Eine Solmisationsmethode

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... versuche gerade, einen kleinen Teil von dem Kram singbar und ohne viele Zahlen darzustellen: Link auf Userwunsch entfernt.
 
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versuche gerade, einen kleinen Teil von dem Kram singbar und ohne viele Zahlen darzustellen: Link auf Userwunsch entfernt.

ZITAT von der Webseite: "Mit einer solchen Grundlage lassen sich die reguläre Notenschrift sowie andere verwirrende Systeme wesentlich leichter erlernen."
.
Frage 1: Was bitte ist an der Notenschrift verwirrend?
Frage 2: Was sind "andere verwirrende Systeme"?
Frage 3: Was ist an dem von dir vorgestellten Solmisations-System weniger verwirrend, als z.B. an anderen, bereits seit Ewigkeiten praktizierten und bestens etablierten Solmisations-Systemen?
Frage 4: Auf welchen wissenschaftliche erhobenen und nachprüfbaren Evaluationsdaten beruht die Behauptung, die Notenschrift sei mittels deines Solmisations-Systems "wesentlich leichter" erlernbar?
 
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Ich kann auch nicht so echt nachvollziehen, warum ein Notenschrift-System, das mit relativ wenig Aufwand erlernen kann, das weltweit etabliert ist, und dem tatsächlich ein System zugrunde liegt, warum man also so ein gängiges System austauschen sollte durch eines, dessen "System" durch die Musizierpraxis in keiner Weise gedeckt wird (vielleicht in der "Zwölftonmusik"?).
Die gängigen Intervallbezeichnungen referieren nämlich auf die im Dur-Moll- und modalen System gebräuchlichen Skalen mit den Tonleiterschritten. Die aus den Lateinischen Zahlworten abgeleiteten Intervallbezeichnungen zählen einfach die Stufen der Skala ab deren Grundton ab, wobei der Grundton als "1" gesetzt wird: Prime, Sekunde, Terz, Quarte, Quinte, Sexte Septime, Oktave - that´s all!
Dabei bleibt diese Systematik bei den Akkorden erhalten: Der Dreiklang (genauer: die Stufendreiklänge) besteht (in der Grundstellung) immer aus Prime, Terz und Quinte. Das ist so in Dur und in Moll, wobei in Moll die Terz eben eine "kleine" und keine "große" ist. Der Name "Terz" bleibt damit auch über die Tongeschlechter erhalten, ist sie doch das bestimmende Intervall - womit auch die Systematik erhalten bleibt.

Soo schwer sollte das doch alles nicht zu verstehen sein?
Da wie gesagt, dieses System und die Benennungen international einheitlich in Gebrauch sind, auch über die Stilgrenzen hinweg, lohnt sich der kleine Aufwand, das zu lernen, allemal, macht es doch die Verständigung unter Musikern leichter und unmissverständlicher.
 
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Du hast natürlich recht - ich habe das sofort gelöscht ... (y)
Beitrag automatisch zusammengefügt:

... mein Beitrag ist nicht gegen die Notenschrift gerichtet. Damit anzufangen ist aber für die Kinder und Inder nicht so einfach.
Die westliche Solmisation ist vermischt mit den Notennamen in einigen Ländern und nicht überall als relativ verstanden.
Die indische Variante hat wie die westlichen Systeme Erhöhungen und Erniedrigungen, die meiner Ansicht nach bei einem gleichstufig temperierten System gar nicht notwendig sind - so auch das Nashville Number System usw..
Es gibt viel zu sagen, aber noch mehr zu tun, denn ich bin nicht der Einzige, dem durch das Babylon der Begriffe Jahrzehnte seiner Muckerlaufbahn erschwert wurde.

Eine kleine Ergänzung kann da vielleicht nicht schaden, oder?
 
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... ich bin nicht der Einzige, dem durch das Babylon der Begriffe Jahrzehnte seiner Muckerlaufbahn erschwert wurde.

Was man nicht besser macht, indem man europäisch sozialisierten Musikern auch noch eine Variante der indischen swara-Somisation (Sa-Re-Ga-Ma-Pa-Dha-Ni) zumuten möchte, die für deren kulturelles Umfeld völlig irrelvant ist. Außerdem gibt es für Musiker meist nur dann Konfusionen, wenn sie es versäumt haben, ihre elementarsten Hausaufgaben zu machen.

... damit anzufangen ist aber für die Kinder und Inder nicht so einfach.

