Der Chor singt sehr laut ...

  • Ersteller Lalla-Lilli
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Nicht ganz. Von "Blue Eyed Soul" spricht man bereits, wenn Weiße Soulmusik auch nur interpretieren. Stimmlich so klingen mĂŒssen sie nicht. Siehe
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Ok, dann anders. Van Morisson wurde mal als der beste weiße SoulsĂ€nger tituliert. Ich halte da nicht viel von, auch wenn es Schlagzeilen bringt.

Wollte nur Beispiele bringen, dass es auffĂ€llt, wenn Ausnahmen die Regel bestĂ€tigen, wenn man also denkt, das klingt jetzt schwarz und dann ist es ein Weißer, der singt.
 
TĂ€ten aber besser daran, hier ihren eignen und fĂŒr sie machbaren Stil zu finden?

Ich mutmaße, die meisten (Laien-)Chöre tun das ohnehin – gezwungermaßen.;)

vielleicht singen gewisse (nicht alle!) europÀische Gospelchöre (zu) laut, weil sie den Klang der (afro-)amerikanischen Chöre kopieren wollen.

Ich finde, es macht durchaus Sinn, sich am Vorbild zu orientieren, damit ĂŒberhaupt diese gospelhafte "Extase" erlangt wird. Ich weiß auch nicht, ob das wirklich kennzeichnend fĂŒr europĂ€ische Gospelchöre ist. Wir haben ja jetzt nur die Erfahrung eine einzelnen Userin, die sich (subjektiv) von ihren Kolleginnen ĂŒbertönt fĂŒhlt.

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Mir ist klar, dass das nicht so gemeint ist,
Dann ist's ja gut.
aber den Hinweis auf die Genetik finde ich grenzwertig, fast rassistisch
FĂ€ndest Du ihn auch rassistisch, wenn ich das selbe im Kontext mit grĂŒnĂ€ugigen oder braunĂ€ugigen Personen geschrieben hĂ€tte?


Ich finde es problematisch, wenn die Möglichkeit eines genetisch bedingten Grundes aus Angst vor Rassismus (der fĂŒr mich etwas vollkommen anderes beinhaltet, da bei Rassismus eine - i.d.R. negative - Bewertung enthalten ist) vollkommen unter den Tisch gekehrt wird. Auch bei Intelligenz wird gemutmaßt, dass die teilweise genetisch bedingt ist, wohlgemerkt vollkommen unabhĂ€ngig davon, welche Hautfarbe vorliegt.

(sorry Tonja, dass ich jetzt dein Posting zitiere, ich weiß, dass das ursprĂŒglich von moniaqua kam)
Die hÀttest Du auch gut direkt zitieren können, die kann das ab ;)
 
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Letzten Sonntag haben wir mit meinem "lauten" Chor in einem Gottesdienst in einer kleinen Kirche (also NICHT in unserem riesigen Proberaum) gesungen - beim Einsingen meinte der Chorleiter: "Bitte die Sopranis etwas zurĂŒckhalten, nicht so brĂŒllen - wir sind hier nicht auf dem Jahrmarkt!"
Also, geht doch ... ;)
 
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FĂ€ndest Du ihn auch rassistisch, wenn ich das selbe im Kontext mit grĂŒnĂ€ugigen oder braunĂ€ugigen Personen geschrieben hĂ€tte?
dann wÀr wenigstens offensichtlich, wie bescheuert die argumentation ist.

Ich finde es problematisch, wenn die Möglichkeit eines genetisch bedingten Grundes aus Angst vor Rassismus (der fĂŒr mich etwas vollkommen anderes beinhaltet, da bei Rassismus eine - i.d.R. negative - Bewertung enthalten ist) vollkommen unter den Tisch gekehrt wird.
die argumentation war "unterschiedlich, weil unterschiedliche rasse/hautfarbe etc.".

Auch bei Intelligenz wird gemutmaßt, dass die teilweise genetisch bedingt ist, wohlgemerkt vollkommen unabhĂ€ngig davon, welche Hautfarbe vorliegt.
im gegensatz dazu lautet die argumentation "unterschiedliche gene, also unterschiedliche eigenschaften, und zwar unabhÀngig von der ethnizitaet". das ist ein fundamentaler unterschied.
 
Ich finde die ChorsÀtze oft zu hoch gesetzt, dadurch klingt es kopfig / hauchig.

Ich tausche die Stimmen durch oder lasse Ganzton tiefer singen.
Bruststimmenregister ist wichtig fĂŒr "Gospelsound".

Die Amis singen auch höhere Lagen tendenziell noch eher in dem Brustregister, wenn sie entsprechend aufgewachsen sind.
 
dann wÀr wenigstens offensichtlich, wie bescheuert die argumentation ist.
Wessen, meine oder ihre? Ich streite nicht prinzipiell ab, dass es genetisch bedingte Unterschiede gibt - ich weiß es schlichtweg nicht. Ich habe aber schon Zweifel an anatomisch bedingten Unterschieden des Stimmapparats, ich denke eher, dass Unterschiede durch den Gebrauch, also durch kulturelle, gesellschaftliche und familiĂ€re PrĂ€gung, entstehen. Es ist vielleicht TĂŒpfelschisserei und vom Hundertsten ins Tausendste gedacht, aber es stieß mir in diesem Zusammenhang auf.
 
