Endstufe für Boss GT-Pro

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Ich möchte gerne eine Enstufe / Power Amp für mein Boss GT-Pro anschaffen. Ich habe mir auch schon einie Geräte angesehen, verstehe aber nicht so recht was zum Boss passen könnte.
Im Prinzip würde ja jede beliebige Endstufe technisch funktionieren. Ich könnte neben der Amp-Sim auch die Cab-Sim nutzen. Aber das möchte ich eigentlich nicht, der Amp soll in eine 212 Box gehen. Und Endstufen-Sättigung wäre auch schön.
Ich habe mir schon ein paar Amp angesehen, tendiere zu einer Röhrenendstufe, z.B. Atomic Reaktor, Marshall oder auch Hughes & Kettner EV 250.
Dann kam mir in den Sinn, das ja viele heute mit Amp-Sims spielen und Verstärkung brauchen. Die meisten nutzen wohl dazu Transitor Endstufen.
Also meine Fragen an Euch:
Gibt es (klangliche) Unterschiede beim Einsatz einer Röhren-Endstufe vs. Transistor-Endstufe?
WelcheEerfahrungen habt Ihr mit Amp-Sim Geräten und externen Endstufen gemacht?
Eure Empfehlung?
 
bagotrix

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Hi,

als GT-Pro-User finde ich, dass die Cab-Sims eh die Schwäche sind, während die Amp-Sims über eine gute Gitarrenanlage wirklich sehr gut klingen können. Für mein Empfinden beinhalten diie Models keine sehr ausgeprägte Endstufensimulation, wie sie modernere Modeller verwenden, mit einstellbarem "Sagging" etc.. Dafür harmonieren sie aber mMn auch sehr gut mit klassischen Röhrenendstufen, weil da keine doppelte Soundbeeinflussung des Preampsignals auftritt.

Ich benutze eine Peavey Classic 50/50 und kann sie wärmstens empfehlen. Besonders gefällt mir die Möglichkeit, neben dem Presence- auch einen Resonance-Regler für die Tiefen zu haben, mit dem man die Anlage an Boxen und Raum anpassen kann. Da die angebotenen meistens schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben, kann es sich aber lohnen, ein paar Euro extra für neue Röhren einzuplanen. In meinem Fall war es allerdings so, dass die Endröhren auch nach 20 Jahren im Sound kaum nachgelassen hatten, wie ich nach dem Austausch feststellen konnte. Erstaunlicherweise hat es sogar den größeren Unterschied gebracht, die 4 Treiberröhren auszutauschen, die man für wenige Euro kaufen und leicht selber tauschen kann. Etwas aufwendiger ist es (rein mechanisch) bei den Endröhren, aber ein BIAS-Einmessen konnte ich mir sparen, dank gematchter Röhrensätze von www.BTB-electronic.de.

Die Atomic ist zwar eine Röhrenendstufe, aber sie ist betont linear ausgelegt, wäre jetzt nicht so mein Favorit. Umgekehrt finde ich persönlich jetzt auch nicht, dass die Peavey den Sound zu stark einfärben würde, Fender- und Marshall-Models sind schon klar voneinander zu unterscheiden. Aber im direkten Vergleich klingt sie doch hörbar schöner und angenehmer als eine MosFet-Endstufe, die ich auch besitze (und die eigentlich einen guten Ruf für Gitarrenverstärkung haben).

Gruß, bagotrix
 
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Hallo bagotrix,
danke für Deine ausführliche Antwort.
An die Peavey classic hatte ich noch gar nicht gedacht. Soweit ich weiss, gibt es die nicht mehr neu. Hats Du eine Idee was die heute so gebraucht kosten darf?
Das mit der Atomic Reactor habe ich mir schon gedacht, wird ja gerne mit dem Kemper genutzt. Und das ist ja ein ganz anderes Sim-Konzept als beim GT-Pro.
 

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