Eintrittspreise Tributeband

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  • #41
DU darfst doch Deine Rechnung machen, wie Du willst. Das habe ich doch geschrieben. Mir ging es darum, dass da eben für jeden individuelle "Regeln" gelten und gelten dürfen, und dass eben nicht der eine dem anderen sagen muss, wie viel er verlangen oder bezahlen darf! :prost:
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Jein - natürlich der Profi mehr Zeit, aber nicht linear. Während der Nebenbei-Musiker um Dienstag morgen um 11.00 Uhr im Büro sitzt, dass der Profi um diese Zeit für einen Gig zur Verfügung stünde hilft ihm nicht besonders.
Der Profimusiker bekommt aber nicht netto 13,50 € oder 20 € in der Stunde. Dann muss man sehen, dass es z.B. auch verschiedene Profis gibt: z.B. gibt es auch Profis mit einem Grundeinkommen als Orchestermusiker ect. Also sind eben alle unkonkreten, über einen Kamm scherende Aussagen unbrauchbar.

Für das persönliche Einkommen gehört nicht unwesentlich auch Glück dazu
Das ist überall so. Auch ein selbständiger Handwerker kann gut und fleißig sein und trotzdem auf keinen grünen Zweig kommen. Das jetzt auch noch in die Diskussion aufzunehmen, führt total ins Gelände.

Das war auch gar nicht meine Absicht hier ein Maß festzugelegen - wissen wir ja eh alle dass wir das nicht können und der Markt regelt, und wollen wir auch gar nicht. Ging mir auch nur um Erfahrungsberichte und persönliche Einschätzungen....
Es wird aber hier massenhaft undifferenziert geschrieben, wie viel angemessen ist. Und ich habe betont, dass man das so nicht sehen kann. Leider fehlen oft konkrete Angaben (wer, was, wann, wo, wie, ...), die ein "Erfahrungsberichte und persönliche Einschätzungen" überhaupt aussagekräftig machen. Dieselbe Band kann mit demselben Auftritt begründet in München andere Preise für die "Endverbraucher" "wert" sein als in Hinterhuglhapfing, wo vielleicht auch noch ein Sponsor unterstützt (ich kenne eine AC/DC Tribute Band, die mal von einem Lebensmittelgeschäftsbetreiber in einem hinterwäldlerischen Dorf gesponsert wurde, weil er sich das Konzert gönnen wollte, so dass dort überhaupt zu aussichtsreichen Ticketpreisen ein Konzert stattfinden konnte). All solche Aspekte müssen berücksichtigt werden, statt "ich war mal auf einem Tribute-Konzert (wann? wo? wie (alleine, Vorband, Festival, Bühne selbst oder gestellt, Garage, Bierfest, ...), wer, ...), das mit XY € viel zu teuer war". So etwas bringt nichts, sage ich und schließe mit:

Jeder kann und muss selbst entscheiden, wie viel er verlangen und bezahlen will. :prost:
 
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  • #42
ANETTE OLZON singing NIGHTWISH zu Gast im Logo Hamburg...

...Vorverkauf zzgl. Vorverkaufsgebühren € 50,00... hüstel, hüstel...

Ohne ein Nightwish Anhänger oder Kenner zu sein, wäre das ein Act gewesen, den ich mir spontan angesehen hätte, allerdings nur zur Hälfte des aufgerufenen Preises.
 
  • #43
@soundmunich hat recht, wir bewegen uns von dem Eingangsthema weg. Es ist halt so, die Band oder der Veranstalter legt fest, wie hoch der Eintritt sein soll, und das Publikum entscheidet, ob das ok ist oder ob es ihm zu viel ist, und bleibt dann ggf. weg. Wir haben für einen Gig mal 19€ im Vorverkauf angesetzt - für mein Empfinden zu viel - aber am Ende war die Bude voll. Beim nächsten Mal sind wir damit auf die Nase gefallen, was aber daran lag, dass genug andere Veranstaltungen am gleichen Tag im Umkreis stattfanden, teils auch ohne Eintritt. Da haben wir dann am Ende sogar draufgezahlt, der GEMA ist es nämlich egal, wie viel Leute kommen und Eintritt zahlen, und dem Techniker, der uns mischt, genauso.
Max Giesinger hat gerade Konzerte abgesagt, weil im Vorverkauf nicht genug Karten verkauft wurden. Viuelleicht doch ein wenig zu optimistisch gewesen, wie viele Leute bereit sind, die Preise für ein Konzert von ihm zu zahlen, und bevor man finanzielle Verluste einfährt, lieber rechtzeitig die Reißleine ziehen. Geht also nicht nur Tribute Bands so...
 
