Der große Roland Jupiter 80/50 Thread

  • Ersteller defrigge
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Ich hatte ja denselben Verdacht, weil das einfach konzeptionell ZU behämmert wirkt.

Aber nun tränen mir fast die Augen, als der Moderator des Roland Clan Forums (der laut eigener Aussage eine Vorversion zum Soundprogrammieren in Händen hatte) schreibt:

"According to what I worked with, it's synth section is a copy of SH-01, and if we compare it to the Fantom-G or even Fantom-X, it is less powerful, although not by much. 3 tones instead of 4, one LFO per tone instead of two, less LFO shapes (no step LFO). However, the rest is the same, and it's wrapped in a much more user-friendly interface, which should help more people exploit the synth's potential."
Selbst diesen Vergleich (VA und erweiterter ROMpler sind doch völlig verschiedene Konzepte) verstehe ich nicht wirklich.

Wie auch immer: bin ich der einzige, der nur noch ungläubig den Kopf schüttelt? :rolleyes:
 
Nö, biste nicht.... :gruebel:

Da hat Roland was Interessantes geschrieben: bessere Bedienerfreundlichkeit! Denn bei komplexen Synthesen machen halt die meisten Möchte-Gern-Soundprogrammer schnell schlapp...

Also: Machen wir es eben etwas einfacher, und locken die User, die sich an die richtig mächtigen Workstations nicht recht rantrauen aufgrund ihrer Komplexität.. und irgendwie haben die Rolands ja auch Recht: Denn Yamaha find ich gruselig zu programmieren.. dann lieber Roland. Mit ordentlichem Interface... warum nicht? Aber ich denke dieses Konzept in der Form wird trotzdem nicht aufgehen... bei dem Preis.

Ich hoffe immer noch auf einen April-Scherz...
 
Da hat Roland was Interessantes geschrieben: bessere Bedienerfreundlichkeit! Denn bei komplexen Synthesen machen halt die meisten Möchte-Gern-Soundprogrammer schnell schlapp...

Ich sag´s mal bewusst provokant: das derzeitige Designer Team bei Roland versteht absolut nichts von einer besseren Bedienerfreundlichkeit. Und das seit mehr als 10 Jahren. Schon die Tatsache allein, dass sie den Zahlenblock von den Keyboards vor 10 Jahren genommen haben (namentlich beim Fantom) zeigt das sehr deutlich. Ganz zu schweigen davon, dass man für den einfachsten Transfer von einzelnen Sounds beispielsweise beim Fantom G den Sound Library Editor am Rechner benutzen muss.
Und beim Jupiter 80 geht die Bedienerfreundlichkeit schon beim erstellen von Orgelsounds (mit den nur 4 vorhandenen Schiebern) ordentlich baden.

Also: Machen wir es eben etwas einfacher, und locken die User, die sich an die richtig mächtigen Workstations nicht recht rantrauen aufgrund ihrer Komplexität.. und irgendwie haben die Rolands ja auch Recht: Denn Yamaha find ich gruselig zu programmieren.. dann lieber Roland. Mit ordentlichem Interface... warum nicht?

Durch das Wegnehmen von Funktionen wird eine Sache in meinen Augen keineswegs einfacher. Wer zu faul ist, sich einzulernen, der kann sich einen Juno mit 5 Poti kaufen. Der eine regelt die Filterfrequenz, und die übrigen vier die ADSR Hüllkurve.
Das ist im Grunde wie mit den Software Sequencern. Da erscheinen von Zeit zu Zeit immer wieder neue Mitspieler auf dem Markt, die ihre Bedienungsfreundlichkeit hervorheben, und dann merkt man, dass etliche Funktionen fehlen. Wenn dann nach der Usernörgelei diese nachgereicht werden, sind diese Sequenzer genauso komplex und "kompliziert" wie die alten, die sich seit Jahren auf dem Markt behaupten.

Ich hoffe immer noch auf einen April-Scherz...

Ne, der Scherz ist zur Realität geworden. Ich nehme jetzt meinen Fantom G viel ernster, denn ich sehe, dass es hätte viel schlimmer kommen können.
:D
Da wird jetzt ein alter Name der für das Flagship Produkt vor 30 Jahren stand, wieder belebt, für ein Keyboard, dass ich gar nicht auf dem Markt positionieren kann. Welche Funktion hat es denn? Es soll bis zu 4 Parts haben, mit der Möglichkeit schnelle und einfache Splits und Layers zu erstellen. Das hätte doch gleich ein Juno sein können. Roland ist offensichtlich so naiv und denkt, das alle Bühnenmusiker wohl nur 2 Sounds splitten. Bass in der linken Hand und Piano/Irgendetwas in der Rechten.
Dazu fehlt ein Sampler für die eigenen Sounds und wie wir hören, ist auch die Engine vereinfacht worden. Zu dem ist das Teil unnötig sperrig und groß. Bei dem Gerät ist die Identitätskrise vorprogrammiert. Das hätte man gleich als einen RD verpacken können.
 
