Eintrittspreise Tributeband

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Hallo zusammen,

ich bin vor kurzem beim Spazierengehen auf das Thema gestoßen:
ich sah ein Plakat an der Straßenlaterne (ganz oldschool, ich weiß) für das Konzert einer BAP-Coverband hier im Rheinland, kleiner Konzertsaal.
Die Band selbst kenne ich vom Namen her, und ich unterstelle erstmal folgendes: die sind top, musikalisch super, bringen die Musik authentisch rüber, Veranstaltung und Technik werden professionell sein - diese möglichen Einwände würde ich also erstmal beiseite lassen.

Was mich beschäftigt hat ist der Ticketpreis: 30,- (plus ggf. VVK-Gebühr), da bin ich gedanklich etwas ins Stolpern gekommen.
Das Original gibt es noch auf Tour zu sehen, da gehen die Preise ab gut 60,- los.
Abgesehen von der Konzertgröße (gibt ja genug Leute die keine Konzerte in Arena-Größen wollen) frage ich mich ob das Preisverhältnis "Tribute vs. Original" so stimmig ist.

Gibt es bei Euch auch so ein Verhältnis bei dem Ihr ins Stocken kommt? Also da wo die Alternative "Konzert der Originalband" noch stattfindet - Acts wie "Australian Pink Floyd Show" lassen sich nur mit anderen Tributebands, aber nicht mit dem Original vergleichen - zumindest solange man keine Zeitmaschine hat....
 
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Diese Preise sind mittlerweile recht normal. Habe ich auch hier gesehen: Rammstein-Coverband knapp 30 EUR, Phil Collins-Tributeband auch 26 EUR. Das ist denke ich mal auch den ganzen Auflagen, Energiekosten, Security etc. geschuldet, dass die Preise heute so aussehen. Das hat gar nichts mit der Qualität der Bands zu tun. So wie früher, 3 Bands und 5 oder 10 EUR Eintritt, die Zeiten sind leider vorbei.
 
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… was auch nachvollziehbar ist: Früher waren Live-Auftritte in finanzieller Hinsicht eher eine Ergänzung zu den Tonträger-Verkäufen. Mittlerweile lässt sich mit dem Verkauf von Musik deutlich schwieriger - und weniger - Geld verdienen, weshalb Konzerte und sonstige Live-Auftritte eine wesentliche Einnahmequelle geworden sind.
 
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Wenn schon eine Relation betrachtet wird, dann bitte auch die Besucherzahlen beachten:

Originalband: 5000 zahlende Besucher x 60 € (wenn nicht noch andere Ticket-Kategorien mehr Geld bringen!) = 300.000 € -> auch bei höheren Kosten kriegt jeder Bandmusiker min 10.000 € für den Abend
Coverband: 200 zahlende Besucher x 30 € (Der ganze Bekanntenkreis kommt umsonst rein) = 6.000 € -> Nach Abzug von Kosten kriegt jeder Bandmusiker vielleicht 300 - 500 €.

Also ist das günstigstenfalls ein Faktor 20.

Willst Du jetzt 10 € bei der Coverband bezahlen, dann werden womöglich nicht mal die Kosten gedeckt (neben Reisekosten -> Aufbauhilfen und Betriebspersonal (Einlass, Licht, Sound), Versicherung, Gema, Abschreibung Equipment, Verbrauchsmaterial (Saiten, Kabel, Tape, Leuchtmittel, Tickets), Steuern, evtl. Saalkosten).

Dazu muss man sehen, dass jetzt 60 € für eine Originalband auch schon unverschämt niedrig ist, wenn man heutige Ticketpreise anschaut, die z.B. bei Rush 2027 in München bis über 2.000 € gehen!

Für mich aber wesentlich ist, dass sich die Leute der Coverband die Ärsche aufreißen, einen Proberaum bezahlen, ihre Instrumente bezahlen, Probezeit aufbringen, die Mühen eines Gigs aufbringen und sich dann anhören müssen, dass 30 € pro Ticket als vergleichsweise hoch angesehen wird. Ich finde, man sollte auch mal den Faktor RESPEKT bei der Wertfindung berücksichtigen!
 
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Was mich beschäftigt hat ist der Ticketpreis: 30,-
die werden sicherlich die fixkosten addieren, dann einen Aufschlag als Gage noch machen, dann die Summe durch die zu erwarenden Besucher teilen und am ende etwas aufrunden, damit es keinen 28,83€ als Ticketpreis gibt.
du hast ja nicht nur 5 Leute oder was an Band, sondern auch noch Ton und Lichttechniker, Transporter, sprit, etc.

dann ist halt auch noch das ding, ob man am Getränkeumsatz beteiligt wird oder nicht, bildung für Rücklagen, falls ein Gig mal nicht so gut besucht wird usw.
 
