EMG 60/81 auf 57/66 tauschen

von Mattis79, 16.09.20.

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  1. Mattis79

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    Erstellt: 16.09.20   #1
    Hallo zusammen,

    leider konnte ich im Forum keinen für mich passenden Beitrag finden, deswegen mache ich hier einen auf. :)

    Ich spiele in einer Top40 Coverband und habe bisher bei Gigs eine Gibson Les Paul und eine Ibanez RG HSH eingesetzt.

    Nun möchte ich dies auf meine Fender Stratocaster HSS und meine ESP Eclipse ändern.

    Die ESP hat die EMG 81/60 verbaut. Ich möchte allerdings nicht so das "Metalbrett", sondern "klassischer" klingen. Die Gitarre soll aber weiterhin mit EMGs bestückt sein. Ich konnte bisher von der Kombination 57/66 viel gutes lesen.

    Ist es tatsächlich so, dass diese klanglich in die PAF-Richtung gehen oder ist zu den jetzt verbauten Tonabnehmern kaum ein klanglicher Unterschied zu erwarten?

    Vielen Dank im voraus für eure Hilfe. :great:
     
  2. bagotrix

    bagotrix Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 22.09.20 um 01:17 Uhr   #2
    Hi,

    der Unterschied ist schon erheblich. Gerade diese PUs zeigen eigentlich besonders schön, dass aktive PUs genauso wenig in einen Topf geworfen werden können wie passive - bei denen komischerwiese niemand auf die Idee kommen würde, dass sie "alle gleich" klingen.

    Das mit der PAF-Richtung ist natürlich so eine Sache, schließlich klingen nicht nur historische PAFs sehr unterschiedlich, sondern auch ihre modernen Nachbauten. Aus meiner Sicht reihen sich die 57/66 da klanglich schon halbwegs ein, aber halt eher auf der rockigen Seite. Der Output ist etwas höher als bei den meisten PAFs, liegt jetzt aber auch nicht in JB- oder Super Distortion-Regionen (wobei auch der 81 nicht so wahnsinnig laut ist, wie manche sich da vorstellen). Insgesamt klingen sie einfach organischer und offener, nicht so "eng" und komprimiert wie insbesondere der 81. Der ist für ganz bestimmte Sachen perfekt, aber eben nicht jedermanns Sache. Speziell beim StegPU ist der Unterschied schon sehr deutlich. Was auch 57/66 nicht so haben, sind diese weichen, saftigen Soundanteile, die man von vielen AlNiCo II-PAFs kennt. Ich würde sie eher mit einem Duncan SH-18 oder Dimarzio 36th Anniversary vergleichen. Also eher Jimmy Page und AC/DC als Peter Green oder Joe Bonamassa. Für Deine Zwecke wäre das aber sicher nicht verkehrt. Auch ein Vorteil aktiver PUs: Sollte Dir der Output für cleane Sounds dabei noch immer etwas zu heiß sein, kann man den ja ohne Mumpfgefahr absenken.

    In einer Top 40 Band würde ich mir aber immer überlegen, gleich zu den TW-Modellen zu greifen. Auf dem Gebiet sind die Vorteile des aktiven Konzepts mMn noch deutlicher, denn die SC-Sounds sind tatsächlich authentischer als bei den meisten passiven HB, und dazu brummfrei. Ich denke mal, hier wird im integrierten Preamp auch klanglich nachgeholfen, sowas geht halt passiv nicht. Nur falls Dir an der Strat mal ne Saite reißen sollte...

    Gruß, bagotrix
     
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  3. Mattis79

    Mattis79 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.09.20 um 08:24 Uhr   #3
    Hey Bagotrix, vielen Dank für deine Hilfe. :great:
     
  4. EAROSonic

    EAROSonic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.09.20 um 21:12 Uhr   #4
    So hätte ich das auch beschrieben. Lernte die 57/66er in einer PRS Custom 24 kennen. Zuerst war ich skeptisch und dachte bereits vor dem Eintreffen der PRS bei mir an einen Wiederrückbau auf passive Pickups nach. Aber als ich sie dann so hörte, wußte ich, dass die PRS genauso bleiben wird. Leider trennte ich mich dann doch irgendwann von ihr und bereue es bis heute ein wenig.

    Auf Grund dieser Erfahrungen kaufte ich mir ein Set für meine Charvel DS-2:

    Charvel DS-2 18_K.jpg

    und bin nach wie vor sehr zufrieden mit ihnen. In meinen Ohren klingen sie auch nicht so analytisch wie die bekannten EMG-Kombis und lassen somit den "aktiven Tone" ein wenig hinter sich. Würde ich mir eine weitere aktive Gitarre anschaffen wollen, würde ich genau diese PU´s einbauen.
     
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  5. Mattis79

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    Erstellt: 23.09.20 um 07:38 Uhr   #5
    Hey Earosonic, danke dir für deine Antwort.

    Ich möchte die ESP vor allem für die rockigen Stücke einsetzen. Die Kombination aus 60/81 ist mir aber etwas zu "hart". Deswegen die Überlegung eines Wechsel auf die 57/66. Normalerweise müsste die Installation einfach sein, da ja schon aktive EMGs verbaut sind.

    Sind die Kappen der EMGs auf deinem Foto Chrome oder Blackchrome? Ich kann das leider nicht genau erkennen.

    Vg
     
  6. EAROSonic

    EAROSonic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.09.20 um 10:35 Uhr   #6
    Hi @Mattis79,

    sorry, dass ich mich erst jetzt zurückmelde. Hab den Thread nicht in meiner Beobachtungsliste. Merkwürdigerweise waren die Blackchrome damals beim Music Store (wenn ich mich recht erinnere) günstiger, als die mit schwarzem Kunststoffcover. Aus diesem Grund und weil ich sie einfach schöner finde, orderte ich die natürlich.

    Die Installation war auch bei der Charvel im Endeffekt einfach. Zuerst schloß ich die EMG´s genau so wie die Charvel´s an. Damit war die Gitarre erst einmal tot. Dann kam ich auf die Idee, die Stecker einfach um 180° zu drehen und siehe da, sie lief wieder. Bei EMG auf EMG musst Du wohl einfach nur die Stecker wieder wie gehabt einstecken.
     
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