Effekte im Einsatz?

von bemi, 07.09.10.

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  1. bemi

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    Erstellt: 07.09.10   #1
    Hallo allerseits,

    ich möchte mich gern mehr mit dem Einsatz von Effekten beschäftigen. Leider ist das Thema so weitreichend, daß das bloße herumprobieren schnell zu frust führt.

    Nicht selten werden ja verschiedene Effekte kombiniert. In einem Preset eines schönen, schwebenden Synthsounds habe ich beispielsweise eine Kombination aus Flanger, EQ, Reverb und Delay gefunden. Dann habe ich diese Kombination mal nachgebaut, mit ähnlichen Einstellungen, und auf unterschiedliche Synthsounds angewendet. Hier war es dann wirklich so, daß der warme, schwebende Klang wirklich primär durch die Effekte verursacht wurde. Langweiliger Sound rein -> FX -> Traumhafter Sound raus.

    Dieses ist nur ein Beispiel. Ich habe bereits zahlreiche Bücher über Effekte und Effektgeräte gelesen. Die meißten dieser Bücher haben nur leider ein Problem: Sie sind rein beschreibend. Will sagen, sie erklären die Parameter, die physikalischen Zusammenhänge, geben aber nur selten umfangreiche Tips für die Praxis. Und wenn es um die Kombinationen von verschiedenen Effekten (wie oben beschrieben) geht, wird es richtig dünn.

    Nun würde mich mal interessieren, ob es sowas wie eine Fibel gibt, die sich mit den gebräuchlichsten und beliebtesten Effektkombinationen auseinandersetzt. Also, wie mache ich Klänge breite, weicher, härter, rauher, dynamischer, lasse sie Schweben und der gleichen. Für vieles reichen zwar die Standardeffekte (EQ, Compressor, Reverb, Deay, Chorus...), aber es geht mir eben insbesondere um die Möglichkeiten von Kombinationen, die Sachen noch etwas weiter zu treiben. Alleine die Reihenfolge macht da schon viel aus. Aber alles ausprobieren ist doch ziemlich mühselig.

    Wer ein paar interessante Effektkombinationen hat, dann ja mal ein paar davon posten.
     
  2. Jamope

    Jamope Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.09.10   #2
    es kommt ja immerdrauf an was du im endeffekt mit dem effekt erreichen willst...

    du mischst ja solche effekte als sendeffekt hinzu, das heißt du hast in der effektspur lediglich den prozessierten effektanteil, beispielsweise vom flanger... wenn der dir wiedderum zu basslastig klingt schaltest du noch nen eq dahinter, dann sind schonmal zwei effekte... irgendwann trifft diese spur zusammen mit der mainspur wieder auf nen hallgerät für den raumanteil, oder sogar für ne hallfahne.... dann sinds schon 3...

    ich denke mal vorgeschrieben effektketten an sich gibts es nicht... es kommt immer darauf an was du im endeffekt hören willst...
     
  3. bemi

    bemi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.09.10   #3
    Vieles mag ja auf Erfahrung zurückzuführen sein. Bei der oben genannten Effektkombination war es halt so, daß der Ausgang des Reverb weiter in das Delay geleitet wurde.

    Das mit dem EQ ist mir schon klar, aber ich frage mich trotzdem immer wieder, warum ich in dem Wust von Synthesizer-Sounds, der mir zur Verfügung steht, einfach nicht die Klänge dabei sind, die ich in fertigen Musikproduktionen höre. Ich beschränke mich hier mal auf den Synthy-Pop der 80 und nicht auf die zu tode komprimierte Gegenward.:)

    Wende ich die oben beschriebene FX Kombination auf beliebige Synthsounds an, klingen insbesondere die Flächen viel weicher und wärmer, als mit den VSTi eigenen Effekten, die mit im Sound abgespeichert sind. Also wird für mich die Kombination Flanger, EQ, Reverb, Delay in der Folge und den Parametern für weiche Flächen erst mal zu meinem persönlichen Standard. Nur hätte ich das so wohl nie selber eingestellt. Habe den Flanger bisher nie verwendet, da er alleine nicht besonders mein Gefallen findet.

    Das gleiche ist ja auch, daß z.B. das PPG Wave V.2 plug-in (welches einmal hoch gelobt wurde und als nah am Orginal bezeichnet wurde; ich hoffe V.3 wird besset) ohne Effekte nicht sehr umwerfend klingt. Greife ich auf gesampelte PPG Sounds zurück, frage ich mich dann immer, welche Effekte man den da so braucht, um dem PPG Wave V.2 klänge zu entlocken, wie sie eben auf Sampliing CDs zu finden sind.

    Ich denke mit den Effekten ist es wie mit den Zutaten für ein Parfüm. Die einzelnen Zutaten wird man zum Teil ablehnen, aber in der Kombination bekommen sie eine völlig andere Bedeutung.
     
  4. Jamope

    Jamope Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.09.10   #4
    naja das is eigentlich von vorteil das die samples noch nicht so klingen wie im fertigen mix, weil erstens niemand weiß wie das sample in meinem fertigen mix klingen soll... und wenn ich ein sample bearbeite, passt es nur in einen mix... hab ich danach ne andere besetzung, und andere instrumente passt dieses sample da nichtmehr rein... die samples haben jede audioinformation die du brauchst, du musst einfach nur das wegenehmen was dir klanglich nicht gefällt...
     
  5. Preci55ion

    Preci55ion Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 07.09.10   #5
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