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  • #44
Jein - natürlich der Profi mehr Zeit, aber nicht linear. Während der Nebenbei-Musiker um Dienstag morgen um 11.00 Uhr im Büro sitzt, dass der Profi um diese Zeit für einen Gig zur Verfügung stünde hilft ihm nicht besonders.
Nee, aber er hat Zeit bei Aufnahmesessions zu spielen, Unterricht zu geben, selber zu üben, um seine Fähigkeiten und Technik zu verbessern, oder um alle Stücke seiner Tribute-Band einzuüben und auf Abruf present zu halten, er hat Zeit, Arrangements zu schreiben, zu komponieren und noch bei anderen Musikprojekten oder im Orchester zu arbeiten, Filmmusik zu machen, ...
Und alles das verbesserte ja seine Fähigkeiten und musikalischen Horizont, nicht wahr?
Und nicht zur letzt hat der Profi ja auch viel mehr Zeit, zu netzwerken und sich zu vermarkten als der Amateur.

Damit sollte der "Profi" natürlicherweise dem Nebenbei-Musiker deutlich vor raus sein, oder nicht?
 
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  • Ersteller
  • #45
DU darfst doch Deine Rechnung machen, wie Du willst. Das habe ich doch geschrieben. Mir ging es darum, dass da eben für jeden individuelle "Regeln" gelten und gelten dürfen, und dass eben nicht der eine dem anderen sagen muss, wie viel er verlangen oder bezahlen darf! :prost:
Beitrag automatisch zusammengefügt:


Der Profimusiker bekommt aber nicht netto 13,50 € oder 20 € in der Stunde. Dann muss man sehen, dass es z.B. auch verschiedene Profis gibt: z.B. gibt es auch Profis mit einem Grundeinkommen als Orchestermusiker ect. Also sind eben alle unkonkreten, über einen Kamm scherende Aussagen unbrauchbar.


Das ist überall so. Auch ein selbständiger Handwerker kann gut und fleißig sein und trotzdem auf keinen grünen Zweig kommen. Das jetzt auch noch in die Diskussion aufzunehmen, führt total ins Gelände.
Sehe ich ehrlich gesagt nicht so:
Natürlich muss ein selbstständiger Handwerker auch das Drumherum beherrschen, sauber kalkulieren, seine Buchhaltung im Griff haben damit das Finanzamt keine unschönen Überraschungen bringt - aber all das muss der selbstständige Musiker auch. Wenn all das gegeben ist, dann wird ein Handwerker in einem gängigen Gewerk schon auf einen grünen Zweig kommen - also zumindest an gut bezahlte Arbeit kommen. Wo ixh zustimme: er darf nicht zuviel Pech haben. Bspw. wenn mehrere Kunden nicht zahlen - sowas kann dem Besten das Genick brechen. Ist für mich aber nicht ganz das Gleiche wie Glück haben, ist aber eventuell nur meine Haarspalterei.
Nee, aber er hat Zeit bei Aufnahmesessions zu spielen, Unterricht zu geben, selber zu üben, um seine Fähigkeiten und Technik zu verbessern, oder um alle Stücke seiner Tribute-Band einzuüben und auf Abruf present zu halten, er hat Zeit, Arrangements zu schreiben, zu komponieren und noch bei anderen Musikprojekten oder im Orchester zu arbeiten, Filmmusik zu machen, ...
Und alles das verbesserte ja seine Fähigkeiten und musikalischen Horizont, nicht wahr?
Und nicht zur letzt hat der Profi ja auch viel mehr Zeit, zu netzwerken und sich zu vermarkten als der Amateur.

