Der richtige Anfang

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Dominic86
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Hallo liebe Forengemeinde,
schon seit längerem möchte ich mit dem E Gitarre spielen anfangen. 2012 soll es aber nun endlich losgehen. Zunächst möchte ich mich kurz vorstellen. Mein Name ist Dominic, ich bin 25 Jahr alt und komme aus NRW. Ich arbeite als Projektleiter und SCM Koordinator in der chemischen Industrie.
Das Gitarrespielen soll für mich in Zukunft der Ausgleich zu meinem stressigen Job sein. Ich habe mit 12 Jahren mal Schlagzeug gespielt, das Hobby mit 16 aber wieder aufgegeben. Noten lesen kann ich nicht.
Was Musik angeht bin ich ein Fan von Michael Jackson, Santana und Lenny Cravitz. Die Gitarrenkunst sollte also in diese Richtung gehen, also kein Heavy Metal etc. Ich habe natürlich den Anfängerbeitrag gelesen der mittlerweile mehr als 2843789843 Seiten umfasst. Leider ist jedoch hier alles nur sehr allgemein formuliert. Da ja nunmal aber auch jeder individuell ist und sich für eine bestimmte Richtung entscheidet und die Budgets von User zu User unterschiedlich sind schreibe ich hier ins Forum meinen eigenen Beitrag und hoffe auf eure Beratung und Geduld :)
Was mein Budget angeht : Ich würde mal sagen so viel wie nötig so wenig wie möglich.
Nun zu meinen Fragen an euch:
  1. Welche Gitarre, welchen Verstärker, welches Zubehör würdet Ihr mir empfehlen insbesondere bezüglich meiner Musikalischen Vorlieben.
  2. Ich habe auf Youtube und im Internet schon einige kostenfreie Anfängerkurse gefunden. kann man mit soetwas vernünftig das Gitarre spielen erlernen?
  3. Wie lange braucht es bei regelmäßigem Üben bis man die ersten Lieder vernünftig spielen kann?
  4. Ist Notenlesen zwingen notwendig?
  5. Gibt es kostenfreie Programme oder sogar APPs um das Notenlesen zu erlernen?
Das wäre es für den Anfang.
Vielen Dank im Voraus und frohe Weihnachten an alle.

Gruß

Dominic
 
Eigenschaft
 
Ich habe vor 2 Jahren angefangen und habe jetzt schon einiges drauf. Ob du Unterricht nimmst bleibt dir überlassen, ich hatte jedenfalls keinen und habe es trotzdem ziemlich schnell gelernt. Notenlesen ist nicht zwingend erforderlich, du kannst genausogut nach Tabs spielen. Das Internet ist haufenweise voll mit hilfreichen Tipps und Seiten, die dir das Lernen richtig erleichtern. Am besten du fängst damit an, die Grundakkorde zu Lernen und damit dann deine ersten Songs zu üben. So habe ichs auch gemacht. Alles andere an Powerchords, Spieltechniken etc. kommt alles mit der Zeit!
Am besten du gehst einfach mal in ein Gitarrenfachgeschäft und lässt dich da beraten. Es gibt haufenweise gute Einsteigermodelle, sowie gute Verstärker im unteren Preisbereich.
 
Auch wenn das wieder einige ärgern wird, hier noch ein wirklich gut gemeinter Rat:

Fange zunächst mit einer Akustik - Gitarre an!
Das hat neben der Tatsache, dass dies der "klassische" Weg ist und eine A - Gitarre schlicht die Finger besser trainiert, einen noch gewaltigeren Vorteil: Du kannst Dir eine A - Gitarre jederzeit und überall auf den Schoß legen und spielen! Das ist, finde ich, gerade am Anfang ganz wichtig!
 
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Auch wenn das wieder einige ärgern wird, hier noch ein wirklich gut gemeinter Rat:

Fange zunächst mit einer Akustik - Gitarre an!
Das hat neben der Tatsache, dass dies der "klassische" Weg ist und eine A - Gitarre schlicht die Finger besser trainiert, einen noch gewaltigeren Vorteil: Du kannst Dir eine A - Gitarre jederzeit und überall auf den Schoß legen und spielen! Das ist, finde ich, gerade am Anfang ganz wichtig!

