Drummer und Lieder komponieren!?!?

von BeLzEbUb, 04.10.05.

  1. BeLzEbUb

    BeLzEbUb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.10.05   #1
    Hi... Ich bin Drummer und hätte aber auch ein großes Interesse daran Lieder selber zu schreiben(...vor allem weil die anderen aus de Band nit vorran kommen)!! Nun möchte ich aber doch ma wissen wie ich das denn ma am besten mache!?!?....hab ja keine ahnung von irgendwelchen harmonien oda sonst was....^^
     
  2. Johannes Winter

    Johannes Winter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.10.05   #2
    Hm, du hast also keine Kenntnisse von Harmonielehre.

    Besorg dir am besten dafür ein Keyboard, möglichst mit Begleitautomatik. Kümmere dich auf dem Keyboard erstmal nur um die weißen Tasten. Sie sind folgendermaßen angeordnet beginnend mit der weißen Taste links neben den 2 schwarzen Tasten:

    C-D-E-F-G-A-H und dann beginnt es wieder von vorn.

    Aus diesen Tasten kannst du die 6 Grundakkorde ableiten, aus denen viele Lieder bestehen:

    C-Dur (C-E-G)
    D-Moll (D-F-A)
    E-Moll (E-G-H)
    F-Dur (F-A-C)
    G-Dur (G-H-D)
    A-Moll (A-C-E)

    Diese Akkorde kannst du nun aneinanderfügen wie es dir beliebt. Wenn du ein Keyboard mit Begleitautomatik hast, so hat das den Vorteil, daß du beim Kombinieren dieser Akkorde immer gleich eine Vorstellung hast wie das rhythmisch klingt. Auf deinen Akkordgebilden kannst du dann beliebige Melodien spielen, am besten erst mal nur mit den weißen Tasten.

    Was zusammenpaßt und was nicht, das merkst du dann schon beim Hören. Wenn du ein bißchen fitter bist, kannst du dann auch schwarze Tasten mit in deine Melodien mit einbauen, wobei du aber aufpassen mußt, daß es nicht zu dissonant wird.

    Wenn du weitergehende Kenntnisse über Harmonielehre haben willst und wissen willst wieso es so ist wie es eben ist, empfehle ich dir die Bücher
    Die Neue Harmonielehre I + II von Frank Haunscheild.

    Viel Spaß beim Komponieren!

    Joe

    PS: Kennst du die letzten Worte eines Drummers: "Ich hab da mal 'n Lied geschrieben" (Sorry, den Witz konnte ich mir nicht verkneifen)
     
  3. blueberry

    blueberry Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.10.05   #3
    Hi,

    ich spiele Rhythmus-Gitarre und wollte auch mal paar lieder schreiben, brauche ich dazu ein Keyboard oder reicht auch meine E-Gitarre oder A-Gitarre?
    (Kenne mich ja mit koponieren nicht so aus :confused:)

    Was ich noch gern wissen würde ist, gibt es eine Seite oder sonstiges, wo aufgelistet ist, welche Akkorde zusammen passen und welche besser nicht?

    Die oben angepriesenen Bücher werde ich mir mal hollen :great:
     
  4. Johannes Winter

    Johannes Winter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.10.05   #4
    Hi

    Komponieren kannst du auch mit ner Gitarre, nur denke ich ist es einfacher, für jemanden, der weder Gitarre noch Keyboard gelernt hat sich auf einem Klavier zurechtzufinden. Auf einem Klavier kann man auch einfacher harmonische Grundkenntnisse erlernen, da die Grundakkorde allesamt auf den weißen Tasten gespielt und erlernt werden können. Die Gitarre mit ihren Saiten ist da für Anfänger komplizierter, es sei denn man spielt Power-Chords, die man ja beliebig auf der Gitarre verschieben kann.

    Dafür kann man auf der Gitarre die Harmonieverbindungen leichter auf andere Tonarten übertragen. Beim Klavier hindern einen ja immer die schwarzen Tasten daran, die sich dann immer irgendwie nicht reinpassen wollen ;-) und anscheinend ihren eigenen Gesetzen folgen, durch die man aber erst mal durchblicken muß.

    Der Vorteil des Klavieres liegt auch darin, daß man mit der linken Hand einen Akkord spielen kann und mit der rechten eine Melodie dazu. Bei der Gitarre muß man singen (was ja leider nicht jedem ohne langes üben gegeben ist), oder sich einen Sänger bzw. jemanden, der ein Melodieinstrument spielt dazuholen

    Ich glaube so etwas gibt es nicht. Grundsätzlich passen aber fast alle Akkorde, die aus 3 Tönen bestehen irgendwie zueinander. Es gibt gewisse Gesetzmäßigkeiten, nach denen das passiert. Diese findest du in den Harmonielehrebüchern. Wichtige Aspekte dabei sind die Melodieführung und daß man versucht eine Spannung aufzubauen. Komplizierter wird es dann aber mit Akkorden aus 4 und mehr Tönen.