Ein Jupiter soll das sein?
Dies ist doch nur ein an die Wand gefahrener Versuch mal wieder Kohle zu machen indem man 20 jährige Samples, welche ohnehin auf jedem Motherboard Soundchip verbaut sind, mit dem Konzept des V-Synth konzipiert. Dazu noch den Namen eines grossartigen Produktes geklaut und gescheit vermarktet.

Für diese Schande hasse ich Roland und hoffe dass die Firma Konkurs geht... die bauen ein Scheissgerät nach dem anderen :bad:
Rolandsynths sind sowieso immer problematisch und alles andere als "einfach" oder innovativ.... von der Verarbeitung ganz zu schweigen... (ich meine das Gehäuse vom JP8000 ist ein Witz).. der D50 hat MIDI Timing Probleme... das OS des JP8000 ist nicht nur buggy sondern fast unbrauchbar... die MC Serie ist eine Katastrophe um in ein MIDI Setup einzubinden und was der EG101 darstellen soll weiss ich heute noch nicht...

Der JD800 ist billig gebaut und fängt an auseinander zu fallen (die Tastatur ist Billigkram) und der V-Synth ist nicht so stabil gebaut wie es der Anschein hat.

Dann fängt Roland an ihre popelige Fantom Serie zu bauen, und pflanzt ihre Scheisssamples (welche ich nach 20 Jahren wirklich nicht mehr hören kann) in jeden Plastikdreck und benennt es nach grossen Synthesizern, welche wirklich gut waren/sind.
Was kommt als nächstes? Alpha-Juno 3.5 oder MKS2000... oder wie wäre es mit einem D100...

Warum werden nur immer Live-Musiker bevorzugt? Splits, Layer und ultrarealistische Standard langweiler-Sounds... und an uns Studio-Musiker und Soundtüftler denkt niemand? Der V-Synth war ein Segen

Ich war noch nie Roland-Fan aber mittlerweile fände ich es gut wenn diese Firma vom Markt verschwinden würde :mad:
 
Wann wird hier im Forum endlich mal der offizielle Roland-Hasser-Thread gegründet?
Dann könnten sich alle Roland-geschädigten darin auskotzen und allen anderen bliebe dieses lächerliche Gewäsch in tausend verschiedenen Threads erspart...
 
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Es gibt weder offizielle Spezifikationen noch einen echten Screenshot. Für ein Urteil ist es also viel zu früh!
Ich gehöre zwar auch zu denen, die aufgrund des Fantoms nicht sehr gut auf Roland zu sprechen sind. Dennoch verurteile ich nichts, was ich nicht beurteilen kann!
 
Der Roland-Hass-Thread ist längst überfällig.... gäbe eine Menge zu bemängeln..
Man müsste dann aber fairerweise auch einen Yamaha, Korg, EMU, Casio etc Hass-Thread eröffnen.

Ob es einen offiziellen Screenshot und Mitteilungen gibt ist eigentlich egal.
Es führt sowieso dort hin dass Roland wieder mal nen Rompler auf den Markt wirft und diesen nach einem super Synthesizer benennt.

Aber ich lasse mich sehr gerne vom Gegenteil überzeugen....
 
Ein Jupiter soll das sein?
Dies ist doch nur ein an die Wand gefahrener Versuch mal wieder Kohle zu machen indem man 20 jährige Samples, welche ohnehin auf jedem Motherboard Soundchip verbaut sind, mit dem Konzept des V-Synth konzipiert.

Demzufolge was bis jetzt bekannt ist, handelt es sich bei den Sounds um die sogen. Supernatural Technologie und da dürften gänzlich neue Sounds eingebaut sein. Eine Verbindung mit V-Synth sehe ich ganz ehrlich überhaupt nicht.