Von wegen Ärger, ich stimme völlig überein, bis auf den Part mit "klassischer Weg".
Wenn du unbedingt E-Gitarre spielen willst, dann solltest du dir eine kaufen. Allerdings ist eine akustische
gerade am Anfang bedeutend einfacher, da man sich nicht mit dingen wie Sound, genervten Nachbarn, etc. herumschlagen muss. Ausserdem kriegt man vernünftige Akustische schon für wenig Geld, im Gegensatz zu Elektrischen, wo man neben einer Gitarre auch noch einen guten Verstärker braucht. 300€ sind schon gute Mittelklasse
und würde ich, wenn soviel Geld verfügbar ist, zum Einstieg empfehlen. Bei guter Behandlung hat man da auch einen guten Wiederverkaufswert.
Wichtig ist vorallem, dass du dir eine Western zulegst, da sie einer elektrischen ähnlicher ist als eine Klassische, vorallem in hinsicht auf die Griffbrettbreite.

Für deine Musikalische Vorstellung ist eine Akustische auch absolut passend!

Zum Thema lernen: Youtube-Videos und ähnliches sind äußerst hilfreich, können einem aber keine Individuellen Fragen beantworten! Mein Tip daher immer: Such dir einen Lehrer aus Fleisch und Blut. das muss nicht zwangsläufig ein bezahlter sein! Geh zu Jam-Sessions oder Proberäumen in deiner Nähe und sprich Gitarristen an, ob sie dir ein paar Grundlagen zeigen. Vorallem dort gewöhnen sich Anfänger schnell Fehler an. 1-2 Sitzungen, vielleicht mit einem kleinen Obulus, bringen dir mehr als 1000 Stunden Internet.

Und damit, Rock On!
Nicht verzweifeln, wenns alles nicht sofort klappt, das ist normal. durchhaltevermögen und leidenschaft sind der schlüssel zum guten Gitarristen. Viel Spass mit deinem neuen Hobby.
 
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Hiho!

Meine Tips:
- Kauf dir eine Gitarre, mit der du dauerhaft Spaß haben kannst ... das ist keine für 200€ (ein gutes Instrument hat halt seinen Preis)
- Wenn du einen Rechner hast kannst du eine Gitarre auch erst mal daran anschließen und die Demosoftware von Guitar-Rig verwenden (also den Geldposten für Verstärker erst mal in bessere Gitarre stecken)
- Wenn du einen Verstärker kaufst ... kauf nicht zu groß ein (ich sprech da aus Erfahrung ...) -> HT-5 von Blackstar kann ich als nachbarschaftstauglich empfehlen (und der ist sogar Röhre)
- Nimm dir einen Gitarrenlehrer ... aber einen, der das Lehren gelernt hat. Ist zwar Luxus, aber wenn du Überstunden bezahlt bekommst sparst du Geld, wenn du zu dem gehst und die ansonsten mit Schwachsinn verdödelte Zeit arbeiten gehst (der weiß halt worauf es ankommt)
- Sei dir vorher im Klaren darüber, dass Gitarrespielen ein Hobby für's Leben ist ... jeden Tag 30-60 Minuten (einmal in der Woche bringt nix) ... du wirst Durststrecken haben ...


Ach ja, wenn du E-Gitarre spielen willst ... pfeif auf ne Akkustische ... ist ein total anderes Instrument!

Cu
Emil
 
Auch wenn das wieder einige ärgern wird, hier noch ein wirklich gut gemeinter Rat:

Fange zunächst mit einer Akustik - Gitarre an!
Das hat neben der Tatsache, dass dies der "klassische" Weg ist und eine A - Gitarre schlicht die Finger besser trainiert, einen noch gewaltigeren Vorteil: Du kannst Dir eine A - Gitarre jederzeit und überall auf den Schoß legen und spielen! Das ist, finde ich, gerade am Anfang ganz wichtig!
Ärgern tut mich sowas nicht, für mich ist die Sache aber ziemlich einfach: wenn du E-Gitarre spielen willst, dann fang mit einer E-Gitarre an! Ob man die Gitarre "jederzeit über den Schoß legen und spielen" kann, ist in meinen Augen nämlich ein völlig untergeordnetes (wenn nicht sogar irrelevantes) Argument (=da mit einer E-Gitarre genauso möglich...).
Fakt ist: die Motivation muß stimmen, und da hilft es nicht, akustisch zu klampfen, wenn man von elektrischen Klängen träumt!