Für Kinder ist es egal, mit welchem System sie anfangen - Hauptsache, sie lernen irgendein System. Und wenn sie Kinder von Indern sind, wird dies wahrscheinlich swara-Solmisation sein, also das System, das in ihrer Kultur am meisten Sinn macht. Spätestens, wenn sie irgendwann mal mit Musikern anderer Kulturen kommunizieren wollen, müssen eben weitere Systeme erlernt werden. Das ist aber völlig normal, und hat nichts mit beklagenswerten "babylonischen Zuständen" zu tun, sondern schlichtweg mit der Vielfalt des echten Lebens, das sich eben nicht in irgendwelche universell gültige Systeme zwängen läßt.
So geht die auf deiner Webseite aufgestellte Behauptung bereits von der irrigen Annahme einer universellen Gültigkeit der gleichstufig temperierten Stimmung aus: (ZITAT) "In allen Ländern dieser Erde gibt es Musikinstrumente mit Tasten oder Saiten, die die gleichstufige Stimmung verwenden." - womit ja nicht gemeint sein kann, dass auch in Taka-Tuka-Land noch irgendwo ein europäisches Klavier herumsteht. Diese Annahme läßt sich angesichts unterschiedlichster real existierender Stimmungssysteme nur aus einer überholten eurozentristischen Sichtweise, oder aus einer überholungsbedürftigen Unkenntnis der Materie erklären. Und aus einem solchen Tunnelblick heraus ein System zur Rettung der Musikerwelt propagieren zu wollen, ist dann schon arg verwegen.
 
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Gast297358
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... dass mich ein Shitstorm in Indien erwartet, habe ich längst vorhergesagt. Hier aber hatte man mir gesagt, es sei das Musiker-Board. Offensichtlich bin ich aber in einem Wild-West-Film gelandet - da kenne ich mich nicht so aus - mein Beitrag wendet sich gegen nichts und niemand - in Gegenteil. Ich bin beeinflusst von George Harrison und seiner Kommunikation mit den indischen Musikern und war fast 30 Jahre mit der Gitarre in Indien.
Auf der deutschen Tanzmucker-Bühne habe ich noch mit Berta, Dora, Gustav und Heinrich getanzt. Also bin ich hier mit meinen 72 Jahren wohl falsch und unwissenschaftlich.
Das ändert nichts daran, dass es auch im Busch Cola und Keyboard gibt, und die Gehirne auf Silben andere Synapsen klapsen als auf Zahlen.
Seltsam alles, und auch schade - aber wir singen weiter fröhlich ... ☮️
 
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Es weder verboten noch verachtenswert, wenn sich jemand ein neues Solmisations-System ausdenkt. Wir leben in einem freien Land, und da ist so etwas selbstverständlich gestattet.
Dieses System zu veröffentlichen heißt aber unweigerlich, es der Diskussion und der Kritik auszusetzen. Hier im Musiker-Board wird es über so eine Vorstellung unweigerlich zu Diskussionen führen, aber nicht, weil hier per se eine Tendenz herrschen würde, Dinge nieder zu machen, das ist ganz gewiss nicht der Fall (auch wenn die eine oder andere Kritik schon mal etwas "deftiger" ausfallen mag).
Irritierender ist es meistens, wenn es gar keine Reaktion gibt, denn das würde eher darauf hindeuten, dass es von den Usern hier als unbedeutend eingestuft würde und nicht der Diskussion wert.

@Gast297358, was mich an deinem System stört, ist, dass es der nach wie vor den vornehmlich auf der Dur/Moll-Tonalität beruhenden vorherrschenden Musiktraditionen nicht gerecht wird, sondern die Systematik ihrer üblichen heptatonischen Skalen verschleiert (wie ich in meinem Beitrag weiter oben schon erklärt hatte). Und die Beispiele, die du auf der Website auflistest, beruhen alle auf dem heptatonischen Skalensystem, und genau da finde ich dein System eher verkomplizierend. Die Silben an sich mögen gut singbar sein, das will ich nicht bezweifeln, aber eine echte Systematik der chromatischen Skala kann ich darin nicht erkennen.

