Jaaaha - Du Savage.....Ohhhhooo Du Recto.....Oooooh Herbert.. ........ Herbert? ich heiß doch Robi!
Um mal wieder was zum Topic mit der Quali beizusteuern - wo findet man bessere Hinweise
auf Mängel als in einem DIY Forum. Der Interessierte User lese sich bitte die 6 Seiten
des
Innenleben eines Engls durch!
Der Screamer hat es "in sich"
Gruß P.
Hi Elmwood,
den thread hab ich mir damals auch durchgelesen und fand das leider nur billigste Polemik, fast schon rufschädigend. Die Roehrensockel muessen, um fuer die Produktion zugelassen werden, eine Mindestschmelzthemperatur aushalten. Diese wurde hier eindeutig ueberschritten. In dem ganzen TT-Thread hat kein einziger nach dem Grund dafuer gefragt. Wenn Engl irgendwelche China-Knockoffs verbauen wuerde, dann haette jeder Amp geschmolzene Fassungen, das macht Engl mit Sicherheit schon aus Eigeninteresse heraus nicht. Kann es nicht sein, dass da ein ganz schlauer Mensch das Röhrentuning ganz einfach uebertrieben hat?
In dem Thread gehts dann weiter mit der Montage des Ausgangsuebertragers, naemlich, dass der direkt und ausschliesslich auf der Platine angebracht wurde. Das stimmt nicht. Beide Trafos sind mit dem Chassis verschraubt, das unterdrueckt der urspruengliche Schreiber aber. Vielmehr ist es umgekehrt, die Platine wird an den AÜ und den NT geschraubt. Genauso ist es auch mit den Roehrensockeln. Die Haltefedern nehmen die mechanische Energie der Roehren auf, nicht die Sockel selbst. Und die Halteklammern sind nur mit dem Chassis verbunden....
Die Platinen sind optisch unschoen, das liegt daran, dass die Boards im Tauchverfahren verloetet werden und die Lotreste nicht entfernt wurden. Genauso gut koennte man bemaengeln, dass die Schnittkanten der Platinen nicht abgerundet wurden. Who cares? Es hat keinen Einfluss auf die Funktionsweise, also kann man sich die Kosmetik schenken, die kostet nur Geld.
Irgendwer hat in dem TT Thread auch die Nylon-Stecker bemaengelt. So was ist in der Industrie Usus. Es gibt keine einfacherere, billigere und eleganterere Methode. Geschraubte Abstandsbolzen benoetigen mehr manuelle Arbeitsschritte, die in der Massenfertigung nur unnoetig Geld kosten. Ausserdem koennen sich nur da Muttern durch Vibration loesen, wo es Schraubverbindungen gibt. Die Nylon-Stecker schnappen ein und lassen sich genauso einfach wieder loesen (unter anderem keine Probleme mit metrischem oder englischem Mass, das aus Herstellersicht nicht zu unterschaetzen ist). Ein weiterer Vorteil von diesen Nylondingern ist, dass sie flexibel sind, d.h. die angehaengten Baugruppen schwimmen und sind nicht starr verbunden, was die Gefahr von Haarrissen deutlich mindert.
Warum stoert sich uebrigends niemand an Kabelbindern, die wurden auch nur aus Rationalisierungsgründen erfunden.
Aus dem gleichen Grund gibts dann das Gebappse mit dem Silikon oder Heisskleberzeugs, was zugegebenermassen etwas homestyle maessig rueberkommt. Aber, es ist im Sinne der Produktion effektiv und erfüllt seinen Zweck, naemlich Vibrationen zu vermeiden und Bauteile dauerhaft zu fixieren.
Das Argument mit dem erschwerten Ein- und Ausbau von Bauteilen aufgrund der umgedrehten Montage erschliesst sich mir auch nicht unbedingt. Wie bitte soll man einen auf die Platine geloeteten Kondensator oder Widerstand rueckstandslos entfernen, wenn man ihn nicht von der Loetseite her entfernt. Wenn also die Platine mit der Bestueckungsseite nach oben hin (bzw. nach unten, denn die Chassis werden haengend verbaut) einsetzt, muesste man genauso die Platine entnehmen um ordentlich zu reparieren. Es sei denn, jemand ist so dreist und knipst Beinchen auf der falschen Seite ab, aber dem gehoeren die Ohren lang gezogen...
Die Potis stammen von uebrigends von Alps aus Japan und sind vollgekapselte Leitplastiktypen für Printmontage. Auch wenn die so zierlich aussehen, sind das mit die besten, die man fuer Geld kaufen kann. Die Dinger wurden neben ihrer rationellen Verarbeitung fuer die Verwendung in stark Staub belasteten Umbegungen (nikotinverseuchte Kneipen) entwickelt, weil sie aufgrund ihrer Konstruktionsweise nicht verschmutzen und keinen internen Abrieb (sprich Kratzen) verursachen koennen. Dafuer sehen sie halt nicht so toll aus und haben keine Alu-Achsen
Ich denke, man muss sich einfach klar machen, dass Engl ein Wirtschaftsunternehmen wie jedes andere ist und die Aufgabe hat, mit einer kleinen Anzahl von Mitarbeitern eine grosse Anzahl von technisch sehr anspruchsvollen Produkten so rationell wie moeglich herzustellen, so dass sie davon moeglichst keinen mehr zur Reparatur wiedersehen werden.
Im youtube gibts ein Video ueber Marshall, die schreiben, sie produzieren jeden Monat 8000 (in Worten achttausend) Artikel, d.h. jeden Tag (bei 21 Arbeitstagen) 400 Artikel. Das kann man nur noch mit hoch effizienten Fertigungsmethoden schaffen. Und Engl steht aufgrund ihrer weltweiten Präsenz wahrscheinlich genau jetzt an der Schwelle zu dieser Massenfertigung.
Und wegen den Ausgangsuebertragern: Wer sagt denn, dass nur dickes Eisen gute Uebertragungseigenschaften haben muss. Engl wickelt meines Wissens nach die AÜs selbst (hab ich mal auf der alten Homepage gesehen). Was ist, wenn die einen Weg gefunden haben, die Linearitaet bei gleichzeitiger Einsparung von Material zu erhalten? Was ist dagegen einzuwenden? Ich bin mir sicher, dass AÜ Klirren bei Englamps wie die beruehmte Sau sofort durch alle Internet-Foren und die Presse getrieben worden waere... Aber komischerweise hört man davon überhaupt nichts...
Just my two cents,
Gruesse und schönes Wochenende, HJ
PS: Ich frag' mich bei diesen ganzen uebertriebenen High-End-Threads immer, wie siehts eigentlich bei den ganzen Hardlinern privat zu Hause aus. Da ist hoffentlich auch alles amtlich verschraubt? Wir werden es nie erfahren

))