Eintrittspreise Tributeband

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  • #22
aber wenn 300 Leute im schnitt 5 Getränke pro person haben
:ROFLMAO: :ROFLMAO: :ROFLMAO:

In den Hamburger Locations (Logo, Knust, Große Freiheit, Grünspan,...) liegt ein Bier, 04 Liter inzwischen bei +/- € 6,00. Die Zeiten, in denen wir auf allen Vieren aus der Location gekrochen sind, sind längst vorbei. Das ist nur noch einer handvoll PowerUsern vorbehalten;).
 
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  • #23
Wenn man meine Milchmädchenrechnung anschaut sieht man glaub ich recht schnell, dass das mehr so eine Best Case Kalkulation ist.

Ich war am Wochenende am Braincrusher, da gabs einige Poweruser, einer hat sogar in unter 2 stunden 100€ durch die Bar gebracht 🤣
Aber regelfall ist das sicherlich nicht.
 
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  • #24
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  • #25
Tribute-Bands weisen natürlich eine enorme Bandbreite auf:
- Australian Pink Floyd Show - große Produktion, ist zumindest schonmal "Geld wert"
- Rammstein-Bands die ordentlich Pyrotechnik auffahren - auch da, man sieht wo das Geld hingeht.
Ich denke, das ist der springende Punkt. Es gibt ja durchaus professionelle Tribute Bands, die das alles seeeehr überzeugend rüber bringen. Und dann gibt es Tribute Bands, die sind eher so okay. Ich hatte neulich die Einladung eines entfernt Bekannten, der in einer RHCP Tribute Band spielt. Die wollten über 20€ für den Eintritt haben. Ich habe mir dann mal ihr Videomaterial angehört/ geschaut und festgestellt, dass das qualitativ auch nicht besser ist als das, was ich in meiner eigenen Band von dieser Band spiele, vielleicht sogar schlechter. Bin ich bereit für eine eher mittelmäßige Band dann über 20€ zu bezahlen? Sorry, aber nein.
 
  • #26
professionelle Tribute Bands, die das alles seeeehr überzeugend rüber bringen
Aber weshalb soll ich viel Geld für eine Tribute Band bezahlen, wenn ich das "Original" auf Platte für einen Bruchteil des Geldes bekommen kann? Klingt jetzt böse, aber in der "Klassik" bezahle ich ja auch nicht viel Geld für xyz, weil er oder sie genau so klingt wie die Wiener Philharmoniker oder Martha Argerich?

Gute Stimmung kann es lokal auch von günstigeren Band geben, die sich redlich Mühe gibt, auch wenn sie nicht sooo gut ist. Lieber 15€ dafür, als 60 für "professionelle, perfekte Kopisten".

Ausnahme, wie oben beschrieben, Bands wie die Analogues, die etwas machen, das über das Original hinaus geht und eher "musikalische Archäologie" darstellt.
 
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  • #27
Klar, 20€ ist heutzutage der neue „5er für den Hut“, nach meiner Erfahrung (und mutmaßlich aus der Sicht der Musiker). Und ich geh sowieso nicht in ein Konzert, um ein „Original“ von der Platte zu hören. Egal ob Cover-, Tribute-, oder Originalband.
Da ist generell viel Spielraum im Thema Eintrittspreise (Tributeband) drin, viele Menschen können sich nicht mal ihr Essen leisten und andererseits macht Geld eben allein keine Musik.
 
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  • #28
Aber weshalb soll ich viel Geld für eine Tribute Band bezahlen, wenn ich das "Original" auf Platte für einen Bruchteil des Geldes bekommen kann? Klingt jetzt böse, aber in der "Klassik" bezahle ich ja auch nicht viel Geld für xyz, weil er oder sie genau so klingt wie die Wiener Philharmoniker oder Martha Argerich?
Ich fürchte das trifft es nicht ganz - Konzerterlebnis und Platte zu vergleichen geht fehl. Das würde ja auch heißen Du gehst in kein einziges klassisches Konzert eines Orchesters das nicht das Niveau der Wiener hat weil es ja auf Platte immer noch "in besser" verfügbar wäre.