Warum werden nur immer Live-Musiker bevorzugt? Splits, Layer und ultrarealistische Standard langweiler-Sounds... und an uns Studio-Musiker und Soundtüftler denkt niemand? Der V-Synth war ein Segen

Niemand wird bevorzugt. Der Soundtüftler kann schon mal eine Masse an konstenlosen VSTs als Ausgangspunkt nehmen. Dazu einen Kontroller für gerade mal 500 Euro und hat eine Zeit lang zu tun. Und der Begriff "Studio-Musiker" sagt nichts aus. Warum sollten die Bedürfnisse eines Studio-Musikers anders sein als die eines Livemusikers? Beide haben Songs einzuspielen. Ob jetzt davor ein Publikum steht oder die Recording Maschine ist doch im Grunde egal.
 
Das Konzept des Jupiter80 kommt dem V-Synth schon sehr nahe: TouchScreen und nur "wenige" Regler da die meisten Funktionen über den Touchscreen abgewickelt werden.

Die Synthese oder Technologie mag heissen wie sie will aber wenn man Pianos, Orgeln und Gitarren mit einem Jupiter in Verbindung bringt kann man nicht von der Fortsetzung einer Synthesizer-Reihe sprechen. Roland versucht die gesampleten Sounds mal wieder schönzureden und verpasst dem Zeug erstmal n anständigen Namen damit die Nicht-Jupiter-Kenner denken sie hätten ein tolles Instrument in den Händen.

Als Soundtüftler auf Gratis-VST zurückzugreifen ist wie ein Automechaniker der an einem Rollschuh rumschraubt.
Nenne mir einen einzigen vernünftigen VST Synth der Free ist (Delay Lama.. aber der ist nicht ideal zum schrauben)
Um wirklich was zu basteln und tüfteln bedarf es schon ein Gerät das abseits von Bläser und Streichersounds (mögen diese noch so toll klingen) Möglichkeiten bietet.... auf VST Basis kostet auch dies dann Geld.

Der Live Musiker will wie so oft einfach auf die Bühne.... n paar geklaute Songs spielen und sich dabei möglichst nicht mit Sounddesign befassen. Da muss das Balladenpiano und der Jump-Brass sofort griffbereit sein... da braucht man sich nicht um VCO's und LFO's zu kümmern.
Wir Studiomusiker (wir sind in der Unterzahl) brauchen solchen Kram nicht und löschen eben solche Sounds sofort aus dem Repertoire.
Der Jupiter war schon immer ein Schraubersynth und das sollte auch so bleiben... aber eben.... :bad:
 
Als Soundtüftler auf Gratis-VST zurückzugreifen ist wie ein Automechaniker der an einem Rollschuh rumschraubt.
Nenne mir einen einzigen vernünftigen VST Synth der Free ist (Delay Lama.. aber der ist nicht ideal zum schrauben)
Um wirklich was zu basteln und tüfteln bedarf es schon ein Gerät das abseits von Bläser und Streichersounds (mögen diese noch so toll klingen) Möglichkeiten bietet.... auf VST Basis kostet auch dies dann Geld.

Ja, warum sollten gute VSTis denn wohl kein Geld kosten? Gerade als Studiomusiker sollten Dir doch einige jeden Cent wert sein, oder?

Der Live Musiker will wie so oft einfach auf die Bühne.... n paar geklaute Songs spielen und sich dabei möglichst nicht mit Sounddesign befassen. Da muss das Balladenpiano und der Jump-Brass sofort griffbereit sein... da braucht man sich nicht um VCO's und LFO's zu kümmern.
Ich hab keine Ahnung, woher du dein Bild von Live-Musikern beziehst. Erstens kenne ich haufenweise Live-Musiker, die sehr gut mit der Technik ihrer Geräte umgehen können, und zweitens machen die meisten Musieker beides: Live- und Studio-Musik.


Hier geht's ja nur darum, ob das, was wir bisher über den "Jupiter 80" hören und sehen (ab Mittwoch wissen wir etwas mehr), konzeptionell eher mehr oder weniger Sinn als "Live Performance Keyboard" machen könnte.
Natürlich wirft das Konzept eines "Jupiter 80" in der bisher vorgestellten Form Fragen auf, genau wie jedes andere neue Gerät.
 
andi85
  • Gelöscht von andi85
  • Grund: War eigentlich unnötig.
Das Konzept des Jupiter80 kommt dem V-Synth schon sehr nahe: TouchScreen und nur "wenige" Regler da die meisten Funktionen über den Touchscreen abgewickelt werden.

