ich komme mal auf das Erae2 zurück.
Man ist sehr flexibel bei der Oberflächengestaltung, mithilfe des beiliegenden Editors kann man hier quasi aus dem vollen schöpfen und sich den Erae2 so einstellen und konfigurieren wie es einem am besten passt, und auch mehrere Oberfläche per Knopfdruck abrufbereit am Gerät zuhaben.
Aber was wirklich grandios ist, die Ausdrucksmöglichkeiten, der Controller ist MPE fähig, das bedeutet das jeder Modulationsparameter pro Note ist, und nicht Global über die gesamte Klaviatur grefit(wie zb bei dem klassichen Pitchwheel oder Modwheel)
Unabhängig davon ob du jetzt ein Layout mit Klaviatur oder Blocks verwendest, du hast pro Note 3 Modulationen zur Verfügung.
Ich weiss nicht ob es den einen "MPE" Standard gibt, aber ich habe das gefühl bei vielen MPE fähigen Controllern hat sich das durchgesetzt was damals Roli mit dem Seaboard eingeführt hat (aber wie gesagt, die Parameter welche damit kontrolliert werden kann ich wenn ich möchte über die Software flexibel einstellen)
Z: Aftertouch: je stärker oder schwächer du drückst kannst du damit den Ton modulieren, ist schon sehr lange Standard und hat auch so gut wie jedes bessere Keyboard und MidiController.
X: Horizontal: hier als Pitchbend voreingestellt, sprich wenn du deinen Finger seitlich bewegst, wird auf dieser einen Noten auch die Tonhöhe moduliert
Y: Vertikal: CC74, Brightness, wenn du deinen Finger auch noch nach oben und unten bewegst, ändert sich der CC74 Wert, der je nach Klangerzeuger eine Modulation voreingestellt haben kann
dh, wenn du auf eine Taste drückst, kannst du mithilfe der X/Y/Z deinen Ton sehr gut und sehr feinfühlig modulieren, wenn du auf der Note etwas hin und herwackelst, erzeugst du damit ein echtes Vibrator mit deiner eigenen Bewegung, wie bei einem Saiteninstrument.
man kan damit auch, ebenso wie bei einem Saiteninstrument in eine andere Note rutschen, zb ich rutsche vom D aufs E, oder aufs A, oder sogar eine ganze Oktave höher usw.
ich kann Pre-Bends machen, usw und das macht natürlich irrsinnig viel Spass.
Natürlich muß der Klangerzeuger, den man mit dem Erae2 ansteuert, das auch alles können, aber viele MPE fähigen VSTis können das sehr sehr gut. meine Lieblinge sind Arturia Pigments und Roli Equator2
Man kann auch noch einstellen ob diese Parameter X/Y/Z Relativ oder Absolut gelten sollen, auch das macht liefert sehr interessante Anwendungsgebiete, zb ich erstelle ein recht grosses PAD als Trigger, und je nachdem an welcher X/Y Position ich am Pad meinen Finger setze, werden bereits die entsprechenden X/Y Modulationsparameter an das Plugin gesendet und ich bekomme unterschiedliche Ergebnisse, ich verwende das zb gerne bei Hi-Hats.. ich hab ein Block für den HiHat Sound, und der Y Parameter steuert wie offen die Hi-Hat ist, von 0- geschlossen bis 5 ganz offen, das funktioniert deshalb ganz gut weil schon viele Drumlibraries für die Hi-Hat einen eigenen CC Modulator vorbereitet haben, aufgrund des Fußpedals bei E-Drum Sets.
Also der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, wenn es um den Einsatz solcher Möglichkeiten geht.
der Exquis hat auch fast die gleichen Möglichkeiten, in eine andere Note rutschen geht nicht, auch er hat die 3 X/Y/Z Parameter pro Taste, allerdings finde ich die bewusste und Kontrollierte Steuerung der X/Y Parameter den kleinen Tasten schwierig und braucht viel Übung. mir passiert es damit mehr als mir Lieb ist, das ich im Eifer des Gefechts beim spielen auch Pitchbends betätige die gar nicht gewohlt sind, aus diesem Grund habe ich mir Filter eingerichtet welche die Pitchbend und CC74 Controllerdaten per Knopfdruck rausfiltern kann damit ich nicht ständig die Noten unabsichtlich verziehe