Gute Stimmung kann es lokal auch von günstigeren Band geben, die sich redlich Mühe gibt, auch wenn sie nicht sooo gut ist. Lieber 15€ dafür, als 60 für "professionelle, perfekte Kopisten".
Auch hier, unbestritten gibt es günstigere Bands die genauso gute oder noch mehr Stimmung machen, aber das ist nicht der Kern. Bei Tribute-Bands "kauft" man eben auch die Bekanntheit des Repertoire mit.
Frag mal in Deinem Bekannten- und Familienkreis die nicht-Musiker wer mitkommt:
a) wir gehen zu einer guten Springsteen-Coverband
b) wir gehen zu einer jungen Band voller Spielfreude und Entertainment, die Stilrichtung geht klar in Richtung Springsteen
Ich wage mal zu behaupten die Zusagen fallen deutlich unterschiedlich aus ;-)
Es gibt ja durchaus professionelle Tribute Bands, die das alles seeeehr überzeugend rüber bringen. Und dann gibt es Tribute Bands, die sind eher so okay. Ich hatte neulich die Einladung eines entfernt Bekannten, der in einer RHCP Tribute Band spielt. Die wollten über 20€ für den Eintritt haben. Ich habe mir dann mal ihr Videomaterial angehört/ geschaut und festgestellt, dass das qualitativ auch nicht besser ist als das, was ich in meiner eigenen Band von dieser Band spiele, vielleicht sogar schlechter.
Klar das kommt noch dazu. Tribute ist Immer mehr geworden, wahrscheinlich auch lukrativer oder zumindest von Veranstaltern nachgefragt als die althergebrachten Cover/Partybands. Da kommt dann nach und nach sicher noch viel Beifang dazu.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Gerade noch etwas gesehen:
hier in Bonn gibt es jetzt ein "Sommerfestival" im Juli und August, Hauptsponsor sind die örtlichen Stadtwerke in kommunaler Hand.
Jede Woche 6 Konzerte, und Immer MINDESTENS 50% der Konzerte One-Act-Tribute-Bands, so krass hab ich das auch noch nie gesehen.....
 
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  • #29
Was mich beschäftigt hat ist der Ticketpreis: 30,- (plus ggf. VVK-Gebühr), da bin ich gedanklich etwas ins Stolpern gekommen.
Hallo,

ich würde solche Preise in Relation zu anderen "Vergnügungen" setzen.
Etwa, Kino, Club oder Essen gehen. Da kommt man dann teilweise auch schon fast an solche Preise heran.
Letztlich, es ist ungefähr der Preis für zwei Kästen Bier.

Bei einer Tribute-Band weiß man ja, was sie spielen, also die eigenen Lieblingssongs eines seiner Lieblings-Acts.
Idealerweise spielt die Tribute-Band in der Form, die die Original-Band in ihren besten Zeiten noch hatte.
Also, Sänger noch gut bei Stimme, und die Musiker noch flink in den Fingern.

Als Werbung sollte die Tribute-Band etwa Handy-Aufnahmen ihrer Konzerte anbieten - dann kann ich auch einschätzen, wie gut sie wirklich sind.
Und die ganze Show sollte auch schön lang sein - 3h dürfen es gerne sein. Um das ganze Schaffen der Original-Band abzubilden.

Für mich "darf" eine Tribute-Band die Songs durchaus ein wenig umarbeiten, sodass etwa auf bekannte Hits ein anderes Licht, ein anderer musikalischer Blickwinkel geworfen wird.

Oder, die Tribute-Band spielt vergessene Perlen aus dem Back-Katalog, die von der Original-Band nicht mehr oder gar nie live gespielt wurden.

Oder, die Tribute-Band spielt Songs, die die Original-Band live in anderer Version als auf der Original-Platten-Aufnahme spielt, in genau dem Platten-Arrangement.
(Etwa, die Rolling Stones spielen zwar "Sympathy for the Devil" live, aber nie so wie auf Platte., sondern an den Drums stark vereinfacht. Im Original-Platten-Arrangement wäre das sehr interessant live zu hören.)

Von daher fände ich so eine Show in nicht zu großem Rahmen, wo man als Zuschauer mal die Chance hat, nahe an die Bühne zu kommen, um den Musikern auf Finger und Füße (Drums) zu schauen, schon nicht schlecht und preislich OK. Wenn die Tribute-Band wirklich gut ist und gut Stimmung macht.

Für mich müssen/sollten sich die Musiker auch nicht wie die Original-Musiker "verkleiden".
Es dürfen auch gerne mehr oder weniger Musiker als bei der Original-Band sein. Eine Police-Tribute-Band dürfte für mich durchaus als Quintett - Drums, Bass, Gitarre, Gesang, Gitarre/Keyboards - auftreten - nur so bekommt man es wohl hin, die Songs aus der späteren Schaffensphase live recht Nahe an den Platten-Arrangements zu spielen. (Und nein, der Sänger muss nicht zwangsläufig auch den Bass spielen können, oder umgekehrt...)