Dabei gibt es schon seit der Mitte des 19. Jahrhundert mit der "relativen Solmisation" (nach Sarah Ann Glover) ein vergleichbares und durchaus etabliertes System zur Vereinfachung, wo z.B. die Tonsilbe "Do" immer für den Grundton der Skala steht, unabhängig davon, auf welcher absoluten Tonhöhe dieser tatsächlich steht. Durch Vokal-Umfärbungen der Grundsilben werden auch die Alterationen anschaulich und stringent in diese Solmisation mit einbezogen. Das geschieht aber auch bei der absoluten Solmisation, so dass diese Systeme auch noch gewissermaßen kompatibel sind.

Den mehr oder weniger abstrakten Bezug auf die 12-stufige chromatische Skala, wie mir es manchmal begegnet, wenn jemand z.B. die Quinte nicht als 5. Ton der (heptatonischen) Skala, sondern als 8. Ton über dem Grundton (gezählt in Halbtonschritten) bezeichnet, finde ich in der und für die Praxis, aber vor allem auch für die Vertiefung in Musiktheorie nicht nur nicht hilfreich, sondern sehr unnötig verwirrend.
Das parallele Lernen unterschiedlicher Benennungs-Syteme für ein und denselben musikalischen Sachverhalt ist schwer zu begründen. Anders sieht es aus, wenn es ganz andere musikalische Kontexte und Klangwelten betrifft, die nicht mit der europäisch-traditionierten Klangwelt konform sind sondern einen eigenständigen Charakter haben wie es z.B. bei der traditionellen indischen Musik der Fall ist.
In diesem Fall würde ich es für unangemessen halten, wenn man ihm unsere eurozentrische Denkweise in Form unseres Benennungssystem aufzwingen würde.
 
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Gast297358
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... verstehe nicht alles, was Du schreibst, aber kann die konstruktive Haltung schätzen - danke dafür.
Ein indischer Solfege Typ schreibt selbst, dass 99 % Happy Birthday falsch verstehen, und sie sprechen dort von westlichen Noten und halben Tönen und indischen Noten usw.
Hier haben wir gelernt CDEFGAHC sei der Kern der Musik - in England musste ich dann verstehen, dass das Alphabet die Grundlage ist.
Dur und Moll gibt es nur im deutschsprachigen Raum, und es sind italienische Wörter, die selbst in Italien nicht verwendet werden - modo maggiore.
Ich könnte Stunden darüber lamentieren und konnte dereinst nicht Komposition studieren, weil ich am Piano nicht so gut war mit den Noten. Und meine ganze Verwandtschaft ist Unterrichts-geschädigt, und, und, und.
Ich will niemandem etwas aufzwingen - das verstehst Du - klar. Das System ist ein Vorschlag zum Ausprobieren - es funzt fatal. Ich bin schon mit dem alten Grips unterwegs und habe es trotzdem noch wachsen sehen - gehe durch den Wald und komponiere - zuhause kann ich es aufschreiben - möchte es nur weiterleiten an die Kurzen - nicht gegen etwas Tolles, wie die Noten und das Nashville Number System - sondern davor oder zusätzlich.
Habich so viel dadurch gelernt, und wenn ich es nicht so gut aufschreiben kann, so ist es im persönlichen Unterricht immer erfolgreich.
BlaBlaBla - einfach machen - wenn Du meine Versuche checkst, gib mir konstruktive Vorschläge, musstu ABBA nich - es ist schon spät ... (y)
 
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Hier haben wir gelernt CDEFGAHC sei der Kern der Musik - in England musste ich dann verstehen, dass das Alphabet die Grundlage ist.

Wo liegt hier der Widerspruch? Die Buchstabenreihe A bis G ist das gemeinsame Symbolrepertoire (das deutsche H ist eine historisch bedingte Benennungsvariante des B), die Buchstabenanordnung C bis c ist darüber hinaus bereits die Darstellung einer bestimmten heptatonischen Struktur (nämlich DUR) mittels dieser Tonbuchstaben. Dass manche musiktheoretisch minderbemittelten Lehrer in Verwechslung von Ursache und Wirkung direkt mit der Dur-Konstellation auf C anfangen, ist ärgerlich, weil es das grundlegende Verständnis des Systems unnötig erschwert, das ist aber kein rein deutsches Problem: Idioten gibt es überall.