Mit dieser Logik hat Korg dann eine V-Synth Hyperproduktion: vom Trinity bis zum Kronos, alles V-Synth Derivate vom Feinsten, mit Touchscreen und wenigen Kontrollern.
;)


Als Soundtüftler auf Gratis-VST zurückzugreifen ist wie ein Automechaniker der an einem Rollschuh rumschraubt.
Nenne mir einen einzigen vernünftigen VST Synth der Free ist (Delay Lama.. aber der ist nicht ideal zum schrauben)
Um wirklich was zu basteln und tüfteln bedarf es schon ein Gerät das abseits von Bläser und Streichersounds (mögen diese noch so toll klingen) Möglichkeiten bietet.... auf VST Basis kostet auch dies dann Geld.

Ich wollte nur sagen, das diese sagenumwobenen Tüftler und Studiomusiker problemlos auf VST Varianten zurückgreifen können die es sogar umsonst gibt. Ein LiveMusiker kann sich ein Keyboard nicht umsonst anschaffen. Von den wenigen Endorsern mal abgesehen. Es gibt viel mehr VST Instrumente als Keyboards. Natürlich kosten gute VSTs auch Geld. Aber Tüftler können schon bei Free-VST anfangen.

Der Live Musiker will wie so oft einfach auf die Bühne.... n paar geklaute Songs spielen und sich dabei möglichst nicht mit Sounddesign befassen.

Hast du es wirklich nötig, so einen Unsinn zu schreiben?

Da muss das Balladenpiano und der Jump-Brass sofort griffbereit sein... da braucht man sich nicht um VCO's und LFO's zu kümmern.

Ja natürlich muss es sofort griffbereit sein! Glaubst du etwa dass das Publikum zur Show gekommen ist, um dir zuzuschauen wie du an den VCO/LFOs drehst???

Wir Studiomusiker (wir sind in der Unterzahl) brauchen solchen Kram nicht und löschen eben solche Sounds sofort aus dem Repertoire.

Also da wo ich als Studiomusiker gelegentlich arbeite, wird nichts als Kram bezeichnet und auch nichts gelöscht. Da benimmt man sich professionell und nimmt das auf, was der Komponist/Arrangeur will. Oder man lässt es lieber sein. Dafür wird man bezahlt, und nicht für seine krummen Weltanschauungen. Die Zeit im Studio kostet Geld. Da wird verlangt, dass man gut spielt und gute Ideen hat und nicht 10 Stunden für einen gelungenen Take verbraucht, und das Herumspielen mit dem Sound geht schon mal im Studio gar nicht. Das macht der Herr am Mischpult oder gibt sofort die Anweisung, dass man was anderes nimmt. Oder er rät dem Klienten sich einen anderen Studiomusiker zu besorgen.
 
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Wer bitte arbeitet denn im Studio noch mit Hardware Synths, analoges Vintage Zeugs mal ausgenommen ?
Die Outboard-Gear-Zeiten sind doch schon länger vorbei.
 
Wann wird hier im Forum endlich mal der offizielle Roland-Hasser-Thread gegründet?
Dann könnten sich alle Roland-geschädigten darin auskotzen und allen anderen bliebe dieses lächerliche Gewäsch in tausend verschiedenen Threads erspart...

Amen.

Der Live Musiker will wie so oft einfach auf die Bühne.... n paar geklaute Songs spielen und sich dabei möglichst nicht mit Sounddesign befassen. Da muss das Balladenpiano und der Jump-Brass sofort griffbereit sein... da braucht man sich nicht um VCO's und LFO's zu kümmern.
Wir Studiomusiker (wir sind in der Unterzahl) brauchen solchen Kram nicht und löschen eben solche Sounds sofort aus dem Repertoire. Der Jupiter war schon immer ein Schraubersynth und das sollte auch so bleiben... aber eben..

Vielleicht dreht ja mal ein Hollywood Produzent einen Actionfilm über die heldenhaften Studiomusiker, die (obwohl zahlenmäßig deutlich in der Unterzahl) die ach so pösen Live Musiker verdreschen... :great::rofl:

Übrigens, wenn ich mit meiner Band, unsere Lieder spiele, bin ich dann kein Live Musiker? Was bin ich dann eigentlich? :confused::gruebel:

lg
 
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Vielleicht sollte man den Begriff Studiomusiker und Livemusiker etwas genau zu definieren da es offensichtlich nicht für alle klar ersichtlich zu sein scheint was gemeint ist...