Grüße
 
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  • #30
Konzerterlebnis und Platte zu vergleichen geht fehl. Das würde ja auch heißen Du gehst in kein einziges klassisches Konzert eines Orchesters das nicht das Niveau der Wiener hat weil es ja auf Platte immer noch "in besser" verfügbar wäre.
Äh, das war dann wohl missverständlich. Wenn ich die Wiener hören möchte, möchte ich die Wiener hören. Aber ich bin z.B. sehr gerne in Bremerhaven im Musiktheater, die mit einem kleinen Orchester natürlich anders klingen müssen, aber das auch sehr konsequent können.
Frag mal in Deinem Bekannten- und Familienkreis die nicht-Musiker wer mitkommt:
Die kommen sowieso nicht mehr mit dahin, wo wir hingehen;-) Besonderer (Fehl-?) Geschmack macht einsam,-)
 
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  • #31
Ich gehe gerne zu 'guten' Tribute Bands, lieber als zu den Originalen, sofern es die überhaupt noch gibt. Die Originale, wie Police, Stones, Whitesnake, Pink Floyd, Genesis etc. würden dann eh nur in Locations über 50.000 Leuten spielen, wo man zwar Live Feeling hätte, aber schlechten Sound, wenig Sicht, ewig lange Anfahrts- und Zugangswege, Schlangen vor überteuerten Getränkeshops und Toiletten. Australian Pink Floyd Show hab ich in ner 5000er Halle gesehen, bestuhlt, Top Sound und guten Ausblick auf die nicht all zu entfernte Bühne, Karten für 60-80 EUR - völlig angemessen! Regatta de Blanc - eine super Police, und mittlerweile Sting Coverband, Ticketspreise von 25-40 EUR - mehr als angemessen. Wobei man hier natürlich sagen muss, dass der technische Aufwand für so ein Konzert auch überschaubar ist, im Gegensatz von Pink Floyd oder Rammstein, wo man noch Aufwand an Effekten fahren muss. Ich kenne eine fantastische Supertramp Tribute Band 'Century Crime', da ist der Aufwand auch überschaubar, natürlich Hammond* Wurlitzer und so auf die Bühne, und ein Multi-Instrumentalist mit zig Blasinstrumenten, aber als einziges zusätzliches Utensil, der große gelbe Sonnenschirm. Für mich sind solche Konzerte ein Genuss, weil mit 200-500 Zuschauern so überschaubar, dass man alles gut sieht, guten Sound hat, und vom Flair dem Original sehr nahe, und 100mal besser, als sich die CD reinzuziehen. Teils sind das schon Profis, die davon lebven, wobei ich mir sicher bin, nicht zu gut. Es gehört sicher trotzdem viel Idealismus dazu, solche Bands zu betreiben.
 
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  • #32
... bringt mich noch auf eine Idee... Ich schrieb oben, dass mich eine reine Kopie-Coverband nicht so wirklich antörnt (Analogues mal abgesehen, aber das ist musikalische Archäologie...) Aaaaber: Es gibt natürlich sehr spannende Konzept-Sachen; z,.B. haben in Bremen-Vegesack Evelyn Gramel und Thomas Brendgens-Mönkemeyer "The Last Ship" vor der Werftkulisse auf die Bühne gebracht oder das Bremer Goethe-Theater hatte einen fantastischen Patti-Smith-Liederabend.
 
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  • #33
Ich gehe gerne zu 'guten' Tribute Bands, lieber als zu den Originalen, sofern es die überhaupt noch gibt. Die Originale, wie Police, Stones, Whitesnake, Pink Floyd, Genesis etc. würden dann eh nur in Locations über 50.000 Leuten spielen, wo man zwar Live Feeling hätte, aber schlechten Sound, wenig Sicht, ewig lange Anfahrts- und Zugangswege, Schlangen vor überteuerten Getränkeshops und Toiletten. Australian Pink Floyd Show hab ich in ner 5000er Halle gesehen, bestuhlt, Top Sound und guten Ausblick auf die nicht all zu entfernte Bühne, Karten für 60-80 EUR - völlig angemessen! Regatta de Blanc - eine super Police, und mittlerweile Sting Coverband, Ticketspreise von 25-40 EUR - mehr als angemessen.
Finde ich alles nachvollziehbar - im Bereich Tribute gibt es ja eine enorme Bandbreite an Anspruch/Aufwand/Qualität.