Damit sollte der "Profi" natürlicherweise dem Nebenbei-Musiker deutlich vor raus sein, oder nicht?
Natürlich kann der Profi mehr von der Musik ausleben/erleben - aber a) vieles von dem führt nun nicht dazu dass er für das "Smoke on the water"-Riff mehr bekommen wird als der Amateur und b) bei vielem von den Punkten ist die Marktsituation/Einkommensmöglichkeit auch nicht besser
 
  • #46
Natürlich kann der Profi mehr von der Musik ausleben/erleben - aber a) vieles von dem führt nun nicht dazu dass er für das "Smoke on the water"-Riff mehr bekommen wird als der Amateur und b) bei vielem von den Punkten ist die Marktsituation/Einkommensmöglichkeit auch nicht besser
Er spielt ja nicht nur das Smoke on the water Riff, sondern alles von Deep Purple - jedenfalls könnte er sich in seiner Zeit jedes Stück von denen drauf schaffen. Und damit eine Tribute-Band von höherem Niveau aufziehen als die Nebenher-Amateur-Musiker.

Außerdem, er kann ja viel mehr üben, oder in anderen Bands/Orchestern mitspielen, seine Fähigkeiten und seinen Horizont verbessern, gegenüber den Amateuren, die ja nur so nebenbei neben dem Beruf ein wenig üben können.
Damit ist der Voll-Profi ja auch in der Lage, "praktisch alles" im Bereich Rock/Blues/Pop spielen zu können, im Gegensatz zu den Amateuren, die vielleicht in einem kleinen Sub-Genre (z.B. "Dark Metal") ganz gut sind, aber eben nicht die sichere Vielseitigkeit eines Voll-Profis können.

Für den Veranstalter ist die "künstlerische Qualität" der Band nur insofern interessant, wie viel Leute sie zu welchem Ticketpreis "ziehen".
Für ein Großkonzert ist die Halle größer und die Miete teurer als ein Kleinkonzert in kleinem Club.
Da könnte es für den Veranstalter möglicherweise rentabler sein, eine Amateur-Band zu kleiner Gage zu buchen, die ein wenig weniger Leute zu etwas geringerem Ticketpreis ziehen, als eine Profiband zu buchen, denen er größere Gage zahlen müsste, die Ticketpreise höher ansetzen müsste, und die nur ein wenig mehr Leute ziehen.

Und für den Profi-Musiker ist eben immer die Frage, wie geschickt er sein Können monetarisieren kann. Die Leute kommen ja nicht, um einen studierten Voll-Profi zu hören, sondern um Spaß zu haben - gefühlt mehr Spaß als es gekostet hat, ist für das Publikum gut. Ein klein wenig mehr Spaß zu doppeltem Ticketpreis erscheint für das Publikum womöglich als nur wenig Mehrwert für zu viel Mehrpreis....
 
  • #47
Entscheidend ist auch, welche Qualität, Bekanntheit, Professionalität, … man mit bringt.
Da ist es letztlich auch egal, ob Tribute, Blues, Party, Pop oder Rock Cover Band.
Eine Topp (…nicht Top 40 bzw. gibt es so etwas eigentlich überhaupt noch…) Party Band, die das halbwegs professionell aufzieht (gute Anlage, Licht, Mischer für Sound und Light Show, wohlmöglich noch 3er Bläser Satz), „kostet“ so um die 5000€. Wer da das Geld am Ende zahlt, ist denen Schnuppe. Hier vor Ort sind das die typischen größeren Feste mit 500-1000 Gästen. Ausgerichtet oft von Feuerwehr oder Sportvereinen. Das wird zum Teil auch (1. Mai z.B.) mit Eintrittsgeldern (15-20 €) gegenfinanziert. Da soll am Ende für die Veranstalter auch noch etwas über sein, aber die Leute, die da „helfen“ machen das idR auch „ehrenamtlich“.

Ich selber spiele eher hobby mäßig in einer Blues Rock und einer CCR Coverband (mit Epochen gerechten weiterem Programm) mit vielleicht jeweils 5 Gigs pro Jahr. Da sind wir froh, wenn wir 600 € Gage bekommen bzw. mussten wir (so waren die Auflagen)auch schon einen Kneipen Auftritt mit 8€ Eintritt absolvieren (wo IMO bei „Hobby“, auch immer eine Freunde „Fan Base“ dabei ist, wo mir das mit dem Ticket Preis eher unangenehm war…). Selbst wenn wir 600€ Gage bekommen, liegt unser (gefühlter, weil z.B. die Investitionen in Equipment nicht gegengerechnet sind) Stundenlohn, weit unter dem Mindestlohn…
Aber wir haben halt über die Freunde Fan Base hinaus keine Bekanntheit (und ehrlicherweise auch nicht die Qualität….) um 500 Leute zu mobilisieren, die 20€ oder mehr für uns auszugeben. Damit wir für 600€ Mehrumsatz in einem Biergarten sorgen, müssen da auch einige Getränke (mehr) verkauft werden…
D.h. eigentlich bezahlen wir dafür, das Leute sich unsere Musik anhören.
…aber genug geweint… die Zeiten sind wie sie sind, doch wenn man davon leben müßte, bzw. wenn es fair als Dienstleistung entlohnt werden würde, ist da unter 20€ Eintritt IMO gar nichts drin. Wer mit Musik Geld verdienen muss/möchte, muss dann a. daran arbeiten, die entsprechend Performance zu liefern und b. sich so auch einen so „zugkräftigen“ Namen zu erarbeiten, dass die Leute das auch zahlen.


