@Ravenger1663 Danke. Generell scheint es im Internet einige Spekulationen zu geben rund um USA Select und die Zusammenhänge mit Custom Shop. Interessant auch gelegentlich Aussagen zu lesen, dass die Qualität der USA Modelle in den letzten Jahren, also nach 2000, schlechter geworden ist. Manchmal liest man die Befürchtungen heraus, die Übernahme durch Fender auch Einfluss auf die Fertigungsqualität mit sich gebracht hat. Aber es hat sich an erster Stelle nur der Chef und somit evtl. die Firmenstrategie gewechselt. Die Arbeiter sind sicherlich dieselben geblieben und über irgendwelche Spar- oder Personalreduzierungsmaßnahmen fand ich auch nichts.
Konnte also jemand von euch die USA Modelle vor und während der Fender Ära vergleichen und irgendwelche Qualitätsunterschiede feststellen?
Der Seriennummer Finder funktionier bei mir auch nicht mit anderen Webbrowsern. Denke eher, dass die SN-Pflege einfach vernachlässigt wurde, weil ein Paar SNs spuckt er dann doch noch raus, z.B. eine indonesische King V vom 2022 findet er, einen CBXNT Bass vom 2018 ebenfalls. Amerikanische, koreanische und japanische SNs dagegen gar nicht.
Ein Blick in die Fußnote der Webseite:
"Please be aware that not every serial number is entered into our database. Any serial number prior to 2002 will not be included.
Likewise, most products manufactured in Indonesia and China will not be found, as these serial numbers are issued by the factories that make them."
Okay, das ist interessant, dass er manche Seriennummern bei dir doch noch findet. Bei mir hatte gar keine mehr funktioniert und ich hatte ebenfalls welche eingegeben, zu denen ich vorher eine Auskunft bekommen hatte. Glaube, es war nämlich auch eine von meinen dabei.

Und wir hatten ja schonmal darüber geschrieben, dass das JFC Forum eine Zeit lang nicht richtig funktioniert bzw. als Website dargestellt wurde und daran hatte mich das auch erinnert. Bei dem Seriennummernfinder von Ernie Ball Musicman habe ich noch nie nur annähernd solche Schwierigkeiten gehabt.
Zu der ersten Frage: eine Zeit lang habe ich auch bei Reverb Verkäufer angeschrieben und sie darauf hingewiesen, dass ihre z.B. angebotene Usa Select RR oder Soloist Jackson von 1990, bzw. einige Jahre davor oder danach nicht Erle als Korpusholz gehabt haben werden, sondern Pappel. Hatte da mal eine sehr lange "Diskussion" mit ChatGPT drüber gehabt und habe ihn immer wieder auf Widersprüche usw. hingewiesen, bis er schließlich geantwortet hat, was ich sowieso geglaubt hatte. Das war jetzt ein Scherz, obwohl da was dran sein mag. Tatsächlich nimmt ChatGPT nämlich ohne Skrupel irgendwelche unzuverlässigen Quellen und Informationen und gibt dir dann felsenfest überzeugte Antworten.
Ich bin der Frage und dem Kaninchenloch namens "was ist besser, alte oder neuere Jacksons" auch schon ein Stück gefolgt. Mir fehlt noch verschiedene Jackson Custom Shop Gitarren der letzten 20 Jahre gespielt zu haben. Und noch mehr welche aus den achtzigern und frühen neunzigern gespielt zu haben. Ist, glaube ich ab dem Punkt, dann zusätzlich nicht leicht sagen zu können, inwiefern der Eindruck sich durch die Unterschiede der Pickups, der Saiten, des Set-Ups bemerkbar machen. Will sagen, vielleicht waren nicht unbedingt die Jacksons so viel besser als heutige nach der Fenderübernahme, aber die Pickups waren für viele für den subjektiven Geschmack "besser", oder halt beides, bzw. alles, das Holz, die Materialien, die Arbeit.
Als einen markanten Punkt hast du auf jeden Fall, dass bis ca. 1998 fast immer Poplar als Korpusholz verwendet wurde und danach Erle. Ich will nicht einfach sagen, ja, die achtziger Jahre Jacksons sind ganz klar die viel besseren Gitarren gegenüber denen aus den 2000ern bspw. Weil, ich habe keine Ahnung, was das mit dem Eindruck machen würde, wenn ich bspw. eine 2003er Soloist mit dem JT-6 Tremolo top-mounted spielen und hören würde. Ich kann mir eine ganze Menge Relativierungen und Irritationen vorstellen, wenn man sich so testen würde und versuchen herauszufinden, wie sehr die eigene Meinung an einer Summe einzelner Teile hängt, oder ob es was Eigenes an der Gitarre ist, dass einen überzeugt. Und ob sich da wirklich etwas noch in der Masse widerspiegelt und es nicht nur Exemplare sind, die in allen Jahrzehnten mehr oder weniger ausgeglichen vorkommen können.
Tja, ich weiß also wirklich nicht, was, und, ob es wirklich etwas genau ist, dass die alten Jacksons so überlegen macht, also, ob es wirklich stimmt, aber ich glaube, dass im Verhältnis zur Produktionsmenge, (also pro Jahr) unter den alten ganz bestimmt sehr viel mehr von denen sind, die die besten Gitarren sind, die Jackson jemals gebaut hat. Wäre ebenso eine weitere Frage, ob es unterschiedliche Konsistenzen gibt, was die verschiedenen Modelle angeht und wo die ganzen Jahre über z.B. sowas wie das Holz eingekauft wurde. Ich meine z.B. dass Poplar früher zu der Zeit meistens günstiger und besser zu beschaffen war als Erle, es kann aber auch noch andere Erwägungsgründe gegeben haben.
Jedenfalls klingen und spielen meine alten und prinzipiell aus Pappel gebauten Jackson (Soloist J '88, RR U0 1990 + Dinky '89) definitiv anders als meine neuere Standard Soloist (SL2H U0 2003, für mich ist sie ja irgendwie auch noch eine relativ frühe), oder andere aus der Erlenära. Auch, wenn ich die nie, alle einmal mit den gleichen Pickups und der gleichen Hardware gespielt habe und die SL2H auch sowas von geil zu spielen ist. Irgendwo sind es trotzdem schon zwei Welten.