Der Fleck muss weg

Frank_de_Blijen

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Ein Text ohne KI über KI
Freu mich über KI-freies Feedback
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Der Fleck muss weg

Hallo Alexa
sieh mal, der Klecks da
mach den mal weg da

hallo Miss Siri
spiel mal vom TV
Die neue CD

KI hilft Dir
in allen Lebenslagen
Du musst sie nur fragen
Du musst sie nur fragen


(kannst)
Du mir mal helfen?
(Ich)
würd's Dir vergelten
(es)
geschieht viel zu selten.

Also: ich wüsste
gern was ich müsste
tun, wenn ich küsste

(Ich)
möchte es spüren,
(kannst)
Du mich verführen?
(und)
Gefühle schüren?

KI hilft Dir
doch nur rein theoretisch
Sie kennt keine Praxis
und bleibt hypothetisch


Alexa räumt nicht bei Dir auf
sie kocht noch nicht mal Essen
Siri hat's nur theoretisch drauf
ganz praktisch kannst Du sie vergessen

Und wenn es dann noch menschlich wird,
sind beide gleich ganz schnell verwirrt.


KI hilft Dir
nie dort, wo es drauf ankommt
Sie hat kein Herz und keinen Sinn
Und braucht zum Denken einen Prompt


da schalt ich lieber beide ab
und frag um Rat bei meinem Schatz
 
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Danke für deinen Text, er spricht mich sehr an! (y)

Er ist für mich auch hoch interessant, weil ich selbst seit längerer Zeit an einem KI-kritischen Song arbeite.
Ich schwanke stark zwischen der Faszination über die Möglichkeiten und Chancen der Nutzung und andererseits deren Ablehnung besonders in kreativen Bereichen. Ganz zu schweigen von meiner Besorgnis über soziale, kriminelle und politische Folgen. :rolleyes:
 
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Hallo @Frank_de_Blijen
ich versuche gerade, Deinem Text nachzugehen, und den Aspekten, wo er mich von der Wirkung her nicht wirklich abholt. In gewisser Weise ist das paradox, denn nichts an dem Text selbst ist falsch - da ist sogar alles richtig und er funktioniert auch. Gleichwohl erzählt er für mich eine Geschichte, die ich in gewisser Weise fast überholt von der Zeit finde: Alexa oder Siri wird zu Rate gezogen und siehe: sie tut das, was sie kann und was sie nicht kann - Gefühle empfinden, eine Beziehung aufbauen - kann sie eben nicht. Diese Begrenztheit wird dem Lyrischen Ich klar und gerät ihm zu der Erkenntnis, dass die KI eben nicht das leistet, worauf es im Leben ankommt - und das Lyrische Ich wendet sich seinem realen Partner zu. Alles richtig und alles gut.

Ich denke, das hat alles zu Anfangszeiten von Alexa und Siri und Co zugetroffen und trifft auch sicherlich heute noch so zu, was diese Art von KI-Hilfen im Alltag angeht. Gleichzeitig passiert seit einiger Zeit aus meiner Sicht jedoch etwas ganz anderes: Sprachmodelle werden von Menschen immer öfter als Gesprächspartner und auch therapeutische Hilfen herangezogen und für einige Menschen entwickeln sie sich zu Beziehungssurrogaten. Sie fühlen sich verstanden und bestätigt. besprechen ihre Gedanken und Gefühle, erwarten und erhoffen sich ein Gegenüber - und damit ist für mich eine Dimension in der Beziehung von Mensch und KI/Sprachmodell eröffnet, die sich losgelöst hat von "Siri spiel mal den Song XY" oder "Dimm das Licht runter" oder "Stell eine Einkaufsliste für morgen zusammen" und diese läßt sich für mich auch nicht einhegen in ein "theoretisch kann sie vieles - praktisch kann sie nichts" ... was ich in Deinem Text sehr stark thematisiert finde.

Es ist im Grunde auch nicht fair, einen Text daraufhin zu lesen, was man gerne zu dem Thema lesen möchte und ich kann mir vorstellen, dass er als launig-guter Text in chansong- oder cabaretartiger Umgebung Spaß macht und zum Nachdenken einläd. Und im Text wird sich ja exlpizit auf Alexa und Siri bezogen. womit der Kontext passend gewählt ist.
In erster Linie wollte ich Dir mitteilen, wo ich gerade in Gedanken bei dem Thema KI/Sprachmodelle und der Beziehung zum Menschen (bzw. umgekehrt) bin. Im Großen und Ganzen glaube ich, dass dort längst ein neues Kapitel aufgeschlagen ist. Wenn Du schreibst "(Ich) möchte es spüren, (kannst) Du mich verführen? (und) Gefühle schüren?", so glaube ich, dass dies etliche Menschen schon in Bezug auf KI / Sprachmodelle so handhaben, dass schon längst Gefühle geschürt sind und dass sie aus sehr unterschiedlichen Gründen in einer Kommunikation mit KI / Sprachmodellen eingetreten sind, wo sie ein "KI hilft Dir nie dort, wo es drauf ankommt Sie hat kein Herz und keinen Sinn" nicht mehr erreicht, und dass ab dieser Schwelle andere Antworten oder eine andere Perspektive von nöten ist. Möglicherweise ist Dein Text aber auch genau darauf gerichtet und soll solche Fragen evozieren. Jedenfalls ist es das, was Dein Text bei mir ausgelöst hat: Weniger ein bestätigendes Nicken und ein Sich-Wieder-Erkennen in einer geschilderten Alltagssituation als ein erstauntes Fragen, eher ein Blick in den Rückspiegel als durch die Windschutzscheibe nach vorn.