Dur und Moll gibt es nur im deutschsprachigen Raum

Quatsch: Das tonale Konzept von Tonarten mit unterschiedlichen Terzen gibt es auch außerhalb des deutschsprachigen Raumes. Die Bezeichnungen variieren, weil in anderen Ländern nicht die Idee der fühlbaren, höheren oder geringeren Saitenspannung (bzw. Stimmbandspannung) der Terzen im Sinne von lateinisch durus (hart) und mollis (weich) namensgebend war, sondern das Konzept der räumlich am Instrument messbaren Distanz (groß/klein), wie z.B. im englischen major/minor (third) oder eben ital. maggiore/minore.
Solche terminologischen Unterschiede mögen für musikalische Laien irritierend sein, sie sind aber auch erhellend, weil sie uns immer daran erinnern, dass unsere musikalischen Begrifflichkeiten immer nur eine eingeschränkte geographische und historische Gültigkeit beanspruchen können, weil bereits in Nachbarländern musikalische Phänomene möglicherweise ganz anders "gedacht", und damit logischerweise auch anders benannt werden.

War natürlich nicht 30 Jahre in Indien, sondern seit 30 Jahren fast jedes Jahr ein- zweimal dort und habe unterrichtet und gecoached.

Dann verwundert es umso mehr, dass du dich mit deinem modifizierten Sargam-System, das (1.) ursprünglich ein auf Nordindien begrenztes Konzept der Vokalpraxis ist, (2.) relativ solmisierend (Sa = I. Ton des jeweiligen Rag), und (3.) heptatonisch strukturiert ist, explizit auf die westliche, 12stufig-temperierte Stimmung berufst, die du dann auch noch zur musikalischen Universalie deklarierst. Das passt doch vorne und hinten nicht zusammen!

Was z.B. bei dir völlig unterschlagen wird, ist das elementar unterschiedliche Verständnis von Erhöhungen/Erniedrigungen: In der westlichen 12-Stufigkeit ist z.B. zwischen hochalteriertem Do (helle Vokale für #, also Cis = "Di", ) und tiefalteriertem Re (dunkle Vokale für b, also Des = "Ro") zu unterscheiden. Das Sargam-System macht diese Unterscheidung nicht und kennt nur die Tiefalteration, d.h. nach C kann kein Cis kommen, sondern nur Des. In "deinem" System bedienst du dich hier drolligerweise der Alterations-Silben der von dir so vehement abgelehnten westlichen Solmisation, so dass nach Sa "Ro" kommt (erniedrigtes Re), was es dann allerdings unmöglich macht, westliche Chromatik, wie z.B. C-Cis-D ("Do-Di-Re") korrekt wiederzugeben, da Sargam eben nur "C-Des-D" (Sa-Ro-Re) kennt. Denken in westlichen harmonischen Bezügen ist damit nicht möglich!

Das ändert nichts daran, dass es auch im Busch Cola und Keyboard gibt, und die Gehirne auf Silben andere Synapsen klapsen als auf Zahlen.

Richtig. Und deswegen verwenden wir im christlichen Abendland seit gut 1000 Jahren in der Vokalausbildung die Solmisations-Silben (Do-Re-Mi usw.). Wenn du auf deiner Webseite schreibst "Anders als das DoReMi der westlichen Länder (Do Re Mi Fa So La Ti Do) – ist das Sargam frei geblieben von der verwirrenden Vermischung mit den Namen der Töne (A B C D E F G A).", dann bist du der einzige, der hier sichtlich verwirrt etwas vermischt, denn auch die westlicheSolmisation praktiziert in ihrer Reinform keine "Vermischung" mit der Buchstabennotation. Letztere ist erstens nur in einem Teil des westlichen Länder üblich (die romanischsprachigen Länder verwenden bis heute die Solmisationssilben!), und zweitens dient sie zur Darstellung eines Sachverhalts, den es in der indischen Musik in dieser Form nicht gibt, nämlich den der von der jeweiligen Skalenstruktur unabhängigen absoluten Tonhöhe. Andere Länder, andere Sitten!
.
... und ich kenne die Probleme der Schüler.

Womit du hier im Forum nicht alleine bist. Du kannst also getrost davon ausgehen, dass sich hier sehr viele Leute - und zwar täglich - den Kopf zerbrechen, wie sie Schülern etwas vermitteln können, ohne gleich das Rad neu erfinden zu wollen. Halte also diesbezüglich den Ball mal lieber ganz flach.
Dass Sargam und Solmisation ähnliche Konzepte sind, erleichtert den Umstieg von einem System ins andere, wenn man sich als Musiker in eine fremde Kultur einarbeiten möchte, aber das ist im Regelfall nicht Inhalt der elementaren Musikausbildung von Kindern, die zunächst die etablierten Systeme ihres jeweiligen kulturellen Umfelds lernen sollten. Von deinem System zum vollständigem System der indischen Notation zu kommen, ist bereits ein langer Weg - zur europäischen Notation und ihren implizierten Denkmustern kommt man damit ohne völliges Umlernen auf keinen Fall!