Letztlich habe ich für mich die Abgrenzung gefunden:
Bands die sonst viele Gigs auf Stadtfesten u. ä. bei freiem Eintritt bestreiten - da bin ich nicht bereit Eintritt jenseits der 20 EUR zu zahlen.
Das grenzt automatisch auch dahingehend ab dass Bands die eine aufwändige Produktion dabei haben (Australian Pink Floyd Show, Rammstein-Cover etc.) dadurch komplett außer Konkurrenz laufen.
 
  • #34
Ich kenne z.B. eine großartige "Singer-Songwriterin", die oft vor 60 oder 100 Leute spielt. Mal mehr mal weniger.
Berufsmusikerin. Oft auch als Duo.

Da sind 30,00 Euro pro Person und Auftritt echt nicht viel, wenn du alle Kosten abziehst, an deine Krankenversicherung und Altersversorgung denkst und deine Steuern zahlst.

30,00 sind heute leider einfach nicht mehr so sonderlich viel.
Egal ob du einfach mal essen gehst oder ein "kleineres" Konzert besuchst.

Wie viel jeder ausgeben kann und mag, das ist sicherlich recht unterschiedlich und ja auch oft schlicht eine Gewichtung dessen, was einem das Erlebnis wert ist.

Aber wenn ein Hefe-Weizen schon oft 5,00 Euro kostet?
Was sind da schon 30 Euro für ein schönes Konzert? ;-)
 
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  • #35
Ich kenne z.B. eine großartige "Singer-Songwriterin", die oft vor 60 oder 100 Leute spielt. Mal mehr mal weniger.
Berufsmusikerin. Oft auch als Duo.

Da sind 30,00 Euro pro Person und Auftritt echt nicht viel, wenn du alle Kosten abziehst, an deine Krankenversicherung und Altersversorgung denkst und deine Steuern zahlst.
Da stimme ich Dir absolut zu!
Für mich relevant sind hier die Unterschiede "Berufsmusiker" (vs. Amateur/Semi-Profi im Tributebereich) und "Singer/Songwriter" (vs. Cover)

30,00 sind heute leider einfach nicht mehr so sonderlich viel.
Egal ob du einfach mal essen gehst oder ein "kleineres" Konzert besuchst.

Wie viel jeder ausgeben kann und mag, das ist sicherlich recht unterschiedlich und ja auch oft schlicht eine Gewichtung dessen, was einem das Erlebnis wert ist.

Aber wenn ein Hefe-Weizen schon oft 5,00 Euro kostet?
Was sind da schon 30 Euro für ein schönes Konzert? ;-)
Auch hier - grundsätzlich volle Zustimmung!
 
  • #36
Am Ende muss ja die Band entscheiden, für wieviel Geld sie bereit sind, aufzutreten, bzw. wieviel Geld nötig ist, um eine Show abzuliefern. Und natürlich muss man noch unterscheiden, dass es Musiker gibt, die ausschließlich davon leben müssen, d.h. dass hinterher auch noch neben den Kosten was überbleiben muss, von dem sie ihr Leben bestreiten können. Für alle die, die das dann doch eher als Hobby betreiben, geht es eher darum möglichst kostendeckend zu arbeiten, trotzdem mit semi-professionellem Anspruch, weniger mit der Notwendigkeit, davon den Lebensunterhalt bestreiten zu können.
Wenn ich mir da andere Hobbies anschaue, stehe ich als Musiker eher noch auf der komfortableren Seite, indem ich von den Einnahmen zumindest meine Kosten halbwegs decken kann. Mein Arbeitskollege läuft Marathon und Triathlon. Wenn er mir erzählt, was er an Startgeld zahlen muss, um teilnehmen zu können, plus Anfahrt, Hotel, ganz abgesehen von dem Equipment, das nicht weniger kostet als mein Musik-Equipment. Oder schaut euch Leute an, die Reiten als Hobby betreiben, da kommt gar nichts an Geld rein, sie zahlen sogar, um an Turnieren teilnehmen zu können.
 
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  • #37
Oder schaut euch Leute an, die Reiten als Hobby betreiben, da kommt gar nichts an Geld rein
Kann ich bestätigen und ich fahr nicht auf Turniere...

