Der große Roland Jupiter 80/50 Thread

  • Ersteller defrigge
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mojkarma schrieb:
Kann man nicht. Man kann einen der vier Parts einer Registration auf die Subouts legen, das aber auf globaler Ebene. Heißt, wenn es einmal gemacht ist, dann geht bei jeder der 256 Registration dieser Part in den Subout.
Mhh..bedeutet also, dass man z.B. immer die Orgel auf dem gleichen Part legen muss. Nicht gerade glücklich.

Im übrigen trifft der Rest deines Beitrages genau meinen Eindruck von Roland. Auch beim Fantom X oder G gibt es viele gute Ideen, die irgendwie nicht konsequent zu ende gedacht wurden. Gleiches wird auch für den JP-80 der Fall sein.
 
Nur am Rande: In der Bibel heisst es: "Selig sind die geistlich Armen", nicht "geistig". :)
Gemeint sind nicht die, die was nicht blicken oder können, sondern die, die wegen ihres Glaubens (ihrer geistlichen Einstellung) Nachteile einstecken müssen (arm sind, benachteiligt werden).

Ich finde zwar selbst auch die Controller-Auslegung des JP80 für ein Live-Keyboard völlig abwegig, wirklich gruselig. So was und der Begriff "Live-Keryboard" schließen sich für mich(!) strikt aus. Aber das kann ja für andere ganz anders sein. Ich fand die Beiträge weiter oben von BinaryFinary und anderen ganz treffend: es gibt Leute, für die es aus oben gut erklärten Gründen so passt, und gut is. Und genügend schnell einsetzbare Sounds liefert der JP-80 ja. Wer sagt "geht klar für das Geld", kann das doch frei entscheiden.
Am Ende kauft und nutzt eh jede/r, was er/sie gut findet, und in zwei Jahren wissen wir, wie gut die jeweiligen Konzepte angekommen sind: darüber brauchen wir uns gar keinen Kopf zu machen.

Ansonsten sehe ich es genauso wie mojkarma: die schon immer gleich mit eingebauten heftigen OS-Spaßbremsen sind m.E. nirgends so präsent wie in Roland-Geräten (nach der Eric Persing Zeit). Da bleibt auch der JP-80 der neueren Tradition treu.
 
Zuletzt bearbeitet:
defrigge schrieb:
Nur am Rande: In der Bibel heisst es: "Selig sind die geistlich Armen", nicht "geistig".
Gemeint sind nicht die, die was nicht blicken oder können, sondern die, die wegen ihres Glaubens (ihrer geistlichen Einstellung) Nachteile einstecken müssen (arm sind, benachteiligt werden).
OT: Danke..da habe ich ein falsches Zitat übernommen..aber ich persönlich lese nur gute SF-Literatur - die PR-Romane sind da als Jugendsünden einzustufen...hüstel. ;)
 
Binary, das können wir leider in einem Musikerforum nicht diskutieren - ansonsten wäre ich trotz eigenem Spass an SF bestimmt für eine smiley-Antwort gut.:D
 
Mhh..bedeutet also, dass man z.B. immer die Orgel auf dem gleichen Part legen muss. Nicht gerade glücklich.


Dass man die Orgel auf den gleichen Part legen muss ist das kleinste Problem. Eigentlich kein Problem, da du ja jeden Part beliebig auf der Tastatur verteilen kannst. Das Problem ergibt sich daraus, das z.B. bei der Benutzung eines externen Leslie Effekts, jeder Sound der auf diesem Part liegt, durch das externe Effekt geschleift wird, weil ja global bestimmt wird, dass dieser Part eben auf die Subouts geht. Da muss man beim externen Effekt zumindest eine Bypass Funktion haben, und eben mehr mit den Füßen arbeiten, als anfänglich erwünscht (nach jedem Gebrauch einer Orgel muss man das externe Effektgerät auf Bypass switchen).
Die andere Alternative ist dann natürlich, diesen Part für nichts anderes zu benutzen, als für den Orgel Sound.