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Gibt es bei Euch auch so ein Verhältnis bei dem Ihr ins Stocken kommt? Also da wo die Alternative "Konzert der Originalband" noch stattfindet
Ja, so ein Verhältnis gibt es bei mir theoretisch, aber diese Frage habe ich mir noch nicht stellen müssen / gestellt.
Mein dazu passender aktueller Fall ist Mark Knopfler / Dire Strats (Tribute):
- Der gute Mark wird wahrscheinlich auf seiner verlängerten Legacy Tour Ticketpreise ab etwa 120 € als Einstieg anbieten (noch keine Tickets erhältlich). Dazu muss ich aus der Provinz mindestens 150 km zum Konzertort fahren (und dieselbe Stecke wieder zurück), 'nen Happen essen und Parkplatzgebühren zahlen. Für 2 Personen also rund 300 € Aufwand und mindestens 3 Stunden Fahrzeit.
- Dire Strats treten in meiner Nachbarstadt (7 km Entfernung) für 40 € Ticketpreis auf, Parkplatz umsonst ... Würden die jetzt 80 € oder mehr pro Ticket verlangen, wäre mir das Original den Aufpreis wert. Aber so...
 
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  • #7
OK was ich versäumt habe klar herauszustellen: es geht mir nicht darum den Cover-Musikern ihren Gage nicht zu gönnen!

Wenn schon eine Relation betrachtet wird, dann bitte auch die Besucherzahlen beachten:

Originalband: 5000 zahlende Besucher x 60 € (wenn nicht noch andere Ticket-Kategorien mehr Geld bringen!) = 300.000 € -> auch bei höheren Kosten kriegt jeder Bandmusiker min 10.000 € für den Abend
Coverband: 200 zahlende Besucher x 30 € (Der ganze Bekanntenkreis kommt umsonst rein) = 6.000 € -> Nach Abzug von Kosten kriegt jeder Bandmusiker vielleicht 300 - 500 €.
Wieder mein Bauchgefühl: ich fürchte Du überschätzt den Verdienst. Bei meinem Beispiel: dass Niedecken mit 10.000 EUR nach hause geht mag hinhauen, aber für den Rest der Band mache ich da mal ein dickes Fragezeichen dran.

Also ist das günstigstenfalls ein Faktor 20.

Willst Du jetzt 10 € bei der Coverband bezahlen, dann werden womöglich nicht mal die Kosten gedeckt (neben Reisekosten -> Aufbauhilfen und Betriebspersonal (Einlass, Licht, Sound), Versicherung, Gema, Abschreibung Equipment, Verbrauchsmaterial (Saiten, Kabel, Tape, Leuchtmittel, Tickets), Steuern, evtl. Saalkosten).

Dazu muss man sehen, dass jetzt 60 € für eine Originalband auch schon unverschämt niedrig ist, wenn man heutige Ticketpreise anschaut, die z.B. bei Rush 2027 in München bis über 2.000 € gehen!
Zugegeben die 60 EUR sind (leider) nicht mehr marktüblich, auch ohne die Ausreißer wie etwa Rush zu berücksichtigen. Aber völlig korrekt, Konzerte mittelbekannter Künstler in 3.000er Hallen sind mittlerweile auch locker bei 80-90 EUR angelangt. Finde ich als Musikhörer natürlich per se nicht so klasse, aber ich weiß dass die Kosten nunmal so sind wie sie sind und alle Beteiligten davon leben müssen, da würde nie sagen "überteuert" sondern "ist nunmal so"
Für mich aber wesentlich ist, dass sich die Leute der Coverband die Ärsche aufreißen, einen Proberaum bezahlen, ihre Instrumente bezahlen, Probezeit aufbringen, die Mühen eines Gigs aufbringen und sich dann anhören müssen, dass 30 € pro Ticket als vergleichsweise hoch angesehen wird. Ich finde, man sollte auch mal den Faktor RESPEKT bei der Wertfindung berücksichtigen!
Nochmal, ich möchte niemandem die Gage missgönnen. Und was alles an Aufwand (Zeit, Kosten, Arbeit) ansteht bis ein Konzert steht müssen wir im Musiker-Board sicherlich niemandem mehr erklären.