Studiomusiker:
Sitzt (alleine oder mit anderen) im (meist eigenen Studio).... verbringt mehr Zeit damit Sounds zu basteln, Samples zu schneiden und neues auszuprobieren...
Zb. Yello, Depeche Mode, Alobar etc....

Live-Musiker:
Vorwiegend Coverbands oder Keyboarder in einer Band die aus Schlagzeug, Gesang, Gitarre und Bass (und natürlich Keyboards) besteht.
Sounds werden nicht erstellt oder verändert und man nimmt was man hat (Presets).. egal ob für Live oder Studio Produktion.

Natürlich ist es nicht auszuschliessen dass diese beiden Gattungen gemischt werden ^^ Depeche Mode treten ja schliesslich auch Live auf...

Fakt ist jedoch: Der Jupiter 80 wird ganz klar auf Live-Musik (ob nun bei einer Studio-Aufnahme oder auf der Bühne) ausgelegt und hat ausser dem Namen und Hersteller wirklich nichts mit dem Ur-Jupiter zu tun.
Wobei man doch erwähnen muss dass der Urjupiter auch nicht frei nach dem Motto "Wir bauen mal eben den besten Analogsynthesizer" gebaut wurde...
 
Es wird Zeit, dass die Musikmesse beginnt!
 
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Das Missverständnis beginnt doch eigentlich schon bei der Betrachtung bzw. Verklärung des Jupiter 8. Auch der war ja schließlich nicht in erster Linie dafür gebaut worden, um Sound-Nerds zu beglücken. Im Gegenteil: der Jupiter 8 war damals ein nicht sonderlich innovatives Gerät, dass viele Bedürfnisse von Live-Musikern bedient hat: Split-Sounds waren damals das Highlight für Live-Mucker, ebenso Speicherplätze sowie ein sorgfältig designtes Featureset mit effektiven aber halt auch zahlenmäßig beschränkten Einstellmöglichkeiten. Das ganze dann gut verarbeitet auf dem damals aktuellen Stand der Technik und vor allem auch verhältnismäßig geringem Gewicht.
Und genau so eine Zusammenstellung dürfte wohl der Jupiter 80 sein. Ist halt wie mit New Beetle oder New Mini. Da erinert auch nur das Äußere an die alten Zeiten.

Roland entwickelt 2011 nichts für Studio-Nerds? Das haben sie 1982 auch nicht getan, nur denkt daran heute niemand mehr, weil das ungemein praktische Live-Keyboard Jupiter 8 im Laufe der letzten 30 Jahre einen Heiligenschein bekommen hat.

---------- Post hinzugefügt um 16:08:02 ---------- Letzter Beitrag war um 15:12:53 ----------

Und nochwas: Eigentlich zieht sich das seit jeher durch die gesamte Roland-Palette: Seien es die Junos, SH101, TRs und TBs und wasweissichnichnochalles: Alle sind als Instrumente von und für Pragmatiker designt worden. So ist Roland schon immer gewesen. Die wirklich hi-endigen ground-breakigen Sachen kamen eher von Yamaha als von Roland. Oder hat Roland jemals was Urgewaltiges und wegweisend-neues wie einen GX1 oder VP1/VL1 gebaut?
 
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Das hast du gut gesagt Schmudo.

Es ist schon so dass Roland keine wirklich innovativen Geräte hervorgebracht hat... wobei ich glauben möchte dass der erste Lauflichtsequencer bei einem Drumcomputer bei Roland anzutreffen ist.... naja der D-Beam Controller ist auch von Roland wenn auch nicht wirklich ein Highlight.

Etwas verdanken wir aber Roland: General MIDI :D
 
@schmudo: Du sprichst mir aus der Seele. Erinnere mich noch gut, dass mein erster Kontakt mit dem TB-303 in den 80er Jahren alles andere als eine Offenbarung war. Das Ding war und ist ein Einfachsynthesizer, der wegen gewisser Entwicklungen in der Musik und seines Sounds erst später zur Legende wurde. Als er herauskam, konnte sich wahrscheinlich niemand vorstellen, dass das Ding 25 Jahre später teurer gehandelt wird als zu seinem Neupreis. Mich überrascht das - ehrlich gesagt - bis heute.

Das Konzept des neuen Jupiter erinnert mich jedenfalls ein wenig an den D-50. Und das war damals nach meinem Eindruck eine echte Innovation aus dem Hause Roland. Wenn also der neue auf einer solchen Woge reitet, ist er mir herzlich willkommen! Bin jedenfalls gespannt und freu mich drauf, zumal ich auch das Design ziemlich cool finde!
 

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