Der große Roland Jupiter 80/50 Thread

  • Ersteller defrigge
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Spannung...
 
Und hier ist der erste offizielle Überblick:
http://www.rolandconnect.com/product.php?p=jupiter-80

Es ist tatsächlich eine virtuelle B3 drin. Nur steuern kann man sie mit den 4 Slidern nicht. Mir fehlt wohl die Fantasie, solche Konzepte zu verstehen. :gruebel:

Außerdem wundert mich, dass die ersten Demo-Videos nicht mit den tollen "Supernatural"-Klängen beeindrucken: bisher hab ich noch keinen vorgeführt gehört.
Aber das kommt sicher noch.
 
Interessantes Konzept, zugegeben... Hab den Thread auch erst entdeckt, nachdem ich die (angebliche) Spoilerinformation im Newsthread gepostet hab... :D

Nun ja... ich denke, wir sollten dem Ding eine Chance geben, sich zu beweisen. Seltsam sieht es aber schon aus...

Klar ist aber auch - unserer Roland*Bash*Mania liegt der Fantom G zugrunde - da können sie noch so geile Produkte bauen wie der revolutionäre GR55 oder die absolut ordentlichen neuen RD's (in den neuen 300NX hab ich mich sofort verguckt... wirklich geiles Teil), wir würden immer weiter auf ihnen Herumhacken - wegen ihrem einen grossen Fail.

Gut, was danach kam, war auch nicht immer das gelbe vom Ei. Gute und vor allem neuartige Ideen gab's zuhauf, die meisten wurden mehr oder weniger schlecht umgesetzt - siehe V - Combo. Sehr gute Kiste, kann für den Preis aber etwas zuwenig. Und wo der alte immerhin einen fetten Pseudo - Digital - Synth drin hatte, gibt's im neuen billigste Standartsounds ohne jegliches Editing.
Die AX - Geschichte ist auch eher seltsam, durchaus gute Ideen, aber wer will einen (tonnenschweren) Rompler zum Umhängen zu einem Preis, für den es zwei (stärkere) Juno Di gibt?
Der nächste Schuss nach hinten beim Juno Gi. An sich ein tolles Gerät, aber auch nicht der wahre Jakob - zu seltsame Lösungen für Details. Was solls, wir kaufen den Mist ja.
Vielleicht denkt Roland auch einfach am (europäischen) Cover- oder Livemusiker vorbei. Nach dem Motto "In Japan wollen die das so, also machen wir das so..." Auch eine Ausrede/Erklärung...

Das neue Konzept riecht für mich aber schon stark nach Ausschlachtung. Man scheint sich des Fails durchaus bewusst zu sein und gibt dem Ding einen anderen Namen als "Fantom", schon wegen dem ganz anderen Konzept. Nur eben leider keinen neuen, innovativen (wie bei Korg), sondern einen, der an und für sich mit dem Konzept so gar nix zu tun hat, sondern einfach nur legendär tönt (und auch ist). So wie bei den Junos (aber das ist ja n alter Hut, das erzähl ich nicht nochmal...). Gut möglich, dass man im Herbst eine XP - 80SX rausbringt - ob die dann an den legendären *hust* Vorgänger anknüpft, steht auf einem anderen Blatt. Zutrauen würde ich Roland zurzeit zumindest letzteres nicht.

Ich kann mich natürlich irren, aber das Schiff hier riecht doch massiv danach, dass sie nach Korg's Kampfauftakt im Januar kalte Füsse bekommen haben und husch husch ein ähnliches Produkt auf die Beine stellen wollten, um nicht total abzuschiffen. Zumindest sieht das auf dem ersten Blick nicht aus, als ob von langer Hand geplant... [sarkasmus] Vielleicht ist das Gerät auch nur ein verstrahlter Fantom G [/sarkasmus]

Klar ist aber auch: Mit diesem Gerät steht und fällt Rolands Glaubwürdigkeit im Sektor professionelle Tasteninstrumente. Wenn das Gerät floppt, war's das wohl, und die Firma kriegt nur noch schwer ein Bein auf den Boden...

Werbeidee hin oder her - das Ding "Jupiter" zu nennen ist bescheuert. Schlägt sogar den Satz "Prepared to be amazed". Um Längen.
 
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Das ist aber auch eine blöde Präsentation auf delamar. "Stärken ganz klar im Synth-Brass-Bereich"? Cool, und dafür braucht man 76 Tasten und bezahlt 3000 Euros? Hätte er besser mehr gespielt als geredet.