Um den Deckel draufzumachen: Warum du dich einer indischen Kulturpraxis bedienst, die als methodische Krücke zum Erlernen westlicher Musik nicht taugt, ist mir unverständlich. Das ist ein überflüssiger und zudem unvollkommener Übersetzungsvorgang, und so unsinnig, wie umgekehrt die Verwendung der europäischen Solmisationssilben zur Erarbeitung einer Raga-Struktur. Abgesehen davon, dass auch die geistigen Güter anderer Kulturen kein Selbstbedienungsladen sein sollten.
 
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Hier haben wir gelernt CDEFGAHC sei der Kern der Musik - in England musste ich dann verstehen, dass das Alphabet die Grundlage ist.
CDEFGAHC habe ich auch gelernt, aber nicht als "Kern der Musik", sondern schlicht als Notennamen.
Viel später, als ich im Studium mal Jazz-Studenten begegnet bin (ich war damals noch ausschließlich "Klassiker"), kam ich dann mit den englischen Benennungen in Berührung (mit B statt H und B flat statt Be, und für Kreuze sharp usw.). Heute benutze/unterrichte ich Genre-abhängig beides nebeneinander.
Die romanischen Bezeichnungen (Do, Re, Mi ...) kenne ich zwar, benutze ich aber nicht im Unterricht. Kurioserweise habe ich einen Schüler einer ursprünglich aus Russland stammenden Familie, der in seiner alten Heimat dieses romanische System gelernt hat, mir war nicht bekannt, dass es dort gebräuchlich ist.

Auch die Benennung "Dur"/"Moll" macht mir keine Probleme, auch meinen Schülern nicht. Dass es daneben "major", "minor" usw. gibt, macht auch niemandem ernsthafte Probleme soweit ich das mit bekomme, zumal es gut in die gängige Systematik der Intervallbezeichnungen passt.

Da ich Kontakte in die Niederlande habe, weiß ich, dass man dort zwar B statt H sagt, aber für unser Be "Bes".
Mit diesen vergleichsweise wenigen Varianten (für das chromatische System mit 12 Stufen) weltweit kann man gut leben, finde ich. Einige sprachliche Varianten dabei sollten nicht überraschen, schließlich gibt es nun mal viele unterschiedliche Sprachen weltweit.
Im Grunde sind angesichts der Sprachenvielfalt die Noten-Benennungssysteme doch recht übersichtlich. Die im Englischen üblichen Bezeichnungen lohnen sich auf jeden Fall zu lernen, damit ist man meistens weltweit auf der sicheren Seite. Ich würde sagen, dass es sich alles im allem um schon seit langer Zeit bewährte Systeme handelt. Einen Bedarf für Neuerungen in diesem Bereich kann ich nicht erkennen.
Und meine ganze Verwandtschaft ist Unterrichts-geschädigt, und, und, und.
Und du bist ganz sicher, dass deine Schüler nicht "geschädigt" werden, wenn sie dein System lernen? Wenn sie nur dieses kennen, werden sie spätestens dann Probleme damit bekommen, wenn sie in ein Ensemble eintreten (es sei denn, dieses würde nur aus Schülern von dir bestehen - sehr unwahrscheinlich).
Dann müssen sie alles neu lernen, und zwar von Grund auf, da dein System keinerlei Berührungspunkte mit dem hier gängigen System hat. Dann werden sie dein System als "Insellösung" sicher nicht mehr sonderlich zu schätzen wissen.

Als Lehrer sehe ich mich in der Verantwortung, meinen Schülern Dinge und Zusammenhänge zu lehren, die möglichst kompatibel sind und ihnen das Zusammenspiel mit anderen auf jeden Fall ohne Hürden ermöglichen.

Ein indischer Solfege Typ schreibt selbst, dass 99 % Happy Birthday falsch verstehen, und sie sprechen dort von westlichen Noten und halben Tönen und indischen Noten usw.
Kannst du bitte näher erläutern, um welche Probleme es dabei geht?
Da es ja jedem Menschen mit einem einigermaßen musikalisch veranlagtem Gehör möglich ist, "Happy Brithday" komplett ohne Noten nach zu singen (meiner Erfahrung nach), kann ich mir nicht vorstellen, wo diese Verständnisprobleme herkommen sollen. Ich kenne aber das Land und seine Leute nicht aus eigener Erfahrung, auch meine Kontakte hier zu Indern und indischer Musik sind eher oberflächlich und auf einzelne und wenige Ereignisse beschränkt.
 