Gruss
TheMystery
 
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Hallo liebe Forengemeinde,
schon seit längerem möchte ich mit dem E Gitarre spielen anfangen. 2012 soll es aber nun endlich losgehen. Zunächst möchte ich mich kurz vorstellen. Mein Name ist Dominic, ich bin 25 Jahr alt und komme aus NRW. Ich arbeite als Projektleiter und SCM Koordinator in der chemischen Industrie.
Das Gitarrespielen soll für mich in Zukunft der Ausgleich zu meinem stressigen Job sein. Ich habe mit 12 Jahren mal Schlagzeug gespielt, das Hobby mit 16 aber wieder aufgegeben. Noten lesen kann ich nicht.
Was Musik angeht bin ich ein Fan von Michael Jackson, Santana und Lenny Cravitz. Die Gitarrenkunst sollte also in diese Richtung gehen, also kein Heavy Metal etc. Ich habe natürlich den Anfängerbeitrag gelesen der mittlerweile mehr als 2843789843 Seiten umfasst. Leider ist jedoch hier alles nur sehr allgemein formuliert. Da ja nunmal aber auch jeder individuell ist und sich für eine bestimmte Richtung entscheidet und die Budgets von User zu User unterschiedlich sind schreibe ich hier ins Forum meinen eigenen Beitrag und hoffe auf eure Beratung und Geduld :)
Was mein Budget angeht : Ich würde mal sagen so viel wie nötig so wenig wie möglich.
Nun zu meinen Fragen an euch:
  1. Welche Gitarre, welchen Verstärker, welches Zubehör würdet Ihr mir empfehlen insbesondere bezüglich meiner Musikalischen Vorlieben.
  2. Ich habe auf Youtube und im Internet schon einige kostenfreie Anfängerkurse gefunden. kann man mit soetwas vernünftig das Gitarre spielen erlernen?
  3. Wie lange braucht es bei regelmäßigem Üben bis man die ersten Lieder vernünftig spielen kann?
  4. Ist Notenlesen zwingen notwendig?
  5. Gibt es kostenfreie Programme oder sogar APPs um das Notenlesen zu erlernen?
Das wäre es für den Anfang.
Vielen Dank im Voraus und frohe Weihnachten an alle.

Gruß

Dominic

Tach Dominic!

Gitarre und Amp? Was kannst Du finanziell aufbringen bzw. was kannst Du investieren?

Grob würde ich Dir eine Strat mit Humbucker empfehlen, oder vielleicht eine Tele. Aber genauere Infos zum finanziellen Rahmen helfen, Dir konkreter zu antworten.

Die Lerndauer ist absolut individuell, Musik ist vielschichtig und ehe man alles soweit beieinander hat, dass es automatisiert läuft, kann einige Zeit vergehen. Kommt natürlich auch auf die Komplexität der Sachen an, die Du lernen willst. Mal eine (fast) rhetorische Gegenfrage: Wie lange hast Du gebraucht, um Autofahren zu verinnerlichen?

Wie viel Zeit kannst Du investieren?

Welche Lernmethoden kennst Du?

Schlagzeug ist ein gute Grundlage. Du solltest darauf achten, am besten über einen rhythmischen Zugang zum Gitarre spielen zu kommen. Ich kenne einige Drummer, die wie Du erst später zur Gitarre gegriffen haben. Ihnen ist allen gemein, dass sie von vorherein ein gutes Timing haben. Das ist eine Frage des inneren Zugangs zur Musik, und es ist unbezahlbar, wenn man schon weiß, wie es "geht".

