Find ich gut. Wir bräuchten mehr Leute in unserem Alter, die sich langsam das neuere Werk erschließen.
Ich bin bei Schönberg nicht lange hängen geblieben, sondern bin dann weiter gegangen.
Mit Wolfgang Rihm hat es angefangen, dann kamen Ligeti, Henze, Turnage, Tan Dun und wie sie alle heißen, dazu.
Wenn du erst bei Schönberg bist, wart mal ab, was es noch für geniale und großartige Entwicklungen gibt.
Ich hab ja ein paar Posts vorher schon ein paar Werke genannt, die sehr hörenswert sind.
Auch Minimalmusic ist sehr empfehlenswert (Glass kann man größtenteils umgehen, der ist eher ein Scharlatan, aber Steve Reichs Drumming und 18, sowie Different Trains und Piano Phase sind wunderbar), einfach weil damit eine Möglichkeit gefunden war aus der angestaubten Tonalität wieder etwas Neues herauszuholen.
Allgemein ist das von dir genannte nun mal ein Problem, das schon bei der Klassik anfängt.
Es gehen immer weniger jüngere Leute, etwa in unserem Alter und jünger, zu solchen Konzerten. Die interessieren sich gar nicht mehr, kriegen nichts mehr beigebracht (mein Gymnasium war musiktechnisch unter aller sau. Zwei Flügel, einer kaputt, zwei Lehrer, einer kaputt).
Dass es Neue Musik gibt, wissen die gar nicht!
Und die Massenmedien und konstante Lautstärkenbeschallung in der Popmusik tun ihr Übriges.
Meine Kompositionslehrerin erzählt mir immer, dass bei ihr früher zuhause noch gesungen wurde, teils sogar mehrstimmig und man war im Kirchenchor, jeder hat ein oder zwei Instrumente gespielt usw.
Das ist heute meistens nicht mehr so.
Es bringt aber nichts sich darüber aufzuregen, viel mehr sollte man was tun.
Wenn ich mal die Mittel haben sollte (GELD und EINFLUSS!)...
Ich mein, der Spaß, den das Komponieren macht und die Auslastung die man hat, die Kreativität die da fließt, der Drang neues zu entdecken, zu experimentieren, bzw. einen eigenen Stil zu finden ist für mich eigentlich schon Grund genug das zu tun, aber letztendlich soll meine Musik auch gehört werden. Das ist mindestens genauso wichtig.
Hachja, ist wieder viel zu spät und ich fasel wieder quer durch die Musik und hör mich schon fast an wie ein Adorno für Arme

, welch Glück das morgen früh Komposition ausfällt, sonst heißt es wieder nur fünfeinhalb Stunden Schlaf...
Ja, ich geh jetzt off, so