Was mich interessiert: kann der Jupiter-80 etwas besser/mehr als die Korg M3-73 XP + EXB-RADIAS (z. Z. 3100€)?
 
Ich verstehe immer noch nicht, was das sein soll. Eine neue Workstation? Ein VA Synth?
 
Ich verstehe immer noch nicht, was das sein soll. Eine neue Workstation? Ein VA Synth?

Schein und sein lagen bei Roland schon immer auseinander...

Workstation ohne Sequenzer, VA ohne Knöpfe, Topgerät ohne 6er bzw. 8er Version.

Wahrscheinlich weiss man nicht mal bei Roland, welche Marktlücke das nun ist.

Ich denke immer noch, das soll ein Versuch sein, Korg Paroli zu bieten... ein missratener, versteht sich...
 
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Mal ne andere Frage: Roland hat ja auch den V-Synth gt im Programm, der zwar recht teuer ist, aber trotzdem ein qualitativ hochwertiges Instrument ist. Kommt es mir nur so vor oder sind die beiden von der Grundidee fast identisch?
 
Ribboncontrol hat enorm gut wiederholt was ich bereits einmal gesagt und gemeint hatte :great:

An die Leistung eines V-Synth GT wird der Jupiter80 niemals ankommen....
Und das Video ist wirklich nix wert.... SynthBrass Sound? Flöten und JP-Strings?

Jeder Plastik-Rompler hat das heute schon. Für die Möglichkeiten die bis jetzt ersichtlich sind ist das Gerät zu teuer...
Aber es wird viel darüber diskutiert.... hiess das Teil Roland XY99 würde sich keine Sau darüber den Mund zerreissen.
 
Mit 256 Stimmen Polyphonie und bis zu 9 Layern, wenn ich das richtig verstanden habe (4 Split links, 4 Split rechts und ein Solo-Layer) kann man dicke Soundwände erzeugen.
Und die Presets im Howard Jones Video sind ja offensichtlich so gemacht, dass viele Pads und 80s powersynth-sounds an Bord sind.
Auch wenn das (fette effektgesättigte Mulltilayer-Soundwände) nicht mein Geschmack ist: es gibt Leute, die das mögen und gern einsetzen.
Ich finde also, vorhandene Stärken soll man nicht in Abrede stellen.

Also kann man nicht sagen, dass das Teil keine positiven Seiten hätte.
Ich vermute sogar, dass es unter den Musikern, die nicht gerne selbst Sounds programmieren oder live beeinflussen, einige mit Spass an so einer Multilayer-Presetschleuder geben könnte.
Jeder wie er/sie möchte: schließlich haben auch leicht bedienbare Seniorenhandys ihren Markt (ausnahmsweise nicht spöttisch gemeint).

Das Dumme ist:
mit den kritischen Punkten (deja vu: unausgegorenes Gesamtkonzept wie beim Fantom G) stolpert Roland mal wieder über die eigenen Füße:
- der Gaia-VA klingt mäßig bis mittelmäßig und ist auch kein weiterentwickelter VA oder V-Synth Nachfolger (ich habe sogar den Eindruck, dass manche der Howard-Jones Synth sounds gar nicht vom VA kamen, sondern aus dem Sample-Speicher, wo sie von klassischen analogen Synths abgesamplet wurden, vielleicht sogar z.T. vom Jupiter 8)
- die Synthsounds lassen sich nur marginal beim Spielen verändern: es fehlen massenhaft haptische Controller für gute Synth-Bedienung.
- auch den Hammond-Clone kann man nicht vernünftig bedienen (nur 4 slider und touchcreen)
- ein Sequencer fehlt völlig. Das macht es unmöglich, Ideen aufzunehmen und per smf zu exportieren: statt dessen fühlt man sich in Kassettendeck-Aufnahme-Zeiten zurückversetzt
- die Preset-Taster an der Vorderseite sind eine totale Fehlkonstruktion: da kann kein Keyboarder live seine Augen und Hände haben

Bisher ist auch noch unklar, wie man das Gerät in eine Setliste/Favoritenliste einbinden kann und Sounds professionell für ein Stücke-Repertorie abrufen kann.
Verfügt das Gerät über entsprechende Funktionalität oder nicht?

Die schrille Farbgebung bis hinein ins Touchscreen-Layout wirkt auf viele Fisher-Price Spielzeug-verdächtig. M.E. wäre es gut gewesen, die 80er Farben zwar aufzunehmen, aber dezenter und wertiger aussehen zu lassen.

