Malineck
Registrierter Benutzer
- 17.06.26
- 05.11.07
- 839
- 6.776
- Mannheim
Folge dem Video um zu sehen, wie unsere Website als Web-App auf dem Startbildschirm installiert werden kann.
Anmerkung: Diese Funktion ist in einigen Browsern möglicherweise nicht verfügbar.
Braucht man am Akkordeon überhaupt irgendeine bestimmte günstige Haltung .... ?
Bei großen und schweren Konzertinstrumenten erwies sich der einzelne Befestigungspunkt der beiden Rückenriemen als Nachteil. Das Instrument weist während des Spiels eine Torsions-(Rotations-)Instabilität auf, vor allem, wenn man in der vorgeschriebenen aufrechten Position sitzt:Braucht man am Akkordeon überhaupt irgendeine bestimmte günstige Haltung .... ?




Das kenne ich, bei meinem Vorgängerinstrument musste ich mir das auch einbauen lassen.zwei unterschiedliche Befestigungspunkte für beide Gurte eingeführt.
Na er kam ja damit klar.. also gings ja! Ich seh das so ähnlich wie mit Glen Gould - der hatte ja auch eine eher "unorthodoxe" Spielhaltung, bei der vermutlich jeder Klavierlehrer die Hände über m Kopf zusammenschlagen würde. Aber das von diesen Einzelfällen, wo die damit klargekommen sind, würde ich nicht pauschalierend auf die Masse übertragen wollen.Also ist das was AvD tut, komplett NoGo ?
Da bin ich mir bei AvD nicht sicher - ich kenne auch Videos wo er im Stehen spielt und längere Solopassagen in affenartiger Geschwindigkeit raushaut, ohne auch nur einmal abzusetzen...von daher kann ich mir speziell bei AvD auch alles mögliche vorstellen, warum er da grad die Hand ausschüttelt... Den würde ich sicher nicht als Beispiel für die breite Masse nehmen. Der war ein Ausnahmespieler und auch sonst bezüglich Haltung Spielgewohnheiten etc sicher auch nicht unbedingt vorbildtauglich.Und damit er wie gewohnt die Tastatur sieht, hat er es sich eben tief und schräg umgehängt. Balgluft ist für die kurztaktiken Phrasen ausreichend- das jahrzehntelang.
Und dann kommt dieser Jazz Style dabei raus.

Da bin ich sogar etwas skeptisch.Nach wie vor bin ich der Meinung, wie bei allem anderen auch : zuerst mal lernen, wie s sicher ist und richtig funktioniert... und dann , wenn man so gut ist dass man selber die Sache überblickt, was man tut, kann man von der Regel abweichen und seinen eigenen für sich optimierten Stil sich erarbeiten.... und drum höre ich mir die Stücke von den Musikern lieber an, als ich die mir anschauen mag!![]()
Ich gehe so weit, dass ich sage, dass es nicht mal die "Spielhaltung" ist, sondern die Haltung generell. Ich kann ja nur dann eine spezielle Handhabe erlernen, wenn meine allgemeine Handhabe mit dem Körper dazu geeignet ist. Ein sagen wir mal gut ausbalancierter Mensch wird eine ebensolche Haltung am Akkordeon als völlig normal empfinden und sich gegen gebückte, einseitige oder angespannte Handhabungen verwehren.Sicher gibt es Spielhaltungen die in bestimmten Musikrichtungen möglich sind und diese sogar begünstigen können sich aber für andere weniger oder gar nicht eignen.
Wenn man von einer allgemein optimalen Spielhaltung bei größeren Instrumenten ausgeht als besten Ansatz kann man einen Referunzpunkt definieren wie die Spielhaltung mit der größten musikalischen Reichweite
die das Instrument in seinen Möglichkeiten und seiner Vielseitigkeit am wenigsten einschränkt oder beeinflußt.

