirklich) im Daumen machen konnte. Weil ich beim solieren halt den ganzen Hals in der Hand halte, der Daumen liegt da brav irgendwo an der Seite und hat so gut wie gar nix zu tun.

    Wenn du natürlich jeden Tag nur sowas übst brauchst du vermutlich keine Jahre. :-) Keine Sorge
     
  5. Gast 2356

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    Erstellt: 22.01.17   #5
    Üben, üben, üben.
    Natürlich geht das bei einer LP oder Jaguar, am besten mit 08´er Saiten einfacher.
    Auf einer Fender Mensur ist das immer anstrengend, auch Francis Rossi
    und Rick Parfitt (RIP) habe ich schon beim Handgelenk ausschütteln gesehen.

    Immer leicht die Haltung und den Winkel variieren, um Verkrampfung zu verhindern.
     
  6. Marschjus

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    Erstellt: 22.01.17   #6
    Dann lasse ich mich mal überraschen. Normale Barre Akkorde sind eigentlich kein Problem. Das war ja das einzige was ich "konnte" bevor ich das spielen nahezu aufgegeben hatte.
    Daher war ich jetzt etwas überrascht das es im Daumen bzw. vom Daumen zur Handinnenseite so zieht.
    Ob ich es jetzt jeden Tag sowas brauche, keine Ahnung...ist eigentlich nicht meine bevorzugte Musikrichtung. Obwohl ich sagen muss das es entschieden mehr Spass macht sowas zu spielen als sich anzuhören.
    Gehört für mich aber mit dazu.
    Dank euch beiden. Hab mir mal wieder grundlos drüber Gedanken gemacht.
    Meinst du jetzt von den Fingern die greifen oder vom Daumen?

    Gruß Marcus
     
  7. Gast 2356

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    Erstellt: 22.01.17   #7
    Sowohl, als auch, immer ganz leicht die Position variieren.
     
  8. Marschjus

    Marschjus Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.01.17   #8
    Gut, werde ich mal versuchen.
     
  9. Gast 2356

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    Erstellt: 22.01.17   #9
    Nicht verkrampfen, daher locker bleiben.
    Dazu sind die kleinen Bewegungen hilfreich.
    Hauptproblem ist am Anfang eigentlich immer zu großer Krafteinsatz.
     
  10. Player1

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    Erstellt: 22.01.17   #10
    Hallo,
    dauern die Schmerzen länger an, oder verschwinden sie nach einer Spielpause wieder? Das kann ein kurzdauernder Überlastungsschmerz im Muskel sein. Wenn dem so ist, lässt sich dies sicher trainieren, in dem man übt. Aber nicht überreizen!
    So geht es mir gerade mit Message in The bottle, das ging früher schon mal recht gut, diese ,Akkorde über 5 Bünde, aber jetzt....
    Wenn die Schmerzen länger als eine halbe Stunde nach Beendigung des Spielens anhalten, würde ich kürzer treten und den Rock' n Roll erst mal sein lassen und Barré - Akkorde üben (für die Kraft).
    Was auch helfen kann, ist wenn man den Coolnessfaktor ein wenig zurückstuft und die Gitarre ( wenn Du im Stehen spielst) ein wenig höher hängst. Haben die alten Rock n Roller auch gemacht. Viele neigen auch den Hals beim Spielen nach oben siehe Slash oder Zakk Wylde. Helfen kann auch eine niedrigere Saitenlage, dann schepperte eben erst mal ne Weile.
    Viel Erfolg-
     
  11. Marschjus

    Marschjus Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.01.17   #11
    Ist eigentlich nur beim Spielen, geht kurz danach gleich wieder weg.
    Seitenhöhe kann ich bei der rg nicht einstellen,ist auch schon recht niedrig.
    im rahmen meiner umgewöhnung was die plektrumhaltung angeht hab ich die Gitarre mal höher und mal niedriger. Auch wenn ich im sitzen spiele ändert das eigentlich nix.

    scheint wohl wirklich reine Übungssache zu sein.

    Gruß Marcus
     
  12. stoffl.s

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    Erstellt: 22.01.17   #12
    Hallo,
    zunächst mal dauert es eine Weile, bis die Finger so weit gespreizt werden können. Ich merk das schon, wenn ich länger nicht gespielt hab, dass es dann anstrengender ist. Und ich hab an sich kein Problem damit.
    Wenn der Daumen schmerzt, dann ist in der Regel der Druck zu groß und auch hier die Muskulatur noch nicht entsprechend trainiert. Ich hab nur wenige Songs wo mir das passiert, aber auch bei mir gibt es die nach wie vor. Eventuell helfen da, neben üben, auch Trockenübungen, wie regelmässig eine Faust ballen, um die Beweglichkeit und die Muskeln zu trainieren.
     
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  13. Gast 2356

    Gast 2356 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.17   #13
    Äh, doch.
    Warum nicht?
     
