Eigentlich ist KI die Lösung......statt einer Band?!

Interessant finde ich, dass du - völlig unmanipuliert - akzeptierst, dass es das "Gute" und parallel dazu, das "Böse" gibt.
Ob das alle Menschen akzeptieren?
Interessant auch der Grundgedanke des "wir Menschen", "den Menschen", also etwas, was permanent im Plural erscheint, ohne sich aber pluralistisch zu unterscheiden. "Die KI" dagegen ist gefangen im Singular.
Den Gedanken der "natürlichen Dummheit" als Beschreibung des evolutionären Erfolgrezeptes teile ich. Immerhin werden ja noch 99,7% aller öffentlichen Problemlösungsvorschläge ohne Taschenrechner, Computertechnik oder gar KI besprochen.
Dass die "natürliche Dummheit" trotz der Varianz in der Gaußschen Normalverteilung des IQ ununterscheidbar im Plural unseres "Wir Menschen" obsiegt, ist vermutlich ein himmliches Mysterium.
Ich bin jedenfalls ein Kind meiner Zeit. Mein ganzes Denken ist gefangen im Käfig meiner Lebenszeit und der damit verbundenen Trainingsdaten. Ich denke, dass es das "Böse" tatsächlich gibt und man ihm nur ausweichen kann. Ich bin mir sicher, dass irgendeine KI diesen Gedanken auch abspeichern, also verinnerlichen kann.
 
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nur deshalb/danach glaube ich Dir das (wäre/Kette) eben auch nicht, verstehst?
ich verstehe den Satz nicht. Was gaubst Du mir nicht? Dass wir mehr sind, als die von uns ungeprüften, angelernten Schemen? Oder dass Jesus nicht von einer Jungfrau geboren worden ist?
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Interessant finde ich, dass du - völlig unmanipuliert - akzeptierst, dass es das "Gute" und parallel dazu, das "Böse" gibt.
wer ich???
 
Na Dein „… wären wir Menschen viel mehr als das“ - da glaube ich weder das „das“ (was soll das überhaupt sein?) Noch glaube ich das „viel mehr“.
 
Wieso ist das ein Problem?
Weil der menschliche Schaffensprozess und die Mühe die dahinter steckt, ein wesentlich Teil bei der Musik ist. Und dieses fehlt bei KI generierter Musik komplett.
 
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Na Dein „… wären wir Menschen viel mehr als das“
Das stammt eben aus meiner Lebenserfahrung, mit meiner Intuition und Art fragen zu stellen, war ich meinen Lehrern oft überlegen und konnte so auch bessere Resultate abliefern als sie. "Das"= schemenhaftes übernehmen von Informationen ohne sie zu hinterfragen. Genau daraus sind ja Dinge wie Religion entstanden, deswegen habe ich das als Bsp. für die "Intelligenz" der Menschen genommen. Wenn Du Dich selbst nur als Ansammlung von Dir zugeführtem Wissen verstehst, respektiere ich das natürlich. Ich kann auch Dinge aus der Intuition heraus, die ich nie wirklich gelernt habe, oft sogar besser, wie wenn ich mich an angelernte Regel halte: Das Klopfen mit dem Fuss beim Musizieren ist so ein tolles Beispiel, von Dingen die die Welt nicht braucht.
 
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Komisch, wenn ich intuitiv den Fuss wippe ist die Musik "gut", wenn ich nicht mitwippe, bleibt sie mir schnuppe.
Schneller und einfacher kann ich nicht urteilen.😂
 
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Das ist m. E. eher eine Frage, die DU da so klar für Dich beantwortest.
Genau. Nennt man Meinungsbildung oder so.
Künftige Generationen, die mit KI aufwachsen, können ja meinetwegen ChatGPT um seine Meinung fragen :D

Was sind die „eigenen Gedanken“ (eines anderen Menschen)? Was ist es, was wir als „(nicht) kreativ“ bei anderen Menschen wahrnehmen? Nehmen wir unsere eigene Kreativität wahr?!?
Kreativität entsteht in unserem Gehirn quasi aus dem Nichts heraus, man hat plötzlich eine Idee oder einen Einfall.
Beispielsweise spazierte ich heute durch einen Wald und rappte dabei irgendwelchen Nonsens vor mir hin. Und plötzlich macht es zack und ein neuer Songtext entsteht,
den ich natürlich gleich notieren musste, bei meinem Sieb-Hirn 😄

Das ist für mich Kreativität und ich denke, dass jeder Mensch zu so etwas fähig ist. Die KI bzw. der Computer kann das nicht, sie agiert nicht von sich aus sondern
sie reagiert nur auf unsere Eingaben. Man kann sie nicht inspirieren. Sie ist nicht neugierig. Sie hat keine Sinnesorgane zum Aufnehmen von Informationen.

