Die WOW-Effekte?

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Hallo,

ich wollte mal fragen, ob es sie eigentlich gibt: Diese "WOW"-Effekte.

Jeder kennt es, man hört eine Band, denkt sich dabei: was ein geiler Sound. Nach sparen und sparen kauft man sich dann den Amp und die Box des jeweiligen Gitarristen.

Und siehe da: Es klingt nicht so.

Hm, woran mag das liegen?

An der Gitarre? An der Spieltechnik?

Eine menge Faktoren können das beeinflussen, unter anderem auch vorgeschaltete oder eingeschleifte Effektgeräte. Manche verändern gar den Sound (im negativen Sinne), manche "Pushen" ihn einfach nur.

Nun zu mir, und meiner Frage, und warum ich eigentlich das alles hier schreibe :)

Ich hab mir letztens eine Marshall 1960A Box gekauft, dazu nen Engl Blackmore gebraucht.

Der klang ist schon ganz "nett", aber iwie fehlt das gewisse etwas, der "WOW"-Effekt.

Ich muss sagen, das ich schon ne ganze Menge ausprobiert habe an Amps, von daher auch realtiv erfahren in dem Gebiet. Und ohne Frage ist der Blackmore ein sehr guter Amp.

Als Gitarre verwende ich eine Schecter Hellraiser mit 2 aktiven EMGs. Daran sollte es also nicht liegen.

Ich hab schon oft etwas von Sonic Maximizern oder Tubescreamern gehört, die den Sound auf ihre Art und weise verändern. Was gibt es da sonst noch?

Ich habe vor mir das G-Major Multieffektgerät zu holen, mit einer FCB1010 Leiste, aber ob das diesen "WOW"-Klang erzeugt?

Wenn ihr nicht wisst was ich mit "WOW"-Klang meint, guckt euch die Band Avenged Sevenfold oder Neara an. Sehr durckvoll, und bei Avenged sind die Solos ein Genuß für die Ohren, jeder einzelne Ton, der aber nicht durch meinen Amp entsteht (A7X spielen Bogner, es geht mir auch nicht um die Kopie des Sounds..ich hoffe ihr wisst was ich meine)

Also 3 Fragen:

1. Was gibt es für möglichkeiten den Sound nachhaltig und authentisch, ohne deie Dynamik zu verlieren, zu verfeinern, abzurunden?

2. Was kostet sowas? =)

3. Eure Meinungen zu dem Thema (und bitte kein: du spinnst mit deinem "WOW"-Zeugs :D)

Gruß,

Nova
 
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Meinst du jetzt den Sound, den die Bands auf CD haben? Den wirst du nie hinkriegen, denn der ist 100 mal bearbeitet und gedoppelt (da spielen oft gleichzeitig 5 Gitarren dasselbe). Außerdem darfst du nicht vergessen, dass sind ganze Bands und beim "fetten" Sound spielt viel der Bass des Bassisten und der Bass-Drum mit.

Der Sound eines Gitarristen alleine würde dich wahrscheinlich ziemlich enttäuschen, denn die Frequenzen sind so gewählt, dass es in der Band super klingt. Alleine hört sich das wahrscheinlich sogar ziemlich grottig an!
 
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Jeder kennt es, man hört eine Band, denkt sich dabei: was ein geiler Sound. Nach sparen und sparen kauft man sich dann den Amp und die Box des jeweiligen Gitarristen.

Und siehe da: Es klingt nicht so.

Hm, woran mag das liegen?

Hi!

Ich weiß jetzt nicht, ob du Live-Sound oder Album-Sound meinst. Zum Album-Sound einer Band möchte ich folgendes sagen:
Man muss unbedingt beachten, dass beim Album-Sound neben dem Gitarren-Equipment noch n ganzer Haufen Studio-Equipment benutzt wird:
Oft stehen in nem Studio diverse Gitarren, Effekte, Amps und Boxen rum, man testet und nimmt die, die am besten klingt. Dann wird die Gitarre i.d.r. mit (hochwertigen) Mikrofonen (oft sogar mehrere) abgenommen. Das ganze läuft dann durch Preamps, EQs und Kompressoren bis es rund klingt.

Jan
 
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Den "WOW" Effekt musst Du selbst Erzeugen.