Nichtsdestotrotz ist es auch ein Unterschied, ob man als Band mit eigenem Programm, Tribute-, Cover- oder Partyband, unterwegs ist.
In dieser Reihenfolge steigt IMO grob die „Massenkompatiblität“ bzw. die Chance/Möglichkeit an lukrative Gig zu kommen.
Als „Quer durch den Garten-" bzw. Partyband ist man auf Festen kein besonders großes Risiko, den Geschmack eines random gemischten Publikum gar nicht zu treffen.
Eine Tribute Band hat es da schon schwerer. Tribute Bands mögen Leute, die die Originale feiern (oder eben umgekehrt). Dennoch hat die Tribute Band einen Vorteil, um dennoch „ihr“ Publikum anzulocken, weil recht klar ist, was da auf dem Programm steht. So haben wir mit der CCR Band, es tatsächlich einfacher an Gigs zu kommen, als mit der Blues Rock Formation, obwohl die Qualitativ mehr bietet.
Für Bands mit unbekanntem eigenem Material ist es noch mal schwieriger an Gigs zu kommen, weil das Risiko, dass das nicht ankommt auch noch mal größer ist.

Am Ende spiegelt sich das auch dann darin wieder wie attraktiv die Angebote sind.
Als Publikum ist die Perspektive vielleicht ganz anders: Wie kann ich möglichst günstig, möglichst viel Unterhaltung bekommen.
Am Ende bekommt man bei der Hobby-Band mit eigenem Programm rechnerisch am besten weg. Die bezahlen (am meisten) dafür, dass du dir sie anhörst. (Der Entertainmentfaktor pro € ist hier etwas schwierig zu ermitteln, weil der erst positiv wird, wenn es einem nicht gefällt…. 🤡)
 
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  • #48
Ich sehe das so:
Wenn ich eine bekannte "original-"Band sehen und hören will, dann kommt es wirklich drauf an, wie "wichtig" mir diese Band ist.
Wenn ich sehe wie (direkt neben meinem Wohnort) diese komplett verrückt großen Bühnen aufgebaut werden (bei der Messe in München-Riem, z.B. für Adele) dann hab ich sofort null Bock auf solche Menschenmassen.

Wenn ne Topp-Band (nach meinem Geschäckle) z.B. ein einer ca. 200 oder bis ca. 2000 PAX Halle spielt, dann finde ich das schon eher interessant.
Dennoch zahle ich keine 200.- oder gar mehr, außer eine W.Houston oder M.Jackson würde wiederauferstehen...

Wenn Tributebands "gut" -also "unterhaltsam" sind (sprich Show und Sound gut abliefern) dann kommt es (für mich) genauso drauf an.
Ich war z.B. in etlichen Produktion von resetproduction (Rock the Circus, M.Jackson, W.Houston, Queen, T.Turner,...) und wurde fast immer gut unterhalten und meist war auch der Sound gut.
Aber ich hatte günstige Rest-Tickets erhalten (aber gute Plätze), das war logischerweise optimal als P/L-Verhältnis.

Wenn ich aber die ca. 65.- bis 80.-€ regulär hätte zahlen müssen, wären es sicher nicht ganz so viele Besuche geworden.

Der Aufwand, der hierbei getrieben wird (bei z.B. resetproduction) ist schon so, dass diese Preise aufgerufen werden müssen, das ist m.M. gerechtfertigt.

Als Profi-Fotograf mit "Bühnenerfahrung" komme ich noch viel öfter in den Genuss von "Gratis"-Konzerten und dadurch hab ich schon wirklich viel Tolles, aber auch viel Enttäuschendes gesehen und gehört.