Youtube und Co. Schau mal nach Justin Sandercoe http://www.justinguitar.com

(Später würde ich Dir dann Pebber Brown empfehlen.. aber bis Du Justinguitar durch hast, vergehen einige Jahre)

An Software würde ich Dir GuitarPro empfehlen. Kostet ein paar Euro, aber es ist ein tolles Werkzeug. Die Tabs sind "aktiv", Du kannst die Tabulaturen sofort hörbar machen. Und Du kannst die Geschwindigkeit heruntersetzen, und schrittweise steigern. Das erleichter das Lernen ungemein. http://www.guitar-pro.com/en/index.php

Außerdem frisst es alle gängigen Tabulaturen, GuitarPro, Powertab, sogar die ollen OLGA.net-Textdateien aus den Anfängen des Internet. Da diese Software für Tabulaturen gemacht ist, relativiert sich Deine Frage nach Noten. Du wirst beim Arbeiten mit Tabulaturen stets vor dem Problem stehen, dass die Rhythmik nur unzureichend dargestellt werden kann. Also wird die rhythmische Information mit Noten übertragen. Aber das lernt man relativ schnell, wie nebenbei.

Zum Thema Akustikgitarre: Grundsätzlich spricht natürlich nichts dagegen, dass Du Dir eine Akustikgitarre zulegst. Aber E- und A-Gitarre sind unterschiedliche Instrumente. Ungefähr wie Keyboard/Synthesizer zu Klavier. Die Bewegungsabläufe sind zwar vergleichbar, trotzdem braucht man für eine Akustikgitarre schlicht mehr Kraft. Aber viele Techniken, die sich in den letzten Jahrzehnten auf der E-Gitarre entwickelt haben, und die zum Repertoire auch der Musik gehören, die Dir vorschwebt, sind auf der Akustikgitarre nicht spielbar oder im Ergebnis sinnfrei. Ich denke da z.B. an Bendings (Saitenziehen), oder Oberton-Geschichten.

Akustikgitarre würde ich denen empfehlen, die einen Aufbau ihren Rhythmik-Skills (E-Gitarre verleitet dazu, die Perkussivität in den Hintergrund treten zu lassen) oder ihres Formbewusstseins (also z.B. Songabläufe oder Vamps) benötigen. Da Du einen Drummer-Background hast, würde ich vermuten, dass das eher nachrangig ist.

Grüße Thomas
 
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Zum Thema Akustikgitarre: Grundsätzlich spricht natürlich nichts dagegen, dass Du Dir eine Akustikgitarre zulegst. Aber E- und A-Gitarre sind unterschiedliche Instrumente. Ungefähr wie Keyboard/Synthesizer zu Klavier. Die Bewegungsabläufe sind zwar vergleichbar, trotzdem braucht man für eine Akustikgitarre schlicht mehr Kraft. Aber viele Techniken, die sich in den letzten Jahrzehnten auf der E-Gitarre entwickelt haben, und die zum Repertoire auch der Musik gehören, die Dir vorschwebt, sind auf der Akustikgitarre nicht spielbar oder im Ergebnis sinnfrei. Ich denke da z.B. an Bendings (Saitenziehen), oder Oberton-Geschichten.

Du schreibst vieles richtiges, aber dieser Absatz schreit nach Rückfragen:
1. Die Bewegungsabläufe sind nicht vergleichbar, sie sind gleich!
2. Dass man auf der Akustikgitarre mehr Kraft braucht, ist am Anfang ja gerade der Vorteil! Vgl. die massenhaften Klagen, auch hier im MB, von E-Gitarristen, die nach Jahren des Spielens zum ersten Mal eine A - Gitarre in die Hand nehmen und sich dann fragen, was sie falsch machen!
3. Gibt es wirklich Leute, die anfangen, Synthesizer zu lernen, ohne vorher Klavier gespielt zu haben?
4. Was ist an Bendings und "Oberton-Geschichten" auf einer A-Gitarre sinnfrei?
 
Hey Leute. Erstmal vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Echt klasse wie schnell man hier detallierte und qualifizierte Resonanz bekommt... und das auch noch am Weihnachtsabend :great:. Zu meinem Budget : Also wie beschrieben möchte ich gerne nicht mehr Geld als notwendig anlegen. Wenn ein vernünftiges Einsteigermodell aber eben nicht für 200 € zu haben ist würde ich eben etwas mehr ausgeben. Schlagt mir doch einfach ein paar Modelle vor.
Ob direkt mit E Gitarre oder doch vorher mit A Gitarre anfangen ... da gehen wohl die Meinungen ganz schön auseinander... ?!

