Die "Strat-Studio" Schaltung - oder - "wo zum Teufel muss denn jetzt dieses Kabel hin?"
Ich war bei Rainer, weil ich bei meiner Strat eine andere Schaltung haben wollte. Kurz vor der Verzweiflung bekam er die Schaltung dann doch noch hin (war doch klar), aber zu Hause fiel mir dann auf, daß es trotz zus. eingepasstem Kupferblech noch brummte und der Volume-Poti nicht funktionierte. Da man die Gitarre komplett auseinanderbauen muss, um an die Schaltung zu kommen, hatte ich mir gedacht: Wenn schon, denn schon - es soll die ultimative Über-Mega-Schaltung werden, mit der alle erdenklichen Kombinationen meiner HSH Bestückung möglich sind, es aber optisch erstmal nicht zu sehen ist ...
Nach vielen Fehlversuchen und Zeichnungen ist mir dann am Ende diese Schaltung gelungen; war aber eine ganz schöne Fummelei:
Ebene 1: "Strat" Modus, alle Tonabnehmer als SC über 5-fach Schalter wählbar: SC * * | SC SC * | * SC * | * SC SC | * * SC
Ebene 2: "Modern" Modus mit Humbucker / SC Mischung: HB * * | HB SC SC | HB SC SC | SC SC HB | * * HB
(die "fehlenden" Schaltungen SC * SC und HB * HB war hier technisch nicht möglich, deshalb die "doppelte" Belegung in der Mittenposition)
Zwischen diesen 2 "Ebenen" kann mit einem Drehschalter umgeschaltet werden, oberes Poti ist Gesamt-Volume, unteres Gesamt-Tone mit alternativem Kondensator, damit es nicht zu "muffelig" wird. Den Drehschalter musste ich aus Platzgründen in die Mitte legen. Um die fehlende Kombination HB * HB, SC * SC und HB SC HB zu ermöglichen, ist der Tonepoti als PushPull ausgelegt und aktiviert in gezogenem Zustand beide HB permanent, so daß alle erdenklichen Kombinationen möglich sind.
Vom Sound her sind das teilweise nur Nuancen, in anderen Fällen aber drastische Unterschiede. Ach ja: bei der Kupferfolie fehlte der Masseanschluss, jetzt brummt nix mehr
Für die Umrüstung brauchte ich den Fender 4x5 fach Umschalter und einen 4x5 fach Drehschalter vom Reichelt, den ich mechanisch auf 2 Schaltstufen "begrenzt" habe sowie einen PushPull Poti, eine Menge Draht und Lötzinn, Unmengen Papier und Bleistift sowie Kaffee und Bier
Fazit: Von aussen nix zu sehen, von innen ein Sound-Monster
Gruss
Moehre