Ich habe auch einen Blackmore und habe auch schon viel damit ausprobiert. Am besten gefällt
er mir aber immer pur. Für mich selbst ist das Ersetzen der Zerre dieses Amps durch vorschalten
einer anderen schon fast Blasphemie, da ich sie für eine der besten Amp-internen Zerren halte.
Mit aktiven Pickups habe ich das Teil allerdings noch nicht getestet. Zur Zeit spiele ich ihn am liebsten mit meiner Strat, die mit 3 Singlecoils bestückt ist.

Als Tipp würde ich sagen, probiere mal mit verschiedenen Boxen rum, wenn Du Zugang dazu hast,
z.B. eine stinknormale Vintage 30 bestückte Box. damit habe ich die besten Erfahrungen gemacht.

Aber, ehrlich - wenn man einen Amp mit gutem Grundsound hat, ist der Grundsatz "weniger ist mehr" nicht verkehrt, außer man spielt in einer U2-Coverband :)
 
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das ist denke ich mal leider!!! wirklich so
im studio wird bestimmt alles so lang hingedeichselt dasses perfekt ist und sich gleich mal viel besser anhört
der sound einer gitarre selber wie schon gesagt wurde ist für manche vllt nicht so berauschend (ausser man spielt natürlich das richtige ;-) )
 
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Ein kleiner WOW-Effekt ist für mich immer ne gedoppelte Gitarrenspur auf einer Aufnahme, was auch ein wesentlicher Teil des Studiosounds ist, wie Keule schon sagte ( 5 Gitarren sind nichts außergewöhnliches). Damit kriegt man schon ziemlich fette Sounds hin, hilft einem aber natürlich nicht live.
 
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Ein WOW Effekt ist für mich ein Delay, eingestellt auf kurze Repeats, damit kann man jedes Soli so richtig andicken
 
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Das mit dem Delay stimmt definitiv - es reichert jedes Solo so dermaßen an...

Für mich ein WOW-Effekt ist das Digitech Whammy bei Riffs oder Soli;

und, unabhängig davon, ein Octaver (1 Oktave hoch, aber dauernd, nicht punktuell wie mit dem Whammy), den man für cleane Riffs oder pickings auf den Bassseiten einsetzt - Hammer!

Ebenfalls WOW ist ein fett eingestelltes Fuzz wie der Big Muff o.ä.
 
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für mich ist das der rotary-effekt den ich als soloboost misbrauche.

ich habe geschwindigkeit und tiefe des effekt komplett runtergedreht. so fungiert das gerät nur als ganz ganz leichter chorus und sehr krasser EQ. macht auf jeden fall nen richtig coolen sahnigen solosound!
 
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für mich ist das der rotary-effekt den ich als soloboost misbrauche.

ich habe geschwindigkeit und tiefe des effekt komplett runtergedreht. so fungiert das gerät nur als ganz ganz leichter chorus und sehr krasser EQ. macht auf jeden fall nen richtig coolen sahnigen solosound!

Interessant. Welchen Rotary-Effekt hast du? Bei meinem geht das so gar nicht, meine ich. Es bleibt immer ein gaaaaanz langsamer S

Für mich ist Oz Noy ein personifizierter Wow-Effekt. Ich kann mich an dem im Moment gar nicht satthören. Der beste i.S. von kreativste Effektpedaleinsatz für mich zur Zeit.
 
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Also 3 Fragen:

1. Was gibt es für möglichkeiten den Sound nachhaltig und authentisch, ohne deie Dynamik zu verlieren, zu verfeinern, abzurunden?

2. Was kostet sowas? =)

3. Eure Meinungen zu dem Thema (und bitte kein: du spinnst mit deinem "WOW"-Zeugs :D)
Also 3 Antworten:

1. Das ist dann das, wo sich gutes equipment und gute technik ergänzen - gutes equipment haste ja. das authentische, die verfeinerung ist das, was imo aus den fingern kommt, nicht der sound allein.
was verfeinert so was oder macht es authentischer?
das dezente vibrato bei einer längeren note in einem leadsolo?
die blue notes und richtig, aber nicht zu viel gesetzten bendings bei einem rocksolo?
die perkussiven bässe bei gut gespielten palm mutes in powerchord-passagen?
der überraschungseffekt bei einem überbending oder sonstigen "besonderheiten?"

2. viel, viel übung und damit zeit =)

3. vor allem zu ich bin wirklich nicht der fingersoundprediger, wirklich nicht. ich mag effekte, hab mehr als genug davon, setze sie ein und bin überzeugt davon, dass ich mit gutem equipment besser klinge als ein ritchie blackmore mit ner verstimmten ukulele und nem rasierapparat.
nur bin ich halt auch der meinung, dass die spieltechnik dazugehört, und erst die kombination aus beidem einen guten sound ergibt. verzeih mir die abgedroschenheit, aber ein blackmore-amp verleiht dir halt nicht automatisch einen blackmorge-groove. und daran musste arbeiten, weil aus deinem equipment lassen sich definitiv geile sounds entlocken...
 
