die umständliche Tranposfunktion?
Ein Instrument zu kaufen, und hunderte Stunden eine völlig anders geartete Tastatur zu lernen, ohne zu wissen, ob es damit wirklich besser geht, scheint mir noch etwas umständlicher zu sein
Warum kannst Du das nicht verstehen?
Siehe oben. Ich dachte, ich habe es ausführlich erläutert ... aber gern noch einmal:
Man muss für eine Tonleiter bei isomorphen Instrumenten nur noch einen Fingersatz lernen, und nicht mehr 12 oder noch mehr.
Das liegt in der Natur der Symmetrie.
Aber du kannst doch als Pianist die Fingersätze für Tonleitern, Arpeggien usw schon längst, oder welche Probleme hast Du damit?
Die Klaviertastatur hat sich ja auch über Jahrhunderte so bewährt, weil sie für schnelle Passagen, für Oktaven, für Akkorde, für pianissimo und fortissimo hervorragend funktioniert. Es geht ja in der echten Musik nicht darum, Tonleitern zu spielen oder immer wieder den gleichen Akkord zu transponieren, sondern Akkordfolgen von verschiedenen Akkorden.
Man muss außerdem Mittelstimmen leiser oder lauter als Oberstimmen spielen, Stimmführung deutlich machen, Artikulation Staccato, Legato und alles dazwischen, man muss Arpeggien und Doppelgriffe locker und fluffig spielen können, Blue Notes imitieren, Sliding (von schwarzen auf weiße Tasten), Vorschläge, Triller, Terzen, Sexten und vieles andere mehr.
Ich mache mal den advocatus diaboli und bezweifle, dass all das oder auch einfach ein schnelles Solo mit Comping links auf so einer Tastatur
besser zu spielen geht als auf einer Klaviatur, wenn man Klavier eben schon kann. Von pianistisch anspruchsvolleren Stücken mal ganz zu schweigen.
Dem gegenüber steht als Vorteil natürlich das einfachere Transponieren und evtl größerer Tonumfang, wobei mir nicht ganz klar ist, ob man den Daumen gut einsetzen kann.
Die Akkordeon-Knopftastatur hat sich dagegen praktisch (also auch motorisch) bewährt und hat sogar Vorteile, allerdings regelt man da die Lautstärke über den Balgdruck und nicht über den Anschlag.
Nochmal, ich will es Dir ja nicht ausreden, und ich kann das Interesse an einer Symmetrie durchaus verstehen - halte die oben stehenden praktischen Argumente (bzw. die aus der KI) aber aus eigener Erfahrung für nicht überwiegend.
Aber bitte lass Dich von meinen Gedanken nicht abhalten, ich wäre sehr gespannt auf Deinen Bericht in x Wochen oder Monaten, wie sich das bei Dir entwickelt hat!