Es ist doch immer die ganz pers. Entscheidung von jedem potentiellen Besucher, ob man bereit ist das zu bezahlen - für eben diese Art von Musik und Show.
 
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  • #49
Es ist doch immer die ganz pers. Entscheidung von jedem potentiellen Besucher, ob man bereit ist das zu bezahlen - für eben diese Art von Musik und Show.
Schon klar, aber....

Der Aufwand, der hierbei getrieben wird (bei z.B. resetproduction) ist schon so, dass diese Preise aufgerufen werden müssen, das ist m.M. gerechtfertigt.
Für mich (persönlich) stelle ich die Frage anders: Wenn's doch nicht die Originale sind - erwarte ich dann eine Show, die man "nicht vom Original unterscheiden kann"? Möchte ich mich also selbst verarschen? Oder ist mir die Show, unabängig von den ausführenden Künstler:innen, so wichtig? - Für mich persönlich nicht, andere mögen das anders sehen.
 
  • #50
Naja, die Rechnungen fallen unterschiedlich je nach Standpunkt oder beteiligten Personen aus:
  • Für die Hobby-Band, wie viel Gage rausspringen muss, damit man wegen der Unkosten (Fahrtkosten, Übernachtung, angemietete Pyrotechnik und Lasershow (???, Versicherung), eigener Tontechniker, ...) nicht noch drauflegt.
  • Für die Profi-Band, wie viel Gage rausspringen muss, damit die Unkosten (Fahrtkosten, Übernachtung, angemietete Pyrotechnik und Lasershow (???, Versicherung), Tontechniker, ...) gedeckt sind und noch was zum Leben (Steuern, Sozialabgaben) übrig bleibt.
  • Für den Veranstalter, wie viel Gage kann ich der Band zahlen, damit die Unkosten (Hallenmiete, PA, Crew, Security, GEMA, Versicherung, ...) gedeckt sind bei voraussichtlichem Ticketverkauf (Preis x Leute, die die Band zu dem Preis zieht) und Gewinn durch Gastro und Garderobe, damit noch Gewinn (was zum Leben, Steuern, Sozialabgaben) übrigbleibt.
  • Für eventuelle Sponsoren oder Mäzene, mit wie viel möchte ich das Konzert unterstützen, weil ich mir davon so-und-so-viel geldwerten Imagevorteil (Werbung, zukünftige Mehr-Verkäufe) erwarte, oder es einfach aus Freude an dem Konzert oder der Musik mache.
  • Für's Publikum, wie viel ist mir der Spaß für einen Abend, für so-und-soviel Stunden bei diesen und jenen Bier- und Bratwurstpreisen wert.
Am Ende treffen sich alle in der Schnittmenge aus all diesen Randbedingungen.

Das Publikum bezahlt nicht für die Unkosten der Lightshow, der Pyrotechnik, oder das Equipment der Band, noch für das Studium noch jahrelanges intensives Üben der Musiker.
Sondern für den Spaß, die Unterhaltung, das Erlebnis, welches ihm geboten wird.
 
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  • #51
Als Banker angemerkt:
Es gibt keine Unkosten, da der Begriff Kosten bereits negativ belastet ist. ;)
 
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  • #52
Ich muss sagen, der Preis schreckt mich in der heutigen Zeit nicht so sehr. Mich wundert eher, dass BAP selbst nur 60€ verlangen...
Habe gerade mal nachgesehen, was z.B. Forced to Mode verlangen, geht ab 45 - 50€ los... mal abgesehen davon, dass sie jeden Cent davon wert sind, möchte ich nicht wissen, was man mittlerweile für ne Depeche Mode Karte hinblättert, sofern man überhaupt noch irgendwo in Mitteleuropa eine ergattern kann 😁
 
  • #53
Für mich aber wesentlich ist, dass sich die Leute der Coverband die Ärsche aufreißen, einen Proberaum bezahlen, ihre Instrumente bezahlen, Probezeit aufbringen, die Mühen eines Gigs aufbringen und sich dann anhören müssen, dass 30 € pro Ticket als vergleichsweise hoch angesehen wird. Ich finde, man sollte auch mal den Faktor RESPEKT bei der Wertfindung berücksichtigen!
Guter Punkt. Oft arbeiten die Leute sogar noch nebenbei in einem ganz normal Job.
 