Bedenkt man dann noch, dass das Keyboard anscheinend über keinerlei Sampling-Fähigkeiten verfügt, dann wirken ca. 3000€ einfach nur noch um ca. 1000 bis 1500€ zu hoch.
Ich bin also ziemlich skeptisch, was die Vetrkaufsaussichten betrifft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier gibt es eine schöne Broschüre: http://cms.rolandus.com/assets/media/pdf/jupiter-80_brochure.pdf

Ich finde es schon mal gut, dass sie nicht zu viele seltsame Begriffe wie "Elastic Audio", "COSM" oder "Articulative Phrase Synthesis" verwenden; ich könnte mir vorstellen, dass diese Sachen beim V-Synth viele Leute abgeschreckt haben.

Der Ständer ist auch cool :)
 
Die Keyboards, welche Roland seit ein paar Jahren vorstellt, sind oft Ausnahmeprodukte wie VP770, AX Synth und jetzt die Jupiter 80. Das finde ich auch sehr gut, dass ein großer Hersteller auch Spezielleprodukte herstellt, damit man nicht immer Kompromisse eingehen muss.
Jedoch ist der Preis sehr happig. Das hält glaub ich die meisten davon ab ein Ausnahmegerät zu kaufen. Ich hätte gerne ne AX Synth, aber hauptsächlich des Spaßfaktors kann ich keine 1000 Oken dafür blechen. Ebenso verläuft es mit der V-Combo fü knapp 1800€. Die Clavia Electro Serie ist günstiger und verfügt auch über eine ausgewachsene Orgelsektion, und für den fast gleichen Preis gibt es da noch die Hauseigenekonkurrenz, die Vk-8. Aus wirtschaftlicher Lage ist das ein absolutes No Go.

Preislich würde ich die Jupiter 80 nicht zum gleichen Preis wie den V-Synth anbieten, ca. 2200 wären ok.
 
Nun ja... ich denke, wir sollten dem Ding eine Chance geben, sich zu beweisen. Seltsam sieht es aber schon aus...
Na, mal sehen, ob das Ding wirklich was Bahnbrechendes und Sinnvolles wird und nicht nur ein Rompler, von dem Teile auf Speed sind. Denn wenn ich das richtig interpretiere, ist mittlerweile sogar mit echtem VA Essig, weil es anstelle von virtuellen Rechenmodell-Oszillatoren Wellenformsamples gibt - und wenn das so ist, sind meine beiden XP-80 auch VAs, ich meine, die haben dedizierte Regler für Cutoff, Resonanz, Attack und Release.

Wobei, wenn nicht, könnte der Jupiter-80 zumindest ein rekordverdächtiges Unisono-Brett erzeugen (768 Oszillatoren, da freut sich der Trancer).

Interessanterweise hat Roland vor nicht mal allzulanger Zeit mal einen ziemlichen Kultrompler rausgebracht, nach dem sich die Leute wirklich die Finger leckten. Die MC-303 war nämlich nie virtuell-analog, sondern ein Rompler mit Knöpfen und Lauflicht. Wie eine Silberkiste klang sie erst recht nicht. Und trotzdem hat Roland sich daran dumm und dusselig verkauft. Aber Groove Gear machen sie ja nicht mehr, jedenfalls nicht als Roland - obwohl andere Hersteller (*hust*Korg*hust*) immer noch abartige Mengen an Klangerzeugern mit Lauflichtsequencern verkaufen.

Vielleicht denkt Roland auch einfach am (europäischen) Cover- oder Livemusiker vorbei. Nach dem Motto "In Japan wollen die das so, also machen wir das so..." Auch eine Ausrede/Erklärung...
Hm, Roland produziert fast nur für Japan, Yamaha fast nur für die USA (amerikanische Mucker haben das Sagen in puncto Motif-Specs, weil sie am zahlreichsten sind)...

Das neue Konzept riecht für mich aber schon stark nach Ausschlachtung. Man scheint sich des Fails durchaus bewusst zu sein und gibt dem Ding einen anderen Namen als "Fantom", schon wegen dem ganz anderen Konzept.
Wie ich schon mutmaßte, kann sein, daß Roland die Workstation, wie wir sie kennen, zu Grabe trägt und der Jupiter-80 der Nachfolger der Fantom-G7 wird.