Zu den anderen Fragen :

- Ja, ich denke Taktgefühl und Timing sind Sachen, die ich vom Schlagzeug noch mitgebracht habe. Sowas verlernt man ja auch nicht... Wenn ich mich ab und zu bei Freunden nochmal an die Schießbude setze klingts zumindest noch recht passabel (zumindest bzgl Timing :) ).


- Ich könnte am Tag so zwischen 30 und 60 Minuten investieren, am Wochenende etwas mehr.

- Lernmethoden... was meinst du damit?

Grüße
 
Das ist wohl so.
Ich habe ja auch nichts gegen die E - Gitarre! Ich speile A und E mit dem gleichen Spass. Ich bin nur davon überzeugt, dass man in erster Linie "Gitarre - Spielen" lernen sollte und nicht "E - Gitarre - Spielen"! Und da ist dann der auf längere Sicht effektivere Weg, mit A - Gitarre anzufangen. Ansonsten bekommt man echte Probleme, wenn man später eventuelle doch Bock auf A - Gitarre hat. Dann hat man nämlich - finde ich - wirklich das Gefühl, das sei ein anderes Instrument.

Aber auch hier gilt: mache es so, wie Du es für richtig hälst! Ich habe mich über diese Frage schon öfter gestritten. Da muisst Du Dir nichts bei denken.

Es ist natürlich sehr löblich, sich feste Zeiten vorzunehmen, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Am Anfang würde ich - auch wiederum der Hinweis: ICH - einfach nach dem Lustprinzip gehen. Wenn Du Bock hast, schnapp Dir die Gitarre und spiele, so lange es Spass macht (am Anfang werden Dir wahrscheinlich nach einiger Zeit sowieso die Finger weh tun).

Wenn Du dann anfängst ganz bestimmte Sachen zu üben, kannst Du Dir, wenn Du ein gut organisierter Mensch bist, natürlich ein tägliches Pensum vornehmen. Ich selbst halte nicht so viel davon, aber das ist individuell sehr verschieden und so ein Lehrplan kann für manche sehr hilfreich sein.
 
1. Die Bewegungsabläufe sind nicht vergleichbar, sie sind gleich!
2. Dass man auf der Akustikgitarre mehr Kraft braucht, ist am Anfang ja gerade der Vorteil! Vgl. die massenhaften Klagen, auch hier im MB, von E-Gitarristen, die nach Jahren des Spielens zum ersten Mal eine A - Gitarre in die Hand nehmen und sich dann fragen, was sie falsch machen!
3. Gibt es wirklich Leute, die anfangen, Synthesizer zu lernen, ohne vorher Klavier gespielt zu haben?
4. Was ist an Bendings und "Oberton-Geschichten" auf einer A-Gitarre sinnfrei?

@emtpypockets: Das läßt sich alles recht einfach beantworten:

zu 1.: Die Bewegungsabläufe sind nicht gleich, sondern vergleichbar. Auf einer klassischen Gitarre spielt man nicht nur feste Akkordgriffe, sondern polyphone Kompositionen, bei denen zwei oder mehr Stimmen unabhängig voneinander geführt werden, z.B. die berühmte Bourree von J S Bach. . Das erfordert in der Greifhand viel mehr Koordination als auf der E-Gitarre.
Als ich damals von der E-Gitarre zur klassischen Gitarre wechselte, war ich überrascht, wieviel meine Greifhand arbeiten mußte; auf der Westerngitarre ist das übrigens ähnlich, wenn man z.B. Fingerstyle spielt.

Zu 2.: Ich würde einem jungen Anfänger - z.B. im Alter von 10 oder zwölf Jahren, aber auch einem Erwachsenen - gerade eine klassische oder besser noch eine E-Gitarre empfehlen, weil's einfach weniger Kraft braucht, um eine Saite niederzudrücken. Barregriffe sind auf der klassischen oder der E-Gitarre eine leichte Übung, verglichen mit einer Westerngitarre. Klar, ich seh' Deine Logik: Bei einer Westergitarre mit Stahlsaiten gilt: Was mich nicht umbringt, macht mich härter. Aber für einen Anfänger ist es ein echtes Hindernis, überhaupt erst mal die Saite richtig niederzudrücken.Versuch' dagegen mal, auf der Westerngitarre 'ne Saite zu ziehen!

