Ein Song bestehend aus Hooks

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Danke.

Inhaltlich: Wie langweilig ... Alles wird zu Brei ...
 
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Im Gegenteil: Es wird alles darauf ausgerichtet, sofort eingängig, markant und erinnerbar zu bleiben.

Als bestünde ein Zeitungsartikel nur aus Überschriften. Wie man das allerdings im letzten Satz als neue Freiheit abfeiern kann, erschließt sich mir nicht wirklich - für mich ist das eher sowas wie: die eine Struktur hat abgedankt, es kommt eine neue - der alte König ist tot, es lebe der neue ...

x-Riff
 
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Sex (Musik) ohne Vorspiel und Orgasmus ist langweilig...
 
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Wenn die Tiktok-Verblödeten lediglich die Aufmerksamkeitsspanne einer Stubenfliege haben....:bang:
Für mich nur ein weiterer Grund mir den aktuellen belanglosen Schrott nicht anzutun...:nix:
 
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Tja, ist halt wie Modelling und der Kemper. Alles sicher, einfach, erfolgversprechend und dagegen die gestrigen die dies alles verteufeln.

Als bestünde ein Zeitungsartikel nur aus Überschriften.
Ist doch in den meisten Fällen so
Sex (Musik) ohne Vorspiel und Orgasmus ist langweilig...
Ich denke es geht um den sofortigen Orgasmus ohne den Quatsch drum herum

Doch auch im aktuellen Songwriting wird es gute Künstlerinnen geben die diesen Trend nutzen umgestalten und oder brechen werden. In der Sendung gehts ja um Musik nach Rezept und das gab es schon immer. Heute halt nach diesem Rezept.
 
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Im Gegenteil: Es wird alles darauf ausgerichtet, sofort eingängig, markant und erinnerbar zu bleiben.
GENAUDESWEGENWIRDESJAIRGENDWIESOWIRKEN,WENNALLESGLEICHSTARKSOFORTINSHIRNSPRINGTUNDNIENIENIEWIEDERVERGESSENWIRD.

Wenn das kein "Brei" ist, ohne Höhen und Tiefen, dann weiß ich auch nicht ;)
 
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Ich glaube, wir meinen das gleiche, zielen aber auf andere Aspekte ab.

Den Aspekt, den ich meine, ist eine hohe und intensive Reizung, welche die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich ziehen und dann halten soll.
Den Aspekt, den du meinst, ist, dass dies zu einer Reizüberflutung führen wird, wobei keine Unterschiede mehr wahrgenommen werden.

Da wo ich skeptisch bin, auch meiner eigenen Meinung gegenüber, ist, dass Reizüberflutung - genau wie jedes "zu viel" oder "zu wenig" - relative Werte sind, und dass die junge Generation da einfach auf einem anderen Level ist als beispielsweise ältere Generationen. Ich kenne halt diese gleichen Einwände aus den Anfangszeiten von Rock, von Punk, von psychodelic, von Multimedia etc. etc. etc.
Popmusik hat sich meiner Meinung nach immer schon durch eine Kombiniation von hohen Reizimpulsen und Eingängigkeit ausgezeichnet. Warum sollte das anders werden? Und die Reizschwellen steigen mindestens von Generation zu Generation, wahrscheinlich alle fünf Jahre bzw. stetig.

Ob ich mir Sorgen mache, dass Inseln der Ruhe verschwinden, dass bald alle Musik nur noch aus permanenter Reizüberflutung bestehen wird?
Nein.
Weil Menschen vielfältige Bedürfnisse haben und immer danach trachten, für diese Bedürfnisse auch Räume, Gelegenheiten und Medien wie Musik zu haben - Ruhe, Kontemplation, Trauer, Besinnung, Reflexion - name it like you want.

Ich kann deshalb bestimmten kulturpessimistischen Menetekeln nicht viel abgewinnen, weil sie letztlich meiner Meinung nach darauf abzielen, dass früher alles besser war und man es nicht zu weit treiben sollte. Früher war´s nicht besser, ich weiß es, ich war nämlich dabei.
Was nicht heißt, dass ich diese konkrete Entwicklung hin zu Dauer-Hooks toll finde - sie ist einfach eine konsequente Weiterentwicklung dessen, was schon da und im Pop ohnehin angelegt ist.

x-Riff
 
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Ok, ich denke, wir kommen einfach nur zu unterschiedlichen Bewertungen ;) :D
Grüße
 
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Das ist ja schon nachvollziehbar, wird aber genau ins Gegenteil führen. Wenn "alles sofort erinnerbar" ist, wird man sich an gar nichts mehr erinnern.
Naja, Entwicklung und Fortschritt gehen halt nicht ohne Irrwege... :)
 