Am Ende haben wir schöne Hobbies, die wir uns leisten können müssen.
Profibands müssen halt ganz anders rechnen.

Ich persönlich bin gar kein Fan von Tributebands.
Wenn die Band auf einem Stadfest spielt, hör ich mir das mal an.
Ich würde aber keinen Eintritt zahlen wollen.

Dann lieber völlig unbekannte kleine Gruppen, um Neues zu entdecken!
Das find ich viel spannender.
 
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  • #38
Na ja, das sind alles Betrachtungen mit bestimmten Konstellationen im Hinterkopf. Es gibt aber sooo viele verschiedene Ansätze.

Meine erste FARFISA VIP 600 Orgel kaufte ich 1972 zusammen mit Echolette ME III und ME IIIH, Hocker und Shure* Mikro für 7200 € (mein komplettes Ersspartes). Zwei Jahre vorher kauften meine Eltern einen neuen VW Käfer 1302L für 4800 €. 1974 kaufte ich meinen ersten Micromoog für ca. 1600 DM, wofür ich zwei Wochen auf dem Bau gejobbt habe. Zum ersten Mal Geld für einen Auftritt übriggeblieben war im Jahr 1977: 500 DM für einen Gig (pro Musiker; wir haben das ganze Geld für eine Feier mit der Crew als Dankeschön auf den Kopf gehauen). Inzwischen "türmt"/"schoppt" sich Equipment im gut sechsstelligen Bereich. Was müsste ich da nur aufgrund meiner "Kosten" für einen Gig verlangen?

Was kann der Zuhörer dafür, dass der eine Musiker von den Einnahmen leben muss und der andere nicht? Jedenfalls deshalb muss die Musik des "anderen" ja nicht schlechter sein. Der genannte Profi hat halt mehr Zeit, um Gigs zu spielen, als der "Nebenbei-Musiker", dem sein eigentlicher Job eben nicht so viel Zeit zum Auftreten lässt. Dadurch kann der Profi mehr verdienen.

Warum verdient ein erstklassiger Auftritt eines viel übenden und talentierten Hobby-Musikers weniger Respekt als der eines Profis, der aus irgend einem Grund halt ein Repertoire "abliefert"? Was ist Grundlage der Bezahlung für ein Konzert: Beruflicher Hintergrund oder Qualität der Darbietung (vielleicht kombiniert mit Bekanntheit und Erfolg)?

Meiner Meinung nach kann man Eintrittspreise weder in Relation zu einem Weißbier bemessen noch eine Pi-mal-Daumenregel zugrunde legen. Region, Musikart, Location und zig weitere Aspekte wirken sich aus. Letztlich muss und wird sich ein Künstler/eine Band überlegen, was sie für einen konkreten Gig brauchen, was sie verlangen können und wo sie ihren "Wert" sehen (tritt man einmal für 50 Euro Gage auf und ist erfolgreich, will der nächste Veranstalter auch nicht mehr bezahlen, ...). Und letztlich hat der Interessent, ja die Freiheit, zu entscheiden, ob ihm eine konkrete Veranstaltung den aufgerufenen Betrag wert ist. Wenn zu wenig Ticket verkauft werden, dann werden die Anbieter schon ihre Lehre daraus ziehen.

Ich finde, WIR können hier kein Maß festlegen, sondern nur zu konkreten Fällen schreiben, wie wir einen bezahlten Ticketpreis sehen, oder was wir für was bereit wären zu bezahlen. :prost:
 
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  • #39
Wenn ich mir da andere Hobbies anschaue, stehe ich als Musiker eher noch auf der komfortableren Seite, indem ich von den Einnahmen zumindest meine Kosten halbwegs decken kann.
Sehe ich ganz genauso - es ist ein Hobby, das kostet unterm Strich nunmal erstmal Geld statt etwas einzubringen.
Mein Arbeitskollege läuft Marathon und Triathlon. Wenn er mir erzählt, was er an Startgeld zahlen muss, um teilnehmen zu können, plus Anfahrt, Hotel, ganz abgesehen von dem Equipment, das nicht weniger kostet als mein Musik-Equipment.
Wow krass, das hätte ich nicht gedacht. Aber klar, die Klamotten sind es ja nicht alleine, und beim Fahrrad dürfte es analog zu unserem Equipment nach oben keine Grenze geben.