Nur eben leider keinen neuen, innovativen (wie bei Korg), sondern einen, der an und für sich mit dem Konzept so gar nix zu tun hat, sondern einfach nur legendär tönt (und auch ist). So wie bei den Junos (aber das ist ja n alter Hut, das erzähl ich nicht nochmal...).
Klar. Wieviele Juno-Ds hätten sie abgesetzt, wenn sie das Ding nicht Juno-D, sondern RS-500 oder RS-60 genannt hätten?

Gut möglich, dass man im Herbst eine XP - 80SX rausbringt - ob die dann an den legendären *hust* Vorgänger anknüpft, steht auf einem anderen Blatt. Zutrauen würde ich Roland zurzeit zumindest letzteres nicht.
Ich würde denen nicht mal zutrauen, die Sachen, die sie seinerzeit bei der FA-76 gegenüber der XP-80 rausgeschmissen haben, wieder in eine Workstation einzubauen. Geschweige denn das Ding so dezent zu stylen, wie es die JV/XPs waren.

Ich kann mich natürlich irren, aber das Schiff hier riecht doch massiv danach, dass sie nach Korg's Kampfauftakt im Januar kalte Füsse bekommen haben und husch husch ein ähnliches Produkt auf die Beine stellen wollten, um nicht total abzuschiffen. Zumindest sieht das auf dem ersten Blick nicht aus, als ob von langer Hand geplant...
Nicht wirklich unwahrscheinlich. Roland sah wohl schon die Felle wegschwimmen und die letzten Fantom-User, die sich nicht zu Yamaha oder Kurzweil durchringen konnten, abspringen.

[sarkasmus] Vielleicht ist das Gerät auch nur ein verstrahlter Fantom G [/sarkasmus]
Nö, der Tsunami hat ihr Lagerhaus durcheinandergeworfen.

Ich verstehe immer noch nicht, was das sein soll. Eine neue Workstation?
Nope.

Nope. Das Ding ist so ungefähr der JV-90 des 21. Jahrhunderts - wenn man annimmt, daß die JV-1000 schon vorher auf den Markt kam.

Mal ne andere Frage: Roland hat ja auch den V-Synth gt im Programm, der zwar recht teuer ist, aber trotzdem ein qualitativ hochwertiges Instrument ist. Kommt es mir nur so vor oder sind die beiden von der Grundidee fast identisch?
Nicht mal annähernd. Der V-Synth basiert auf VariPhrase, womit man Samples aufs Übelste granular zerhacken und verbiegen kann. SuperNatural ist der Versuch Rolands, an Yamahas Cool!-, Sweet!- und Live!-Voices ranzukommen, sprich statische 08/15-Samples, die man mit ein paar zusätzlichen Modulationswegen ansprechen kann, z. B. steuert Velocity Filter-Cutoff da, wo Velocity normalerweise eben nicht Filter-Cutoff steuert, oder mittels Velocity oder Aftertouch wird ein anderer Tone eingeblendet - alles Sachen, die mit entsprechender Programmierung auch ein JV-1080 kann. Mit Chance gibt's zumindest neue Samples, und mit Chance werden alle Sounds auf dem Ding SuperNatural-mäßig aufgebaut. Wenn's jetzt noch 'ne ARX-Klappe gäbe...

hiess das Teil Roland XY99 würde sich keine Sau darüber den Mund zerreissen.
Flashc. Hieße das Teil Roland XY99, würden einige aufschreien: "ZOMG, Roland baut 'ne Workstation mit 6OP-FM? Kuck da, Yamaha, SO wird das gemacht!" (Hint: Yamaha SY99)

Bedenkt man dann noch, dass das Keyboard anscheinend über keinerlei Sampling-Fähigkeiten verfügt, dann wirken ca. 3000€ einfach nur noch um ca. 1000 bis 1500€ zu hoch.
Ich bin also ziemlich skeptisch, was die Vetrkaufsaussichten betrifft.
Vielleicht haben wir ja Schwein, die Geschichte des JD-800 wiederholt sich, und es gibt den Jupiter-80 alsbald für 2000 €.


Martman
 
Das wäre zu geil... mal n aktuellen FM Synthesizer... Yamaha konnte es, Elka konnte es, Korg konnte es, Casio versuchte es aber Roland hat es noch nicht auf die Reihe bekommen.... die verwenden seit Jahren die gleichen Samples......
 