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Eigentlich lustig,

dass Pop-Songs jetzt schon als "klassische" Referenz herhalten können/müssen/dürfen. War nicht Pop mal der Untergang des Rock? Und dass strukturelle Änderungen an Musik immer als Drama betrachtet werden (feste Song-Schemen sind doch eigentlich grundsätzlich genauso öde, wie z.B. das 42-Triliarden mal wiederholte Blues-Schema.). Ja, ein Teil der heutigen Musik wird und muss sich and den neuen Hör- und Konsumgegebenheiten anpassen müssen. Das war mit den 3:30 Airplay nicht anders, und dürfte gerade für Pop-Songs seit dem ein Standard sein?! So what? Einfach Hooks aneinanderreihen hört sich einfach an? Ist es aber sicher nicht. Die Hooks müssen dann schon besonders gut sein. Genauso die Performance und Produktion, sonst wirds schnell uninteressant oder langweilig. Ich gönne mir hier im Board gerne die Hörproben. Und gerade die Cover von vermeintlich einfachen Pop-Nummern sind oft die größten Rohrkrepierer, weil de wohl doch nicht so einfach sind, wie es auf den ersten Hör scheint?!

Gruß,
glombi
 
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Und geht's da noch um die Komposition (alles, was eingängig ist, wurde ja schon mal komponiert) oder um Sound-Design?
 
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Und geht's da noch um die Komposition (alles, was eingängig ist, wurde ja schon mal komponiert) oder um Sound-Design?

Naja, beides. Ein "Hook" ist ja ein musikalischer Schnipsel, der nach Möglichkeit sofort hängenbleibt. Und sooo neu ist das Konzept ja nun nicht gerade. Es wird nur halt momentan in der "Happy FM"- und TikTok-Szene auf die vorläufige Spitze getrieben.
 
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Da es alle Schnipsel schon mal gegeben hat (wenn auch nicht unbedingt als Melodie, sondern vielleicht auch in einer Orchesterstimme), dürfte die Schwierigkeit sein, daß die Hook zwar einprägsam sein aber nicht als schon oft gehört erkannt werden soll (wobei es dabei natürlich auf die anvisierte Hörergruppe ankommt, selbst den berühmten Anfang aus Beethovens 5. Symphonie kennen ja längst nicht mehr alle).
 
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Fangen dann demnächst Filme auch direkt mit dem Finale an? Cool, da kann ich am Abend 5 Filme gucken und 10 Songs äh Hooks schreiben. Schöne neue Welt ;)
 
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In Krimis wird dann der Mörder direkt am Anfang genannt und oder gezeigt... :D

Und weiterhin das Ergebnis des Fußball-Spiels zwischen Dortmund-X oder Bayern-X bei der Samstags Abend-Tageschau genannt...(y)
Wer schaut denn noch das aktuelle Sportstudio?
 
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Wenn die Tiktok-Verblödeten lediglich die Aufmerksamkeitsspanne einer Stubenfliege haben....:bang:
Für mich nur ein weiterer Grund mir den aktuellen belanglosen Schrott nicht anzutun...:nix:
Ich hätte es nicht besser formulieren können :)
Ich dachte ja eigentlich schon, dass Facebook die Menschheit verblödet, aber Tik-Tok setzt scheinbar nochmal eins drauf.
Wahrscheinlich ist youtuber, influencer oder Tik-Tokker in 2 Jahren ein anerkannter und geförderter Lehrberuf :ROFLMAO:
 
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Ich hab mir den Artikel durchgelesen und dann mal das eine genannte Beispiel angehört, nämlich "drivers license" [sic!] von Olivia Rodrigo.
1. Ich erkenne da eine klare Struktur, nämlich in etwa folgende:
Strophe, Strophe, Chorus, Strophe, Chorus, Bridge, Chorus. Harmonien und Melodien (und im Chorus auch der Text) wiederholen sich jedenfalls. Gut möglich, dass ich Details übersehen hab, aber auf den ersten Blick ist das 100% konventionell. Die Szenen im Musikvideo unterstreichen diese Struktur meiner Meinung nach übrigens.
Ganz am Ende gibts einen lustigen Twist: Sie wiederholt in ganz klassischer Manier die letzte Zeile. Allerdings endet die Zeile beim ersten Mal auf dem gleichen Akkord wie die vorigen Male auch, und nur bei der Wiederholung endet sie auf der Moll-Parallele. Also umgekehrt zu dem, wie es traditionell wäre.
2. Ich finde, das ist ein extrem starker Song mit einer Wahnsinns-Sängerin. Ja, das, was ich als Bridge bezeichnet hab, könnte auch der Chorus von einem anderen Lied sein. Das stimmt schon. Aber dass an dem Lied mehr als nur der Chorus catchy ist, ist ja wohl nichts Schlechtes, oder? Außerdem ist der Aufbau des ganzen Songs sehr dynamisch. Vor allem die Stimme trägt die Dynamik. Man muss einmal vergleichen, wie sie Chorus 1 und 2 singt - das ist einfach nur absolute Spitze. Der letzte Chorus ist dann wieder sehr, sehr leise.