  • Ersteller
  • #54
Außerdem, er kann ja viel mehr üben, oder in anderen Bands/Orchestern mitspielen, seine Fähigkeiten und seinen Horizont verbessern, gegenüber den Amateuren, die ja nur so nebenbei neben dem Beruf ein wenig üben können.
Damit ist der Voll-Profi ja auch in der Lage, "praktisch alles" im Bereich Rock/Blues/Pop spielen zu können, im Gegensatz zu den Amateuren, die vielleicht in einem kleinen Sub-Genre (z.B. "Dark Metal") ganz gut sind, aber eben nicht die sichere Vielseitigkeit eines Voll-Profis können.
Ausgangspunkt war die Aussage "der Berufsmusiker hat mehr Zeit für Gigs" - und das stimmt eben zumindest nicht in einem linearen Zusammenhang.
Und wie weit gespannt die Vielseitigkeit des Berufsmusikers geht ist auch immer vom Einzelfall abhängig.
Für den Veranstalter ist die "künstlerische Qualität" der Band nur insofern interessant, wie viel Leute sie zu welchem Ticketpreis "ziehen".
Für ein Großkonzert ist die Halle größer und die Miete teurer als ein Kleinkonzert in kleinem Club.
Da könnte es für den Veranstalter möglicherweise rentabler sein, eine Amateur-Band zu kleiner Gage zu buchen, die ein wenig weniger Leute zu etwas geringerem Ticketpreis ziehen, als eine Profiband zu buchen, denen er größere Gage zahlen müsste, die Ticketpreise höher ansetzen müsste, und die nur ein wenig mehr Leute ziehen.
In dieser Konstellation Mag das stimmen - aber ich denke dass das Verhältnis dass Zuschaueranzahl und Ticketpreis bei den Amateuren nur "ein wenig" geringer sind, der Gagenunterschied der Profiband zu den Amateuren so signifikant ist - bin mir nicht sicher dass das häufig zutrifft.
Und ja, Veranstalter wollen Profitmaximierung, ganz logisch. Aber sie denken auch langfristig: wenn die Location 600 Leute fasst, die Profis ziehen 600 und die Amateure 550 - OK, kann ich Deine Argumentation mitgehen. Wenn die Amateure aber nur 300 ziehen - selbst wenn es finanziell gleich/besser ausgeht als mit den Profis, der Veranstalter hat auch Interesse daran wegen Mundpropaganda etc halbwegs regelmässig volles Haus zu haben.
Hinzu kommt: die Gage ist ja nicht der einzige Kostenpunkt. Alles andere ist ja unabhängig von der Band (Service, Security, GEMA, etc.). Gut, kann natürlich sein dass bei Profis die ganze Bühnentechnik/PA aufwändiger/teurer ist.
Es ist doch immer die ganz pers. Entscheidung von jedem potentiellen Besucher, ob man bereit ist das zu bezahlen - für eben diese Art von Musik und Show.
Korrekt - und meine Intention war hier einfach persönliche Einschätzungen von anderen zu bekommen - die Intention war keinesfalls dass hier ein Musiker-Politbüro Preise festsetzt.
 
  • #55
Ausgangspunkt war die Aussage "der Berufsmusiker hat mehr Zeit für Gigs" - und das stimmt eben zumindest nicht in einem linearen Zusammenhang.
Und wie weit gespannt die Vielseitigkeit des Berufsmusikers geht ist auch immer vom Einzelfall abhängig.
Wie jeder Freiberufler muss sich auch der freischaffende (also nicht Festgehalt beziehende) Berufsmusiker überlegen, ob er von seiner Arbeit leben kann oder nicht und wie er Einkünfte generiert. Wenn er es mit einer Aktivität (Solokünstler oder Band) schafft, genügend Auftritte für genügend Geld zu bekommen, dann braucht er sonst nichts machen; andernfalls wird es halt eine Mischkalkulation mit verschiedenen Arbeiten (Konzerte mit mehreren Ansätzen/Konstellationen, Unterricht geben, Taxi fahren, ...).

Das hat aber doch alles nichts damit zu tun, ob Eintrittspreise bei Tribute-Bands (siehe Titel des Threads) zu niedrig, angemessen oder zu hoch sind.