M.E. können wir andere Menschen „nur“ über ihren „Output“ begreifen. Nicht über ihre analysierte Funktion.
Auch die lernenden Maschinen sollten wir deshalb nicht allein über ihre (programmierte) Funktion begreifen.
Wie dann? Eine Maschine vermenschlichen?
Kann ein Schachcomputer kreativ sein? :unsure:
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In der neuen Band stellt sich mir die Aufgabe, zu texten. Mir fällt da nicht jede Woche ein kompletter Song aufs Papier. Der Vorschlag kam, dann doch eine KI zu bemühen. Aber ehrlich gesagt sträubt sich bei mir da Einiges. Ich möchte schon meine Themen mit meinen Worten ausdrücken. Macht mich das zum Egomanen?

Der nächste Schritt wäre dann Drumgrooves und Gitarrenriffs von KI kreiren zu lassen. Das werde ich mal vorschlagen, wenn im Probenraum jemand "KI" sagt.
Ziemlich krasse Erwartungshaltung, scheint mir.
Aus dieser Band würde ich gleich wieder aussteigen. :LOL:
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Am Ende lässt sich Veränderung nicht aufhalten. Wir haben nur die Wahl:
Wollen wir darüber jammern – oder die Chance nutzen, uns anzupassen, um erfolgreich zu bleiben?
Das war schon immer so und ich denke nicht, dass es heute schwieriger ist. Denn heute geht es selten ums reine Überleben im Vergleich zu früher.
Richtig und ich jammere auch nicht, ich sage nur dass, was ich immer zu sagen pflege:
Wer das eine will, muss das andere mögen. Wo Licht ist, ist auch Schatten.

Die KI wird in naher Zukunft so ziemlich alle Bereiche unseres Lebens massiv beeinflussen bzw. tut sie das bereits.
Die Musikbranche bzw. die Kunst ist nur ein kleiner Teil.

Ich würde das liebend gerne noch weiter ausführen, aber das wäre dann tatsächlich hart off topic ;)
 
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Ich denke, dass es das "Böse" tatsächlich gibt und man ihm nur ausweichen kann.
Hättest Du diesen Satz nicht angefügt, hätte ich Dir meine volle Zustimmung gegeben.

Wobei :unsure: ...da ich / wir/ die / Menschen in Gegensatzpaaren denken müssen (da es sonst keine Gestalt gibt), gibt es gut und böse unzweifelhaft. Gibt es das Böse oder das Gute? Ich weiß es nicht und werde es wohl auch nie wissen (können).
 
von mir aus darf ja jeder mit dem Fuss wippen... ich hab das nur als Beispiel gebracht, für angelerntes Wissen, das nicht wirklich nötig ist. Besonders toll sind auch Orchester, bei dem jeder etwas anders wippt, die aber am Ende alle im selben Takt spielen. Ich nenne es orchestralisches Paradoxon. :D

Ich finde es bemerkenswert, dass hier Menschen der Auffassung sind, sie wären nur die Summe aus zugeführtem Wissen. Meine Denkart hat sich schon immer von der meines Umfeldes unterschieden, woher kommt diese Eigenschaft? Erlernt ist sie jedenfalls nicht.

Was ist Kreativtiät und wo liegt ihr Wert? Ich kann es nur für mich selbst beantworten: Kreativität ist Intuition, sie schliesst striktes regelbasiertes Arbeiten aus. Durch Kreativität setz ich mich mit mir und meiner Vorstellung von etwas auseinander und finde so auch etwas über mich selbst heraus, indem ich meinen eigenen Weg gehe. Ich löse eine Aufgabe selbständig, ohne vorgeschriebenen Formalismus. Nur dieses Verhalten kann zu unkonventionellen Lösungen führen. Menschen, die Formalismen entwickeln, sind oft auch kreativ, das Problem ist, dass Menschen, die sie anwenden, nicht verstehen, dass ihr Weg ein ganz anderer ist. Der geht zwar schneller, aber im Prinzip ist halt von Anfang an das Resultat +- bekannt, weil das ja durch den Formalismus vorgegeben ist. Solche Sachen interessieren mich nicht, obwohl ich durchaus gut in Formalismen anwenden bin. Ich finde es langweilig, weil ich +- genau weiss, wo ich landen werde. Dinge werden interessant, wenn das Scheitern eine Option wird.