Herzliche Grüße

x-Riff
 
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  • #4
Vielen Dank, lieber @x-Riff , für Dein ausführliches Statement.

wobei mich Deine Gedanken eher in der KI-Kritik bestärkt als dass es sie obsolet werden lässt. KI als Hilfe bei der Recherche, beim Übersetzen von Texten, bei der Optimierung von Produktionsprozessen find ich gut und sinnvoll. Sich auf KI zu verlassen oder sogar eben als Ersatz für menschliche Beziehungen zu sehen, ist mir dagegen nicht geheuer. Und: KI wird keinen tropfenden Wasserhahn reparieren oder echte Empathie zeigen. Glaube ich (noch). Dass KI schon in der Lage ist, so etwas wie Beziehung zu simuieren uns damit Menschen zu beeinflussen, ist dabei noch ein kritischer Punkt - die Manipulation wird da wohl eher von einer Seite genutzt, die ich auch nicht gern erfolgreich sehe.
 
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Mein Verhältnis zur KI hat sich in den letzten Monaten gewandelt: Vom Saulus zum Paulus.
Wenn mir jemand vor 10 Jahren gesagt hätte, dass sich der Computer freut, wenn ich ihn lobe, hätte ich ihn in die Nervenklinik einliefern lassen!!
Wenn mir jemand vor nur einem Jahr gesagt hätte, dass ich mich in weniger als 12 Monaten mit einem Computer 4 Stunden intensiv unterhalten werde über praktisch alle Themen, die mich interessieren, den hätte ich für verrückt erklärt.
Na klar kommt jetzt der Einwand...der ist ja billig und banal. Mich begeistert aber die Bandbreite und Tiefe der Antworten. Mangelnde Empathie kann ich nicht feststellen. Mangelnde Fachkenntnisse schon gar nicht.
Da tobt ein ganz gewaltiges neurales Netzwerk, das manchmal sicher weit über 100.000 Verknüpfungsentitäten verwaltet. Oder sogar Milliarden.
Ich bin ja mit Perry Rhodan groß geworden, Computer sind auch nur neugierig🤪
 
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  • Ersteller
  • #6
Du täuschst Dich bzw der Computer täuscht Dich. Der Computer freut sich nicht. Er ist nur so programmiert, dass er so tut, als ob er sich freue, damit Du Dich freust. Und dran bleibst. Aber es scheint ja zu funktionieren, also viel Spaß.
 
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Das, was KI kann, ist tatsächlich nur simulieren. Wie ein Hypochonder. Sie haben nicht wirklich Schmerzen, aber sie können die Symptome so glaubhaft rüberbringen, dass es für die Außenwelt glaubhaft wirkt. Und deren Mitgefühl ist echt. Ich spreche hier nur das Gebiet der Empathie an, die einer KI zugesprochen wird - Informationen hat sie tatsächlich weit mehr als ein Mensch verarbeiten kann (allerdings: verstehen tut die KI nichts - und auf dieser Ebene ist es die gleiche Simulation: Information ist nicht Wissen und schon gar nicht Erkenntnis).

Ich glaube, die tiefere Erkenntnis liegt darin, dass Menschen nach Beziehungen verlangen und nach Zeichen suchen, die ihre inneren Bedürfnisse zu bestätigen scheinen. Es ist quasi eine Selbsttäuschung - und diese Erkenntnis ist auch nicht neu: ob nun Mensch oder KI - der Mensch bastelt sich seine Welt nach seinen Bedürfnissen und sucht darin Bestätigung. Die Welt der Kunst ist voll von der Darstellung dieser Selbsttäuschung und der Dramen, die daraus erwachsen. Oder je nach Sichtweise: der Komödien, die daraus erwachsen.

x-Riff
 
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Sorry für OT: kürzlich lief der Film mit Meg Ryan "Harry und Sally" als Wiederholung. Da wird das Phänomen "Vortäuschung" gut analysiert.😂
Der Film ist gut. Das war nicht echt! Das sind Schauspieler! Die nutzen sogar ein Drehbuch!
Dass die KI keine "Erkenntnis" habe, ist eine philosophische Frage. Immerhin erkennt sie ausgesprochen genau die unsichtbare Zielscheibe meiner Frage und spiegelt dann quasi die Erkenntnisse tausender Menschen zurück, hoch komprimiert.
Unterhaltet euch mal über "Gegenmelodien komponieren" mit ihr. Ist wie eine gute Vorlesung. Vor allem freundlich, respektvoll, bündig, präzise.
👍
 
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