Wobei - das bringt mich auf das Thema "was BRAUCHT man eigentlich/darf man brauchen?" In dem Sinne: wenn man die Erwartung hat dass man über die Gagen die Kosten fürs Equipment reinbekommt, was ist da überhaupt "legitim" anzusetzen. Einen guten Preci bekomme ich schon für ein paar Hundert Euro - wenn ich nun den Pino Palladino kaufe, sind die paar Tausend Mehrkosten dann irgendwie gerechtfertigt, oder sind die reines Privatvergnügen.
Hab gestern noch Fotos von einer BonJovi-Coverband gesehen - da dachte ich mir auch: der zweite Kemper im Rack, fällt das unter "notwendig und professionell" oder unter "klar, sicher ist sicher, aber es geht auch ohne"?
Wenn man das ganze rein als Hobby betrachtet stellt sich die Frage zum Glück nicht ;-)

Oder schaut euch Leute an, die Reiten als Hobby betreiben, da kommt gar nichts an Geld rein, sie zahlen sogar, um an Turnieren teilnehmen zu können.
Ist ja bei vielen Sportarten so, von Fahrtkosten zu Spielen, Mitgliedsbeiträgen, Startgeldern, Ausrüstung usw.
Und das ganze dann häufig unter Ausschluss der Öffentlichkeit - also nicht zwingend, aber es kommen halt keine Zuschauer.
Das "Brot des Künstlers" sollten wir nicht unterschlagen als Vorzug unseres Hobbys.

Was kann der Zuhörer dafür, dass der eine Musiker von den Einnahmen leben muss und der andere nicht? Jedenfalls deshalb muss die Musik des "anderen" ja nicht schlechter sein. Der genannte Profi hat halt mehr Zeit, um Gigs zu spielen, als der "Nebenbei-Musiker", dem sein eigentlicher Job eben nicht so viel Zeit zum Auftreten lässt. Dadurch kann der Profi mehr verdienen.
Jein - natürlich der Profi mehr Zeit, aber nicht linear. Während der Nebenbei-Musiker um Dienstag morgen um 11.00 Uhr im Büro sitzt, dass der Profi um diese Zeit für einen Gig zur Verfügung stünde hilft ihm nicht besonders.
Warum verdient ein erstklassiger Auftritt eines viel übenden und talentierten Hobby-Musikers weniger Respekt als der eines Profis, der aus irgend einem Grund halt ein Repertoire "abliefert"? Was ist Grundlage der Bezahlung für ein Konzert: Beruflicher Hintergrund oder Qualität der Darbietung (vielleicht kombiniert mit Bekanntheit und Erfolg)
Für das persönliche Einkommen gehört nicht unwesentlich auch Glück dazu:
Luis Maldonado ist gerade als Foreigner-Sänger unterwegs und macht das sicherlich gut. Aber er hat nunmal Glück gehabt dass er den John beim Original bekommen hat - es gibt sicher etliche Sänger in Foreigner-Tribute-Bands die auch sehr gut sind aber nur einen Bruchteil der Gage bekommen. Klar der Druck beim Original ist ein anderer, keine Frage - aber rechtfertigt das den Unterschied in der Höhe?
Ich finde, WIR können hier kein Maß festlegen, sondern nur zu konkreten Fällen schreiben, wie wir einen bezahlten Ticketpreis sehen, oder was wir für was bereit wären zu bezahlen. :prost:

Das war auch gar nicht meine Absicht hier ein Maß festzugelegen - wissen wir ja eh alle dass wir das nicht können und der Markt regelt, und wollen wir auch gar nicht. Ging mir auch nur um Erfahrungsberichte und persönliche Einschätzungen....
 
  • #40
Na ja, wenn es schon darum geht, wieviel wir bereit sind für ein Konzert zu bezahlen, dann gehört schon ein wenig Verständnis dazu, wie der Eintrittspreis zustande kommt.
Und @soundmunich was das Geld angeht, dass du in vielen Jahren in dein Equipment investiert hast, dann darfst du das natürlich nicht mit auf die Waage legen, wenn du heute einen Wert ermittelst, was eine Eintrittskarte für einen Gig von Dir kosten muss. Ich sehe da eher das aktuelle Equipment, das zum Einsatz kommt, ggf. noch das, was ich zusätzlich an Leihgebühr, Miete, Techniker aufbringen muss. Der eine oder andere rechnet noch laufende Kosten wie Ü-Raum-Miete drauf.
 
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