Und hier kommt dann der ganze Schlamassel richtig raus aus der Kiste:
Man hat auf der Registration Ebene nämlich 4 Parts: 2 davon sind der Lower und Upper Liveset und 2 davon sind der Percussion und Solo Part.
Bei den Live Sets kann man komplexe Patches erstellen da diese wiederum in sich 4 Parts zur Verfügung als Layer oder Split bieten, und man hat die Freiheit, nach Belieben Insert Effekte zu wählen. Z.B. Piano&Strings wäre ein typischer Live Set beim jp80, der dann aus zwei Parts besteht: Piano und Streicher. Das ganze kann aber wie ein einzelner Patch wiederum in eine Registration als einer von 4 verfügbaren Parts integriert werden.
Solo und Percussion können nicht Layern oder Splitten, sondern nur einen einzelnen Sound beinhalten: z.B. Piano, Streicher, Leads, Flächen, usw.
So weit so gut.
Die besprochene Orgel kann allerdings nicht als Sound für Solo oder Percussion gewählt werden! Somit muss man einen der zwei vorhandenen Live Sets für die Orgel Opfern. Übrig bleibt jetzt noch ein Live Set und Percussion sowie Solo. Das Problem bei den letzten zwei ist andrerseits, dass die Effekte dort fix vorgegeben sind: EQ, Compressor und Delay! Was immer man also für einen Sound für diese zwei Parts auswählt, diese sind auf den Gebrauch der 3 fix eingestellten Effekte gebunden. Also alles andere als das, was sich der fortgeschrittene Keyboarder wünschen würde. Wenn man die Live Sets schon für bestimmte Sounds aufgeopfert hat, dann muss man unter Umständen akzeptieren, das ein E.Piano ohne Amp, Chorus, Wah oder Tremolo auskommen muss, sondern bestenfalls einen EQ, Comp oder Delay zur Verfügung hat weil man das E.Piano nur unter dem Solo oder Percussion Part unterbringen kann.

Es ist also nicht nur eine simple Frage, ob man das Ein-Insert-pro-Patch System akzeptiert, sondern auch die Frage, wie man sich zum Teil auch ganz einfache Registrations bastelt, ohne dass einem die Effektstruktur den letzten Atom an kognitiver Leistung abverlangt, um etwas so zu programmieren wie gewollt.

All diese Schattenseiten lassen sich aufwiegen wenn man zwei Keyboards benutzt. Wenn man aber nur mit dem jp80 tourt, dann kann unter Umständen ganz schnell immense Frust aufkommen. Und diese Frust wird - erfahrungsgemäß - noch größer wenn man bedenkt, dass man ganz tolle Sounds zur Verfügung hat, diese aber nicht so gebrauchen kann, wie man es sich vorgestellt hat. Dabei wollte man unter Umständen nichts anderes, als einen einfachen Split mit 4 Parts erstellen.
 
Volle Zustimmung!
Aber die Diplomaten hier werden sagen: Für irgendjemanden werden diese komischen Limitierungen und Workarounds bestimmt passen! :)
 
Ganz ehrlich?

Bei einigen Usern hier im Forum ist es egal was man sagt, man bekommt immer einen dummen Spruch zurück und davon habe ich jetzt echt die Nase voll. Ab jetzt werde ich konsequent den Meldebutton nutzen und die anderen Moderatoren entscheiden lassen, wie damit umgegangen wird.
Ich muss mir wirklich nicht sagen lassen, dass ich dumm bin, keine Ahnung habe oder sonst etwas nur weil ich anders arbeite als du.

Noch mal zum mitlesen und wenn du es vergisst, dann lies es doch einfach noch mal: Es arbeitet nicht jeder wie du und es hat auch nicht jeder die gleichen Probleme wie du. Und nur weil das so ist, sind die anderen nicht dumm, doof oder unwissend.

Sorry, aber das kann echt nicht mehr sein.
 
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Aber die Diplomaten hier werden sagen: Für irgendjemanden werden diese komischen Limitierungen und Workarounds bestimmt passen! :)

Werden sie.

Ich hab hier n Verkäufer bei einem meiner Fachhändler, der sich das Ding kurzerhand selber gekauft hat (völlig begeistert).