Zu 3.: Ich hab' mich deswegen schon mit den Leuten aus dem Keyboard-Forum angelegt, weil dort die Meinung vorherrscht, man müsse als Keyboarder erst mal richtig Klavier lernen, bevor man sich an einen Synthesizer setzen darf. Ich hab' zufällig mit dem Synthesizer angefangen, weil ich damals total auf den Kraftwerk-Sound stand. Es gibt übrigens 'ne Menge erfolgreicher Musiker, die kein Klavier zuhause stehen haben.

Zu 4.: Split harmonics/pinch harmonics sind auf der Westergitarre kaum hörbar; in den Threads hier im E-Gitarren-Forum wird ja auch stets der Tip gegeben, Obertöne mit viel Verzerrung zu spielen. Bendings auf der Westergitarre: Auf 'ner E-Gitarre schaff' ich am 12. Bund drei Halbtonschritte, auf der Westerngitarre 'nen halben. Wird selbst für Carlos Santana schwierig.

@Dominic: Im Thread E-Gitarrenkauf für Anfänger sind ja lauter gute Sachen beschrieben, die Du Dir im Laden mal vorführen lassen solltest. Laut seiner webpage spielt Carlos Santana gerade Paul Reed Smith Gitarren über Mesa Boogie amps, während Lenny Kravitz Fender und Gibson Gitarren über Fender und Marschall amps bevorzugt. Zum Trost für Dein Budget: Lenny Kravitz würde selbst mit 'ner Gibson Epiphone und 'nem Roland Cube wie Lenny Kravitz klingen; mit 'ner Westergitarre wäre das schwierig.

Zum Lernen: Notenlernen ist klasse, wichtig und nicht so schwer, wie's oft behauptet wird, allerdings auch nicht unabdingbar. Ich hab' früher viel von Musikern gelernt, mit denen ich einfach zusammen gejammt hab'; hat am meisten Spaß gemacht, war kostenfrei und effektiv. Die webpages, die hier im Forum in der Linksammlung stehen, sind alle klasse und schlagen Bücher wie Peter Bursch's Gitarrenbuch um Längen. Als Leitfaden würd' ich Dir allerdings doch ein richtiges Lehrbuch empfehlen, wie z.B. http://www.amazon.de/Spielend-Gitarre-Lernen-Doppel-DVD-Gitarrenschule/dp/B0034ZBSAO/ref=pd_sim_b_1 .

Viel Spaß beim Shoppen!

Arthur Milton
 
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Ich gehe davon aus, dass Du verstehst, wenn mich das alles nicht überzeugt und ich bei meiner Meinung bleibe!

Nur zu zweien Deiner Argumente soviel: Natürlich ist mir klar, dass eine Westerngitarre schwieriger zu bedienen ist als eine E - Gitarre! Aber bei allem Verständnis: das ist doch kein Argument!
Offensichtlich ist es so, dass man es heute jedem extrem leicht machen muss, damit überhaupt noch jemand bereit ist, etwas zu lernen. Bloss keine Anstrengung! Recht hast Du damit, dass eine klassische Gitarre auch leichter zu bedienen ist. Die schlage ich nur deshalb nicht vor, weil klassische Gitarren heute irgendwie nicht mehr gemocht werden, weil spiessig und altmodisch! (ich mag sie auch nicht!)
Mich erinnert das irgendwie an den Führerschein mit einem Automatik - Auto. Das, was den Fahranfängern am Beginn die größten Schwierigkeiten bereitet, wird eben einfach ausgeblendet!
(Könnte aber im späteren Leben irgendwann tierisch nerven!)

Und: eine Gitarre bleibt eine Gitarre, ob klassisch, Western, Stratocaster,Dobro oder Gitarrenbanjo! Und sie wird auch gleich gespielt! Ob das, was dann dabei 'rauskommt (oder überhaupt herauskommen kann), verschieden ist, steht auf einem ganz anderen Blatt! (nebenbei: man auch auf einer E - Gitarre hervorragend "zupfen", der nicht gerade unbekannte Herr Knopfler tut nichts anderes!)