    Bye

    Joe
     
  5. BeLzEbUb

    BeLzEbUb Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.10.05   #5
    jo danke erstma für die antworten...und auch für den tollen witz^^!! naja also meint ihr ich soll mir einfach ma en keyboard holen und dann ma en bissel rumprobieren!?!?...aba ich hab da ja doch noch ne Frage: Ich will ja Riffs und Melodien für de Gitarre "entwerfen"....kann ich dann als Anfänger der keine Ahnung von nix hat mir die Töne so vorstellen wie se sich nachher auf de gitarre anhören??
     
  6. Johannes Winter

    Johannes Winter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.10.05   #6
    Die Melodien ja, mit den Riffs wirds da schon schwerer, da würd ich dir ratenerst mal nur Akkorde zu spielen und euer Gitarrist muß sich dann ein eigenes Rhythmusmuster dazu ausdenken. Du kannst es aber versuchen. Das geht indem du den Akkord im gesamten rhythmisch anschlägst, oder auch brichst. d.h. nur die einzelnen Akkordtöne hintereinander anspielst möglichst mit etwas Hall bzw. mit Hall-Pedal, wenn du eins zur Verfügung hast, da das voller klingt.

    Bei den Melodien solltest du beachten keine allzu großen Tonsprünge zu machen, mit denen kommt der Gitarrist sicherlich nicht klar, ebenfalls ein Sänger nicht. Der größte Sprung sollte etwa eine Oktave sein. d.h. von einem C zum darüber- oder darunterliegenden C oder von einem D zum darüber- oder darunterliegenden liegenden D. Und das auch nicht ständig. Ansonsten sollten sich auch die Melodien auf einer Gitarre umsetzen lassen.

    Bye

    Joe
     
  7. TheBruce

    TheBruce Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.10.05   #7
    Achte darauf dass das Keyboard einen MIDI-Out hat. Dann kann man in Verbindung mit dem PC verdammt viel machen und die Bandkollegen mit fertig arrangierten Songdemos verblüffen :).

    Eigentlich haben inzwischen fast alle, auch billigen, Keyboards MIDI. Achte einfach drauf, ist schon ein nettes Feature, vor allem wenn Du etwas weiter fortschreitest in Sachen Songwriting.
     
  8. have_no_idea

    have_no_idea Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.11.05   #8
    Hi Blueberry

    Ich hab so ein Zettel wo draufsteht, welche stufen zusammen passen.

    hab leider kein scanner, sonst würd ichs einscannen und die schicken

    Wenn du aber aller akkorde der verschiedenen Tonarten weist, oder wo aufgeliestet hast, ist es kein problem:

    Bsp: C dur

    Akkorde: C Dm Em F G Am h° ( <- sry, weis selber nicht was das zeichen am h bedeuten soll uns wieso das klein iss^^)


    jetzt teilst du alles in stufen ein, wei beim Periodensystem in chemie:

    I....II......III.....IV....V....VI...VII...(VIII)
    C...Dm....Em...F.....G....Am..h° (C)

    Das kannst du bei allen Tonarten machen !

    Folgende Stufen (in allen Tonarten) passen nun schön zusammen:

    I VI IV V / I VI II V / I VI III V / I III IV V

    spiel einfach mal nach, viele lieder sind so gemacht (natürlich gibts noch viel andere schemen)


    hoffe ich konnte dir helfen
     
  9. asdfjkl?

    asdfjkl? Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 19.11.05   #9
    Zu dem Beispiel: I - VI - IV - V
    Hier sieht man deutlich wie/warum es zusammenpasst und zwar wenn man die Akkorde nun hintereinander aufschreibt:

    C ------ Am ------- F ------ G

    g ------- e ------- c ------ d
    e ------- c ------- a ------ h
    c ------- a ------- f ------ g

    Nun die Akkorde in Umkehrungen, damit es übersichtlicher wird:

    C ------ Am ----- F ------ G

    g ------ a ------ a ------ h
    e ------ e ------ f ------ g
    c ------ c ------ c ------ d

    Man sieht, wie die verschiedenen Töne der Akkorde fortschreiten.


    Hörbeispiel im Anhang.
     

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  10. asdfjkl?

    asdfjkl? Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 19.11.05   #10
    Solchen Akkordfolgen kann einfach in einer zweiten Stimme aufgreifen und dort dann die Akkorde aufgelöst spielen (Anhang: cafg_2.mid) und ähnliches nochmals in einer Bassstimme (Anhang: cafg_3.mid).

    OK, ich gebe zu, das ist nicht besonders einfallsreich -- aber es soll ja nur als Demo dienen.


    Das Problem dabei sind die Quintparallelen etc.
     

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