ABER: meine Betrachtung zielt auf die Nachfrage-/Konsumentenseite.
ALLE Deine Punkte kann man mit Fug und Recht auch für eine Top40-Band oder eine Classic-Rock-Coverband anführen. Wenn diese Band nun allerdings ein Konzert mit 30 EUR Eintritt veranstaltet, da behaupte ich mal werden die Stimmen leiser die sagen "30 EUR sind gerechtfertigt, würde ich sofort zahlen". Und bei einer jungen aufstrebenden Band mit eigenen Songs die ansonsten von der Produktion genauso professionell gleichen Standard bieten würde (auch hier: alle Argumente gegeben, plus den künstlerischen Aufwand des Songschreibens), da würden auch nicht wenige sagen: "geht lieber etwas günstiger ins Rennen".

Was Top40 und Tribute-Bands den letztgenannten voraus haben: für diese gibt es noch einen anderen Markt - Stadtfeste, Firmenparties etc. Da dürften locker die erwähnten Gagen für die Musiker drin sein, und daran ist absolut nichts auszusetzen. Und es kann sein dass, gerade weil ich Cover- und Tributebands gerne dort verorte, mir die Eintrittspreise für so ein Konzert doch hoch erscheinen wenn man denkt dass man dieses Konzerterlebnis als Stadtfestbesucher deutlich günstiger bekommt.
 
… Nochmal, ich möchte niemandem die Gage missgönnen. …
ABER: meine Betrachtung zielt auf die Nachfrage-/Konsumentenseite. …
Eigentlich ist es sehr einfach: Der Produktgeber legt den Preis für sein Produkt fest. Der Konsument entscheidet, ob der Preis für ihn passt. Passt er nicht, dann lässt man den Produkterwerb eben sein. Es bringt aber zumeist herzlich wenig, sich über einen aus eigener Sicht unpassenden Preis zu mokieren. Letztlich wird der Produktgeber unweigerlich feststellen, ob sein Preis marktfähig ist.

Dieserhalb finde ich solche Diskussionen immer etwas „schwer nachvollziehbar“. Vorliegend besonders, denn, wie du ja selbst konstatierst, kann und sollte man den Künstlern ihre Gage ruhig gönnen.
 
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Live-Auftritte eine wesentliche Einnahmequelle
Wenn sie nicht noch nen Red-Bull, Jägermeister, Barmer Ersatzkasse oder Rügenwalder Info-Stand und Werbeblöcken in ihrem Set haben, dann dürften Live Auftritt, wohl die einzige oder mind primäre Einnamequelle sein.
Vielleicht kann man am Getränkeverkauf noch was abgreifen.
Erträge aus Tonträgern, Downloads etc. dürften Quasi gegen Null oder sogar Minus tendieren.
Wie ich denke, ist Merch im Tribute Sektor auch eher nicht so das große Buisness.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

bei einer jungen aufstrebenden Band mit eigenen Songs die ansonsten von der Produktion genauso professionell gleichen Standard bieten würde (auch hier: alle Argumente gegeben, plus den künstlerischen Aufwand des Songschreibens), da würden auch nicht wenige sagen: "geht lieber etwas günstiger ins Rennen".
Ich denke, je nach Saalgröße und "Fame" ist das schon auch möglich 20,- zu verlangen.
Ist halt die Sache mit "ich weiß nicht was ich nicht weiß" niemand giert nach einer Band die niemand kennt.
Tribut hat da schon nen Bonus - im Prinzip weiß man was man zu erwarten hat und dies erfüllt die Band oder halt nicht.
Und für ne völlig unbekannte Tribute Band, egal wie gut, zahlt auch keiner 30,- oder mehr
 
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  • #10
Für mich ist Tribute-Band und Coverband u.U. ein Unterschied.
Hier in Hamburg z.B. gibt es das Joni-Mitchell-Projekt, das (so meine Meinung) da sehr ambitioniert rangeht und dadurch etwas „eigenständiges“ schafft. Da sind die Ticketpreise dann auch im „normalen“ Bereich. Also nicht niedriger, wie vielleicht bei einer beliebigen Coverband, die u.a. auch mal einen Song von Joni Mitchell covert, zu erwarten wäre.
 
  • Ersteller
  • #11
Eigentlich ist es sehr einfach: Der Produktgeber legt den Preis für sein Produkt fest. Der Konsument entscheidet, ob der Preis für ihn passt. Passt er nicht, dann lässt man den Produkterwerb eben sein. Es bringt aber zumeist herzlich wenig, sich über einen aus eigener Sicht unpassenden Preis zu mokieren. Letztlich wird der Produktgeber unweigerlich feststellen, ob sein Preis marktfähig ist.