Also, sei mir nicht böse, irgendwie scheint mir manchmal der Kern des Erlernens eines Instrumentes ins Hintertreffen zu geraten!

Aber: ich habe ja geschrieben, dass letztlich jeder selbst entscheiden muss, ob er sich das Leben kurzfristig leichter machen will oder nicht. Mir geht es nur darum, die möglichen Konsequenzen davon aufzuzeigen.
 
So sehr ich in Beratungsthreads das Battlen hasse - hier muss ich klar Stellung für die E beziehen. Ich habe den umgekehrten Weg (A zu E) hinter mir.

Das Risiko, am Anfang die Motivation zu verlieren, ist ohnehin groß. Was man tun kann, um das zu minimieren, sollte man unbedingt tun. Wer den schwierigsten Weg wählt, um dann keine Chance zu haben, auch nur entfernt nach den Vorbildern zu klingen, ist nun wirklich selbst schuld.

Dazu: Gute E für 100€ - gebraucht kein Problem. Jede Woche treiben einige Pacificas aus der Bucht. Gute Acoustic für das Geld: Möglich, aber viiieeel heikler! Die meisten für den Kurs sind Dreck. Amp muss anfangs gar nicht sein, dann in Software, später was Richtiges.

Von der E zur A muss man nur die Kraft entwickeln. Dafür ist es nie zu spät und die Richtung von leicht(er) zu schwer(er) ist ja wohl auch irgendwie die "natürlichere".

Umgekehrt kannst du als A-Gitarrist weder vernünftig benden, noch "vibrieren", noch muten - DAS nachträglich zu lernen, ist viiieel schwieriger! Das ist eine eigene, leidvolle Erfahrung.

Und die Finger! Die ersten Wochen kannst du auf einer Western kaum eine Viertelstunde am Stück spielen, bevor die Kuppen nicht mehr wollen. Erst recht keine Barrés! Die E ist deutlich gnädiger. Außerdem ist sie einfacher und individueller einstellbar, selbst für einen Laien. Auch für die Nachbarn ist E die bessere Wahl! Hab jedenfalls noch keine Kopfhörer für A-Gitarren gesehen... :D

Also wenn es NICHT um die Lagerfeuer-Geschichte geht (die war's bei mir... :redface:), bin ich mit Justin Sandercoe und einigen Anderen hier der Überzeugung, dass E am Anfang DEUTLICH mehr Sinn macht. Umso mehr, wenn das Ziel ohnehin Santana oder Kravitz heißt! Please(!) buy E.
 
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Na gut, wenn hier offensichtlich die andere Richtung vorherrscht..... .

Das war es dann für mich! (und nein, ich bin nicht beleidigt, nur offensichtlich ein Fossil aus längst vergangenen Zeiten, denn in letzter Konsequenz wäre die Gitarre dann ja wohl spätestens in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts ausgestorben, weil das Lernen auf einer akustischen ja deutlich weniger Sinn macht!)
 
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Tremar
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Also ich würde dir raten eine E-Gitarre zu holen.
Denn bei mir wars so , mein Vater hat mich quasi gezwungen mir ne Akustik zu kaufen und dann , nach 2 Monaten kam ne E hinterher da die Akustische einfach nicht das richtige für mich war, is aber bei jedem anders da ich Metaller bin :rock:
 
Also ich habe mir in den Sommerferien angefangen das Gitarre spielen selbst beizubringen. Das hat Erfolgreich geklappt :) Aber seit August hab ich dann auch Unterricht genommen. Also am besten kannst du bei einem netten, Sympatischen Lehrer lernen. Meiner z.b. mag Blues und Rock, was perfekt für mich zugeschnitten ist :)

Gitarre solltest du erstmal eine Anfänger holen, also z.b. eine ST.
 