Ich nicht. Es kommt wohl darauf an, auf was man sich einlassen möchte. Als wir den Balgworkshop gemacht haben, hast Du mit @Klangbutter zusammen die Länge meiner Gurte und meines Querriemens korrigiert. Dadurch änderte sich meine Haltung, Bellowshakes wurden so möglich. Ich hab nach dem Workshop die Einstellungen so gelassen. Die Konsequenz davon war, dass ich nun mit wesentlich weniger Kraftaufwand und Verspannungen spielen kann. Das wiederum erschließt mir auch etwas schwierigere Sachen.Da bin ich sogar etwas skeptisch.
Auf mich wirkt es, auch aus Beobachtungen generell, so, dass eine einmal angeeignete Gewohnheit - wie z.B. die Haltung beim Musizieren, aber auch anderes - sehr schlecht bis gar nicht mehr zu korrigieren ist.
Ich finde schon, dass es gut ist, wenn verschiedene Leute gucken. Wir sind alle anders gebaut, haben unterschiedliche Arm- oder Fußlängen. Das heißt, man muss die eigene Stellung gezielt suchen. Mir halfen da die Standardbildchen aus den alten Akkordeonlehrbüchern nicht.ich muss zu meinem persönlichen Akkordeon-Haltungs-Physiotherapeuten gehen, weil mein Musiklehrer diesbezüglich inkompetent ist?
Stimmt! Ja es kommt meiner Erfahrung nach auf zwei Dinge an:Ich nicht. Es kommt wohl darauf an, auf was man sich einlassen möchte. Als wir den Balgworkshop gemacht haben, hast Du mit @Klangbutter zusammen die Länge meiner Gurte und meines Querriemens korrigiert. Dadurch änderte sich meine Haltung, Bellowshakes wurden so möglich. Ich hab nach dem Workshop die Einstellungen so gelassen. Die Konsequenz davon war, dass ich nun mit wesentlich weniger Kraftaufwand und Verspannungen spielen kann. Das wiederum erschließt mir auch etwas schwierigere Sachen.
Was keine bahnbrechend neue Erkenntnis ist, sondern logischWir sind alle anders gebaut, haben unterschiedliche Arm- oder Fußlängen. Das heißt, man muss die eigene Stellung gezielt suchen. Mir halfen da die Standardbildchen aus den alten Akkordeonlehrbüchern nicht.
. Deshalb raten wir hier im Musiker-Board Anfängern ja auch, zumindest den Start in die Akkordeon-"Karriere" bei/mit einem Lehrer zu machen, damit man sich nicht erst eine falsche oder besser gesagt ungünstige Haltung angewöhnt. Natürlich gibt es ganz klare Kriterien, die eine optimale Haltung/ Bewegungsführung/-ansteuerung kennzeichnen.Wie sieht denn nun eine solche ausbalancierte Körperhaltung, von der oben die Rede ist, aus?
Ist die bei jedem Menschen anders, oder gibt es da allgemeingültige Regeln - für gesunde, nicht beeinträchtigte Menschen?
Wer beschreibt das hier im Internet? Oder geht das etwa nicht, und ich muss zu meinem persönlichen Akkordeon-Haltungs-Physiotherapeuten gehen, weil mein Musiklehrer diesbezüglich inkompetent ist?
Nach der Eigenbeobachtung von @Malinek kommt der Spielfluss ja wieder, wenn man seine Körperhaltung evtl. korrigieren muss. Der erwähnte Saxophonist hat aber wohl die Änderung gescheut.
Ihr seht, Fragen über Fragen. Nach den oben eher einleitenden Einlassungen sollte jetzt mal Butter bei die Fische kommen.

Und nun ist auch klar, weshalb das Video von AvD als Aufhänger gepostet wurdeTrotzdem denke ich, dass man als erfahrener Spieler auch weiterhin an seiner Haltung feilen kann und sollte - sei's beim Wechsel zwischen verschiedenen Instrumenten oder bei anderen Spielsituationen (stehend/sitzend).

Darum verfolge ich das hier. Danke.