Dieserhalb finde ich solche Diskussionen immer etwas „schwer nachvollziehbar“. Vorliegend besonders, denn, wie du ja selbst konstatierst, kann und sollte man den Künstlern ihre Gage ruhig gönnen.
Dass letztlich immer der Markt regelt wissen wir doch alle - trotzdem ist es ja interessant über Preise zu sprechen, sei es Butter, Tributebands oder den neues Amp-Modeller ;-)
Für mich ist Tribute-Band und Coverband u.U. ein Unterschied.
Hier in Hamburg z.B. gibt es das Joni-Mitchell-Projekt, das (so meine Meinung) da sehr ambitioniert rangeht und dadurch etwas „eigenständiges“ schafft. Da sind die Ticketpreise dann auch im „normalen“ Bereich. Also nicht niedriger, wie vielleicht bei einer beliebigen Coverband, die u.a. auch mal einen Song von Joni Mitchell covert, zu erwarten wäre.
Absolut, da gibt es in der Wahrnehmung schon einen deutlichen Unterschied zwischen Tribute und "XY spiel Joni Mitchell"
 
  • #12
Es ist eben einander gegenüberzustellen: Was kostet der Auftritt einer Tribute Band bzw. was muss er erwirtschaften? vs. Was ist er „weniger“ wert, als das Original bzw. was mag man für eine Tribute Band Live Performance ausgeben?

Ich denke man kann ausschließen, dass im Semi-Profi Bereich, ein schneller € abgegriffen werden kann/wird. Da rolle ich eher mit den Augen, wenn bei den Main Acts 400 und mehr € für ein Ticket in einem Stadion aufgerufen werden, wo tausende Zuschauer für einen Mega Umsatz sorgen (sollen).

Realistisch kostet allein ein Saal/Halle für 300 Leute ca. 3000€, mit PA und Orga 5000-7000 ..und nicht jedes Konzert ist ausverkauft. 30 € pro Karte ist da bald notwendig, um überhaupt die Kosten zu tragen. Wenn sich dann nicht genügend Leute finden, die Live Musik wertschätzen, kann man das als Band machen bzw. bleibt auf den Kosten sitzen. Die Veranstalter übernehmen das Risiko nicht mehr, es sei denn das sind etablierte Gigs, die seit Jahren ihre treue Fan-Base haben.
 
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  • Ersteller
  • #13
Realistisch kostet allein ein Saal/Halle für 300 Leute ca. 3000€, mit PA und Orga 5000-7000 ..und nicht jedes Konzert ist ausverkauft. 30 € pro Karte ist da bald notwendig, um überhaupt die Kosten zu tragen. Wenn sich dann nicht genügend Leute finden, die Live Musik wertschätzen, kann man das als Band machen bzw. bleibt auf den Kosten sitzen. Die Veranstalter übernehmen das Risiko nicht mehr, es sei denn das sind etablierte Gigs, die seit Jahren ihre treue Fan-Base haben.
Ich glaube ich nerve in diesen Thread mit meinem Bauchgefühl - aber 3000 € für einen Saal in der Größenordnung, stimmt das? Das hätte ich günstiger eingeschätzt (erstmal reine Miete, ohne Getränke/Service/etc.), PA/Orga je nach Aufwand hätte ich auch so erwartet.

Zu der konkreten Kostensituation hilft ja ein Blick ins sonstige Programm: Kabarettveranstaltungen in der Location lieben beim Eintritt zwischen 30 und 40 EURO. Ein nicht so namhaftes Vokalensemble (14 Sänger + Pianist) kostet 20 EURO. Von den Grundkosten her sind also die 30 EUR offensichtlich nicht zwingend.
 
  • #14
Die 3000 € pro Abend sind natürlich nicht in Stein gemeißelt. Das ist eine Spanne von bis… man kann das für 1000€ bekommen, in angesagten Läden in München auch für 5000€. Schau mal nach Bernd Kiltz. Der hat sich seinen „Traum“ erfüllt und eine Band zusammen gestellt, eine entsprechende Location & Co gemietet, um seine eigene LP auf die Bühne zu bringen und ein Video davon zu machen. Er hat auf YT die Kosten, die er hatte, recht gut aufgeschlüsselt. (Trotz Ticketerlösen, hat er da wohl ordentlich zugebuttert)
 