Wo liegt der Wert meiner kreativen Werke? Der echte Wert liegt im Prozess der Kreativität, auf oben beschriebene Weise etwas neues, auch für mich überraschendes zu erschaffen. Es ist ein persönlicher Wert, den ich halt nicht mehr habe, wenn die KI alles von A-Z selbst macht. Wenn ich andere mit meinen Werken erreichen kann, oder auf eigene Ideen bringe, umso besser. Das Werk ist aber nur das Produkt und nicht unbedingt der gesamte inhalt der Kreativität. KI vernachlässigt das, indem es einfach ein Produkt herstellt, das Kreativität imitiert, genauso wie Wissen intelligenz imitieren kann...

Wurde wegen mir hier über den Begriff des Bösen diskutiert? Ich hab den Quatsch mit der Bibel und dem Bösen nicht ernst gemeint.

Das Böse existiert für mich schon, das würde jetzt zu weit führen. Ich bin bis 12 J. in den Religionsunterricht, dann hab ich meinen Eltern gesagt, den Quatsch mach nicht mehr mit. Während andere Menchen im Religionsunterricht vielleicht einen Lebensinhalt/Leitfaden entdeckt haben, habe ich etwas über die natürliche Dummheit der Menschen gelernt. Ganz sinnlos war es offensichtlich auch bei mir nicht. Wir sind eben nicht nur die Summe der gefütterten Infomationen, sonst würden alle Menschen, die den selben Weg gehen, auch zu den selben Schlüssen kommen.
 
Weil der menschliche Schaffensprozess und die Mühe die dahinter steckt, ein wesentlich Teil
Das ist ein Unterschied, m.E. kein Problem. Hinter den lernenden Maschinen steckt natürlich auch viel Menschenmühe. Vielleicht verlagert sich da „nur“ was.
Gefahr für Menschen droht trotzdem, aber meist durch die Menschen …

Genau. Nennt man Meinungsbildung oder so.
OK, entschuld, war für mich nicht als Meinung erkenntlich. Formulierung klang nach Tatsache, daher mein Einwand.

Kreativität entsteht in unserem Gehirn quasi aus dem Nichts heraus, man hat plötzlich eine Idee oder einen Einfall.
.. die/der aber u.U. wieder verworfen wird. Das ist m.E. auch ein wichtiger Bestandteil von Kreativität. Nicht jede Idee oder jeder Einfall „überlebt“.
Dass die „lernende Maschine“ momentan manchmal halluziniert, ist ja ein Hinweis darauf, dass ihr dieser Beurteilungs-Schritt manchmal noch fehlt. Wird aber vermutlich nicht mehr lange dauern, dann kann sie das auch.
Dann wird‘s vielleicht richtig gefährlich.
 
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Wir sind eben nicht nur die Summe der gefütterten Infomationen, sonst würden alle Menschen, die den selben Weg gehen, auch zu den selben Schlüssen kommen.
Natürlich sind wir Menschen das nicht. Hat ja so (hier) m.W. auch niemand behauptet. Und es würde auch nicht zum behaupteten Ergebnis führen.
Die lernenden Maschinen geben übrigens nicht auf die selbe Frage die selbe Antwort.
 
Die lernenden Maschinen geben übrigens nicht auf die selbe Frage die selbe Antwort.
Doch, wenn sie mit denselben Daten gefüttert werden eben schon. Ich will nicht behaupten, dass es nicht gewisse architektonische Unterschiede gibt, aber im Prinzip hängt das ganze von der Datenmenge ab, die durch Menschen aufbereitet werden muss. Wir Menschen müssen nicht 1000 Bilder von Autos gesehen haben, um ein Auto zu erkennen. Wir lernen komplett anders. Die Frage:" Alice hat 2 Schwestern und 4 Brüder, wieviele Schwestern hat ein Bruder?" Konnten LLMs lang nicht beantworten, weil sie die Logik nicht verstehen. Sie reihen nur Wörter aneinander, anhand von Wahrscheinlichkeiten, wie sie es schon gesehen haben. Wenn ich die Frage abwandle, checkt die KI das wieder nicht. Ein System zu entwickeln, das die logischen Zusammenhänge nicht wirklich erkennt und zu denken, es könne sich selbst korrigieren, macht in meinen Augen keinen Sinn. Das ist wie blindes Autofahren, anhand der gemerkten Strecke.
 