Also ob Korg und Yamaha und Kurzweil nur neue Samples nutzen... ist klar. Ich kann das Gejammer echt nicht mehr hören. Hier wird auch viel nachgeredet und ich bezweifle, dass die wenigsten hier ein aktuelles Roland Gerät wirklich ordentlich genutzt haben. Einerseits meckern alle: Presets sind doof, andererseits wird sich damit eine Meinung gebildet.

Mein Fantom klingt gut. Er klingt in der Band, er klingt alleine und auch der Jupiter klang heute nicht schlecht, was ich so hören konnte.

Und wer sich lieber einen XP oder JV wünscht, der kann den immer noch kaufen!!!

Bei Roland war heute viel los und ich denke, dass liegt daran, dass die nur blödes Zeugt machen!!
 
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toeti, mal im Ernst, auch wenn dein Fantom gut klingt (meiner klingt nur teilweise gut und hat ein besch..eidenes Betriebssystem), würdest du wirklich ca. 3000 € für ein paar fette gelayerte "Jupiter 80" Zweitsynth-Sounds ausgeben?
Oder findest du, er taugt als Erstynth, ganz ohne Sampling, ohne Sequencer und ohne nennenswerte Controller?

Vielleicht kannst Du auf der Messe erfahren, ob das Betriebssystem so was wie ne Setlist/Favorites hat, die über den Touchscreen abrufbar sind?
 
Wie ich schon mutmaßte, kann sein, daß Roland die Workstation, wie wir sie kennen, zu Grabe trägt und der Jupiter-80 der Nachfolger der Fantom-G7 wird.

Hoffe ich... wobei... Workstation - Nachfolger soll das Ding sein? Meiner Meinung ist das der Fantom G auf Diät, mit einer Prise V - Synth, einer Prise GAIA, einem legendären Namen, ein paar ach so tollen Samples und dem Layout einer Atelier - Orgel...

Ich würde denen nicht mal zutrauen, die Sachen, die sie seinerzeit bei der FA-76 gegenüber der XP-80 rausgeschmissen haben, wieder in eine Workstation einzubauen. Geschweige denn das Ding so dezent zu stylen, wie es die JV/XPs waren.

Hab ich auch gar nicht so gemeint. Eher im Bezug darauf, das die Herren bei Roland (die gar nicht mehr zu wissen scheinen, was eine XP80 überhaupt ist, geschweige denn ein Jupiter) den Namen ausgraben für ihre nächste komische Missgeb...

Die Keyboards, welche Roland seit ein paar Jahren vorstellt, sind oft Ausnahmeprodukte wie VP770, AX Synth und jetzt die Jupiter 80. Das finde ich auch sehr gut, dass ein großer Hersteller auch Spezielleprodukte herstellt, damit man nicht immer Kompromisse eingehen muss.

So kann man das auch sehen... aber siehe unten.

Nicht wirklich unwahrscheinlich. Roland sah wohl schon die Felle wegschwimmen und die letzten Fantom-User, die sich nicht zu Yamaha oder Kurzweil durchringen konnten, abspringen.

Sehe ich ähnlich

Aber in puncto Workstation hat sich das Blatt ja auch auf einen Schlag gewendet. In den 90ern waren es vor allem Korg und Roland, die sich ein Workstation - Kopf - an - Kopf - Rennen geliefert haben. In den 00 - Jahren kam Yamaha mit den Motifs ins Spiel und Korg geriet nach und nach ins Hintertreffen, mit ihren mittlerweile doch eher "nur" noch guten Produkten (62fach polyphon, obwohl der Motif fünf Jahre davor schon mit 128 geprotzt hat) und mit eher psychologisch interessanten Auswüchsen à la M3 ("...des sieht aber schwul aus") oder Oasys ("...8000 Öcken, mann, wer soll das denn zahlen?")...

Inzwischen hat sich Roland mit seiner seltsamen Produktstrategie aus diesem Segment katapultiert - Yamaha beherrschte mit dem Motif das Feld. Mit dem Einbruch des Kronos in diese Liga kehrt sich das ganze plötzlich um. Nun hat Yamaha nur noch seinen guten Ruf und eventuell die Natursounds voraus - und einen Imageschaden, seit der Idee, den Motif "nur" schwarz anzumalen...

Das Rennen in der Topklasse läuft nun zwischen den bisher erstaunlich ruhigen Yamaha - Leuten und Korg, wobei sich Clavia sinvollerweise zurückhält und auf ihre ganz eigenen Stärken setzt. Hier gibt es wiederum aber eine riesige Chance für Kurzweil, mit einem Referenzprodukt à la K2600 eindrucksvoller den je diesen Kreis zu durchbrechen - wobei ich für Kurzweil als auch für den Kunden hoffe, dass sie bei ihren wirklichen Stärken bleiben und einen echten Kracher hinkriegen.