Ich hab den Song angemacht und erwartet, irgendwas zu hören, was ich blöd finde und nicht verstehe und wo ich denke: "Ok, einfach nicht meine Welt, ich bin halt ne andere Generation." ...ich wurde sehr positiv überrascht.

Das, was der Artikel mit "Hook after Hook after Hook" beschreibt, klingt für mich aber tatsächlich zum Fürchten. Von daher kann ich die kritischen Kommentare hier total verstehen. Die pausenlose Reizüberflutung ist was, wovon ich mir selber regelmäßig ne Pause nehmen muss. Ein besseres Beispiel dafür ist meiner Meinung nach das Album "50mg" von Gable Price and Friends. Die Musik ist genial, und der, der das gemixt hat, auch. Aber das ist so derart komprimiert, dass ichs mir nicht anhören kann. Nicht mehr als zwei Lieder am Stück jedenfalls. So eine extreme Kompression ohne Artefakte und dass es einfach nur plump und unbeholfen klingt, muss man erstmal hinkriegen. Aber ich finds trotzdem echt schlimm.
 
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Hallo lieber @MamaMuuht , zunächst ein herzlichen Dank für deinen Link. Er bringt etwas frischen Wind in die manchmal recht gemütliche Diskussion über das Texten. ;-)

Und Dank nicht nur für den Link, sondern auch für DEINEN Titel: „Ein Song, bestehend aus Hooks.“ Im Podcast war das ja nur eine Kapitelüberschrift. Die gesamte Sendung sprach ja (eher oberflächlich) Vermutungen über das momentane, komplexe Zusammenwirken mehrerer Song-Aspekte an.

Heute kommt wohl kein ambitionierter Songtexter daran vorbei, sich einen Toptitel als aufwändiges Video vorzustellen Damit bekommt der Song oft den Charakter eines Titelsongs in einem Film. Wer aber einen Titelsong schreibt (schreiben darf), der kann meistens auf ein fertiges Drehbuch oder wenigstens ein Exposé zurückgreifen. Der weiß von Anfang an, was gesagt werden darf - und was nicht. Das ist sehr wichtig!!

(Einschub: die Songstruktur: „Strophe-Bridge-Chorus“ entsteht ja gewöhnlich meist zufällig, indem man einfach mal spontan drauflos schreibt. Auf diese Weise entstanden bisher und entstehen garantiert weiterhin auch geniale Texte.)

Bei einem Titelsong jedoch liegt die Sache anders. Auf dem lastet das Haupt-Gewicht der Promotion. Da sind Handlung, Figuren, Kulisse und Kostüme oft recht detailliert vorgegeben. Da steht meist vorab eine komplette FilmIdee zur Verfügung, ist also bereits von der ersten Zeile an klar, was angedeutet werden soll!

Und SO gesehen spielt der Refrain tatsächlich eine untergeordnete Rolle. Er darf vor allem NICHT spoilern. Die Zeilen müssen neugierig machen, ohne das Ende zu verraten.

Da genügt es, wenn ( wie zum Beispiel bei „drivers license “) eine schöne Frau am Steuer preisgibt, dass sie nicht vergessen kann, wegen IHM die Fahrerlaubnis gemacht zu haben, weil er sie früher viel zu aufgeregt ins Hotel zu ihrer Affäre chauffierte. Mehr bedarf es nicht, um mich neugierig zu machen. Ich ahne ihr Drama und spüre ich ihr Verlangen, ihn wieder zurück zu gewinnen. Mehr brauche ich für einen Titelsong nicht. Mehr wäre vermutlich zu viel.

Man könnte ihre Solorolle noch spannender machen , indem man mittels verschiedener Kostümen und schneller Schnitte reizvoll andeuten, welche Verwirrung die Hauptdarstellerin im Verlaufe des Geschehens noch hervorrufen kann… ;-) auch so kann ein Text für„Biegsamkeit“ sorgen.., ;-)

FAZIT: Ich kann mir Songtexte voller Hooks ohne Refrain mühelos und hervorragend vorstellen. Besonders dann, wenn sie mit einem Video verknüpft sind!
 
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