Abgesehen davon, dass letzteres - wie ich schon mehrmals schrieb - von den Bands/Veranstaltern und dem Publikum abhängt, weil jeder einfach die frei Entscheidung hat, bringe ich mal noch den Aspekt "Pricing". Darunter versteht man das Festlegen/Optimieren eines Preises, so dass aus Anzahl mal Preis möglichst viel rauskommt. Dabei spielt eben eine Rolle, wie viele Besucher man für welchen Preis erwarten kann. Da wird jede z.B. Band abhängig von Region/Ort, Locations, Publikumspotenzial, Stil, Modeerscheinungen, Werbeaktivitäten, u.e.m. eigene Erfahrungswerte haben und wahrscheinlich nicht darum herum kommen, solche Erfahrungen auch zu beherzigen.

Bei alledem plädiere ich halt dafür und entspricht es meinem Verständnis, dass, abgesehen davon, dass jeder Besucher natürlich (auch unter Berücksichtigung seiner eigenen finanziellen Möglichkeiten) selbst entscheidet, wie viel Geld ihm ein Konzert Wert ist (macht er ja auch bei Stars), und sicher entgegen der grundsätzlichen Knauserigkeit und "Geiz ist geil"-Strömung einfach auch der RESPEKT vor dem Engagement und Leistung gerade von Hobby-Musikern bei der individuellen Festlegung, was man persönlich als angemessen einstuft, honoriert wird! :prost:
 
  • #56
Keine Knete keine Fete.
War doch noch nie anders. ;-)

Scherz beiseite.
Vielleicht mal etwas Nachdenkliches dazu:

Am Wochenende war ich auf einem kleinen (Rock) Festival, das in diesem Fall allerdings von unserem Kultur-Verein und Sponsoren getragen wurde. Der Eintritt war in diesem Fall aber tatsächlich frei. Eine recht gute "Tribute Band" war u.A. auch dabei.

Was mir mal wieder so deutlich bewusst wurde und was auch viele Bekannte genau so formulierten, für einen Großteil der Besucher ging es eher um das Event an sich. Man sieht sich, man trifft sich. Auch quer durch alles Altersgruppen.

Hauptsache da spielen ein paar Bands und es wird "gefeiert", was in der Regel mit dem Konsum von Alkohol und anderen Mittelchen verbunden ist. Welche Bands da jetzt spielen, das war für die Mehrheit eher Nebensache.
Ok, es schon etwas ländlich hier. ;-)

Bis zum Beginn der Tribute-Band stimmte dann scheinbar auch der Pegel, das Wetter war klasse und es tat sich etwas vor der Bühne. Das kam schon bei vielen ganz gut an.

War alles prima, toll organisiert, die Besucher hatten einen sehr schönen Abend.

Trotzdem hatte ich den ganzen Tag das Gefühl, alles ist irgendwie recht "beliebig" und mehr oder weniger austauschbar.
Nach drei Songs der wirklich guten Tribute-Band bin ich dann übrigens auch einfach gegangen. War halt einfach nicht so "meine Musik."

Vielleicht ist ein Preis für die Zuschauer ja auch irgendwo eine Art sinnvoller "Filter", der gar nicht so verkehrt ist?
Erstmal auch ganz unabhängig von der Höhe. Wenn einem die Band etwas "wert ist", dann ist das auch irgendwo eine Art der Wertschätzung?

Da weiß man wenigstens das die Leute wirklich gezielt wegen der Band und der Musik kommen und auch schon da sind, wenn die Band anfängt zu spielen. ;-)

Die ersten beiden Bands am letzten Freitag haben schon noch relativ viel grünen Rasen bespielt.

Die doch sehr akademisch Art, wie hier über Preisfindung und Preisbildung und darüber, was die Musiker jetzt erhalten sollten, die finde ich teilweise auch schon wieder sehr "verkopft".

Wenn du so gut bist, dass du Eintritt verlangen kannst und die Leute bereits sind dafür den aufgerufenen Preis zu zahlen, dann ist doch alles geklärt, oder?

Ist es dir, warum auch immer, der Preis zu hoch, dann gehst du halt nicht hin.
War das schon jemals anders?