  • #15
aber 3000 € für einen Saal in der Größenordnung, stimmt das?
Mietpreise sind immer hart von der immobilie abhängig, aber 3000€ für einen 300 Personen Saal ohne Ausstattung und die daraus resultierenden 5-7k für PA, Orga und klimbims ist unrentabel.
das wären ja im Worst case 10000€ macht ja bei Vollauslastung einen Ticketpreis von 33,33€ erforderlich um die Kosten zu decken, dann kommt noch die Steuer, Rücklagen und Entlohnung der Band drauf...

klar über Getränkeeinnahmen kann man nochmal was rausholen, aber wenn 300 Leute im schnitt 5 Getränke pro person haben un man pro getränk 2€ mitverdient kämen nochmal 3000€ rein, ist aber glaube ich auch etwas hoch angesetzt.

und ich denke dass man wohl eher mit einer 70% statt einer 100% auslastung rechnen sollte.
 
  • Ersteller
  • #16
Die 3000 € pro Abend sind natürlich nicht in Stein gemeißelt. Das ist eine Spanne von bis… man kann das für 1000€ bekommen, in angesagten Läden in München auch für 5000€. Schau mal nach Bernd Kiltz. Der hat sich seinen „Traum“ erfüllt und eine Band zusammen gestellt, eine entsprechende Location & Co gemietet, um seine eigene LP auf die Bühne zu bringen und ein Video davon zu machen. Er hat auf YT die Kosten, die er hatte, recht gut aufgeschlüsselt. (Trotz Ticketerlösen, hat er da wohl ordentlich zugebuttert)
Danke für den Tip. Kiltz habe ich mal in das Live-Video reingeschaut, da weiß man schon worum es geht bzw. wie das Ergebnis aussieht, dann ist so ein Making-Of-/Budgetvideo noch interessanter, schaue ich auf jeden Fall mal rein.
 
  • #17
Für mich ist Tribute-Band und Coverband u.U. ein Unterschied.
Hmm...
Hier in Hamburg z.B. gibt es das Joni-Mitchell-Projekt, das (so meine Meinung) da sehr ambitioniert rangeht und dadurch etwas „eigenständiges“ schafft. Da sind die Ticketpreise dann auch im „normalen“ Bereich.
The Joni Project ist für mich eigentlich weder Tribute- noch Coverband, sondern tatsächlich der Versuch, das Material in einen anderen Kontext hineinzustellen. Ebenso wie die Analogues. Dafür würde ich auch "normale" Ticketpreise zahlen; irgendeine Band, die "nur" versucht, das Material möglichst originalgetreu aufzuführen (und am besten noch mit optischer Nähe) löst bei mir keinen besonderen "Will-ich-hin"-Reflex aus. (Was aber nicht heißt, dass ich da nicht hingehen würde, wenn es ein lokales Ereignis ist.)
 
  • Ersteller
  • #18
irgendeine Band, die "nur" versucht, das Material möglichst originalgetreu aufzuführen (und am besten noch mit optischer Nähe) löst bei mir keinen besonderen "Will-ich-hin"-Reflex aus. (Was aber nicht heißt, dass ich da nicht hingehen würde, wenn es ein lokales Ereignis ist.)
vermutlich meine ich das, dieser "will ich hin"-Reflex bemisst sich in der kapitalistischen Musikwelt nach dem Eintrittspreis den man zu zahlen bereit ist.
Sprich: coole Band, macht Spaß denen zuzuhören und zuzusehen - auf dem Stadtfest....
 
  • #19
ich sah ein Plakat für das Konzert einer BAP-Coverband, kleiner Konzertsaal.
Cover Bands bringe ich mit Stimmungsmusik,Top 40, Volksfest und Bierzelt im Verbindung, da würde ich gar nicht auf die Idee kommen, Eintritt zu bezahlen.
 
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  • Ersteller
  • #20
Cover Bands bringe ich mit Stimmungsmusik,Top 40, Volksfest und Bierzelt im Verbindung, da würde ich gar nicht auf die Idee kommen, Eintritt zu bezahlen.
Tribute-Bands weisen natürlich eine enorme Bandbreite auf:
- Australian Pink Floyd Show - große Produktion, ist zumindest schonmal "Geld wert"
- Rammstein-Bands die ordentlich Pyrotechnik auffahren - auch da, man sieht wo das Geld hingeht.
Bei solchen Bands habe ich unbewusst einen anderen Maßstab als bei Coverband die (aufgrund der stimmlichen Nähe des Sängers/Sängerin hoffentlich) auf einen Act konzentrieren, der Rest bleibt eigentlich alles gleich - da zahle ich Eintritt wie auf anderen Partys auch wenn es der Anlass hergibt, aber kein "Konzertticket"
 
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