Roland hingegen scheint meiner Ansicht nach mehr den je das Ziel zu verfehlen. Die an Blasphemie grenzende Kiste namens Jupiter 80 könnte der berühmte letzte Tropfen in ein volles Fass sein. Mal ganz abgesehen davon, dass bei Roland anscheinend auch keine Leute - welche eines der wirklich guten Geräte bei Roland entwickelt haben - noch in der Firma hocken, machen sie sich jetzt auch noch lächerlich, denn mit dem Namen Juno gab es immerhin noch Gemeinsamkeiten zwischen den alten und neuen Geräten. Aber hier wird ein ach so innovatives Rompler - Konzept, welches mit dem Jupiter nun wirklich nichts gemein hat, mit einem legendären Namen garniert.

So kann man sich natürlich auch die Firma ruinieren...
 
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Ich finde, ihr verkompliziert die Dinge viel zu viel.
Erstens, über den Namen Jupiter zu diskutieren ergibt rein gar nichts. Roland hatte einen Jupiter zuvor und benutzt den Namen jetzt wieder. Ich sehe da nichts falsches. Wer meint, das der Name Jupiter für einen Super Analogen Synthesizer steht, der auch in Zukunft nur "analog" bleiben darf, sieht das ganz falsch.
Ich gehe in meiner Bewertung davon aus, dass das Gerät für den live Performer ist. Ob es Jupiter, Saturn oder Pluto heißt, ist doch völlig wurscht.
Für mich stellt sich nur die Frage, ob es die Ansprüche des live spielenden Musikers erfüllt. Und global betrachtet würde ich mit Nein antworten. Nein deshalb, weil es sich um ein geschlossenes System handelt, bei dem der Benutzer nur auf die intern vorhandenen Klänge angewiesen ist. Mit dieser Entscheidung beschränkt Roland das Gerät auf die klassischen US/UK Pop-Rock Sachen, erweitert mit einer Prise World/Ethno (Latin dürfte wohl auch drin sein). Der Rest geht dann leer aus. Und dann stellt sich die Frage, ob dieses Gerät global erfolgreich sein kann.
Piano? Klingt sehr gut wie ich bisher gehört habe. Nur, an den Tasten scheitert es anschließend.
Orgel? Keine Zugriegel.
Splits/Layers? Hier wirft Roland wieder mit neuen Konzepten um sich und lässt einen den ganzen Kram umlernen: nicht Patches und Performance sondern Tone, LiveSet und Registration sind die neue Devise.
Das Teil klingt soweit ganz gut, aber ohne Sampler zumindest ist dieses Keyboard für mich keine Option.
Die Registration als oberste Einheit besteht aus vier Parts. Davon können zwei aus LiveSet bestehen. Ein Liveset beinhaltet bis zu vier Tones. Um also 8 Sounds miteinander zu vermischen, muss man zuerst zwei separate LiveSets erstellen, jedes mit bis zu vier Tones. Die LiveSets werden separat gespeichert, und dann können bis zu zwei LiveSets in einer Registration zusammen gefügt werden.
Kann da noch jemand folgen?
Das hätte man bestimmt auch einfacher machen können.
Die Paar akustischen Sounds die ich soweit gehört habe klingen echt gut und beeindruckend, aber was nützt einem das ganze, wenn man dann keine eigenen Samples für den Livebetrieb verwenden kann.
Hätte das Teil zumindest die Option, Multisamples zu laden (Flash Speicher alla Motif) und für die Zugorgel geeignete Controller, dann wäre der Jupiter bestimmt ein begehrtes Keyboard für den Live Performer und eine echte alternative zum Kronos. Diesen werden ebenfalls die wenigsten wegen dem Sequenzer kaufen. Und mit den Supernatural akustischen Sounds hätte Roland einen Ass im Ärmel, vor allem weil Korg im akustischen Soundbereich immer noch Image Probleme hat.
So wie er aber ausgefallen ist, kann ich mir einen stärkeren Absatz kaum vorstellen, und der Name bleibt das kleinste Problem, und nur in den Köpfen der älteren Musiker. Das Publikum vor der Bühne oder dem CD/MP3 Player macht sich aus dem Namen sowieso nichts aus.
 

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