  14. FretboardJunkie

    FretboardJunkie Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 23.01.17   #14
    Moin!

    Das ist ist eines der wenigen Probleme, das man mit dem Kauf einer anderen Gitarre lösen kann.

    In meiner Tanzmuckerzeit habe ich das bei mir selbst festgestellt, und zwar schmerzte der Daumen der Greifhand regelmäßig, wenn ich einfache Akkordbegleitungen spielte. Und zwar passierte das nur auf meiner Ibanez RG620X, die wohl das dünnste Serienhalsprofil hatte, das je angeboten wurde. Schließlich war man ja Shredder. Auf meiner Squier Stratocaster hingegen konnte ich stundenlang Akkorde schrubben, Rock'n Roll Begleitungen ebenfalls kein Problem, und so ein Medley (oder im extrascharfen Tanzmucker-Fachjargon: Potpourri) konnte schonmal eine halbe Stunde ununterbrochenes Spielen bedeuten.

    Das liegt daran, dass der Daumen bei diesen flachen Flitzefingerhälsen einen ungünstigen Winkel einnimmt, wenn man ihn hinter dem Hals platziert. Bei Akkordspiel ist das manchmal unumgänglich. Die Schmerzen treten dann typischerweise im Daumenballen auf. Wenn Du eine zweite Gitarre mit dickerem Halsprofil hast, dann wirst Du feststellen, dass es dort besser funktioniert. Du kannst es auch ohne Instrument testen, indem Du einfach einmal verschiedene Daumenstellungen simulierst und auf den Tonus im Daumenballen achtest.

    Grüße Thomas
     
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  15. Marschjus

    Marschjus Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.17   #15
    Ich schick dann mal ein Foto meiner bridge.
    im 12 und 24. Bund bekomme ich gerade nich so ein 2mm plek zwischen Seite und Bundstab.
    ich kann es ja mal auf meiner Distroyer versuchen. Mangels ersatzteile ist die aber noch nicht eingestellt und der Hals bedarf etwas Aufmerksamkeit....egal. Greifen geht ja dennoch. Ich meld mich dann nochmal,wenn ich an einen richtigen pc komme. Smartphone nervt.
     
  16. Marschjus

    Marschjus Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.17   #16
    Das mit dem Foto klappt leider nicht, aus unerfindlichen Gründen klappt das mit dem Upload ins Skydrive nicht.
    Ich habe es jetzt mal auf meine Destroyer versucht, und da geht das ganze entschieden besser. Daher habe ich mal die Hälse verglichen.
    Am Sattel ist die Destroyer 2mm breiter am 12 Bund nur noch 0,5 (lt. Messschieber). Wirklich dicker ist der Hals auch nicht, 0,5mm Unterschied habe ich gemessen.
    Signifikanter Unterschied ist die Anzahl der Bünde. RG 24 Destroyer 22....

    Gruß Marcus
     
  17. Player1

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    Erstellt: 23.01.17   #17
    Hatte mit meiner Ibanez RG nie solche Probleme... Fand eher die Mensur hinderlich.Aber sehr interessanter Hinweis! Die Menschen haben ja auch unterschiedliche Hände.;-)
     
  18. Marschjus

    Marschjus Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.17   #18
    Nunja kein Mensch ist gleich. Das meine RG jetzt auch kein Trauminstrument ist weiß ich ja,war halt damals viel Gitarre für wenig geld.
    wenn mein Finger dann etwas gelenkiger sind geht das auch auf der rg. Wird jeden Tag ein kleines bisschen besser.

    Gruß Marcus
     
  19. relact

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    VORSICHT vor einer Sehnenscheidenentzündung! Nicht übertreiben und die Hand rechtzeitig und regelmäßig zwischendurch ausschütteln.
     
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  20. Senchay

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    Erstellt: 25.01.17   #20
    Klar, das stimmt schon. Da muss man einfach die Grenzen selber erkennen, was manchmal nicht so easy ist.

    Hab ich am eigenen Leib erfahren müssen als ich nach ca 10-12 Jahren Pause wieder mit E-Gitarre angefangen hatte. Mein Hirn hat sich wohl schneller an die Kenntnisse erinnert sls meine Hand. Was soweit ausgeartet ist das ich durch Überbeanspruchung (ich habs aber wirklich übertrieben... viele Stunden täglich Fingerübungen usw...) Gelenkflüssigkeit aus dem Handgelenk ausgelaufen ist und einen Knorpel gebildet hat der auf die Nerven gedrückt hat. Das war nicht so toll, vor allem weil man beinahe grundlos operiert hätte weil der Verdacht auf Karpaltunnelsyndrom vorlag, was durch die Nervenabdrück-Geschichte auf dem Messgerät halt auch danach aussah.

    Aber keine Angst, sowas passiert so schnell nicht... ich habs wirklich stark übertrieben weil ich halt wieder wie früher meine Sachen spielen wollte.

    De Warnung ist angebracht, klar.
     
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