Digitales Mischpult - was macht Sinn?

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Moin, moin!

So ich denke über die Anschaffung eines Mischpultes nach, das zum einem im Studio und zum anderen im Livebetrieb und auch bei Recordings vor Ort seinen Dienst machen soll. Da ich nicht Kohle ohne Ende habe, scheiden für mich Löungen die jenseits der 3K Grenze auftauchen leider aus, was dann das Ganze auch wiede sehr übersichtlich macht. :)

Im engeren Fokus stehen bei mir das Tascam DM 3200er und das Yamaha 01V96 mit "i", also das ganz neue Pult! Hintenan stehen Pulte wie Presonus Live und das neue Behringerpult. Nur sehe ich beim letzteren zwar die Liveschiene sehr gut, aber das Recording kommt da sehr kurz. Eigentlich ein goiles Konzept, wenn man denn nebenher noch ein klein wenig daran gedacht hätte, das man Digitalpulte auch zum Recording nehmen kann.:D :)

Nun j, wenn mir einer plausibel klar machen kann wie ich dieses Pult als Recordingstudiopult einsetzen kann, dann immer her damit! Sei dazu gesagt, das ich eigentlich eine DAW Steureung mittels Pult sehr befürworten würde, sprich sie würde bei mir mit an vorderer Stelle stehen, gefolgt von Motorfadern. Dewegen sind auch die Presonuspulte ein wenig aus meinem Fokus gerutscht. Auch wenn ich immer wieder lese, das der fehlende Motorisierungsmechanismus diesen Pulten keinen Abbruch tun soll, kann ich mir doch schwer vorstellen das Teil als DAW Controller für mein S1 einzusetzen. Obwohl das ja passen sollte.

Frage zu den obigen Pulten, ob dort wirklich möglich ist (Yamaha) mit 2 Pulten auch 32 Kanäle zu recorden, oder beim Tascam ebenso?Kann man den beim Yamaha ADAT und KArte gleichzeitig nutzen? Dann wären wir ja bei 28 Preamps? Finde ich aber irgendwie nix in den ganzen Beschreibungen.

Also was ratet ihr mir so?

Greets Wolle
 
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Hallo, Wolle,

das Tascam DM3200 habe ich selbst und bin damit sehr zufrieden. Es wurde im letzten Jahr als Recording-Pult für eine größere CD-Produktion eingesetzt und hat sich da bestens bewährt. Du müßtest zum Pult allerdings noch die FW-Karte IF-FW/DM mkII budgetieren, die das Pult zum vollwertigen FW-Interface macht. Der vorhandene USB-Anschluß ist nämlich "nur" für die Übertragung der Steuerungsdaten bei der Benutzung als Remote gedacht.

Mit dem serienmäßigen ADAT-in kannst Du die 16 Eingangskanäle schon mal problemlos auf 24 aufpusten (haben wir bei erwähnter Produktion gemacht - ein MotU896 drangehängt...), ggfs. mit einer zweiten ADAT-Karte dann bis auf 32 Inputs. Eine Analog- bzw. AES/EBU-Karte gäbe es auch. Achtung: Das DM3200 hat nur zwei Steckplätze für Erweiterungskarten.
Das FW-Interface kannst Du voll als 32/32 betreiben oder auch, wenn Du nicht mehr als 16 Kanäle gleichzeitig brauchst, auf 16/16 herunterschalten, um Rechenleistung zu sparen. Den Treiber habe ich bisher als unheimlich stabil erlebt, er ist in den Einstellmöglichkeiten einfach, aber ausreichend gehalten.

Die Mic-Ins am DM3200 klingen m. E. sehr gut, nämlich sehr neutral, das wäre gegenüber dem alten 01V96 ein klarer Vorteil, dessen Mic-Preamps, wenn alles belegt war, ganz schon "einbrechen" konnten. Den "neuen" mit dem i hintendran hatte ich diesbezüglich noch nicht unter den Händen, da wurden wohl die Preamps ordentlich überarbeitet. Kleiner Vorteil des Tascam: Es hat von vorneherein 16 Mic-ins.

Klarer Vorteil des Yamaha: Der ist im live-Einsatz bekannt... ein DM3200 habe ich noch nicht live erlebt, obwohl es dafür zweifelsohne auch taugt. Aber den 01V96 kennt hinsichtlich der Bedienung halt fast jeder.

Viele Grüße
Klaus
 
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Mit dem serienmäßigen ADAT-in kannst Du die 16 Eingangskanäle schon mal problemlos auf 24 aufpusten (haben wir bei erwähnter Produktion gemacht - ein MotU896 drangehängt...), ggfs. mit einer zweiten ADAT-Karte dann bis auf 32 Inputs. Eine Analog- bzw. AES/EBU-Karte gäbe es auch. Achtung: Das DM3200 hat nur zwei Steckplätze für Erweiterungskarten.
Das FW-Interface kannst Du voll als 32/32 betreiben oder auch, wenn Du nicht mehr als 16 Kanäle gleichzeitig brauchst, auf 16/16 herunterschalten, um Rechenleistung zu sparen. Den Treiber habe ich bisher als unheimlich stabil erlebt, er ist in den Einstellmöglichkeiten einfach, aber ausreichend gehalten.

Okay, so hatte ich mir das auch vorgestellt, das ich dort an den ADAT In mein Octopre dranstecke und an einen Slot noch eine ADAT Karte, den 2. Slot brauche ich ja für die FW Verbindung. Was meinst Du mit 16/16 herunterschalten?

Hört sich ja soweit schon einmal sehr gut an und bestätigt meine Eindrücke.

Greets Wolle
 
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Hallo, Wolle,

das "auf 16/16 herunterschalten" meint die Möglichkeit, im Treiber der FW-Karte die mögliche Zahl der Ein- und Ausgänge auf 16 herunterzusetzen und soll laut Tascam schwächere Rechner entlasten. Beim "Kartenspiel" mit den Erweiterungsslots mußt Du beachten, daß die FW-Karte nur im Slot 1 montiert werden darf, das Pult ist da recht eigen (wird aber auch in der Anleitung zur Karte nochmals erwähnt).

Viele Grüße
Klaus

EDIT: Sorry, dicker Fehler: Die Umstellung 32/16 Kanäle ist nicht im Treiber, sondern auf der entsprechenden Statusseite im Mixer selbst zu erledigen.
 
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