Hab's heute auch mal angetestet. Bleischwer und blinkt wie ne Kirmes. Die Tastatur ist Rolandtypisch kürzer als normal (schlecht), die Bedienung eine mittelschwere Katastrophe. Ein Menüteil, mit den einfachsten Dingen tief in der Struktur und völlig unnötigem zuvorderst an der Front. Trotz allem gibts aber geile Sounds... das verstehe wer will...
 
gmaj7, ich bin zwar kein Diplomat: aber ich tu Dir den Gefallen:
Nach meiner Lebenserfahrung gibt es immer welche, für die auch so was, z.B. wegen einiger Sounds und der einfachen Abrufbarkeit eines Basis-Arsenals, trotz der Macken passt.:great:

Wir müssen uns da ja nicht einschließen. ;)

---------- Post hinzugefügt um 17:40:36 ---------- Letzter Beitrag war um 17:37:32 ----------

Ganz ehrlich?
Bei einigen Usern hier im Forum ist es egal was man sagt, man bekommt immer einen dummen Spruch zurück und davon habe ich jetzt echt die Nase voll. Ab jetzt werde ich konsequent den Meldebutton nutzen und die anderen Moderatoren entscheiden lassen, wie damit umgegangen wird. Ich muss mir wirklich nicht sagen lassen, dass ich dumm bin, keine Ahnung habe oder sonst etwas nur weil ich anders arbeite als du.

Hey Toeti, was ist los? Ich lese hier nichts, was Du Dir so zu Herzen nehmen solltest.
 
Du liest es und du weißt genau worum es geht. Wegen solchen Sprüchen, die Gmaj7 hier ablässt, habt ihr euch im Kronos Thread aufgeregt bis zum geht nicht mehr. Da war das in Ordnung oder was?

Diese ständigen Beleidigungen und Disqualifizierungen müssen echt nicht sein. In jedem zweiten Post kommt so ein Kram. Wer das hinnimmt ist doof. Sagt die andere Seite aber mal: Wir nehmen das nicht hin wird direkt gesagt: Das ist das Beste was es gibt. Sorry. Aber da erübrigt sich leider jegliche Diskussion und der Melde Button ist benutzt.

Ich kann mir meine eigenen Meinungen bilden und bin der Meinung, dass ich weder doof, noch unwissend bin.
 
Es gibt einen Jupiter 80-Testbericht in der Keyboards.
Hat den jemand gelesen?
 
Ich hab direkt nachdem ich ihn gelesen habe mein Abo endgültig abbestellt. Kein einziges Wort der Kritik, der Artikel voll des Lobes, einzig mangelnde Controller hat er erwähnt. Das Filesystem kam gar nicht vor, genauso wie der viel zu hohe Preis.
 
Mich stört gar nicht, wenn empfundene Begeisterung weitergegeben wird, aber der Atikel unterschlägt die kritischen Punkte des OS und der Benutzeroberfläche wirklich in erschreckendem Maße.
 
Das Filesystem kam gar nicht vor, genauso wie der viel zu hohe Preis.

Es gibt keinen "zu hohen Preis". Zu hoch mit was verglichen? Wenn man sich auf reine Features beschränkt, ist jeder Nord zu teuer. Dennoch bezahlen viele (inkl mir) diesen Preis und fühlen sich hinterher keinesfalls über den Tisch gezogen. Der Preis ist nur dann zu hoch, wenn niemand bereit ist, ihn zu zahlen. Und das wird sich rausstellen.

Die Diskussion ist bislang ziemlich müßig. Das Teil verinnerlicht seit Jahren bei Roland etablierte Konzepte. Und dennoch wird sich drüber aufgeregt, als hätte sich Roland jetzt spontan was ganz Gemeines einfallen lassen, um anspruchsvolle Anwender zu verärgern. Da frage ich mich: wie lange will man sich über etwas aufregen, was augenscheinlich seit Jahren nicht verändert wird? Bietet der Markt so wenig Alternativen? (Antwort: "Nein.") Wer jedoch nicht in der Lage ist, den eigenen Bedarf und die dafür passenden Lösungen überhaupt mal realistisch zu ermitteln, dem helfen auch keine 4 Inserts. Gerade jetzt, da der Game-Changer auf dem Markt ist, sollte sich wirklich niemand mehr mit 90er-Jahre-Technik abmühen müssen.

Roland macht es nunmal so und wem das nicht liegt, lässt das Teil im Regal stehen. Wenn ein Hersteller den für sich richtigen/günstigen Weg einschlägt und mir dieser Weg aber misfällt, dann geh ich halt nicht mit. Wo ist das Problem? Ich sehe persönlich keinerlei Anreize, mir den JP80 zuzulegen, denn für meine Anwendung passt er nicht. Ist die Kiste deswegen grundsätzlich schlecht? Keinesfalls. Ich warte auf den ersten, der mal den Sound der Kiste beurteilt und wie sie sich wirklich live in einem Setup schlägt. Das wäre wirklich mal erfrischend.