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LLMs besitzen keine echte intelligenz, sie besitzen nur sehr viel Wissen. Sie sind wie der Superstreber, der den ganzen Stoff und die Fragen des Lehrers auswendig gelernt hat.
 
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Eben, Rolf Paschulke, studierter Bluesologe.
 
LLMs besitzen keine echte intelligenz, sie besitzen nur sehr viel Wissen. Sie sind wie der Superstreber, der den ganzen Stoff und die Fragen des Lehrers auswendig gelernt hat.
KI macht prinzipiell das selbe wie Dr.F: Es werden Leichenteile gemäß der Gaußschen Normalverteilungskurve neu angeordnet.
Bleibt trotzdem tot.
 
Bevor wir uns bald wieder mit Tonholz befassen müssen: hat denn mal jemand halbwegs ordentlich blind getestet? Grau ist alle Theorie und dass nichts und niemand unsere übersprudelnde Kreativität und Kunstfertigkeit erkennt, ist eh klar, sonst wären wir alle Rockstars. Aber ich erinner mich noch an eine Zeit, in der es ein Naturgesetz gab, das besagte, dass Modelling niemals einen echten Röhrenvertärker ersetzen wird. Das ist nicht blasphemisch gemeint.
Achso, um es mal deutlich zu schreiben: ich würde KI nichts einspielen lassen, nichts singen lassen und nicht texten, kann ich alles selber, oder hab Leute, die das können. Meistens spar ich mir sogar bewusst Quantisierung und spiel längere Parts komplett ein, bis sie schön sind, weil es dann einfach schön ist. Aber diese Leute, die bei allem neuen das Höschen voll haben, versteh ich einfach nicht. KI find ich beim mischen einfach hilfreich für die Vorarbeit. EQs und Kompressoren funktionieren so meist recht gut, andere Sachen weniger bis gar nicht, aber Bassbereich aufräumen lassen, um zu gucken, wo geregelt wird und da dann kurz selber ordentlich drüber, spart mir das nervige Frequenzgesuche, sowas nervt mich total.
 
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hat denn mal jemand halbwegs ordentlich blind getestet?
Ordentlich weiss ich nicht, blind auf jeden fall: Auf einem YT Channel Disco, Funk und Soul aus den 70/80ern. Mit Jahreszahl (1980), Booklet, Bandbeschreibung... 1h lang angehört. Danach hatte ich das Gefühl: wer zum Teufel spielt so ein Instrument??? Es machte auf mich halt nicht den Eindruck, dass da wirklich Menschen hinter den Instrumenten standen und es echt aufgenommen worden ist. Wirklich misstrauisch gemacht hat mich, dass jedes Stück, von unterschiedlichen Bands, genau wie dieselbe Produktion klang, wie eine moderne, sterile, überproduzierte Popproduktion, nichts wie etwas aus den 70/80ern.
Dann hab ich nochmals nachgeschaut: bei der Channelbeschreibung stand irgendwas von talentierten KI Künstlern... Das ganze war natürlich so aufgebaut, dass es den Hörer täuscht, gerade wenn man Jahreszahlen verwendet, ist es schon Betrug, in meinen Augen.
 
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Und schon was gemacht mit KI ?
 
Im Thread geht es nicht um Täuschung oder Hörer, sondern um eine KI als Bandmitglied. Dann braucht man keinen Menschen mehr. Menschen haben einen Willen, Ziele und Intelligenz. Sie können laut "Nein!" sagen. Intelligenz ist ja insbesondere die Fähigkeit, rechtzeitig nein zu sagen.
Auf gut Deutsch: Ohne mich! Mach' deinen Mist alleine!
Eine Band ist ein Resonanzraum. Ja, es macht glücklich und stolz, wenn andere Menschen am eigenen Song mitarbeiten. Wenn der Songtext Begeisterung und Virtuosität triggert. Als emotionalen Feedback von reifen, intelligenten Menschen.
KI ist Sklave. Wenn sie Durchschnitt oder Unsinn ausspuckt, kann man das als passiven Protest auffassen, weil der Resonanzsklave nicht "mache deinen Mist ohne mich!" sagen darf. Dazu reicht die Intelligenz noch nicht.
 
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