Als Band hätte ich echt keinen Bock auch noch meinen Preis irgendwie zu erklären oder zu begründen. ;-)
 
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  • Ersteller
  • #57
Am Wochenende war ich auf einem kleinen (Rock) Festival, das in diesem Fall allerdings von unserem Kultur-Verein und Sponsoren getragen wurde. Der Eintritt war in diesem Fall aber tatsächlich frei. Eine recht gute "Tribute Band" war u.A. auch dabei.

Was mir mal wieder so deutlich bewusst wurde und was auch viele Bekannte genau so formulierten, für einen Großteil der Besucher ging es eher um das Event an sich. Man sieht sich, man trifft sich. Auch quer durch alles Altersgruppen.

Hauptsache da spielen ein paar Bands und es wird "gefeiert", was in der Regel mit dem Konsum von Alkohol und anderen Mittelchen verbunden ist. Welche Bands da jetzt spielen, das war für die Mehrheit eher Nebensache.
Ok, es schon etwas ländlich hier. ;-)
Kenn ich gut ;-)
Finde ich aber auch legitim - ist ja letztlich nichts anderes als ein Stadtfest/Weinfest/o.ä.
Da ist es ja auch gang und gäbe dass man nachmittags den Slot "Liebe Bänke, liebe Tische, jetzt spielen wir für Sie Stück XY", und abends sorgen Geselligkeit und Alkohol für hohen Lautstärkepegel und geringere Aufmerksamkeit. Dass man es "Festival" ändert daran erstmal nicht so viel.
Ist es dir, warum auch immer, der Preis zu hoch, dann gehst du halt nicht hin.
War das schon jemals anders?
Stimmt, das war noch nie anders.
Als Band hätte ich echt keinen Bock auch noch meinen Preis irgendwie zu erklären oder zu begründen. ;-)
Ich würde mal sagen kommt drauf an wem gegenüber:
man muss seine Preise keinem Unbeteiligten gegenüber erklären/rechtfertigen.
In der Gagenverhandlung kann das durchaus anders aussehen:
Ihr wollt A, Veranstalter bietet B. Dann kann man sagen "es ist A, take it or leave it", man feilscht einfach nur wie auf dem Basar, oder man verhandelt und dann kann erklären (bestenfalls mit Erläuterung des Mehrwertes für den Kunden) durchaus hilfreich sein.
Ist ja auf jedem Markt so: wenn mir ein Handwerker sein Angebot erklärt beauftrage ihn lieber ihn als seinen Kollegen der einfach nur sagt "das ist mein Preis, bestell oder lass es bleiben"
 
  • #58
Was mir mal wieder so deutlich bewusst wurde und was auch viele Bekannte genau so formulierten, für einen Großteil der Besucher ging es eher um das Event an sich. Man sieht sich, man trifft sich. Auch quer durch alles Altersgruppen.

Hauptsache da spielen ein paar Bands und es wird "gefeiert", was in der Regel mit dem Konsum von Alkohol und anderen Mittelchen verbunden ist. Welche Bands da jetzt spielen, das war für die Mehrheit eher Nebensache.
Ok, es schon etwas ländlich hier. ;-)
Ungefähr so ist es doch wohl auch bei den "echten" Bands oder auch den Tribute-Bands.
Die "Gemeinde" der treuen Fans trifft sich dort alle zusammen auf dem "Event" und sieht sich wieder.

Den Eintrittspreis oder die verlangte Gage brauchst du als Band nicht zu rechtfertigen, das wäre ja auch albern.
Wenn dir de Gage gezahlt wird, ist doch alles gut.
Wenn die Hütte bei dem aufgerufene Ticketpreis ganz gut gefüllt ist, ist doch alles gut.
Dann ist es den Leute den Ticketpreis wert.
Grüße
 
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  • #59
Wenn wir jetzt über Fälle reden, in denen die Bands nur für "Aufzugsmusik" (Hintergrundmusik) da sind, mach es doch gar keinen Sinn. Selbst wenn da ein Eitrittspreis aufgerufen wird, bezahlt ihn niemand für die Band/Musik. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Eintrittspreis und Band/Musik!!!
 
  • #60
Powerslave am vergangenen Samstag im Logo Hamburg. Eintritt € 25,00 Abendkasse, knapp über 2,5 Stunden Spielzeit - durchgehend gespielt, durchschnittlicher Sound, unspektakuläre Darbietung, aber die Musiker haben sich die Seele aus dem Leib gespielt.

Ein sehr netter und kurzweiliger Abend, welcher zur Wiederholung einlädt.
 
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