Und dass sich jetzt über fehlende Kritik in Tests der "Keyboards" empört wird, ist ebenfalls absurd: die Gründe für dieses seichte Geschreibsel sind hinlänglich bekannt und das nicht erst seit der aktuellen Ausgabe.
 
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Tim, bezüglich "Keyboards": klar wissen wir, wie der Hase läuft. Aber es gibt einfach ein Maß an Nicht-Information, das an Fehlinformation grenzt.
Und das löst eher Kopfschütteln als Empörung aus, weil ein Printmedium so (ohne wenigstens ansatzweises Nutzen der kritischen Spielräume, die sehr wohl da sind) nicht bestehen kann. Ich mochte die Zeitschrift immer und hab mal zwei oder drei Artikel dafür geschrieben. Aber so geht das einfach nicht.
 
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Im JP80 gibt es bestimmt Orgelsounds die von Anfang an verzerrt sind. Gerade wenn man kein Soundbastler ist und nur auf diese Presets zurückgreift, ist das ein echter Segen. Sound + Rotation als Effekt, fertig.
Verzerrt gesampelte Orgeln sind doch unbrauchbar sobald man mehr als einen Ton gleichzeitig spielt. Das klingt dann nach allem, nur nich nach verzerrter Orgel
 
Jo, erstaunlich, welche Welten zwischen Wahrnehmungen liegen können.
Aber das schadet ja nix, im Gegenteil. :)
 
Wahrnehmung ist eh subjektiv. Jedem ist doch frei, mit was er arbeitet, wenn er sich wohl damit fühlt. Am Wochenende war auf unserem Stadtfest ein Kollege bei einer Westernhagen-Coverband mit einem Roland Juno Gi unterwegs. Tolle Orgelsounds, die vor allem dadurch gut waren, weil er spielerisch etwas auf dem Kasten hatte. Da war es egal, dass er ein Instrument gespielt hat, welches eigentlich nicht für seine Orgelsounds berühmt ist. ;)
 
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Ja, die User existieren... -Zitat Tron :)
..und es gibt auch die JP 80 User.

Ich habe ihn mir doch geleistet und seit 4 Tagen steht das Teil bei mir. Gestern war es sogar schon mit auf der Bühne, nachdem ich quasi last Minute ein paar für unsere Songs wichtige Presets erstellt habe.

Der Jupiter begeistert mich nach wie vor, auch wenn ich schon an seine Grenzen gestoßen bin. Was mich mehr stört, als die Tatsache dass man die Orgel nur auf Upper oder Lower legen kann und das das Teil mit der Roland typischen Insertstruktur versehen ist, ist die Aufteilung der Polyphonie. Es steht da groß 256-fach.... Aber wie sind die Stimmen zugeteilt. Nimmt man sich einen Layer aus allen 10 zur Verfügung stehenden Tones, und greift in die Vollen, dann schluckt der JP schon mal ordentlich... Hm gut - kann ich verstehen. Leider kann das schon bei einem einzigen Liveset mit 4 Tones (Softwarebug?!?) oder sind die 256 Stimmen den Parts fix zugewiesen.
Natürlich kurzer Frust nachdem ich das entdeckt hatte, allerdings viel mir auch eine Möglichkeit ein dem zu umgehen. Man Splittet einfach den einen Part auf Upper und Lower. Und siehe da, es funktioniert!

Ich bin von dem Gerät nach wie vor begeistert. Gestern im Live-Einsatz war es eine Wucht. Die Bandkollegen haben den Sound außerordentlich gelobt. (Rock-Cover - der Jupiter ergänzt meinen Nord Stage) Vor allem eröffnet das Gerät neue Möglichkeiten.

Mein Fazit so weit:
Begeisterung über die Sounds: groß

sehr gute Programmierbarkeit. Man muss nur mal die Logik durchschauen. Dann geht's wirklich schnell Sounds zu finden und zu layern, etc... Ich mag es schnell zu einem guten Ergebnis zu kommen.

Spielhilfen für mich ausreichend

sehr ausdrucksstark

durchsetzungsfähig

schnelles editieren über Shortcuts möglich

Coole Midi Steuerung externer Klangquelllen

Ich werde mich in den nächsten Tagen sicherlich noch viel mit dem JP 80 beschäftigen. Also es bleibt spannend :)
 
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