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Interessant. Welchen Rotary-Effekt hast du? Bei meinem geht das so gar nicht, meine ich. Es bleibt immer ein gaaaaanz langsamer S

ich benutze den rotary aus meinem line6 modulation modeler. damit gehts ganz gut.
 
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Tja,

also ein bisschen "Wow"-mäßig hab ich schon gekuckt, als ich mir ein Danelectro Reel Echo geleistet hab, es in den FX Loop meines mega-cleanen JSX gepackt hab, den Amp aufdrehte und dann meine Strat anschloss.

Hab dann einfach ein paar Eric-Johnson Akkorde runtergedüdelt und hatte plötzlich das Gefühl "DEN Sound wolltest du!"
Ein bisschen Eric Johnson like aber dennoch mit eigenem Charakter.

Und dazu habe ich nicht viel gebraucht :)
 
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Hephaistos
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Eine wichtige Sache hab ich auch auf der Musikmesse dieses Jahr lernen können beim Konzert von Rage:
Es ist nicht der Ampsound der vorne aus der PA bläst...sondern der Ampsound nach bearbeitung mit Maximizern, Kompressoren, teuren Rackgeräten etc und eben dann auch kein noch so teurer Gitarrenamp für 2000 Euro mit 1000 Euro Box...sondern eben die 20000 Euro PA Anlage mit den besten Lautsprechern und Subwoofern etc....Da nützt der der trockene Ampsound erstmal wenig, wenn du gegen so einen Background anstinken willst mit privatem Budget und Spieltechnik xD
 
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kann ich leider absolut nicht teilen:

eine pa hat in erster linie das ziel, den sound, der so aus deinem amp kommt, linear und sauber für das publikum zu verstärken - und damit am sound nichts gravierendes zu verändern.

und damit macht, wie oben schon erläutert, der "sound aus den fingern" (wie ich den abgedroschenen begriff hasse) nach wie vor einen riesen teil aus, und den rest dein equipment - sonst nichts.
ich hatte bei kleinen gigs (<100 leute) schon ganz ohne abgenommenen amp einen saugeilen, druckvollen sound, konnte mich nicht beklagen, fands eher sogar cool, weil ich endlich mal weiter aufdrehen konnte, obwohl ich mich schon davor prima gehört habe (in jedem gitarristen steckt wohl ein böser kern ;))
 
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Live mit Studioequipment den Sound aufzupushen finde ich jetzt auch ein wenig verfehlt, allerdings kommt es wohl auch ziemlich auf die Musik an die man spielt. Also bei Blues, Funk, Rock halte ich das für absolut überflüssig, wie es bei Metal und so aussieht, kann ich ehrlich gesagt nicht so ganz beurteilen.

Aber mir als Gitarrist ist es wichtig, dass ich ohne den ganzen Profikram einen tollen Sound zustande bekomme, wenn ich erst ne teure PA mit allen erdenklichen Hilfsmittelchen brauche um zufrieden mit meinem Sound zu sein, dann läuft imo etwas falsch.
 
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Definitiv der PitchFactor und der hat gleich einen ganzen haufen verschiedene WOW Effekte mit an board, ich werde übrigens nach jedem GIG auf das teil angesprochen ;-)

Hier meine Demo

Youtube Demo - Eventide PitchFactor
 
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Ich finde für Solos ist der Blackmore etwas zu dynamisch, im Moment verwende ich darum einen Compressor im Loop sowie teilweise etwas Delay und Reverb. Das wäre mit dem G-Major natürlich alles möglich.

Einen Booster würde ich gerne mal Probieren, habe ich im Moment jedoch nicht.

Was ich dir auch noch Empfehlen kann, experimentier mit verschiedenen Gitarren, Pickups, Pickup Positionen, und dem Volume und Tone Poti. Der Blackmore reagiert ziemlich sensibel darauf mit was er gefüttert wird. ;)

Gruss,
Jonas
 
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Ich finde für Solos ist der Blackmore etwas zu dynamisch

Also die Aussage verwundert mich jetzt, seit wann kann man denn ein Amp zu viel Dynamik haben? Zur Klärung, von welcher Musikrichtung reden wir denn?
 

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