Damit jeder weiß wovon wir reden. Das wird oft missverstanden.

Edit:
Ich muss spÀter den richtigen Artikel verlinken.
 
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Damit jeder weiß wovon wir reden.

Ich weiß es jetzt gerade nicht mehr. In dem Artikel geht es um die Persönlichkeit eines Menschen, die "Charakteristika einer Person, die fĂŒr ein konsistentes Muster bei der Wahrnehmung von GefĂŒhlen, im Denken und Verhalten verantwortlich ist".

Dazu habe ich eine recht klare Meinung: Die Persönlichkeit wird nicht durch die Genetik beeinflusst, zumindest nicht ethnologisch. Ist aber wie gesagt nur eine Meinung. Vererbung von Persönlichkeitsstörungen mag ich nicht beurteilen, das ist mir zu heiß.

Dass anatomische Eigenschaften, die ja durchaus sichtbar sind, auch einen Einfluss auf Stimmcharakteristika haben können, scheint mir aber erklÀrbar.

Wie schon gesagt, vermag ich die "Farbe" einer Stimme gut zu indentifizieren. Und zwar unabhÀngig von Genres, Herkunft oder vom Geburtsort. Sogar unabhÀngig von der Sprache.

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Ich finde, der Thread driftet völlig ab

Es ging ursprĂŒnglich um einen Chor, der scheinbar alles zu laut singt.
Das hat definitiv nichts mit Veranlagung (auch keiner genetischen), keinem Glauben und schon gar nichts mit Rassismus zu tun.

Seid doch bitte so nett und diskutiert zumindest ansatzweise, worum es in diesem Thread geht. Und startet fĂŒr andere Themen einfach einen neuen.

lg Thomas
 
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Das hat definitiv nichts mit Veranlagung (auch keiner genetischen), keinem Glauben und schon gar nichts mit Rassismus zu tun.

Da hast du vollkommen recht. Sorry. Ich habe mal fĂŒr meinen Beitrag einen Löschantrag gestellt.

Seid doch bitte so nett und diskutiert zumindest ansatzweise, worum es in diesem Thread geht.

Das Threadthema hat sich ja anscheinend von selbst gelöst, da der Chorleiter ihr zugestimmt hat.

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Ich sehe den Thread auch abdriften und wollte mich eiegntlich nicht mehr beteiligen, die grundsĂ€tzliche Frage warum denn afroamerikanische Gospelchöre so einen satten Klang in den Raum stellen, wĂ€hrend in unseren Breiten der Versuch meist schon im Versuch hĂ€ngen bleibt oder in BrĂŒllen und Kreischen endet, finde ich aber schon interessant.

Ich sehe oder besser höre das wie @stuckl, die SÀnger und SÀngerinnen singen mit Bruststimmanbindung, tief eingestelltem Kehlkopf und unter Nutzung des gesamten Resonanzraums.
Diese Technik scheint dort einfach der klanglich Standard zu sein, der schon die KInder mitnehmen, wĂ€hrend es bei uns im sĂ€ngerischen "Breitensport" nicht ĂŒblich und teilweise richtiggehend verpönt ist. In Kontakt kommt man damit höchstens im (klassischen) Gesangsunterricht oder bei der Stimmbildung.
 
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Man hört es oft schon beim Sprechen, den höheren Bruststimmenanteil und diese Resonanz.
 
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dann wÀr wenigstens offensichtlich, wie bescheuert die argumentation ist.

die argumentation war "unterschiedlich, weil unterschiedliche rasse/hautfarbe etc."

m gegensatz dazu lautet die argumentation "unterschiedliche gene, also unterschiedliche eigenschaften, und zwar unabhÀngig von der ethnizitaet". das ist ein fundamentaler unterschied.
Normalerweise bin ich ja absoluter Fan von sinnentnehmendem Lesen, das bekomme ich hier aber beim besten Willen nicht hin. Bzw., ich verstehe nicht, was Du mir sagen willst. Da wir mit dem Thema hier aber eh OT sind und es hier schon angemerkt wurde, bitte ich Dich, im Bedarfsfall einen eigenen Thread aufzumachen, danke.
 
Man hört es oft schon beim Sprechen, den höheren Bruststimmenanteil und diese Resonanz.
Und das klingt natĂŒrlich prĂ€sent, auch beim Singen.

Das probieren hier vllt einige durch LautstÀrke (kehliges pressen) auszugleichen / nachzuahmen.
 
Richtig, was die Diskussion angeblich „schwarzer“ Stimmen angeht, bitte in bereits genanntem Thread https://www.musiker-board.de/threads/stimm-unterschied-zwischen-schwarzen-und-weissen.604496/ weiterfĂŒhren oder neuen eröffnen. *
Hier dann weiter ĂŒber LautstĂ€rke/ Dynamik bzw. den „lauten“ Sound von Gospelchören. Danke!
Sorry, aber die Themen sind so eng verpflochten, ein nachtrÀgliches Abtrennen aus diesem Thread ist nicht möglich.

*EDIT: Bitte hier weiter: https://www.musiker-board.de/thread...on-afroamerikanern-bei-gospel-choeren.736303/
 
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