emptypockets
  • Gelöscht von TheMystery
  • Grund: OT
Tremar
  • Gelöscht von TheMystery
  • Grund: OT
emptypockets
  • Gelöscht von TheMystery
  • Grund: OT
Übung macht den Meister! Wem die Motivation fehlt, der gibt sowieso bald auf. Ich hätte gerne mal gewusst, wieviele hier anfragen, sich eine E-Gitarre zulegen, und diese nach einiger Zeit an die Wand hängen oder über Ebay verhökern. Aber Hauptsache, ihnen wurde Mut gemacht, und eingetrichtert, es geht auch ohne Mühe. Darum werden sie dieses Forum lieben. :rolleyes: Lenny Kravitz kann auch anders, wer so Santana spielen kann, kann es auch verstärkt, und fehlen hier die Bendings? Darum ein erster Rat: Bist Du Dir nicht ganz sicher, wie weit Deine Motivation reicht, dann kauf eine gebrauchte Gitarre. Bei einem möglichen Wiederverkauf sollte sich der Wertverlust in Grenzen halten, und Du bekommst normalerweise mehr Qualität für weniger Geld. Ich gehe mal davon aus, das Dir etwas mehr Kaufkraft zur Verfügung steht als einem Schüler. Mit 500 Euro könntest Du schon weit kommen für Gitarre und Verstärker, mehr als das Doppelte muss nicht sein. Grob gesagt, kommt für Dich eher eine Gitarre mit Humbuckern in Frage, würde ich sagen, die Marke ist zweitrangig. Es sei denn, Du willst auf die hören, die glauben, nur mit einem Original könntest Du einen bestimmten Sound erreichen. Schon angesprochen wurde PRS, da gibt es die günstigere SE-Reihe, die sind gebraucht für ein paar Hunderter drin. In Deinem Fall könnte ich mir auch eine SG vorstellen (der frühe Santana), die fängt auch in diesem Bereich an, ebenso gut geeignet sind aber viele andere Marken! Dazu noch einen kleinen Amp, normalerweise Transistor, vielleicht auch ein Modeling Amp, da kommt man mit 100 Euro schon weit, Röhre ist teurer, aber nicht notwendig. Noten brauchst Du nicht, bevor Du Dich aber auf Tabs einlässt, finde ich es einfacher gleich Noten zu lernen. A propos Lernen: Ohne Lehrer, und sei es nur ein guter Bekannter, der Dir ab und zu zur Seite steht, wird es wahrscheinlich nichts. Da hilft die schnellste Internetverbindung nichts. Fehler sind schnell gelernt, abtrainieren dauert viel länger. So oder so, in drei Wochen zum Supergitarristen geht nicht, vor den Erfolg haben die Götter nun mal den Schweiss gesetzt! ;)
 
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Ich fasse mal zusammen:
Mit welcher Gitarrenart angefangen werden sollte, ist nicht unumstritten.
Das allerdings an dieser Stelle in aller Tiefe zu diskutieren, halte ich dem TE gegenüber für ziemlich ungebührlich, immerhin harren hier noch andere seiner Fragen einer fundierten Antwort.

Ich bitte daher darum, die "E- oder A-Gitarre für den Anfang"-Diskussion an dieser Stelle ruhen zu lassen!

Gruss
TheMystery
 
1. Ich würde dir empfehlen, beim Zubehör und Amp soviel zu sparen wie möglich. Vielleicht sogar wirklich garkeinen Verstärker kaufen sondern über Software spielen, soll ja gehen. Ich denke es ist wichtig, so viel Budget wie möglich für eine vernünftige Gitarre einzuräumen. Empfehlen kann ich die Yamaha Pacifica, ist mmn ne super Einsteiger-Gitarre, da sehr flexibel.

2. Ich hab auch lange Zeit übers Internet gelernt, es geht auf jeden Fall und ist dank Youtube auch recht verständlich, ein Lehrer kann trotzdem nie schaden und verbessert das Spiel langfristig wohl ne ganze Ecke. Als Online-Kurs kann ich dir Justin Sandercoe empfehlen, absolut spitze.

3. definiere "vernünftig" :b

4. Nein. Je nachdem was deine Ziele sind, kann es allerdings nutzlos bis elementar sein. Im Bandgefüge keine Noten lesen zu können, ist ein riesen Hindernis, zuhause vorm PC wirst du damit keine großen Probleme haben.

5. Da kann ich diesen Link empfehlen:
http://www.musicians-place.de/harmonielehre/kurs-1/das-notensystem.html
Gute Erklärungen + Tests zum Üben und Prüfen.

Viel Erfolg! :)
 

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