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Und du bist ganz sicher, dass deine Schüler nicht "geschädigt" werden, wenn sie dein System lernen? Wenn sie nur dieses kennen, werden sie spätestens dann Probleme damit bekommen, wenn sie in ein Ensemble eintreten
Ich hoffe, das mit dem Zitieren hab ich jetzt kapiert.
Vollkommen richtig, darum versuche ich, das, was ich vom westlichen System verstehe, singbar zu erklären und erst danach den westlichen Begriff zu verwenden. Ist nur eine Frage der Reihenfolge - erst Singen, Fühlen - nicht so sehr mental - dann bezeichnen mit den üblichen Begriffen.

Offensichtlich habe ich mich falsch entschieden, hier mitzumachen. Als ich die Frage las, wie ein Kollege von Fm nach Am kommen soll, wollte ich helfen. Dann sah ich, wie seine Komposition an sich beleidigt wurde, und das tat mir richtig weh, aber die anderen hier sind freundlich und hilfsbereit.

Vielen Dank für Dein Interesse - habe auch mit Russen, Franzosen, Engländern, Österreichern und verschiedenen anderen gearbeitet, und es geht dann meistens über die Englische Sprache - alles kein Problem. Werde nicht weiter versuchen, mein Anliegen zu erklären - kann das wohl nicht so gut. Also vielen Dank LoboMix ...
 
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Der Initiator des Themas wurde auf eigenen Wunsch anonymisiert und könnte im Fall nachfolgender Beiträge, die sich an ihn richten, nicht mehr antworten.
 
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Schade, daß interessante User, die manche Dinge mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten, hier so vergrault werden. :bad:

Viele Grüße,
McCoy
 
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Die Relativität von Solmisation und Notennamen ist nun aber auch wirklich keine leichte Kost. Da wird eine unvermeidliche Flucht vielleicht sogar zu einem stillen Einmauern. Ein Misstrauen in gegebene Situationen ist dabei schnell Anlass für panische Konfrontationen. Und wenn tatsächlich Relativität Ursache wäre, dann ist es auch legitim von SaintUser anstatt SaintIohan zu sprechen.
 
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Schade, daß interessante User, die manche Dinge mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten, hier so vergrault werden. :bad:

Viele Grüße,
McCoy
Das fällt mir hier leider viel zu häufig auf. Jemand kommt mit einer Frage, Idee, oder Vorschlag und als Antwort bekommt man beleidigungen, unverständnis und unterstellungen.


Genau solche Aktionen führen dazu, dass das Board obsolet wird. In podcasts und auf Youtube wird darüber gelacht, wie albern hier manche Diskussionen ablaufen und wie toxisch und kontraproduktiv hier manche Member sind. Sehr schade...
 
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Dein Text hat kein Interesse an den Dingen des anderen gezeigt. Statt dessen nur darauf abgezielt die idee des anderen schlecht zu machen und das eigene System zu huldigen, gewürzt mit unterstellungen die ich nur noch peinlich finde.
Wie man zu so einer Auffassung kommen kann, verstehe wiederum ich nicht.
LoboMix hat so sachlich wie möglich auf die Ungereimtheiten im "neuen System" des TE aufmerksam gemacht. NIcht mehr und nicht weniger.
Ich finde da keine Unterstellung drin, und nichts, das im Tonfall zu kritisieren wäre.

LG
Thomas
 
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Chris, bist du sicher, dass du LoboMix meinst?

EDIT: turko war schneller...
 
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Muß man das ernsthaft beachten oder ins Kalkül ziehen ?

Thomas
Man muss sich natürlich nicht um die Meinungen anderer kümmern. Wenn einem die Meinung anderer wichtig ist schon...
 
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Wenn einem die Meinung anderer wichtig ist schon...
Aber wenn man diese anderen gar nicht kennt ... ?!
Nicht einmal dem Namen nach ?!

Entschuldige, ich wollte hier keine Grundsatzdiskussion zum Thema Socialmedia lostreten, sondern nur kurz mein ganz persönliches Unverständnis loswerden.

Thomas
 

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